Dieser Aufsteller mit Duftkerzen kam
heute!
Vor einem Jahr hatte ich das Theater
schon einmal. Dutzende Kunden haben wir quasi von heute auf morgen vor den Kopf gestoßen und im Laufe der ersten Monate 2015 haben wir im Grunde alle Stamm-Lieferkunden verloren. Dann hatte sich tatsächlich
nach diesem Beitrag jemand angesprochen gefühlt und so haben wir dann ab August
wieder voll durchstarten wollen.
Tzja – und nun hat dieser Mitarbeiter aus gesundheitlichen Gründen wieder gekündigt und schon stehen wir wieder da und haben keinen Lieferdienst mehr.
Gerade jetzt, wo wir mit ganz großen Plänen an die Sache herangegangen sind und in den letzten Monaten einige der alten Kunden zurückgewonnen und viele neue Lieferkunden hinzubekommen haben. Wenn ich denen jetzt sage, dass sich das schon wieder erledigt hat, brauche ich mit Hauslieferungen gar nicht mehr weiterzumachen, das kommt doch dann endgültig einer Verarschung gleich.
Es sei denn, es findet sich jetzt ganz schnell ein ausreichend zuverlässiger Mitarbeiter – aber woher soll ich den so schnell nehmen?
"Anonym" fragt mich per E-Mail:
"Was soll eigentlich der Quatsch mit dem "exotischen Leergut"? Das interessiert doch keinen Menschen!!!""
Doch: Mich!
Ich finde es einfach interessant, was die Kunden hier im Laufe der Zeit für Flaschen aus aller Welt bis zu meiner Leergutannahme schleppen. Dass die Beiträge nicht den reißerischen Unterhaltungswert haben, ist mir selber klar – aber da dieses Blog immer noch in erster Linie mein Tagebuch aus meinem Alltag ist, werde ich diese Fundstücke hier ebenfalls weiterhin veröffentlichen.
Gilt übrigens auch für die Spar-Märkte aus aller Welt.
Ein Ladendieb (der natürlich aus bestimmten Gründen nicht den Inhalt seiner Tasche vorzeigen wollte) sagte, dass wir grundsätzlich überhaupt nicht einmal danach fragen dürften, in die Taschen eines Kunden zu sehen.
Das ist natürlich Käse. Selbstverständlich darf man
fragen.
Was dann passiert, steht auf einem ganz anderen Blatt…
Dieses Foto hatte ich beim "Adventskalender 2015" noch übrig, weswegen auch noch die Weihnachtsartikel und -Deko zu erkennen ist. Hier seht ihr unser Zeitschriftenregal, das eine für unseren Markt recht beachtliche Größe hat. Das Regal selber ist zwar nur vier Meter lang, aber die Hefte stehen in drei mal drei Böden platziert, insgesamt sind das 34 laufende Meter Zeitschriften. Ich find's beeindruckend. So sehr, dass ich das mit der Renovierung übrigens auch verkleinern werde.
Noch eine anrufende Kundin musste ich wegen meines kranken Boten vertrösten. Sie regte sich demonstrativ auf und zeterte: "Dann dürfen Sie das nicht schreiben, dass Sie liefern!"
Leider steht und fällt der Lieferdienst mit meinem Mitarbeiter. Von wenigen Ausnahmen hier im unmittelbaren Umfeld mal abgesehen, haben wir nämlich personell kaum die Kapazitäten übrig, noch jemanden für die Lieferungen so lange durch die Gegend zu schicken.
Zusendung von Blogleser Jakob, der diesen Strichcode auf einem Müller "Froop"-Jogurt in der Sorte Pflaume-Zimt entdeckt hat. Vielen Dank für das Bild!
Den wichtigen
Termin mit dem Mitarbeiter des Herstellers von Kühlmöbeln haben wir auf nächste Woche Montag verschoben. Dann ist gleich noch ein weiterer Fachmann dabei und dann können wir die Anlage mal von Grund auf neu planen.
Ich werde berichten.
Aufgrund der Schneemassen, wie sie letzte Woche angefallen waren, sah es auch hier im Laden unvermeidbar dreckig aus. Man kam einfach nicht mit Feudel oder Wischmaschine hinterher. Luis hat in einem Lidl-Markt eine zwar nicht schöne, aber augenscheinlich recht effiziente Methode gefunden, damit umzugehen.
Nach Gebrauch kann man die nassen Pappen einfach in die Presse stopfen. Merke ich mir mal. Bleibt nur die Frage, wo ich so große Kartons herbekomme…
Schonmal darüber nachgedacht? Wenn Produkte als "
locker" beworben werden, stellen sie sich immer als besonders hochwertig dar.
In Wirklichkeit habt ihr nur mehr Luft in der Packung.
Wenn man denkt, man hat schon alles erlebt, kommen zwei Typen in den Laden, klauen den Feuerlöscher im Eingangsbereich und verschwinden blitzschnell mit dem Auto.
So geschehen gestern Abend. Ich tröste mich damit, dass ich sowieso sämtliche Pulverlöscher gegen Schaumlöscher tauschen wollte. Aber dass sich überhaupt mal wieder jemand an fremdem Eigentum vergriffen hat, bringt mich schon zur Weißglut. Leider haben wir keine wirklich besseren Bilder des Täters. Es ist einfach nicht vorgesehen, dass der Eingang so präzise überwacht wird…
Eine ältere Kundin beschwerte sich bitterböse über unseren Lieferdienst: "
Der Bote hatte hier so Zettel verteilt, dass er Mittwochs kommt und wenn er dann nicht da ist, wenn ich eine Bestellung aufgeben möchte, brauchen Sie solche Zettel erst gar nicht zu verteilen. Das ist doch eine Verarschung. Sowas unzuverlässiges…"
Naja, kommt darauf an, wie man das betrachtet: Wir haben die Arbeitszeiten unseres Boten in der Wochenmitte geteilt. Dienstags nimmt er die Bestellungen entgegen und mittwochs wird ausschließlich ausgeliefert. Was nicht pauschal bedeutet, dass wir nicht auch an einem Mittwoch eine Bestellung entgegennehmen würden. Wenn nun aber gar keine Aufträge vom Dienstag vorliegen, kommt mein Mitarbeiter natürlich erst gar nicht her. Das hat dann aber überhaupt nichts mit Unzuverlässigkeit zu tun, sondern ist einfach eine logische Auswirkung unserer Arbeitsplanung.
War etwas mühsam, der alten Dame das zu erklären…
Zusendung von Blogleser Gregor, der das LED-Licht in einem REWE-Getränkemarkt als absolut top und super hell beschreibt. Auf dem Bild ist der zu dem Zeitpunkt frisch eröffnete Markt natürlich noch sehr übersichtlich und aufgeräumt.
Aber nicht nur bei mir im Markt zieht die LED-Technik ein. Hier im Umland ist z.B. (mindestens einer) ein kompletter Real-Komma-Strich-Markt mit den LED-Retrofit-Röhren ausgestattet. Klar, die (Strom-)Rechnung geht ja auch auf und das Licht ist mittlerweile absolut gleichmäßig.
Ein Kunde schleicht mit einem Taschenrechner und einem Mobiltelefon, dessen Kamerafunktion er nutzt, durch die Getränkeabteilung. Nicht nur aus Hilfsbereitschaft, auch aus reiner Neugier erkundige ich mich höflich, ob ich ihm behilflich sein kann. Erkennbar hat er Schwierigkeiten, die Produkte den Preisschildern zuzuordnen, und bevor er den Einkaufswagen voll belädt, weil er Kisten- und Flaschenpreise verwechselt, hakt man doch besser vorher nach… Vom Sortiment ist er begeistert, und möchte nicht so gängige Produkte wie
ChariTea jetzt und erst recht in Zukunft kistenweise kaufen. Es sei ja nicht für ihn, deshalb spiele sein eigener Geschmack keine Rolle. Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sei einzig die Alkohollosigkeit des Produktes.
Ein Teil in mir sagt "frag jetzt nich", er erzählt von sich aus, er möchte einen Laden eröffnen, der manchmal auch tagsüber geöffnet sei, aber hauptsächlich nachts. Als wir im SPAR nur Sonntags geschlossen hatten, und damit logischerweise ebenfalls nachts geöffnet, hatte ich nachts viel Gelegenheit, zu grübeln, wie man das Geschäft noch mehr beleben könnte. Alkohol im Allgemeinen und Spirituosen im Besonderen nicht nachzupacken, das wäre mir ungefähr so sinnvoll vorgekommen wie jedem Kunden einen 500 € -Schein mitzugeben.
(
Aufgezeichnet von meinem Mitarbeiter Gregor)