Was für Zeiten, in denen sich die Kunden schon gegenseitig beklauen. Ein Mann betrat den Laden mit einer geöffneten Bierdose, aus der nur wenige Schlucke fehlten, und stellte diese unter den Augen meiner Kassiererin auf den Packtisch in der Nähe der Kasse.
Während der Mann einen kleineren Einkauf zusammensuchte, machte sich eine Kundin an der Dose zu schaffen, inspizierte sie und stellte sie nach Ermahnung durch meine Mitarbeiterin wieder grimmig zurück. Augenblicke später verließ die Frau den Laden. Mitsamt der Dose, die sie vor der Tür "exte". Schließlich lief sie mit der leeren Büchse in der Hand um die Ecke und verschwand.
Andreas hat mir auch ein paar Fotos aus Durness geschickt, von dessen SPAR-Markt mir Jan auch erst vor kurzer Zeit ein paar Bilder hat zukommen lassen.
Andreas hat mit seiner Mail allerdings ein paar beeindruckende Ladschaftsaufnahmen mitgeliefert:
Hallo Björn,
auf unserer Schottland-Rundreise verbrachten meine Freundin und ich zwei Tage im 400-Seelen-Dorf Durness am nordwestlichsten Zipfel des Festlandes. Bemerkenswert an diesem Nest ist, dass es nur zwei einspurige Straßen gibt, die hinführen. Trotzdem ist der Ort einigermaßen touristisch, viele fahren hin, um sich die Höhle "Smoo Cave" zu besichtigen, die einen eigenen Wasserfall hat (siehe Foto). Außer zwei Hotels und einem Pub gibt es dort einen kleinen Spar-Supermarkt, den ich natürlich auch fotografieren musste. Die Landschaft dort oben ist wunderbar rau und ursprünglich, und das einzige Geräusch, das man beim Einschlafen hört, ist das gelegentliche Blöken der Schafe.
Vielen Dank für die Zusendung und per Mausklick seht ihr auch die restlichen Bilder.
Gestern im Laufe des Abends folgte noch das Unvermeidliche: Die Displays und Kartons mit der ersten Weihnachtsware, in Einzelhandelskreisen vor Jahren schon euphemistisch "Herbstgebäck" getauft, haben den Weg in meinen Laden gefunden. Die ersten Grifflücken sprechen übrigens für sich.
Mit der heutigen Hauptlieferung hat dann auch die erste große Ladung Weihnachtsware den Weg in meinen Laden mein Lager gefunden.
Mal gucken, wie es in den nächsten Stunden zeitlich aussieht. Vielleicht bauen wir die Artikel ja heute noch im Laden auf. Und dann heißt es wieder absechselnd "Jetzt schon?", "Das wird jedes Jahr früher!" und "Endlich gibt es wieder Spekulatius!".
Am Sonntag ging die Ebay-Auktion für meine 40 Kanister "Cemelast Liquid" zuende. Dem Käufer hatte noch mitgeteilt, dass ich eine komplette Garage voller Bauchemikalien habe und dass er gerne mitnehmen kann, was er will – sofern er etwas findet, das ihm gebrauchenswert scheint.
Die Ursprungsplanung war, erst nur mit dem Transporter zu kommen, die Sachen anzusehen und ggf. eine zweite Tour nachzuschieben. Er kam aber gleich mit einem großen Anhänger hier an und hat beim Anblick der Dosen und Kanister regelrecht leuchtende Augen bekommen. "Das kann ich alles gebrauchen. Und wenn da irgendwas Schrott ist, egal, aber da sind so viele gute Sachen dabei, das nehme ich alles mit."
Sprach's und tat es. Fast fünf Paletten hat er leergeräumt und wir können die Garage wieder betreten. Wenn das keine Win-Win-Situation war – was dann?
Die gebotenen 10,50€ habe ich ihm erlassen. Viel zu groß war meine Freude über die ursprünglich geplante und nun gesparte Entsorgungsgebühr für die für mich gänzlich wertlosen Mittelchen.
Auf unseren Bio-Wein-Lieferanten warten 24 leere Rahmen ohne Flaschen, die er bei der nächsten (und hoffentlich heute noch in den nächsten Minuten erfolgenden) Lieferung mitnehmen kann.
Was an ein paar leeren Rahmen so bloggenswert ist? Nun: Wo sind die Flaschen? Ich weiß es und es ist das selbe Phänomen wie bei den Mehrweg-Joghurtgläsern: Es gibt sehr viele Kunden, die nicht wissen und auch beim Bezahlen nicht merken, dass die Flaschen oder Gläser zu einem Mehrwegsystem gehören und sie deshalb zum Altglascontainer bringen. So sammeln sich bei uns natürlich im Laufe der Zeit die leeren Rahmen an – übrigens genau wie bei den Joghurtgläsern auch.
Nebenbei bemerkt ist bei den Weinflaschen der Irrglaube auf Dauer relativ teuer, denn seit 2011 sind sie pauschal mit 25 Cent pro Flasche bepfandet.
Das ist doch mal eine cool gemachte Werbung, auch wenn die "zugreifende" Hand leider nur aufgedruckt ist und nicht durch echte Erhebungen in der Plane dargestellt wird:
Peters Hobby ist Urban Exploring und bei einer seiner Fototouren hat er in einem alten Bunker diese Dose entdeckt.
Ich staune ernsthaft. Dass es von den Handelsketten immer mal wieder irgendwelche "Standardchemikalien" wie z.B. Wandfarbe gibt, kennt man ja. Aber warum ausgerechnet Flüssigkunststoff?
Noch ein SPAR-Markt von Timo. Diese "Spelunke" (Ich bitte um Entschuldigung für diese Anmaßung) befindet sich im Hafenviertel von Barcelona. Vielen Dank an Timo für die Zunsendung der Bilder dieses Fundstückes.
Vor einer Weile gab es hier ziemliche Probleme, sich als Kommentator einzuloggen bzw. überhaupt zu registrieren. Viele E-Mails habe ich seit dem beantwortet und etliche Passwörter bzw. komplette Accounts manuell eingerichtet.
Ist noch jemand ohne Fahrschein? Bitte schickt mir dann eine E-Mail mit den gewünschen Zugangsdaten an die bekannte Adresse. Ich richte das dann entsprechend ein!
meine Frau hat vor vier Wochen erfahren das sie Diabetes Typ 1 hat.
Heute Abend unterhielten wir uns über den Fall der Fälle, was ist wenn sie mal unterzuckert ist und sie Hilfe benötigt. Die Hilfe aber nur Traubenzucker oder ein anderer Zuckerlieferant sein muss und sie kein Geld dabei hat um welchen zu kaufen.
Wie reagiert der Händler in diesem Fall?
Was kann meine Frau fordern?
Ich konnte ihr die Fragen nicht beantworten wie ein Ladenbesitzer reagiert wenn sie danach fragt bzw um einen "Zuckerlieferanten" bittet ohne ihn bezahlen zu können. Zumindest nicht sofort.
Jetzt kommst du ins Spiel, wie würdest du reagieren?
Helfen natürlich! In so einem Fall würde ich mir über eine mögliche oder "notwendige" Bezahlung erstmal überhaupt keine Gedanken machen. Ein Paket Traubenzucker kann jeder mal eben spendieren. Ob nun selbstständig oder Marktleiter in einem Filialbetrieb.
Das größte Problem für Außenstehende bei der Hilfe sehe ich eher darin, einen Zuckerschock überhaupt erstmal zu erkennen. Wer (stark) unterzuckert ist, kann einem Laien durchaus wie ein Betrunkener vorkommen.
Wir haben einen Kunden, der hier im Laden ebenfalls schon zweimal unterzuckert war und von uns Traubenzucker verabreicht bekommen hat. Ist doch keine Sache…