Eine Kundin wollte wissen, ob ich ihr eine "Kleingeldsammlung" eintauschen könnte. "
Könen Sie doch immer gebrauchen?"
Können wir, sicher. Und noch bevor ich wusste, was mich erwartete, schlug ich vor, das Kleingeld auf dem Deckel einer meiner Tiefkühltruhen zu sortieren. Die benutze ich sehr gerne als Arbeitsfläche, da sie groß sind, eine angenehme Höhe haben und freie Sicht in den Laden bieten.
Keine zwei Minuten, ich kam gerade mit zwei Zählbrettern aus dem Büro, türmte sich ein knapp zehn Zentimeter hoher Schüttkegel aus den verschiedenen Euro- und Centmünzen auf. Das Kupfergeld hatte den deutlich größten Anteil.
Nachdem alles wegsortiert war, wurde auch klar, was in der Sammlung auch einen großen Anteil hatte: Staub, Haare, eine Büroklammer, Krümel und etliche einzelne unbenutze Heftklammern...
Ein Kunde wollte wissen, ob wir eventuell ein Überbrückungskabel hätten. Seine Batterie vom Auto ist leer und ein Kabel würde ihm schon reichen.
Kein Problem, hab' ich im Auto...
...das doch dummerweise gerade zur
Inspektion ist. Sorry.
Natürlich freut man sich über jeden Kunden, der einen in seinem Laden besucht. Die Konkurrenz ist vielfältig und gerade in den Städten hat man meistens mehrere Lebensmittelgeschäfte in leicht erreichbarer Nähe. Da ist es nicht selbstverständlich, dass der Kunde regelmäßig gerade zu einem Laden geht und daher beißt man mitunter schonmal in den sauren Apfel und lässt sich einiges von den Kunden gefallen. Man kennt das ja: Der Kunde ist König. Natürlich, gerne. Das ist unser Geschäft hier, Kunden zufriedenzustellen.
Aber wieviel muss und möchte man sich gefallen lassen?
Am Samstag Abend war ein Kunde hier im Laden, der bei und schon dafür bekannt (und berüchtigt) ist, dass er immer "auf den letzten Drücker" kommt. Es war bereits 0:05 Uhr und der Laden schon geschlossen. Die letzten Kunden standen schon an der Kasse, während er noch in aller Ruhe die Verpackungen von Waschmittel studierte.
Einen Kollegen schickte ich zu ihm, um die Nachricht zu überbringen, sich nicht nur etwas zu beeilen, da mein Mitarbeiter an der Kasse gerne Feierabend machen möchte. Wir wussten, was uns blühen konnte. Zu Rekordzeiten hat er umständlich seinen Einkauf fein säuberlich auf das Kassenband gestapelt, hinterher alles wieder ordentlich in den Wagen zurück und schließlich in aller Ruhe alles in den Einkaufstaschen verstauen. Wir hatten es tatsächlich schonmal geschafft, diesen Kunden erst um deutlich nach halb Eins rauslassen zu können.
Diesmal hatte das Einpacken nur rund eine Viertelstunde gedauert. Aber am Ausgang die nächste Überraschung: Das "Taxi" in Form seiner Frau würde erst in einer halben Stunde hier sein können und aufgrund der Witterung würde er gerne im Laden warten.
Dass manchen Leuten in so einem Moment ein einfaches "Nein, das geht leider nicht." nicht ausreicht. Warum muss darüber eine Diskussion mit einem meiner Mitarbeiter ausbrechen? Nach einigen Minuten gesellte ich mich dazu, erzählte, dass wir jetzt gerne selber Feierabend machen würden und dass ich ihn deshalb jetzt vor die Tür setzen müsse. Das wirkte.
Finsteres Unverständnis, ehrlich.
Drei auffällige Heranwachsende im Laden, Typ "Cooler Checker". Besorgter Blick zur Videoanlage.
Entwarnung: Sie kaufen frisches Obst, Milch, Jogurt, Müsli und ein paar Brötchen. Wenigstens mal kein
Kinder Maxi King.
Den Smart, den ich
seit Donnerstag probefahren konnte, muss ich heute Nachmittag wieder vollgetankt abliefern. Hoffentlich schütte ich nicht aus Gewohnheit Diesel in den Tank.
Ich wollte schon seit langer Zeit mal einen Smart selber fahren. Das Konzept fand ich toll und bis zu diesem Wochenende hatte ich die Option, mir selber mal irgendwann einen zu kaufen, zumindest theoretisch in Betracht gezogen. Davon bin ich komplett weg, ein Smart kommt mir erstmal nicht ins Haus.
Absoluter Vorteil des Wagens: Er ist klein und hat einen winzigen Wendekreis. Parklücken, die für jeden anderen Wagen zu klein sind, stellen für den kleinen Flitzer überhaupt kein Hindernis dar. In der Stadt ein absoluter Pluspunkt für den Smart.
Aber das war's dann irgendwie auch schon. Unbequeme Sitze (zumindest die Serienausstattung im getesteten Modell), klapperig, laut. Außerdem findet man damit jedes Schlagloch. Lange Strecken würde ich damit freiwillig nicht (noch einmal) fahren.
Also: Keinen Smart für mich.
Warum gab es DIESE Chips eigentlich nicht in Deutschland?
(
Gefunden zwischen den Bildern von Flickr-User Jetalone)
Was ist eigentlich aus der "
Volks.Pizza" geworden? Hat die jemals jemand in irgendeinem Laden gesehen oder sogar probiert?
Ich kannte sie nämlich tatsächlich nur von den Bildern.
Running Gag...
Mit dem Wasserfleck...
Von der Deck'...
Dann werde ich gleich mal unseren Verwalter anrufen...
Ein Kunde wollte den Leergutautomaten dazu überreden, eine unbepfandete Flasche anzunehmen, indem er sie mit aller Wucht in das Gerät feuerte. Und keine halbe Sekunde später noch eine große Glasflasche nicht weniger kräftig hinterher.
"Man muss die da nicht so reinwerfen.", erklärte eine Kollegin.
Ist mir doch egal, wenn das Scheißding kaputtgeht!!!, lautete die Antwort des Mannes.
Tolle Einstellung.
Schon toll, wenn eine Kollegin nicht zur Arbeit erscheint und sich weder selber meldet, noch telefonisch erreichbar ist.
Auch wenn's nur ein Aushilfsjob neben der Schule ist: Man verlässt sich darauf und plant die anderen Mitarbeiter entsprechend ein.
Braucht sich sich dann nicht zu wundern, wenn ich sie zukünftig weniger oder gar nicht mehr einplane.
Sehr geehrter Herr Harste,
im Rahmen unserer Linkrecherche sind wir auf Ihre übersichtliche und ansprechende Seite http://www.shopblogger.de aufmerksam geworden.
Im Auftrag unseres Kunden http://www. ... .de/ sind wir im Bereich Suchmaschinenoptimierung tätig und möchten die Linkpopularität von
http://www. ... .de/ verbessern.
Übersichtlich, ansprechend? Klar, sicher.
Schon oft wurde ich gefragt, was für mich eine "ansprechende" oder "interessante" Bewerbung sei. Es ist schwierig, dafür passende Beispiele zu finden.
Nun hat mich eine Bewerberin in meinem Alter angeschrieben:
Ich war gerade vor ein paar Tagen bei Ihnen im Laden und habe mir überlegt, das es wahrscheinlich ganz angenehm wäre, dort zu arbeiten.
Bisher habe ich noch nicht im Einzelhandel gearbeitet. Auf Veranstaltungen habe ich an der Kasse gesessen und im kaufmännischen Bereich viel mit Kunden gearbeitet. Hinzu kommt, das ich wirklich motiviert bin und Lust auf den Einzelhandel habe, zumindest als Nebentätigkeit.
Kurz zu mir. Ich bin studierte Betriebswirtin und habe nach dem Studium noch nicht richtig den Fuß in die Tür bekommen können. Durch die Wirtschaftskrise zieht sich tatsächlich alles etwas in die Länge. Ich möchte meine Zeit nicht nur mit der Stellensuche und Warten verbringen. Ich gehöre zu den Menschen, die etwas zu tun brauchen und anpacken wollen. Gut für Sie ist in dem Zusammenhang, das ich meine Zeit 24h täglich frei einteilen kann und auch gerne tun würde. Und sollte mir ein Vollzeitstelle ins Haus flattern, wären Sie mich trotzdem nicht sofort los. Ich möchte nämlich langfristig eine 400 Euro Stelle ausüben.
Keine halbe Stunde später stand die Bewerberin, die passenderweise hier in der Nähe wohnt, schon hier zum Training an der Kasse.
Den Text fand ich toll. Nicht "weltbewegend anders", aber eben doch anders. Er wirkte offen und ehrlich ohne viel "Blabla" oder die von mir so gehassten "Lehrbuch-Floskeln" – und
das hat mich schon beim ersten Durchlesen positiv gestimmt.
"Equipment für rund 100000 Euros, grelles Licht mit gefährlicher UV-Strahlung, beißender Qualm, umherfliegende glühende Metallspritzer und dazu ein tierischer Lärm."
Ja, so grillen echte Männer!
(Dank an Bingo für den Link.)
Der seltsame Gedanke war tatsächlich einer. Ich beschloss damals, einem sehr alten Mann, der mehrfach geklaut und trotzdem darum gebeten hat, hier wieder einkaufen zu dürfen und dabei versprach, ehrlich zu sein, einfach nicht mehr hinterherzusehen. Und für den Fall, dass er sich dann doch unentdeckt etwas einsteckten sollte, wäre es mir egal. Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß.
Tzja – vorhin, während ich abwesend war, beobachteten zwei Mitarbeiter, wie sich der alte Mann zwei Gläser Wurst in die Tasche steckte.
Was nun?!?