Eine Stammkundin stand mit ihrer Tochter vor dem Leergutautomaten. Während die beiden noch darauf warteten, dass der Kunde vor ihnen fertig wurde, holte die Tochter eine Flasche Limonade aus dem Laden. Innerhalb weniger Minuten hatten sie die Flasche geleert und steckten sie gleich mit in den Leergutautomaten und kassierten die 25 Cent Pfand ein.
Glückwunsch: Hausverbot.
Vor inzwischen rund zwei Jahren
hatte ich diesen Anhänger hier in einer Seitenstraße entdeckt und den Eigentümer darum gebeten, bitte abzuklären, ob ich den "Picas"-Werbeblock in Werbung für meinen Markt hier in der Neustadt ändern kann.
Ich hab's vergessen und der Anhängermensch auch. Gerade fiel es mir zwar wieder ein, aber jetzt ist es mir auch egal. So. Wolle es nur mal eben gesagt haben.
Die wichtigsten Küchenkräuter (Petersilie, Dill und Schnittlauch) verkaufen wir in kleinen Bunden, die mit einem Gummiband zusammengetüdelt sind. Geliefert bekommen wir sie in großen Bunden, die jeweils aus mehreren kleinen bestehen und ebenfalls wieder mit einem Gummiband zusammengehalten werden.
Während wir noch dabei waren, Gemüse zu packen, kamen ein Mann und eine Frau an die Kasse und stapelten ihren frühen Großeinkauf auf das Förderband. Nach und nach zog ich die Artikel über den Scanner, bis ich plötzlich das gerade angelieferte große Petersilienbündel in der Hand hielt. "
Oh", sagte ich. "
Da wollten Sie bestimmt nur ein einzelnes Bündel haben, oder?"
"
Ach, das sind mehrere?"
Ich bejahte, aber der Kundin war's egal: "
Machen Sie sich keine Umstände. Ich kaufe die einfach alle. Was ich nicht verbrauchen kann, gebe ich dann unserem Meerschweinchen. Das mag Petersilie total gerne."
Na, denn.
Natürlich schickt ein Unternehmen Bewerbungsmappen wieder zurück, wenn ein Bewerber, der sich auf eine offiziell ausgeschriebene Stelle beworben hatte, nicht genommen wird.
Wie ist das eigentlich bei "Kurzbewerbungen"? Ich hatte z.B. vor einiger Zeit einen Zettel hier an der Tür hängen mit dem Hinweis, dass ich Aushilfen suchen würde und dass eine Kurzbewerbung ausdrücklich reichen würde. Daraufhin bekam ich etliche Bewerbungen als Loseblattsammlung oder auch nur einem einzelnen Zettel, aber unter anderem auch eine komplette Bewerbungsmappe. Anschreiben, Lebenslauf, Foto, etliche Zeugniskopien – und das alles in einer hochwertigen, dreiseitigen Kunststoffmappe.
Natürlich bin ich anständig und schicke das Mäppchen an den Absender zurück. Aber: Müsste ich das überhaupt, weil es ausdrücklich nicht gefordert war? Wie seht ihr das?
Bis gestern war mir nicht bewusst, dass die "
Tafeln" (aber vermutlich auch andere ähnliche Organisationen) keine Waren mit überschrittenem Haltbarkeitsdatum annehmen dürfen.
Was soll denn so ein Schwachsinn? Die deutlich meisten Produkte sind beim Erreichen des MHD noch absolut einwandfrei. Der Löwenanteil der Produkte, die im LEH weggeworfen werden, sind nunmal abgelaufene Waren und nicht welche, die einfach nur leicht beschädig (verbeulte Dose, verknickte Kartonverpackungen) oder aufgrund einer Sortimentsumstellung überflüssig sind. Solche Dinge versucht man nämlich meistens noch selber zum ermäßigten Preis zu verkaufen. Ich zumindest.
Dass die Tafeln keine verdorbenen Waren, z.B. Gemüse mit fauligen Stellen, annehmen, kann ich ja verstehen. Und dass sie Frischfleisch ablehnen, teilweise auch noch. Aber das mit den Mindesthaltbarkeitsdaten geht mir nicht in den Kopf. War das nicht mal irgendwann der Ursprungsgedanke hinter den Tafeln? Lebensmittel vor dem Müllcontainer zu retten? Kopfschütteln...
Das Programm für die diesjährige "
Faire Woche" ist fertig und ich stehe natürlich auch wieder mit drin: Hier im Markt wird es einen kleinen Stand geben, an dem es ständig Süßwaren und Schokoladen zu probieren gibt.
PS:
Zotter gehört auch dazu.
In einer der Seitenstraßen hier in der Gegend stehen immer wieder mal Einkaufswagen von mir. Leider ist nicht eindeutig erkennbar, wer nun genau für die Entführung der Wagen verantwortlich ist, denn sie stehen immer wieder unter einem der Bäume am Straßenrand.
Aber eben immer wieder an der selben Stelle.
Zufälligerweise genau an der Stelle, an der ich regelmäßig auf meinem Weg zur Firma vorbeikomme. Und genauso regelmäßig nehme ich die Wagen natürlich wieder mit zum Laden.
Und mal wieder habe ich mich dabei ertappt, dass ich darüber nachdenke, ob das nun gut oder schlecht ist, dass ich das mache. Gut, weil ich dadurch mein Eigentum wieder zurückhole und auf Dauer Geld spare. Oder schlecht, weil ich demjenigen, der die Wagen immer entführt, auch noch die Arbeit abnehme, sie wieder zurückzubringen und so möglicherweise einen größeren Anreiz biete, immer wieder meine Wagen irgendwo auf der Straße stehenzulassen.
Hallo Björn,
anbei ein Foto vom Sparmarkt in Arcen, gesprochen bitte so ähnlich wie "Aaaarsssenn" und bitte NICHT "Arken"
) in den Niederlanden, ein hübsches kleines Städtchen gleich hinter der Grenze und nicht weit von meinem Wohnort.
Über eine Veröffentlichung irgendwann würde ich mich freuen!
Viele Grüße vom linken Niederrhein nach Bremen!
Hilde
Vielen Dank für das Foto.
Hallo Björn.
Ich interessiere mich nicht soooo für Spar-Märkte, aber beim Stöbern in alten Urlaubsbilder aus 2009 bin ich über folgendes Bild gestolpert.
Mich haben die Murals in Belfast interessiert.
Gruß, Peter
Vielen Dank für das Foto.
Mein Mitarbeiter, der die Hauslieferungen erledigt, kam mit einem Einkaufswagen an die Kasse. Im Wagen standen eine Packung H-Milch, eine Flasche Wasser und eine Dose Bier.
"Oha", scherzte ich, "das ist ja eine kleine Lieferung."
"Nein, nein!" sagte er. "Das sind drei Lieferungen.
Und tatsächlich: Eine Kundin wollte 60 Liter H-Milch haben, eine weitere Kundin zwei Kisten Mineralwasser. Und ein älterer Herr ließ sich 48 Dosen Pils ins Haus bringen.
Ungewöhnlich war vor allem, dass alle drei Lieferungen des Tages aus nur jeweils einem Artikel in hoher Stückzahl bestanden.
Mit der Post kam hier eine Warenprobe aus dem Hause Pampers an. Kein Anschreiben, einfach nur eine der neuen Active-Fit-Windeln.
Was soll ich denn
damit anfangen?!?
Es war kurz nach sechs Uhr und ich saß gerade an der Kasse und bediente eine Kundin, als ich durch das Schaufenster ansehen konnte, wie einer unserer Rollbehälter mit Gemüse vom LKW herunterfiel. Aber nicht nur der: Insgesamt stürzten fünf Rollis, sowohl mit Gemüse als auch mit Molkereiprodukten, vom LKW. Aus unbekannter Ursache war der Wagen hinten abgesackt, möglicherweise ein Fehler in der Druckluftfederung.
Wie auch immer: Die folgende Stunde verbrachten wir zusammen mit mehreren netten Kunden und Nachbarn damit, den ganzen Krempel wieder einzusammeln. Was für eine riesige Sauerei...