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Immer Fair

"Ben & Jerry's"-Eiscreme hatte vor einiger Zeit eine Sorte mit Fairtrade-Siegel herausgebracht. "Coconutterly Fair" hieß sie passenderweise und ich fand's schön, dass ein doch recht großes Unternehmen sich in diese Richtung engagiert. Schließlich folgte noch eine weitere Sorte. Zu der Zeit fiel mir die Werbung von "B&J's" auf: "Das Leben ist nicht immer fair – Ben & Jerry schon."

Damals kam mir der Gedanke, dass das eigentlich irreführend ist und war enttäuscht, da dieses Eis definitiv mein liebstes ist und diese Werbung nunmal den Eindruck erwecken könnte, dass Ben&Jerry "immer" fair ist, also jede Sorte und nicht nur die beiden "Alibiprodukte".

Ein wenig tut es mir Leid, dass ich diesen bösen Gedanken überhaupt hatte. Mit irgendeiner Sorte muss man nunmal anfangen und inzwischen ist das gesamte Eissortiment von Ben&Jerry's aus fairem Handel!

Wollte ich nur mal eben anmerken! :-)

Wer lesen kann…

Da wir morgens in der Gemüseabteilung zu tun hatten, kamen wir längere Zeit nicht in die Nähe der Lagertür. Nachdem er knapp zehn Minuten vor dem Automaten, an dem die rote Lampe und die "Container voll"-Meldung leuchteten, gewartet hatte, entdeckte er die Klingel neben der Tür.

Hätte er unseren Hinweis gelesen, wäre ihm die Warterei erspart geblieben. Ein Knopfdruck hätte sein "Problem" behoben.

Nicht nur abends mit Beleuchtung

So sieht unser kleines improvisiertes Produktfotostudio übrigens mit eingeschalteter Beleuchtung aus. Acht Klemmspots sorgen für (erstmal) ausreichend Licht, insgesamt bin ich derzeit mit den Ergebnissen zufrieden.

Und, ja, ich weiß, dass das insgesamt noch deutlich verbessert werden kann und muss…


Käsekuchen

Manche Leute klauen, weil sie kein Geld haben. Manche Leute klauen, weil sie Geld brauchen. Wieder andere klauen, weil sie den Nervenkitzel brauchen…

Warum sich nun ein Mann, der einen Einkauf im Gesamtwert von knapp 20 Euro ordentlich bezahlte, und der noch deutlich mehr Bargeld mit sich führte, zwei kleine Käsekuchen aus dem Kühlregal in die Hosentaschen stopfen musste, ist und bleibt mir ein Rätsel.

Urgs

Ich half einem Kunden, sein Einweg-Leergut in den Automaten zu geben. Eine der Einwegflaschen, die ich währenddessen aus seiner Tüte zog, hatte eine sehr seltsame, weiße Flecken überall. Wie heruntergelaufen, als hätte eine Tropfkerze ihre Spuren hinterlassen. Während ich die Flasche noch musterte, sagte der Kunde: "Das ist Eiweiß.

Hastig stopfe ich das Ding in den Annahmeschacht der Maschine und wusch mir mindestens fünfmal die Hände. Ich glaube, so genau hätte ich es gar nicht wissen wollen – und selbst WENN er damit nur irgendwie in der Küche Eischnee zubereitet hat, der Rest ist Kopfkino. :-O

"Immer leer…"

Manche Kunden halten einen echt für dämlich, glaube ich. Einen ähnlichen Fall hatten wir ja vor ein paar Wochen erst und nun will einem schon wieder jemand erzählen, dass ein bestimmtes Produkt, das nun zufällig gerade mal ausverkauft ist, "ständig leer" sei. Kann ja sein, dass in irgendwelchen großen Märkten die eine Hand nicht weiß, was die andere tut – aber in diesem quasi Familienbetrieb dem Chef so einen Blödsinn zu erzählen, immerhin wusste ich genau, dass der Artikel einerseits noch nicht lange leer ist und dass das auch gerade wirklich mal eine seltene Ausnahme ist, fordert die Selbstbeherrschung schon etwas heraus. Vor allen an einem Samstag Abend.

Aber man bewahrt ja seine Contenance, lässt den Kunden nicht auflaufen und erzählt freundlich, dass es einem Leid tut und dass man zukünftig darauf achten wird, mehr zu bestellen… :-P

Schönes Wochenende.

Mit einem Golden

Ein Paar ging durch den Laden und kaufte einige Dinge ein. Begleitet wurden sie dabei von einem ausgewachsenen Golden Retriever, den der Mann an der Leine führte. Die Tiere sind bekannt freundlich, aber wir hatten arge Bedenken, dass sich andere Kunden an dem großen Tier stören könnten und so sprach zunächste eine Mitarbeiterin von mir den Mann an und bat ihn, den Hund aus dem Laden zu bringen. "Wir gehen gleich", war die Reaktion.

Sie gingen tatsächlich – und zwar in aller Seelenruhe durch die Getränkeabteilung. Also mischte ich mich ein und bat ebenfalls darum, mit dem rauszugehen, da sich andere Kunden gestört fühlen könnte. Außerdem ist das hier ein Lebensmittelmarkt und Hunde haben hier nunmal nichts zu suchen. Statt Verständnis und/oder eine Entschuldigung erntete ich nur einen bösen Blick. Da die beiden drei in dem Moment auch schon in Richtung Kasse gingen, ersparte ich mir jede weitere Diskussion.


Ex-N2O

Das war's. Wer Sahnekapseln braucht, soll dafür jetzt in ein spezielles Haushaltswarengeschäft gehen. Die mit Lachgas gefüllten Patronen bekommt man bei mir jedenfalls nicht mehr. Der Artikel war zwar schon hin und wieder auffällig, nur jetzt reicht's mir. Einem verkaufen Päckchen stehen vermutlich zehn geklaute entgegen. Danke.

Aber es war wieder mal ein männlicher Heranwachsener, der sich den kompletten Bestand der N2O-Patronen einsacken wollte. Wenn die Leute sich damit wenigstens den Rest ihres Hirnes auch noch mit raushauen würden… :-|

Notiz

Wenn's mal schnell gehen muss, mache ich mir nur ein paar Notizen für einen Blogeintrag. Wenn ich mich dann später bis viel später trotz der Stichworte nicht mehr an das dazugehörige Ereignis erinnern kann, müsst ihr eben auf den Bericht eines ursprünglich mit ziemlicher Sicherheit bloggenswerten Ereignisses verzichten.

Seid doch mal kreativ. Welches Vorkommnis verbirgt sich wohl hinter der folgenden Aufzeichnung?
"Kunde / Alda
Deckel auf Boden"
ICH erinnere mich jedenfalls kein Stück mehr. :-O

Kapverdischer Rum in Pfandflasche

Vor ein paar Wochen kam hier ein Päckchen an:



Der Inhalt: Ein Brief und eine Flasche.
Mehr brauche ich dazu eigentlich nicht zu schreiben. Vielen Dank für die Zusendung und für die fünf Euro habe ich mir natürlich nicht die Mühe gemacht, die Flasche zurückzugeben – aber dafür habe ich sie einem guten Zweck zugeführt. :-)




Anziehungskraft

Ein Heranwachsender ging durch den Laden, offenbar wollte er ein Getränk zu seinem großen Döner-Brötchen kaufen, in das er mitten im Laden während des Laufens immer wieder hineinbiss.

"Das Döner bitte draußen essen", sprach ich ihn an.

"Warum?!", war die Antwort des jungen Mannes.

In dem Moment plumpste ihm der Großteil seines Krautsalates und etwas Fleisch und Sauce vor die Füße.

Quod erat demonstrandum…

Trinkgeldfrage

Arne hatte eine Frage zu Trinkgeld:
Darf ein Kassierer Trinkgeld annehmen? Würde das nicht als Übertrag an der Kasse zählen und somit Ärger bringen?
Üblich ist, dass Kassierer (zumindest in allen mir bekannten Supermärkten) kein Trinkgeld annehmen dürfen. Das hat vor allem den Grund, dass kein Mitarbeiter "unkontrollierbares" Geld mit sich führt. Daraus ergibt sich oft, dass Tringelder schlicht und einfach über eine Warengruppe in die Kasse eingebucht und damit der Firma geschenkt werden.

Bei mir hier ist es eigentlich üblich, dass das Geld entweder direkt in die Spendenbox für das Kinderhilfswerk gesteckt wird, oder dass, wenn meine Mitarbeiter es ausdrücklich selber annehmen sollen, es einfach so in die Kasse geworfen wird. Damit lassen sich dann kleine Minus-Kassendifferenzen ausgleichen.

Die Annahme von "Trinkgeld" in Form von Naturalien ist übrigens in vielen Unternehmen auch verboten, vor allem deshalb, um pauschal auszuschließen, dass sich Kunden durch diese "Bestechung" Vorteile verschaffen. Mit solchen Dingen habe ich hier übrigens gar kein Problem. Wer hier Pralinen für ein mittleres Vermögen kaufen und meiner Kassiererin schenken möchte, darf das gerne tun. ;-)

Exotisches Leergut (137)

Mal kein Getränkeleergut, aber immerhin eine 1-Liter-Flasche Sojasauce, die sich da gestern Abend in unseren Leergutautomaten verirrt hat. Originellerweise ein Original aus Fernost. ;-)