Skip to content

Ein neues "Kasse geschlossen"-Schild

Vor sieben Jahren hatte ich von Alexander ein 3D-gedrucktes "Kasse geschlossen"-Schild bekommen. Das Teil wollte ich nie an der Kasse verheizen und so steht es seitdem hier bei mir im Büro als Dekoration herum. Aus der Zeit (oder war Alexander erst durch mein neues Schild inspiriert worden), stammte auch der (zweite) Speisekartenhalter, der nun auch viele Jahre einen guten und erfolgreichen Job hier an der Kasse gemacht hat.

Inzwischen war es jedoch ziemlich ramponiert und von den Kollegen mehrfach mit Tesafilm geflickt worden und sah in der Summe recht bescheiden aus, um es mal vorsichtig auszudrücken. Zu sehen ist das inzwischen feierlich entsorgte alte Teil auf dem Bild unten neben dem neuen Schild.

Am Wochenende hatte ich die Idee, einfach eines mit dem 3D-Drucker selber zu bauen. Es sollte ein einfacher Entwurf sein ohne viel Schnickschnack. Eine Halterung mit einer Mulde für ein einzuklebendes Schild und das Schild mit dem Text, das in einem zweiten Schritt gedruckt werden sollte. Ständige Filamentwechsel innerhalb eines Druckes arten bei Geräten mit nur einem Druckkopf in Verschwendung aus und so habe ich das Layout entsprechend konstruiert. Mit einem CAD-Programm war das relativ schnell erledigt: Die Halterung besteht aus zwei senkrecht zueinander montierten Quadern mit einem 5 mm tiefen Ausschnitt auf der Vorderseite. Das Schild mit dem Text ist eine 5mm dicke Grundplatte, aus welcher der Text 2,5 mm hoch hervorsteht. Gelb auf schwarz für maximalen Kontrast, das transparente Regenbogenfilament für die Halterung war einfach noch übrig.

Hier ist das Schild in der zusammengesetzten 3D-Ansicht zu sehen:



Hier ist noch etwas Videomaterial vom Druck. Die Zeitrafferaufnahme aus der internen Kamera des Druckers hat irgendwas Hypnotisches. Diese beiden Säulen (Bäume), die vor der Stele gedruckt werden, unterstützen den 5 mm großen Überhang aus der Mulde für die Tafel mit dem Text. Freifliegend klappt sowas nur bedingt:



Und so sieht das Schild nun fertig aus. Das lässt sich sicherlich noch optimieren, am meisten stört mich nun eigentlich, dass die gelbe Schrift links und rechts zu sehr bis an den Rand der Platte reicht, da hätte der schwarze Rahmen etwas breiter sein müssen. Aber das lässt sich in einer Version 2.0 ändern. Sowieso bin ich gespannt, wie lange das Teil hier halten wird. Das PLA-Filament ist recht stabil, aber ständige Stürze auf den Boden wird es nicht unbeschadet überstehen.


Flasche Wein im Hosenbund

Hmm, lecker …

Diese Flasche Wein verschwand kurzerhand in die Unterhose des ziemlich heruntergerockten Mannes. Da fällt einem wirklich nichts mehr ein. Zwischen Schweiß, Fusseln und Feinripp soll der edle Tropfen wohl besonders reifen. Prost.


Lustige Strichcodes – 788

Fundstück von Ines auf den Protein-Wraps (Weizen-Tortillas) unserer Eigenmarke: Ein gefüllter Wrap mit Paprika und Tomate.

Wenn man sie mal im wahren Leben auch so prall füllen und dann schön wickeln könnte, ohne dass sie irgendwo aufreißen. :-P


Eddieday (8)

Da wacht man im Juli 2021 auf, weil die Katze einem auf dem Bauch herumlatscht – und das erste, was man sieht, ist dieser Gibt-es-was-zu-Essen-Blick. :-)


Wo ist denn der Reis?

Ich ging schnellen Schrittes im Hauptgang von der Kasse in Richtung Lager, als eine Kundin, an der ich einen Augenblick zuvor vorbeigelaufen war, hinter mir herrief: "Hallo?! Können Sie mir sagen, wo der Reis steht?"

Ich hielt an und drehte mich um und musste in dem Moment schon schmunzeln. Ich hatte die Frau ja gesehen und sie stand, jetzt kommts, direkt vor unserem Regal mit Reis und Hülsenfrüchten. Ich lächelte und sagte: "Wenn Sie sich genau nach hinten umdrehen, haben Sie unsere gesamte Reisauswahl exakt vor der Nase."

Die Kundin drehte sich um ca. eine Vierteldrehung nach links und trabte dann im Hauptgang nach vorne in Richtung Toilettenpapier. Natürlich konnte ich sie damit nicht auflaufen lassen und habe ihr dann ganz klassisch den Weg zum Reisregal gezeigt.

Der letzte Ex-Azubi

Unser neuer Azubi ist ab sofort kein Azubi mehr, zumindest nicht hier.

Ich wollte damals ja eigentlich sowieso nie wieder einen Auszubildenden einstellen. Nachdem die letzten vier Anläufe allesamt mehr oder weniger katastrophal aber auf jeden Fall nie mit einem Abschluss endeten, hatte ich einfach die Fresse voll. Auf halber Strecke abgebrochen wegen Schwangerschaft, nie die Berufsschule besucht, ein Jahr krankgeschrieben oder eine zweifelhafte Verlässlichkeit hinsichtlich des Erscheinens in der Firma – da kann es einem wirklich die Laune verhageln.

Nachdem mir ein Kollege in den Ohren lag, dem jungen Mann, der hier in seiner Zeit als Aushilfe, bzw. später ungelernte Teilzeitkraft, einen wirklich guten Job gemacht hat und der nach der Schule in der Luft hing, einen Ausbildungsplatz anzubieten, hatte ich zunächst Bedenken. Meine Erlebnisse mit den letzten Auszubildenen waren einfach zu einschneidend.

Lange Rede, kurzer Sinn: Die Zeit als Aushilfe war zwar wohl spannend, die Realität mit der Erkenntnis, das jetzt "für immer" machen zu müssen, wohl sehr viel ernüchternder. So hatte er hier nun das Ausbildungsverhältnis zu Ende Februar gekündigt und wird sich beruflich komplett umorientieren.

Was mich und Azubis betrifft: Fragt mich wirklich niemals wieder.

Gesicherter Limoncello

Etwas doof geguckt hatte ich ja zugegebenermaßen schon, als ich die mit unseren Flaschenzippeln gesicherten Limoncello-Flaschen hier im Regal entdeckt habe. Ich kann mich nicht erinnern, dass davon schon jemals (auch ohne Sicherung) eine geklaut wurde und beim Preis von 2,79 ist das nun auch weder der Stoff, den sich Alkoholiker für den Eigenbedarf einsacken, noch das Zeug, dass zum Weiterverkauf entwendet wird.

Warum die gesichert sind? Das kann nur die berühmte Macht der Gewohnheit gewesen sein. Karton auf, Sicherungen dran, fertig. Notwendig ist es bei uns bei eigenmarken-Käse und Milka-Schokolade, aber bei diesen Flaschen hätte ich nun keine Bauchschmerzen, sie ohne jegliche Sicherung hier im Laden anzubieten. :-)


Zwei erneuerte Haken

Die Maler hatten im Januar 2025 zwei Haken rausgerissen, an denen die letzte Leuchte eines unserer Lichtbänder hing. Nachdem die Ladendecke gestrichen war, hatten sie die Reihe mit Klebeband und einem Sicherungsband eines Rollcontainers fixiert und so hing die Konstruktion nun ein paar Tage Wochen Monate etwas länger als gewollt, aber die Zeit vergeht so unheimlich schnell.

Dabei war die Arbeit schnell erledigt: Neue Löcher anzeichnen und Bohren, Hohlraumdübel reindrehen, Haken ran, das Lichtband wieder einhängen, fertig. Aber es kommt irgendwie immer etwas dazwischen, was dann doch in dem Moment wichtiger ist.

Aber nun ist auch diese Baustelle endlich erledigt:


Links 797

EU verbietet Firmen Vernichtung unverkaufter Kleidung

KI-Müll flutet das Internet | c’t uplink

10 Jahre Schockfotos auf Zigaretten: Bringen sie etwas?

Potenzmittel in Schokolade: Zoll zieht gefälschte Lebensmittel aus dem Verkehr

In einem Thüringer "Tante Emma"-Laden verkauft ausschließlich ein Roboter

Gefahr für Akten: Wie ein Kreisarchiv gegen Papierfischchen kämpft

Edeka-Chef zur Klau-Welle: "Wir lassen Brutalo-Diebe laufen"

Internationaler Vergleich: Deutsche zahlen besonders oft mit Bargeld

Mit 90 noch im Dienst: Warum Deutschlands wohl älteste Kassiererin nicht aufhört

Supermarkt-Apps als Datenfalle: 78 Prozent nutzen sie – doch die Ersparnis ist minimal

Vergessene Flaschen gibt es auch in anderen Märkten

In einem Edeka-Markt in Richtung Nordseeküste fiel mir dieses Stillleben in einem Regal in der Getränkeabteilung auf. Die halb ausgetrunkene Mineralwasserflasche kann natürlich auch ein (nicht so guter) Kunde im Laden angebrochen und dort nach der halben Entleerung einfach ins Regal gestellt haben.

Für wahrscheinlicher halte ich, dass ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin des Geschäfts sich zur Erfrischung während der Arbeit eine Flasche mit auf die Verkaufsfläche genommen und dort dann später vergessen hat. Ich will nicht sagen, dass sowas bei uns nicht auch vorkommt. Es gab sogar mal eine Zeit, in der man hier ständig mehr oder weniger volle Red-Bull-Dosen in den Regalen finden konnte – aber das ist inzwischen lange her …


Andere Länder, andere Läden – 002

Ich wusste, dass des die Durian (aka Stinkfrucht aka Kotzfrucht) gibt, nicht zuletzt von diversen Auftritten im Dschungelcamp, aber in einem Laden hatte ich sie auch noch nie gesehen. Bis zum Besuch eines Asia-Shops in Holland, wo ein ganzer Haufen von diesen Früchten tiefgefroren angeboten wurde.

Schlimmer als der Geruch dürften die Stacheln sein, die sind nämlich richtig fies.


Bierfontäne

… und dann war da noch der Kunde, dem eine große Dose Bier heruntergefallen war und die dabei ein kleines Loch bekommen hatte. Aus diesem schoss das Bier nun in einem Strahl heraus. Er flitzte mit der Dose nach hinten zum Leergutraum und stopfte die kaputte Dose einfach in den Müllsack und rannte wieder nach vorne.

Durch das Stopfen hatte er den Sack aus der Halterung gerissen, so dass er schief hing. Augenblicke später kullerte die Dose aus dem Sack heraus, fiel auf den Fußboden und dadurch schoss die Fontäne nun in noch stärkerem Strahl aus ihr heraus.

Zum Glück hatte ich das aus dem Augenwinkel mitbekommen und konnte die Situation halbwegs retten. Aber ein paar Fragezeichen bleiben.

1. Warum wirft man überhaupt einfach eine Ware (auch beschädigt), die einem nicht gehört, ohne weitere Kommunikation in den Müll?

2. Dass die Dose bepfandet ist und der Pfandwert so ebenfalls im Müll gelandet wäre, kam bei dem Mann offenbar ebenfalls nicht an.

3. Eine Dose, aus welcher der Inhalt in einer Fontäne herausspritzt oben auf einen Müllsack zu legen, ist unabhängig von allem anderen reichlich merkbefreit.

Bestellt: Kiosktüten

Die Firma Narrenkraam kommt hier aus Bremen und stellt zwar keine eigenen Süßwaren her, verpackt sie aber interessant. Die "Kiosktüten" gibt es in mehreren Sorten (Sauer, Süß, Schaum, Lakritz) und werden in den nächsten Tagen auch den Weg in unser Sortiment finden.

Einerseits kommen sie aus der Nähe, andererseits ist es einfach mal eine Alternative zu den bekannten Marken und letztendlich – ein Faktor, den man in dieser bunten Stadt nicht außer Acht lassen kann – gehe ich davon aus, dass diese Produkte (noch) nicht in den Fokus der Beschaffungskriminellen wandern.


22 Packungen Käse

Da das Video eigentlich gar nicht so spektakulär ist, wollte ich eigentlich nur mal ausprobieren, ob man ein Vorschaubild für das Video per KI generieren kann. Da ist ChatGPT wohl leicht übers Ziel hinausgeschossen und hat sich von der BILD-Zeitung inspirieren lassen. Ich verspreche, das wird nicht zur Normalität. :-)

Der eigentliche Grund für dieses Video war dann weniger lustig: Ein Drogenabhängiger hat sich zur Geldbeschaffung den Rucksack mit Käsestücken aus dem Kühlregal vollgestopft. 22 Stücke zu jeweils 4,99 € ergab einen Warenwert von insgesamt 109,78 €. Wenn er die Wahrheit gesagt hat, hätte er dafür in den einschlägigen Läden (Kioske und Quick Shops hier im Stadtteil) gerade mal rund 15 Euro bekommen. Für die Hehler ein lukratives Geschäft.
Den Diebstahl verhindert hat unsere Warensicherungsanlage, denn selbstverständlich ist auch Käse bei uns mittlerweile konsequent gesichert. Gerade bei so herausragenden Luxusartikeln wie Gouda ist das in der heutigen Zeit unumgänglich.

Hätte der junge Mann mich nicht damit wütend gemacht, dass er nicht alles aus seinem Rucksack ausgepackt hat und stattdessen versuchte, etwa 2/3 seiner Beute doch wieder mitzunehmen ("Da sind nur meine Klamotten drin …"), wäre er vermutlich ohne Polizeieinsatz davongekommen, denn wenngleich er zwar keinen Ausweis dabei hatte, kannte ich seine Personalien noch von einem früheren Diebstahl. Ohne Polizeieinsatz hätte er als quasi (zumindest vorerst noch) freier Mann hier aus dem Laden gehen können. Das haben die Cops aber erfolgreich verhindert, denn am Rande hatte ich mitbekommen, dass da wohl ein Haftantritt bevorstand und die ihn im Anschluss direkt zur JVA kutschieren wollten.


Alkoholdieb mit Pandatasche

Ein Mann hat sich eine Umhängetasche, natürlich von Edeka mit Pandabär, mit Alkoholflaschen gefüllt und konnte leider unerkannt mit der Beute entkommen. Die Warensicherungsanlage hatte zwar den Alarm ausgelöst, aber das hilft nicht immer – vor allem dann nicht, wenn die Täter rausrennen und eine unmittelbare Fluchtmöglichkeit haben, ein bereitgestelltes Fahrrad zum Beispiel.

Der Verlust der Spirituosen ist eine Sache. Dass unsere speziellen Warensicherungsetiketten, die nur schwer wiederzubeschaffen sind, ebenfalls verschwunden sind, ist fast schon schmerzhafter …