Gleich mehrere Leute haben mir gestern
diesen Link zu einem Spiegel-Online-Artikel: "
Mit gefälschten Pfandzeichen hat eine Rentnerin in Leipzig etwas Geld ergaunern wollen. [...] Die Aufkleber hatte sie zuvor auf einem Kopierer hergestellt. [...]"
Jörg, der mit den Link auch geschickt hatte, stellte mir in der Mail gleich folgende Frage: "
Das ist doch ein Fake, oder? Oder kann man Pfandautomaten so leicht austricksen? Als regelmäßiger Leser des Blogs meine ich soviel Ahnung aufgeschnappt zu haben, dass dies nicht geht."
Kurioserweise hatte ich den gleichen Gedanken auch schon. Ist das ein Versuch, das Sommerloch aufzufüllen? Aber ich will ja SpOn nicht gleich Böses unterstellen – es könnte nämlich auch sein, dass dort schlicht und einfach ein paar Informationen im Text fehlen. Dort steht nämlich überhaupt nicht, was das für ein Gerät war und warum der Automat die Gebinde angenommen hat.
Das DPG-Pfandlogo ist mit einer speziellen UV-aktive gedruckt, die auf diese Weise ziemlich fälschungssicher ist. Der Toner aus einem Kopierer hat diese Eigenschaft nicht und daher sollten die auf diese Weise manipulierten Gebinde vom Automaten grundsätzlich abgelehnt werden. Nimmt er sie trotzdem an, stimmt mit dem Automaten etwas nicht.
Nun könnte es natürlich auch sein, dass die alte Dame ihre selbstgebastelten Etiketten auf normale Mehrwegflaschen geklebt hat (was sozusagen 10 Cent Gewinn pro Flasche bringen würde), die vom Automaten aber aufgrund ihrer
Form als Mehrweggebinde erkannt und angenommen wurden. Das selbstgedruckte Pfandlogo hätte er in diesem Fall vollkommen ignoriert. In dem Fall wäre zwar niemandem ein Schaden entstanden, ein Betrugsversuch wäre es aber dennoch gewesen.
Ohmeingott.
Kittel, Bart. Ich kenne den Typen da auf dem ca. 8-9 Jahre alten Foto nicht. Ich schwöööhr.
Unser kleines Cola-Kühlregal
funktioniert übrigens wieder. Heute war endlich ein Techniker hier und hat sich ausgiebig um das Gerät gekümmert.
Dabei ist es in diesem Sommer eigentlich auch egal. Anbieter von aromatischen Heißgetränken dürften dagegen zufrieden sein. Hallo, Sommer? Mal auf den Kalender geguckt?
Ein Heranwachsender, der erst vor ein paar Wochen 18 Jahre alt geworden war, erkundigte sich bei mir nach Sahnekapseln. Die Dinger sind mit
Lachgas gefüllt und spätestens bei der Frage nach "noch mehr Packungen", immerhin lag nur noch eine einzige im Regal, war mir ziemlich klar, dass er die Dinger nicht für das nachmittägliche Kaffeekränzchen haben wollte.
Da der junge Mann am Vortag auch schon etwas herumgestresst hatte, beobachtete ich ihn bis zur Kasse nicht intensiv, aber doch immerhin aus den Augenwinkeln. Eigentlich war er gar nicht weiter auffällig – nur dass die Packung mit den Kapseln, die immerhin knapp fünf Euro kostet, nicht auf dem Kassenband lag, war sonderbar. Ich sagte meiner Mitarbeiterin, dass sie noch kurz damit warten soll, ihm die ec-Karte zurückzugeben und lief kurz nach hinten, um nachzusehen, ob er nicht doch die Packung wieder von mir unbemerkt zurückgelegt hatte. Fehlanzeige.
In der Zwischenzeit zog er Typ an der Kasse ganz beiläufig die Schachtel mit den Sahnekapseln aus seiner Umhängetasche und bezahlte sie, als wäre nichts gewesen.
Vielleicht hat der Hinweis, dass man sowas allgemein als Ladendiebstahl bezeichnet, gewirkt.
Eine langjährige Stammkundin, sie ist immerhin schon über 90 Jahre alt, kommt fast täglich zu uns. Gestern hat uns eine Bekannte dieser Kundin angesprochen und sich nach ihr erkundigt und gefragt, ob wir sie gestern schon gesehen hätten. Wir verneinten. "Bei ihr zu Hause stehen die Fenster auf kipp", sagte sie. "Die geht ja nirgends sonst hin und wenn, macht sie die Fenster zu. Aber aufmachen tut auch keiner bei ihr."
Wir konnten leider nicht helfen. Hoffen wir das Beste.
Diese große Funk-Digitaluhr mit Datums- und Temperaturanzeige, die ich mir hier im April für meinen Markt in der Neustadt
gekauft hatte, finde ich so gut, dass ich jetzt auch eine für den kleineren Laden im Stadtteil Findorff besorgt habe. Inzwischen hängt sie auch an auffälliger Stelle mitten im Laden.
Endlich immer pünktlich Feierabend machen.
Unsere Ware ist noch nicht da. Meine Packer aber auch noch nicht. Ist das Zufall? Wussten die voneinander? Soll ich mir jetzt Sorgen machen? Und: Warum weiß ich von nichts?
"
Guck mal", sagte die Kollegin ganz traurig. "
So eine große Motte lag hier tot in einem meiner Kartons mit kühlpflichtiger Ware."
Aber gut erhalten war er und so wollte ich das tote Tierchen in aller Ruhe fotografieren. Mit 5-facher
Vergrößerung und anständiger Beleuchtung wären da bestimmt ein paar interessante Fotos entstanden. Wären.
Nach nichtmal zwei Minuten bei mir im warmen Büro war's aber mit der Ruhe vorbei. Das Tierchen war nicht tot und zeigte sich plötzlich von seiner unkooperativsten Seite und hatte offenbar nur noch ein Ziel vor Facettenaugen. Also schnell freihändig und ohne vernünftige Kameraeinstellungen ein paar Schnappschüsse gemacht und den kleinen Kerl mitsamt Karton schnell nach draußen gebracht. Aber eigentlich ist's ja auch besser so.
Nach der
Pesto-Diskussion in der vergangenen Woche ist uns aufgefallen, dass wir ein doch eher unbekannteres Pesto hier im Sortiment haben. "Terra Sana" im Bio-Regal:
Und wenn man sich hier mal die Zutatenliste ansieht, wird man in keiner Weise enttäuscht. Da ist nichts drin, was nicht reingehört:
Unter meiner E-Mail-Signatur habe ich seit einiger Zeit dieses schöne Sprüchlein stehen, das schon seit fast 40 Jahren mein Lebensmotto sein könnte:
* Erstmal alles zerlegen und auf andere Nutzungsmöglichkeiten untersuchen. *
So weit, so gut.
Nun habe ich vorhin dem Jungen, der im Januar die Scheibe meiner Eingangstür
zerdeppert hatte und den Schaden ja nun ersetzen muss, die dazugehörige Rechnung zugemailt. Vor dem Absenden fiel mir zum Glück nochmal dieser kleine Satz auf und ich habe ihn doch mal vorsichtshalber gelöscht. In dem Kontext hätte er vermutlich vor allem für Verwirrung beim Empfänger gesorgt.
Mit einem Kollegen über den lächerlichen Sommer gesprochen. Seine Meinung dazu:
"Ich find's eigentlich ganz angenehm, dass es nicht ganz so heiß ist."
Ich komme ja mit der großen (und lange andauernden) Hitze selber gar nicht so gut klar, aber wenn's draußen wenigsten kontinuierlich über Zimmertemperatur und zumindest überwiegend einen sommerlich blauen Himmel hätte, wäre das doch durchaus schöner. Schöner, als hier mit klammen Fingern im Büro zu sitzen und mit dem Gedanken zu spielen, die Heizung anzustellen.
Seit Wochen haben wir das Problem gehabt, dass das Gestänge des Türschließers meiner Ausgangstür immer auseinanderfiel und die Tür ständig irgendwie offen stand.
Nachdem ich im Baumarkt einen neuen Schließer besorgt hatte (den ich nachher wieder hinbringen werde), kam uns die Idee, einfach ein Loch in das Gelenk des Gestänges zu bohren und beide Teile mit einer Schraube beweglich zu verbinden.
Voila.
Es gibt eine Pflaumensorte mit dem Namen "Brontosaurus Eggs", oder kurz: "Brontosaurus". Eigentlich ist es gar keine Pflaumensorte, sondern eine Kreuzung aus Pflaumen und Nektarinen.
Wie wohl die Kunden gucken würden, wenn ich in meiner Gemüseabteilung plötzlich "Brontosaurier-Eier" auf eines der Schilder schreiben würde.
Ich will eine Apfelsorte "
T-Rex".
Hallo Björn,
Du hast zwar meines Wissens schon eine ellenlange Warteschlange für "SPAR-Märkte in aller Welt", und besonders aufsehenerregend ist "meiner" auch nicht, aber da ich schon extra Fotos gemacht hab, will ich dir das nicht vorenthalten. Angängt also zwei Bilder vom Terminal am Flughafen Birmingham von einem offenen kleinen SPAR.
Gruß (noch aus dem Urlaub) aus Stafford, West Midlands, England,
Peter
Das mit der ellenlangen Warteschlange stimmt immer noch. Dieses Bild habe ich Anfang Mai bekommen und obwohl ich hier inzwischen seit ein paar Wochen alle paar Tage ein Foto liefere, beträgt die Wartezeit immer noch rund zehn Wochen. Auch wenn's mal der eine oder andere kritisiert: Ich find's schon spannend, was man so im Laufe der Zeit an verschiedenen Märkten zu sehen bekommt.