Vor ein paar Wochen hat mich ein Mann, ich kenne ihn als langjährigen Stammkunden, angesprochen und um etwas Unterstützung für ein
"Urban Gardening"-Projekt gebeten. Da dort auch eine alternative Küche stattfindet, würden sie sich sehr über Lebensmittel aller Art freuen. Wir einigten uns auf das täglich aussortierte Gemüse, das wir in der Vergangenheit auch schon einem Suppenküchenprojekt zukommen ließen.
Da Ladendiebe immer wieder die selben Verhaltensmuster an den Tag legen, spielt der Status "Stammkunde" keine Rolle mehr. Diese kleinen, speziellen, inneren Alarmglöckchen schlagen einfach immer an und es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um einen "kaputten Junkie" oder einen "wohlsituierten Stammkunden" handelt. Ich kan es nicht genau beschreiben, aber 20 Jahre Berufserfahrung ermöglichen sowas. Lesen hier Polizisten mit? Ihr kennt dieses Gefühl, diese Erfahrung.
Eine Dose Bier unbezahlt in der Jackentasche aus diesem Gebäude zu entfernen, löst bei mir bekanntermaßen folgende Ereignisse aus: Hausverbot und Anzeige – und in diesem Fall noch Ende der Gemüsespenden.
Wir haben hier seit mindestens 13 Jahren ein kleines Zeiterfassungsgerät mit Chipkarten im Einsatz. Da die Karten immer häufiger Probleme bereiten und auch die Kontakte im Gerät nicht mehr optimal funktionieren, überlege ich, ein neues System anzuschaffen. Vielleicht mit Fingerabdruckscanner oder zumindest mit RFID-Chips. Die Entscheidung ist noch nicht endgültig gefallen, wäre aber eine schöne technische Spielerei.
Für ein paar technische Fragen hatte ich heute beim Hersteller, von dem übrigens auch unser altes Gerät stammt, angerufen. Dabei habe ich erfahren, dass unser Modell nur rund vier Jahre Lebensdauer hat. "
Dann ist der Quarz am Ende", erklärte die Frau in der Hotline. Rund vier Jahre… Ich habe noch eine Stempelkarte einer Mitarbeiterin gefunden, die uns Mitte 2002 verlassen hat. Das Gerät muss also wenigstens 13 Jahre alt sein. Das ist hier wahrscheinlich der VW-Käfer unter den Chipdrive-Mobile-Stempeluhren.
Keine Ahnung, warum genau die Öffnung da ist, aber irgendein Ingenieur hat die linke Seitenwand des Kanals, durch den die Flaschen ihren Weg durch das Gerät nehmen, damit ausgestattet. Auf jeden Fall können kleinere Flaschen (vor allem die 0,33l-Bierflaschen) da hängenbleiben und dann alles blockieren. Hab's schon an Firma Trautwein weitergeleitet, Abhilfe soll in den nächsten Tagen erfolgen.
Daraufsicht auf den Kanal, die Flaschen kommen von rechts und bleiben dann manchmal in der Öffnung am unteren Bildrand hängen:
Es sind mal wieder zwei Jahre rum, die fünf Feuerlöscher hier im Markt warteten, äh, mussten gewartet werden.
Zwei der Löscher sind noch relativ jung und konnten problemlos wiederbefüllt werden. Zwei weitere haben nun mit dieser Befüllung ihre letzte zwei Jahre erreicht und müssen 2017 ausgetauscht werden. Der fünfte Feuerlöscher ist am Ende seiner Lebensdauer angekommen und durfte nicht wiederbefüllt werden.
Der ist jetzt aber vorerst und bis zum Abschluss der Renovierungen hier im Markt ersatzlos gestrichen. Der Mitarbeiter der Brandschutzfirma, die meine Löscher wartet, hat mir allerdings empfohlen, bei einer Neuanschaffung Schaum- statt Pulverlöscher anzuschaffen. Ist hier im Laden vielleicht gar keine so schlechte Idee. (Wer schonmal einen Pulverlöscher in Aktion erlebt hat, kennt die Sauerei und den immensen Schaden, den das Pulver durch seine reine Anwesenheit verursacht…)
Angenommen, wir würden einen Cent verleihen und 5% Zinsen dafür verlangen, dann wären das nach 15 Jahren schon 2 Cent und nach 100 Jahren erst 1,25€. Dafür legt man kein Geld an. Sofern man den Schuldschein aber verlegt und nach ein paar Generationen findet ihn einer der Erben, ist die Freude groß. Denn nach 1000 Jahren sind daraus 14.726.846.864.113.573.888€ geworden. Das sind 14 Trillionen, 726 Billiarden, 846 Billionen, 864 Milliarden, 113 Millionen 573 Tausend und Achthundertachtundachtig Euro.
Der aktuelle Goldpreis beträgt 32.395,41€ pro Kilogramm. Man könnte also umgerechnet 454.596.711.821 Tonnen Gold kaufen, was einer Goldkugel mit einem Durchmesser von rund 3,5km entspräche. Da hätten die Erben ein laues Leben, würde ich sagen.
Auf einer Website eines Onlinehändlers habe ich eben ein Banner für "Garten-Sale" entdeckt. Ich find's nur noch lächerlich.
Keine Ahnung, warum ich das Foto gemacht habe, aber die morgendliche Tristesse unseres Gefängnishofes habe ich da wohl ganz gut eingefangen.
Das ist Perla aus Polen. Spricht zwar kein Wort Deutsch, aber hat lockere sechs Umdrehungen drauf. Und hat sich vor ein paar Tagen auf unserem Leegutautomaten herumgelümmelt. Da musste ich sie einfach für ein Fotoshooting mitnehmen.
An der Kasse unterhielt ich mich mit einer Stammkundin, die mich eine Weile im Laden nicht gesehen hatte. Wahrheitsgemäß erklärte ich, dass ich momentan immer sehr viel zu tun habe und auch häufig im Stress stecke, da wir hier ganz viel bezüglich dringend anstehender Umbau- und Renovierungsmaßnahmen planen.
"
Muss auch!", sagte sie, "
Der Laden ist echt runtergrockt."
So kann man es wohl auch ausdrücken… Aber wir arbeiten ja daran!
Louis hat mir geschrieben: "
Anbei ein Foto vom 1. Mai. Vor dem Bahnhof Zoo in Berlin stehen derzeit drei Container, die einen kleinen SPAR express bilden - sogar mit rollstuhlgerechter Zuwegung. Vielleicht etwas für Dein Blog."
Klar ist es was fürs Blog, vielen Dank dafür.
Hatten wir hier schonmal, aber jetzt kann man auch mal reingucken.
Im Rahmen des Neubaus der gesamten Elektrik hier im Markt, kam auch die Überlegung auf, einen komplett neuen Zählerschrank in den Keller zu stellen. Einen, der wirklich
sämtliche Komponenten unserer Stromversorgung enthält und direkt vom
HAK gespeist wird. Das hätte allerdings einen recht großen Aufwand bedeutet, da wir die gesamte vorhandene Einheit mit dem
Wandler und unserem Lastgangzähler umsetzen und in einem eigenen Gehäuse hätten unterbringen müssen.
So kommt wohl doch "nur" eine neue Unterverteilung, an die nach und nach alles neu angeklemmt wird. Die größte Schwierigkeit dabei besteht erstmal darin, den neuen Schrank parallel zur alten Installation aufzubauen. Vor allem muss die Leitung vom jetzigen Zähler einmal aufgeteilt werden, damit der neue Verteiler schon Strom hat. Dazu werden wir mal an einem Sonntag für rund zwei Stunden die Hauptleitung zu meinen alten Sicherungskästen kappen und schließlich so aufteilen lassen, dass der neue Verteiler problemlos angeklemmt werden kann.
Es wird noch viel passieren, aber das ist ja auch gut so.
Der Lieferant, bei dem ich seit Jahren schon Papierhandtuchrollen bestelle, hat zumindest genau den Artikel (resp. die ursprünglich zugeteilte Artikelnummer) nicht mehr im Onlineshop verfügbar. So musste ich mich nach einer Alternative umsehen und bin dann leider bei den vielen verschiedenen Browser-Tabs, in denen ich die unterschiedlichen Papierrollen-Alternativen vergleichen wollte, durcheinandergekommen und habe mich so für die zu großen Rollen entschieden. Ohne das jedoch zu bemerken habe ich ausgerechnet diesmal nicht nur ein paar Pakete, sondern für den Mengenrabatt gleich eine Europalette voller Handtuchrollen bestellt.
Dank an
hygi.de, dass ich die komplette Palette zurücksenden durfte, wenn natürlich auch auf eigene Kosten.
Gestern Abend kam ein Typ in den Laden, ging zielstrebig zum Kuchenregal, schnappte sich ein Teil, ging wieder zurück zum Eingang, sprang über die Schranke und war so schnell weg, wie er hereingekommen war.
Diebstahl bleibt natürlich Diebstahl, aber so? Ich gebe zu, dass ich ihn in der Form bislang auch noch nie erlebt habe.
Wie Samstag schon überlegt, hatte ich gestern den für diesen Bereich zuständigen
Kontaktpolizisten angerufen. Der war vorhin hier und hat den beiden Bettlern vor unserem Haus eine klare Ansage gemacht. Was auch immer der denen erzählt hat, nach einer Weile haben sie sich tatsächlich getrollt und sind seit dem beide nicht mehr da.
Mal gucken, wie das weitergeht…