Zusendung von Blogleser Gregor, der das LED-Licht in einem REWE-Getränkemarkt als absolut top und super hell beschreibt. Auf dem Bild ist der zu dem Zeitpunkt frisch eröffnete Markt natürlich noch sehr übersichtlich und aufgeräumt.
Aber nicht nur bei mir im Markt zieht die LED-Technik ein. Hier im Umland ist z.B. (mindestens einer) ein kompletter Real-Komma-Strich-Markt mit den LED-Retrofit-Röhren ausgestattet. Klar, die (Strom-)Rechnung geht ja auch auf und das Licht ist mittlerweile absolut gleichmäßig.
Ein Kunde schleicht mit einem Taschenrechner und einem Mobiltelefon, dessen Kamerafunktion er nutzt, durch die Getränkeabteilung. Nicht nur aus Hilfsbereitschaft, auch aus reiner Neugier erkundige ich mich höflich, ob ich ihm behilflich sein kann. Erkennbar hat er Schwierigkeiten, die Produkte den Preisschildern zuzuordnen, und bevor er den Einkaufswagen voll belädt, weil er Kisten- und Flaschenpreise verwechselt, hakt man doch besser vorher nach… Vom Sortiment ist er begeistert, und möchte nicht so gängige Produkte wie
ChariTea jetzt und erst recht in Zukunft kistenweise kaufen. Es sei ja nicht für ihn, deshalb spiele sein eigener Geschmack keine Rolle. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sei einzig die Alkohollosigkeit des Produktes.
Ein Teil in mir sagt "frag jetzt nich", er erzählt von sich aus, er möchte einen Laden eröffnen, der manchmal auch tagsüber geöffnet sei, aber hauptsächlich nachts. Als wir im SPAR nur Sonntags geschlossen hatten, und damit logischerweise ebenfalls nachts geöffnet, hatte ich nachts viel Gelegenheit, zu grübeln, wie man das Geschäft noch mehr beleben könnte. Alkohol im Allgemeinen und Spirituosen im Besonderen nicht nachzupacken, das wäre mir ungefähr so sinnvoll vorgekommen wie jedem Kunden einen 500 € -Schein mitzugeben.
(
Aufgezeichnet von meinem Mitarbeiter Gregor)
Wir haben früher [tm] den Laden morgens um 7 Uhr geöffnet. Das war mit dem Beginn der
24-Stunden-Öffnung im Juni 2007 natürlich hinfällig. Mit dem Ende der Rund-um-die-Uhr-Öffnung hatte ich die Öffnungszeiten auf 18 Stunden täglich festgelegt. Von 6 bis 24 Uhr fand (und finde) ich immer noch ausgesprochen umfangreich.
Bis Juni 2007 war der Ablauf hier so, dass wir zwischen 6 und 6:30 Uhr angefangen und alles vorbereitet haben. Mit der Ladenöffnung um 7 Uhr lagen dann normalerweise die neuen Zeitungen im Regal und auch die frischen Brötchen waren meistens komplett aufgefüllt.
Seit wir um 6 Uhr öffnen, ist auch erst 6 Uhr unser offizieller Arbeitsbeginn. Das heißt, die Brötchen sind erst einige Minuten später fertig und die Zeitungen werden auch meistens erst in der ersten Stunde geliefert. Dadurch sind wir zwar noch nicht "vollständig", aber alle Kunden, denen die Versorgung mit Brötchen und Tagespresse egal ist, haben schon die Chance, einige Dinge zu kaufen. (z.B. viele Nachtschichtler, die sich ihr Feierabendbier rausholen!)
Nun hat sich ein Kunde bei mir beschwert, der auf dem Weg zur Arbeit gerne schnell hier reinhuschen würde, aber nun schon häufiger mit leeren Händen gehen musste und sich deswegen nun umorientiert hat und seine Sachen nun komplett beim Mitbewerber bzw. an der Tankstelle kaufen würde.
Ist natürlich für ihn eine persönliche Enttäuschung gewesen, aber da sich in der ersten Stunde des Tages trotzdem etliche Kunden hier in den Laden verirren, werde ich diese Öffnungszeiten beibehalten.
So sieht der vordere Teil des Ladens in der Gastfeldstraße momentan aus. Rechts ist der Eingang, man läuft am Spezialitätenregal vorbei (rechts an der Wand), hat links schräg angeordnet den Platz für die Einkaufswagen und danach den Tandem-Kassentisch. Der rote Strich ist die Acryglas-Wand, hinter der sich die Weinabteilung befindet und in grüner Farbe ist die Vitrine mit den Spiritusen eingezeichnet. So steht es hier seit über 13 Jahren.
Eine Idee, die ich aber wieder verworfen hatte, seht ihr auf dem folgen Bild. (Da fehlt noch die Einkaufswagenbox und der Windfang)
Die grauen Elemente sind bogenförmig angeordnete Regale. Damit würde allerdings die Fläche hinter der Kasse (Packtisch, Stellplatz für Blumenerde, Holzkohle etc.) noch kleiner werden. Vermutlich wird die Kasse auch nach der Renovierung so stehen bleiben, wie bisher. Hat sich einfach bewährt.
Tini hatte folgende Frage:
Hallo Björn,
seit Jahren bin ich schon treue Leserin deines Blogs. Ich habe nun auch mal eine oder zwei Fragen an dich.
Wir hatten die Diskussion am Neujahrsmorgen mit unseren Freunden.
Was passiert mit nicht verkauften Feuerwerksartikeln? Gibst du die an den Großhändler zurück? Werden die dort vernichtet oder für's nächste Jahr aufbewahrt? Gibt es ein "Verfallsdatum"? Oder werden die Artikel weiterverkauft, z.B. in andere Länder, in denen es evtl. nicht so strenge Vorgaben bzgl. des Abbrennens von Feuerwerk gibt (diese Theorie vertrat unser Freund)?
Wäre schön, wenn du zu etwas Aufklärung beitragen könntest.
Solltest du diese Frage schon mal beantwortet haben, bitte ich um Entschuldigung. Ich habe sie über die Suche in deinem Blog nicht gefunden.
Da die Gegenstände meistens nicht in den Märkten gelagert werden sollen (und ab einer bestimmten Menge auch gar nicht mehr gelagert werden
dürfen!), werden sie normalerweise an die Lieferanten zurückgesendet.
Es gibt dann für die Ware keine Gutschrift und das Feuerwerkskörper werden auch nicht ins Ausland verkauft, sondern die Artikel werden ordnungsgemäß gelagert. Ordnungsgemäß bedeutet, dass einerseits die Sicherheitsvorschriften beachtet werden, andererseits aber auch keine zu hohe Luftfeuchtigkeit die Kaller und Raketen etc. unbrauchbar macht. Es gibt kein Verfallsdatum, aber wenn man einen Karton mit Feuerwerkskörpern irgendwo in der Ecke im Lager für das nächste Jahr aufbewahrt, könnte es einige verärgerte Kunden geben. (Nachtrag: Diese eingelagerte Ware wird dann natürlich bei der nächsten Bestellung wieder an den Händler mitgeliefert.)
Bei uns läuft das übrigens so ab: Ich bestelle grundsätzlich beim Feuerwerk recht überschaubare Mengen und nicht so einen Überfluss, dass ich etliche Kartons zurückschicken müsste. Wenn dann absehbar ist, dass Ware übrig bleiben wird, beginne ich immer irgendwann am letzten Verkaufstag mit dem "türkischen Basar" und verschachere bestimmte Artikel. Dann biete ich oft genug noch den letzten Mitarbeitern der letzten Schicht Feuerwerkskörper an und was DANN noch übrig ist, nehme ich selber mit nach Hause. So hatten wir einmal nur ein paar kleine Batterien und dann wiederum vor ein paar Jahren ein halbstündiges Dauerfeuer zum Jahreswechsel. Das passt schon.
Wenn wir den
Einwegcontainer des Leergutautomaten ausleeren, erscheint auf dem Display eine Abfrage, ob er auch tatsächlich geleert wurde. Quittiert man diese Abfrage durch Drücken der "OK"-Taste auf der Zehnertastatur, wird der interne Zähler wieder auf Null gestellt. Mit Druck auf die Bontaste wird der Vorgang einfach abgebrochen.
Eine Kundin wollte mithelfen und hat ganz wild auf der Plexiglasscheibe des Automaten vor dem Bildschirm gedrückt. Dachte wohl, sie könnte das "OK" damit selber bestätigen. Klappte natürlich nicht.
Westmalle hat übrigens nichts mit dem typisch deutschen Sommerurlaub zu tun, sondern ist eines von sechs belgischen
Trappistenbieren.
Ein Kunde kam eben in den Laden und wollte zwei ausgeliehene Bierzeltgarnituren wieder zurückbringen. Das wäre nicht weiter erwähnenswert gewesen, wenn er die beiden Sets nicht schon vor dem Jahreswechsel für eine Silvesterfeier ausgeliehen hätte. Nach der Feier hatten sie alles wieder saubergemacht und die Tische in den Schuppen gestellt – und schließlich endgültig vergessen. Wir konnten das aufgrund unserer eigenen Organisation nicht unmittelbar nachvollziehen und so fiel es auch hier keinem auf. Nur am Samstag mussten wir einen anderen Kunden enttäuschen, der trotz Reservierung leer ausging.
Ich hatte mich schon aufgeregt, weil offenbar wohl mal wieder eine Reservierung nicht im Kalender eingetragen war.
Wie ich jetzt weiß, hatte da zum Glück niemand gemurkst und der Bitte um Entschuldigung des Kunden bin ich dann natürlich auch nachgekommen.
Ich bin ein wirklich geduldiger Mensch. Viele Dinge gucke ich mir ziemlich lange an und auch wenn sie mich unangenehm berühren oder sonstwie stören, lebe ich einfach damit. Solange ich nicht persönlich eingeschränkt werde, wohlgemerkt. Anonyme Kommentare zu einem Onlinebeitrag gehen bei mir normalerweise links rein und rechts raus und letztendlich ist es für mein Leben und meinen Alltag komplett unrelevant.
Bei persönlichen Angriffen und Drohungen hört der Spaß endgültig auf! Ich habe mir hier in den letzten Monaten (!) Dinge an den Kopf werfen lassen, bei denen anderen längst reagiert hätten. Bei mir war es am Wochenende so weit und die Konsequenz ist, dass ab sofort die Kommentare von mir moderiert werden. Nicht durch nachträgliche "Zensur", sondern derart, dass ich sie einzeln freischalten werde. Ich habe immer gesagt, dass die Kommentare, das Feedback der Leser, das Salz in dieser Blogsuppe sind. Daran hat sich bis heute nichts geändert und daher möchte ich einfach nicht gänzlich darauf verzichten. Wir haben hier immer wieder mit Trollen und ähnlichen Spinnern zu tun gehabt, aber was hier momentan abgeht, kann ich nicht länger akzeptieren und tolerieren.
Danke für euer Verständnis.
Blogleserin Ruth hat mir dieses Foto von einem SPAR in Südnorwegen, genauer gesagt in
Vigeland zukommen lassen. Vielen Dank dafür!
Vielen Dank an Blogleser Stefan B., der mir dieses Bild eines erst im November letzten Jahres eröffneten EUROSPAR-Marktes in
Dornbirn geschickt hat.
Juhu! Trotz anfänglicher Mühen und Holprigkeiten haben wir nun endlich auch die diesjährige Inventur erfolgreich hinter uns gebracht. Man kann aber wirklich die Uhr danach stellen, dass pro Inventur mindestens ein Helfer es trotz ausführlicher vorhergehender Einweisung nicht hinbekommt, keine Zeilen in den Listen freizulassen oder benachbarte, gleichpreisige Artikel zusammenzufassen oder nicht bei jedem Artikel den kompletten Namen hinzuschreiben.
Morgen ist noch Findorff dran, aber da halte ich mich raus. Das macht und organisiert die Marktleitung mit ihren Mitarbeitern alleine.
Da predige ich den Aushilfen für die Inventur eindringlich, mit den Zählblättern
sorgsam umzugehen. Die Listen sind nummeriert, beschriftet und zu einzelnen Bereichen zusammengefasst und beim Inventurtraining ermahne ich, da nichts drauf herumzumalen oder die Blöcke auseinanderzureißen. Um das alles auch noch zu bekräftigen, habe ich in diesem Jahr zum ersten Mal dazu gesagt, dass das 10 Jahre aufbewahrungspflichtige Dokumente für's Finanzamt sind.
Und dann kommt einer meiner festen Mitarbeiter daher, kopiert sich aus einem der Blöcke Seiten raus, beschriftet und nummeriert sie neu und überlässt mir das Zettelchaos unkommentiert auf dem Schreibtisch
Anfrage via E-Mail:
Hallo Herr Harste,
bei der Recherche zum E-Book "Kindererziehung" bin ich auf Ihre Webseite aufmerksam geworden. Eventuell ist das E-Book ja auch für Ihre Leser interessant: […]
Häh?!? Wegen den paar Beiträgen mit dem SPAR-Kind?