Mit allen potentiellen Inventurhelfern exerziere ich den Ablauf grundsätzlich schon vorher durch und lasse immer ein Stück probeweise aufschreiben. Wenn auch ohne richtig zu zählen, was natürlich kompletter Unsinn und Zeitverschwendung wäre. Bei dem Probestück sehe ich dann nach wenigen Minuten, ob die Helfer die Aufgabe verstanden haben und ob ich sie ruhigen Gewissens zählen lassen kann. Am Inventurtag habe ich nicht die Zeit und die Nerven, alles zu erklären und zu korrigieren.
Eine Frau hat eine Stunde lang immer wieder versucht, ein brauchbares Ergebnis abzuliefern. Entweder hat sie Artikel vergessen oder die Reihenfolge nicht eingehalten oder die Artikel falsch aufgeschrieben. Nachdem ich mehrmals neu erklärt habe, wie ich mir die Arbeitsweise vorstelle und nachdem sie insgesamt sechs falsche Versuche abgeliefert hat, haben wir das Vorhaben im gegenseitigen Einvernehmen abgebrochen.
Vor einer Weile hatte mir Luis dieses Bild geschickt und sich Gedanken gemacht, wie sehr wohl die Leergutannahme behindert wird, wenn die Kunden auch noch anfangen, bei allen Flaschen die Deckel abzuschrauben.
Ich hatte spontan einen anderen Gedanken. Die Gebinde gehören nach der Rückgabe der DPG und werden verwertet. Wenn da nun die Deckel "geklaut" werden… Aber halt!!! Wo steht denn, dass man die Flaschen mit Deckel zurückzugeben hat? Eben. Muss man gar nicht, also sollte alles gut sein.
Wir haben hier selber schon seit Jahren keine Produkte von Vileda mehr im Laden. Zumindest nicht für den Verkauf. Allerdings benutzen wir dennoch den großen Vileda-Eimer mitsamt Kunststoff-Auswringer für Reinigungstätigkeiten.
So einem massiven Eimer passiert meistens nicht viel, das filigrane Kunststoffteil obendrauf wird allerdings ständig zusammengestaucht und belastet und hat daher nur einen Bruchteil der Lebensdauer des Eimers.
Kann Vileda mal erklären, warum man den nicht einzeln nachkaufen kann?
Noch etwas Kurioses vom Silvestertag: Dass Getränke, gerade auch alkoholische jeder Art, einen großen Teil des Umsatzes ausmachen, kann sich bestimmt jeder selber denken. Bei uns war es am 31. Dezember exakt ein Drittel unseres gesamten Umsatzes. Fehlte nur noch ein Zehntelpromille, das kratzt jetzt am Ego.
So, damit sieht der Laden wieder ganz normal aus. Lichterketten, Tannengirlanden und sonstige Reliquien sind wieder ordentlich verpackt im Lager verschwunden. Mal gucken, wie wir die Deko 2016 aufbauen. Im Idealfall passiert in diesem Jahr endlich die langersehnte Renovierung, bzw. zumindest wesentliche Teile davon und davon sind dann natürlich die Möglichkeiten der Dekoration abhängig…
Bei der Abholung kam mir spontan der Gedanke, mal den Fahrer zu fragen, ob er das nur so abkippt, oder ob er damit über die Waage fährt. Wenig überraschend war seine Antwort, dass das Zeugs gewogen wird. Ich bat ihn, mal für mich nachzusehen, was für eine Masse der Inhalt hat – ich konnte es nämlich beim besten Willen nicht schätzen und warf einfach mal irgendwas im Bereich von ein bis zwei Tonnen in den Raum.
Inge hat mir diese Bilder eines im (Touristen-)Zentrum von Falmouth liegenden SPAR-Marktes geschickt, dessen Sortiment entsprechend seiner Lage hauptsächlich aus Sandwiches, Getränken, Süßwaren, Postkarten und Strandspielzeug besteht.
Interessant ist die Rückseite mit der Treppe ans Wasser. Man kommt von dort direkt in den Ärmelkanal und damit auf das offene Meer. Ob da hinten der Frischfisch angeliefert wird oder ob es doch eher ein Drive-In-Schalter für Bootsleute ist, ließ sich allerdings nicht ermitteln.
Versteh einer die Leute. Das selbe Phänomen wie mit den römischen Lichern erleben wir übrigens heute auch bei den Berlinern. IMMER zu wenig gehabt, IMMER wurden wir von den Kunden geradezu gelöchert. IMMER hätten wir gefühlt unzählige davon verkaufen können.
Heute haben wir 200 Stück und gerade mal etwa 10% davon verkauft…