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Er KANN lesen!

Das Phänomen, dass Schilder und Hinweise prinzipiell nicht gelesen weren, habe ich hier ja nun schon häufiger erläutert. Selbst wenn am Eingang ein großes blinkendes Schild mit lauten Soundeffekten stünde, dass man beim Betreten des Ladens seine Seele und Großmutter verkauft, würde dies niemanden davon abhalten, hier hereinzukommen.

Nun klopfte ein junger Mann zaghaft an der Lagertür. Er hielt mir eine Einkaufstüte mit leeren Getränkedosen vor die Nase und erklärte mir, dass auf dem Display des Automaten "Flaschen bitte mit dem Boden voraus einlegen." steht, er aber lediglich Dosen abgeben möchte.

Man glaubt's kaum. :-)

Exotisches Leergut (129) (Mit Making-Of)

Diese Flasche Naturfrisk-Cola hat den Weg vor (aber nicht in) meinen Leergutautomaten geschafft. In diesem Fall ist das zweite Foto interessanter…



…das nämlich Kollege Gregor mit seinem Handy geknipst hat, als ich versucht habe, die kleine Colaflasche abzulichten. Diesmal wieder also ein Blogeintrag mit Blick hinter die Kulissen. Sozusagen. :-)


4 Euro für "Mecces"

Von einem Vertreter habe ich zwei McDonalds-Gutscheine im Gesamtwert von 4 Euro bekommen. Kein Vermögen, aber doch immerhin brauchbarer als der nutzlose Nippes, den andere gerne als Werbegeschenk hinterlassen. Jetzt müsste ich nach etlichen Wochen freiwilliger Abstinenz auch mal wieder Lust haben, zum "goldenen M" zu fahren.


Weinregalaufbau

Dieses Foto wollte ich eigentlich gestern Abend schon zeigen, aber die Zeit, die Zeit… Wir hatten es immerhin schon geschafft, die große Kiste zu zerlegen und erstmal den Inhalt genau zu betrachten und auf Vollständigkeit zu überprüfen. Alles war perfekt, aber mangels Wasserwaage konnten wir gestern leider nicht mehr mit dem Aufbau beginnen.



Heute Morgen dafür umso schwungvoller: Zuerst die drei Säulen, dann die Rückwände einsetzen, alles noch mit den Wagenabweisern verbinden, dann noch die beiden halbrunden Kopfteile montieren – fertig. Sagt sich so leicht, dauerte aber bis eben an. Mit kleinen Unterbrechungen für Routinearbeiten aus dem Tagesgeschäft und ein paar kleinere Pausen.

Typisch Wanzl: Es hat seinen Preis, aber es ist massiv, robust und absolut hochwertig verarbeitet.


Haube abnehmbar

Eine Kundin reklamierte eine kleine Energiesparlampe.

Kann ich verstehen. :-)

(Wenngleich ich das Ding für den Hausgebrauch vermutlich einfach wieder mit etwas Klebstoff zusammengepappt hätte.)


Vom Lauch zum Laich

Vorsicht beim Tippen von Preisschildern: Das "u" und das "i" liegen auf der Tastatur unmittelbar nebeneinander und schnell hat man aus "Knoblauch" eine Portion "Knoblaich" gemacht. Möchte man vermutlich nicht essen. :-)

Wo haben Sie Kartoffeln?

Eine Kundin wollte von mir wissen, wo wir Kartoffeln haben. Ich führte sie brav zur Gemüseabteilung und zeigte ihr unsere bescheidene Auswahl. Sie bedankte und freute sich.

Und ich wundere mich: Obst und Gemüse findet man bei mir hier, wie in den meisten anderen Supermärkten auch, unmittelbar in der Nähe des Eingangs. Man kann die Abteilung gar nicht verfehlen, geschweige denn übersehen. Und in welcher Abteilung werden wohl die Erdäppel stehen, na?

"Ein Tag im Supermarkt"

Endlich ist unser Kurzfilm fertig und heute Nacht habe ich ihn in FullHD-Qualität bei YouTube hochgeladen.

Die Idee zu diesem Film hatte ich schon vor etlichen Monaten, aber endlich habe ich mich aufraffen können, das Projekt in Angriff zu nehmen. Der Spaß beim Dreh zu Rob Vegas' Video hat dabei wohl wie ein kleiner Tritt in den Allerwertesten gewirkt.

Die selbstgestellte Aufgabe war es dabei, einen im Grunde vollständigen Tag in einem Supermarkt auf wenige Augenblicke zusammenzufassen. Vielfach kamen Vorschläge in Richtung "Zeitraffer", aber das wäre nicht die Art von "Zusammenfassung" gewesen, die mir vorschwebte. Schließlich kam der Gedanke, jeden Vorgang hier im Markt, von den morgendlichen Vorbereitungen und den Ladendieb, den man zufällig auf der Videoaufzeichnung entdeckt bis hin zum Bezahlvorgang an der Kasse, auf einen winzigen Schnipsel zu kürzen.
Jeder dieser einzelnen Takes sollte zwar für einen mehr oder weniger komplexen Vorgang stehen, aber trotzdem in sich geschlossen sein und nicht nur einen beliebigen Ausschnitt darstellen.

Das Gesamtergebnis ist nichtmal drei Minuten lang, mit den "Outtakes" und verworfenen Szenen könnte man aber durchaus einen Film in Spielfilmlänge produzieren. Es war jedenfalls wirklich nicht immer einfach, alles auf Anhieb in einen winzigen 3-Sekunden-Block zu pressen. :-)


Noch mehr Überbleibsel

Picas, Picas, Picas... Mal gucken, wie lange wir an dem Zeugs noch verkaufen werden. Wie ich schon sagte: Unzählige Hundeleinen in allen Variationen sind die noch vorhandene Krönung von allem.

Kommt Zeit, kommt Blogeintrag... :-O


Wenn die Kasse von alleine "self scanning" betreibt

Einer meiner Mitarbeiter kam ziemlich irritiert zu mir ins Büro und hielt mir einen Kassenbon vor die Nase. Zu sehen war auf dem Bon, das zunächst etliche Mal der selbe Artikel gebucht und schließlich wieder storniert wurde. Dabei wollte mein Kassierer gar nicht mit diesem kuriosen Fundstück "angeben" – viel mehr wollte er von mir wissen, ob ich irgendeine Erklärung dafür hätte, wieso ein Artikel so oft gebucht wurde. Er hätte den ja schließlich nicht so oft über den Scanner gezogen und von alleine würde sowas wohl auch kaum passieren können.



Alles Rätselraten half nicht und so sahen wir uns gemeinsam die Videoaufzeichnung der vergangenen Minuten an. Als wir in der Aufzeichnung die richtige Stelle gefunden hatten, ließen wir die die Aufnahme langsamer abspielen und passten genau auf. Plötzlich legte ein Kunde etwas auf die Geldablage über dem Scanner. Es war eine Packung Backcamembert. Und eine Ecke von dieser Packung, und zwar natürlich genau die mit dem aufgedruckten Strichcode, stand etwas über den Rand der Geldablage hinaus und dieses kleine Stückchen reichte aus, damit der Scanner den Barcode erkennen konnte.

Piep, piep, piep, piep… So schnell kann das gehen. :-)