Die Löcher und Dellen sind zugespachtelt, die dunklen (alten) Wasserflecken an der Decke sind mit einem speziellen Isolationsanstrich übergepinselt – schon sieht es in meinem zukünftigen Büro viel freundlicher aus.
Die erste Lieferung an Feuerwerkskörpern ist da: Zwei kleine Kartons mit allem, was wir ohnehin ganzjährig verkaufen dürften. "
Dann können Sie schon mal was verkaufen", hatte der Mitarbeiter des Lieferanten am Telefon argumentiert mit der Bitte, zumindest die abzunehmen, da denen das Lager überquillt.
Sieht bei uns ja nicht anders aus.
Auf ihrem Teil des Innenhofs haben die von der Moschee vor etlichen Jahren einen Unterstand gebaut, unter dem ein Tisch und ein paar Stühle stehen.
Gestern Abend staunte ich beim Rausfahren noch darüber, dass die sich die Mühe gemacht haben, zwei der drei Seiten zu verkleiden. Vermutlich, um einen Windschutz zu haben.
Eben erst bei Tageslicht fiel mir auf, dass das
meine alten Platten von der Holzwand aus dem Aufenthaltsraum sind. Und noch ein paar weitere Teile, zum Beispiel Stücke aus dem weiß-roten Deko-Streifen, der den ganzen Laden umrundet (resp. inzwischen teilweise ja schon nicht mehr). Passend oder nicht, die haben das da einfach irgendwie rangeschraubt, sogar (wie auf dem Foto zu sehen) das alte Kabelstück mit der Steckdose hängt da noch drin.
Gut, könnte man jetzt meinen, das war ohnehin Sperrmüll, was rege ich mich auf. Ich hab mich ja gar nicht aufgeregt. Habe einfach nur meinen Akkuschrauber genommen und die Konstruktion wieder auseinander gebaut. Auch wenn das alles Zeugs vom Schrotthaufen war, hätte man mal eben fragen können. Dazu kommt, dass ich keine Lust habe, dauernd auf meine alten Teile zu gucken, weshalb es auch auf Nachfrage kein Okay gegeben hätte oder jetzt noch dafür geben wird.
Haben die Ecke richtig aufgewertet, die rangepfuschten Schrottteile.
Vielen Dank an Simon, der mir dieses Foto der SPAR-Zentrale in
Dornbirn (Vorarlberg, Österreich) geschickt hat.
Ist ja quasi auch ein SPAR-Markt. Für Einzelhändler. Mit Bringdienst.
Für die (gaaaaaaaanz) alten harste-online.de-Seiten hatten wir mal eine Weile mit SPAR-Logos als 3D-Grafik experimentiert. Wir fanden das cool und ich muss zugeben, dass ich den matten Effekt bei dem statischen Logo immer noch ziemlich geil finde:
Zwischendurch haben wir daraus sogar eine Animation gemacht, die ebenfalls eine Weile die Startseite die Ladenwebsite geziert hat. Drauf gekommen bin ich jetzt erst wieder, nachdem ich mal in der
Wayback Machine auf archive.org in meiner (selbstständigen) Vergangenheit geblättert habe. Von dem Ausflug werde ich euch in nächster Zeit noch ein paar mehr Mitbringsel präsentieren, die ich dann aber ebenfalls im Titel mit "Wayback Machine" kennzeichnen werde.

Immerhin war der Fensterbauer eben hier und hat Maß genommen. Angebot soll Donnerstag kommen, bis zum Einbau würden aber 4-6 Wochen vergehen. Okay, kann ich mit leben. Die Hauptsache ist, dass es hier überhaupt mal weitergeht.
Geschafft!!! Die dicke Zuleitung für unseren zukünftigen Kassentisch liegt im Brüstungskanal und guckt etwa an der Stelle raus, an der später mal unter der Decke die Abzweigung zur neuen Kasse entstehen soll. Bis dahin liegt der Rest der Leitung einfach hinter dem Weinregal.
Unten im Keller hängen ein paar Meter vor dem großen Verteilerschrank, so dass es auch da ohne Probleme möglich sein wird, alles anzuschließen. Mit den 73 Metern haben wir wohl ganz deutlich etwas übervorsichtig gemessen, aber erfahrungsgemäß unterschätzt man die Längen bei so vielen Richtungsänderungen schnell mal. Wenn das Ding hinterher nur noch 65m hat, umso besser.
Aber alles zu seiner Zeit …
Derzeit sind wir dabei, das heute morgen gelieferte Kabel entsprechend zu verlegen. Das Stück im Keller ist schon fertig, da bin ich vorhin rund eine dreiviertel Stunden hin und her gekrochen und habe die Leitung auf den Kabeltrassen bis zu unserem neuen Verteilerschrank geführt.
Jetzt kommt der Teil hier oben im Laden und wenn das fertig ist, kann endlich wieder das ganze Gekröse an Video- und Netzwerkkabeln wieder in den Kanal.
Ausgerechnet mein religiösester Mitarbeiter hatte nicht auf dem Schirm, dass der
Reformationstag in diesem Jahr (einmalig zum 500-jährigen Bestehen der Reformation) ein gesamtdeutscher Feiertag ist.
Da bin ich doch fast vom Glauben abgefallen.
Unabhängig vom Fensterbauer und der Elektroinstallation geht es in meinem zukünftigen Büro weiter. Nun haben wir von den Wänden alles abgebaut, was irgendwie beim Tapezieren und Streichen stören könnte (z.B. Haken und die alte Leuchte) und sämtliche Löcher zugespachtelt.
Die Elektroinstallation machen wir nachträglich und im Idealfall kommt der Fensterbauer (Spontaner Termin für 17:15 Uhr) und kann und will relativ kurzfristig was machen.
Wäre ja zu schön.
Die einen sagen so, die anderen sagen so, unser Elektriker sagt so:
Die
drei aufgerollten Leitungen im Lager führen natürlich auch schon bis zum neuen Verteiler im Keller. Spannend war die Frage, was für Löcher der Elektriker dazu im letzten Jahr gebohrt hatte. Gerade passend oder ausreichend dimensioniert, so dass auch die zukünftigen Leitungen (Büro, Personalraum) dort durchgefädelt werden können.
Frage beantwortet: Da kann man eine ganze Kabeltrommel durchwerfen. Naja, fast.
Aufgrund der umfangreichen Diskussion möchte ich kurz was auflösen / erklären: Ich mache hier gar keine (aufbauenden) Elektroarbeiten eigenmächtig und ohne fachmännischen Beistand.
Alles, was hier passiert, ensteht in Abstimmung mit einem Elektro-Fachbetrieb hier aus Bremen. Wenn ich von eigenen Leistungen rede, dann sind diese vorher entsprechend besprochen und bekommen hinterher eine Abnahme vom Fachmann.
Zur Diskussion rund um das 7x2,5-Kabel: Ich verfüge zwar über einen ganzen Haufen Wissen rund um die Materie Elektroinstallation, aber wenn mir der Meister sagt, dass ein bestimmter Leitungsquerschnitt (trotz bekannter Kabellängen und benötigter Leistungen) "locker ausreichend" ist, muss ich mich doch eigentlich darauf verlassen können?
Mir ist die Berechnung des Spannungsabfalls auch bekannt. Aber ich kann dem doch als "Außenstehender" oder "Laie" nicht ins Gesicht sagen, dass das aber eigentlich so nicht passen kann, wie er mir das erzählt. Wie stehe ich denn dann da?
Das ist echt ein Dilemma gerade.
Eine knappe halbe Stunde war ich nun dabei, das letzte Stück Kabelkanal einzusetzen. Dazu gehörte eben auch der Ausschnitt aus den vorhandenen Kanälen. Am längsten hat das Suchen des passenden Bits für den Akkuschrauber gedauert.
Aber nun sind wir auf der Seite fertig. Morgen soll ich schon das Stromkabel für die Kasse bekommen und ich gebe zu, dass ich das so schnell wir möglich einziehen werde – danach können nämlich die seit Wochen vor der Wand hängenden Netzwerk- und Videokabel wieder in den Kanal und dann sieht es hier erst mal wieder etwas gesitteter aus.
(Der Übergang zwischen den beiden senkrechten Kanalteilen sieht auf dem Foto es sehr unsauber aus. Wenn da aber erst mal der Deckel drauf ist, passt sich das wieder an. Und wenn das neue Getränkeregal da irgendwann steht, hinterfragt das sowieso niemand mehr …)