Alter Schwede … In den letzten fünf Jahren sind meine monatlichen Personalkosten nachweislich um 50% gestiegen! Allerdings nicht dadurch, dass hier jetzt anderthalb so viele Leute herumlaufen, sondern rein durch die Erhöhung der Stundenlöhne.
Die Anzahl der Krankmeldungen wurde nicht weniger.
Kann also nicht an den "Peanuts" liegen.
Dieses Blog läuft seit Anfang an mit Serendipity. Durch zwei andere Projekte, vor allem natürlich neuerdings kauf-dich-satt.de, habe ich Wordpress lieben gelernt, das als Blog- und Content Management System gleichermaßen funktioniert und mit dem sich auch durchaus anspruchsvolle Projekte relativ einfach realisieren lassen.
Eigentlich war ich ja immer ein Freund davon, Blog und Ladenwebsite zu trennen, da ich hier ja auch durchaus unverblümt die Schattenseiten meines Alltags darstelle, aber wenn es eine Möglichkeit gäbe, ohne Panne oder den Verlust von über 300.000 Kommentaren, knapp 19.000 Blogeinträgen und 11.000 Bildern nach Wordpress zu wechseln, dann würde ich das vermutlich sogar durchziehen.
Aber ihr kennt das ja: Never change a running System! Und so lange S9Y hier funktioniert und ich nicht die Garantie habe, dass alle Daten 1:1 bei Wordpress importiert werden können, bleibt es so – vor allem nach dem großen Umbau in der vergangenen Woche!
Ein Kunde monierte an der Kasse, dass ihm 1,59€ für einen Artikel berechnet worden wären, obwohl am Regal ein Schild mit 1,29€ stecken würde.
Da in der Nähe gerade ein weiterer Kollege stand, der die Sache mitbekommen hatte, lief dieser schnell zum Regal, um nachzusehen. Es gibt in diesen Fällen eigentlich nur zwei Lösungsmöglichkeiten, die etwa mit gleicher Häufigkeit auftreten: Das Schild ist wirklich falsch oder der Kunde hat auf ein falsches Schild geguckt.
Die große Überraschung in diesem Fall: Der berechnete stand auch korrekt auf dem gesteckten Etikett und im gesamten Umkreis dieses einen Artikels war kein anderes Preisetikett mit aufgedruckten 1,29€ zu sehen. Entweder war der Kunde leicht verwirrt beim Etiketten lesen oder das war ein mutwilliger Versuch, an der Kasse noch einen kleinen Rabatt rausschlagen zu wollen…
Nach rund einem dreiviertel Jahr hat sich diese Ex-"Mitarbeiterin" wieder per E-Mail bei mir gemeldet:
"Sehr geehrter Herr Harste,
bei Durchsicht meiner Unterlagen musste ich feststellen, dass mir die Abrechnungen für Januar und Februar dieses Jahres fehlen. Ich bitte Sie daher, mir diese noch einmal zukommen zu lassen, gern auch vorab per E-Mail, da ich diese dringend benötige."
An dieser Stelle für euch noch mal kurz ein Zitat aus der Wikipedia:
Die Abrechnung gehört zu den Arbeitspapieren und ist grundsätzlich eine Holschuld, das heißt, der Arbeitnehmer muss seine Abrechnung bei dem Arbeitgeber abholen.
Ist klar, was das bedeutet? Riiiiiiichtig: Ich investiere ganz sicher kein Porto und mache mir auch schon gar nicht die Mühe, die Dokumente einzuscannen und per Mail zu verschicken. Die kann sie sich schön selber im Laden in Findorff persönlich rausholen.
Ist "blind" die Voraussetzung, um bei DHL als Fahrer anfangen zu dürfen???
(Diese Karte hat der Fahrer eben in den Eingang zu den Wohnungen eingeworfen. Der ausdrücklich im Empfänger erwähnte "SPAR-Markt" ist hier im Haus ja auch wirklich leicht zu übersehen!)
Derzeit liegt ein etwas ungewöhnlicheres Objekt in der Futterspendenbox mit den Sachen für's Tierheim: Ein Katzenspielzeug in Form einer Maus, die sich mit einer Funkfernbedienung steuern lässt.
Gerade kam das erste von zwei Angeboten für das neue Fenster via E-Mail.
Das ist ja so weit noch im Rahmen. (pun intended)
Nachtrag
Oh, zweites Angebot. Dann fehlt aber immer noch eines. Da scheint jemand nur auf meine E-Mail-Anfrage reagiert zu haben, ohne noch mal vor Ort zu gucken:
Übrigens: Diesen Aufkleber habe ich nicht nur bei mir am Müllcontainer gefunden, sondern ich sehe dieses Motiv immer wieder mal in der ganzen Stadt verteilt.
Aber wofür der stehen soll, weiß ich bis heute nicht.
Diese Animation habe ich übrigens im Original. Ohne Texteinblendung und in HD-Auflösung. Ich überlege gerade, ob ich den Kollegen zu Halloween (resp. am Samstag und Montag Abend) in Endlosschleife von innen auf die verspiegelte Büroscheibe projiziere.
Und in die Getränkeabteilung hinter die Sechserträger einen kleinen Lautsprecher.
Ein Kunde stand vor dem Leergutautomaten und hatte unter anderem zwei Glas-Einwegflaschen (mit DPG-Symbol), die unsere "Traudl" natürlich verweigerte. Wir verkaufen zwar Einwegverpackungen, aber eben nur Dosen und PET-Flaschen. Warum man Glasflaschen als Einwegflaschen produzieren muss, erschließt sich mir ohnehin nicht, da es (zumindest für Getränke) ja ganz hervorragende Mehrwegsysteme gibt.
Mein Mitarbeiter bot ihm an, diese beiden Flaschen gegen Erstattung von acht Cent (statt eigentlich 25) pro Flasche anzunehmen. Nicht, weil wir uns damit bereichern wollen, sondern wirklich nur als Angebot an die Kunden, damit diese ihre Flaschen nicht wieder mitschleppen müssen und auch nicht ganz leer ausgehen. Wir bringen die Flaschen dann nämlich nicht zu einem Laden, wo wir sie (gegen 25 Cent) loswerden können, sondern stopfen sie einfach in die Mehrwegkisten rein, über die wir dann selber natürlich ebenfalls nur 0,08€ erstattet bekommen.
Der Kunde wusste es aber besser: "Sie verkaufen doch auch Einweg, dann müssen Sie ja auch alles annehmen."
"Nein, müssen wir nicht", erklärte ich ihm.
"Aber das gilt doch grenzüberschreitend?"
Okay, ich weiß natürlich, wie er das gemeint hatte. Aber Korinthen kann ich auch kacken, sogar dickere: "Nein, das Pfandsystem ist nur innerhalb Deutschlands gültig."
"Ich meinte, wenn ein Geschäft Getränke in Flaschen mit diesem Zeichen verkauft, dann ist der Laden auch verpflichtet, alles mit diesem Zeichen zurückzunehmen."
"Nein, das ist nicht richtig. Das ist nicht abhängig vom Zeichen, sondern von dem Material, aus dem eine Verpackung besteht. Wer Dosen verkauft, muss Dosen zurücknehmen, wer Plastikflaschen verkauft, muss Plastikflaschen zurücknehmen und Glasflaschen brauchen nur die Läden zurückzunehmen, die Glasflaschen verkaufen. Und genau das tun wir hier nicht." (*)
Der Kunde murmelte noch was von "ob das so richtig ist" und der Tonfall suggerierte mir, dass er der Meinung war, dass ich ihm Quatsch erzählt und gegen geltendes Recht verstoßen hätte.
Tut mir Leid, ich bin eben ein bisschen dumm.
(*) Unter einer bestimmten Ladengröße gilt sogar das nicht mehr. Dann brauchen nur noch die leeren Gebinde von Sorten angenommen zu werden, die man selber verkauft. Aber über dieser Größe liegen wir hier deutlich drüber.
Die Löcher und Dellen sind zugespachtelt, die dunklen (alten) Wasserflecken an der Decke sind mit einem speziellen Isolationsanstrich übergepinselt – schon sieht es in meinem zukünftigen Büro viel freundlicher aus.