Anruf einer Firma, die ein ähnliches Sortiment anbietet, wie einst Easydentic – und angeblich sogar eine Tochterfirma von denen sein soll. Wenngleich der Anrufer derartiges gänzlich abstritt.
Die Masche war allerdings exakt die selbe: Man möchte mich als Referenzkunden haben, mit dessen guten Namen man hinterher werben dürfe und dafür würde man mir die unterschiedlichsten Produkte, u. a. "biometrische Zugangskontrollen" einbauen. Es würde ein Kontingent in Höhe von 15.000€ zur Verfügung stehen (genau wie bei Easydentic damals), für die man hier die unterschiedlichste Technik installieren könnte.
Einen Termin vereinbarte ich erst gar nicht mehr und lehnte stattdessen dankend ab.
Etwas eingeschnappt, fast schon beleidigt, klang der Tonfall, als der Anrufer sich dann mit den Worten, dass er die 15.000€ dann jetzt jemandem anders zur Verfügung stellen würde, verabschiedete.
Ein Kunde kaufte einen Joghurt, der knapp am Haltbarkeitsdatum war. Mein Mitarbeiter an der Kasse machte einen lockeren Spruch dazu, sinngemäß und unter anderem, dass der Joghurt ja deswegen nicht schlecht sei.
Kommentar das Kunden hinterher zu mir: "Ihre Mitarbeiter sind aber unfreundlich."
Kann ich nicht bestätigen. Wir versuchen nur eher deutlich lockerer und aufgeschlossener zu sein, als man es in jedem anderen Supermarkt vorgelebt bekommt.
Ein kleines Glasstück, das offenbar vom Hals einer Bierflasche abgebrochen war, hatte den Weg unter das Förderband auf dem Flaschentisch des Leergutautomaten gefunden und sich dort zwischen Transportband und Antriebsrolle festgesetzt. Das Stück war gerade mal einen Zentimeter lang und nur wenige Millimeter dick – doch das reichte schon, um das komplette Gerät außer Gefecht zu setzen:
Die meisten Kunden stapeln die einzukaufenden Waren sorgsam und oftmals auch ordentlich auf das Förderband an der Kasse. Schwere Sachen nach vorne, Flaschen aufrecht (kontraproduktiv, da sie beim Anlaufen des Bandes umfallen können), zerbrechliche Ware nach hinten.
Dann war da noch diese Frau mittleren Alters, die den roten Korb voller Waren auf dem Band stumpf ausgekippt hat.
Seit einer Weile des Blog-Lesens stelle ich mir eine Frage und vielleicht magst Du die ja beantworten:
Nach einem schweren Unfallerlebnis habe ich wirklich massive soziale Ängste. Ich weiß nicht warum das so ist, denn mit dem Unfallhergang hat das eigentlich rein gar nichts zu tun. Aber es ist wirklich erst seitdem "da".
Konkrekt schaut das so aus, dass ich im Supermarkt an der Kasse (wenn durch die Schlange hinter mir alle Augen auf mich gerichtet sind) massiv anfange zu zittern. Aber so richtig massiv!
Dazu kommt noch, dass ich nun nicht wirklich nach "Kohle" aussehe, als fest angestellter Programmierer (und nebenbei zusätzlich auch noch selbstständiger Entwickler) sehe ich wohl für viele eher so ähm... "alternativ" aus, obwohl ich durch meine viele Arbeit wirklich genug Geld verdiene, zumindest soviel das ich mir jederzeit alles problemlos kaufen kann/könnte auf das ich halt so gerade Lust habe. Oder genauer gesagt: ich verdiene sogar ziemlich gut im Vergleich zu vielen anderen Menschen und die Kaufkraft wäre durchaus da...
Vor allem seitdem ich Deinen Blog kenne frage ich mich einfach wie das bei euch Verkäufern ankommt, wenn da so ein verzottelter Typi steht, der an der Kasse massiv am zittern ist...
Ich habe da immer voll die Angst, dass die Verkäufer(-innen) denken könnten das ich irgendwas eingesteckt hätte, keine Kohle hab.... Sobald da nur die kleinste Schlange hinter mir ist greife ich zum Handy und telefoniere einfach mit irgendwem um mich beim Einkauf nicht so alleine zu fühlen (und da habe ich eben auch gelesen, dass Ihr Verkäufer nicht verstehen könnt warum jemand unbedingt an der Kasse telefonieren muss - aber es ist meine einzige Chance das heftige Zittern zumindest halbwegs in den Griff zu kriegen).
Mittlerweile befürchte ich einfach, dass die MA im Markt denken das ich so ein Klau-Rabe wäre, aufgrund meines seltsamen Verhaltens. Ich meine, ich kann des ja auch nachvollziehen, aber ich frage mich einfach wie könnte ich damit einfach "offen" umgehen, um eben nicht als Langfinger zu gelten? Wie siehst Du das mit so "Problemfällen" wie mir?
Seid Ihr Verkäufer auf solche Fälle geschult? Oder kann ich da vielleicht durchaus selbst irgendetwas "besser" machen? Mein Problem im Markt "einfach" ansprechen?
Natürlich fällt man mit gewissen Merkmalen in bestimmten Umgebungen schon auf, aber solange das eigene Gewissen rein ist, braucht man sich doch keine Sorgen zu machen.
Mein Tipp an Andreas: Wenn er einen Stammladen hat und sich sein Problem von der Seele reden möchte, einfach mal das Personal ansprechen und zumindest das Telefonier-Phänomen erläutern. Wir haben hier auch viele "schräge" Leute dabei, aber deswegen sind es trotztem gute Kunden. In allen anderen Länden kann es Andreas ja schnurzpiepegal sein, was die Mitarbeiter denken. Falls nicht gerade einer dabei ist, der jeden Quark in sein Blog schreibt, haben die Mitarbeiter das spätestens am nächsten Tag schon wieder vergessen…
Wenn eine Initiativbewerbung mit dem Satz "Suchen Sie eine flexible, engagierte Mitarbeiterin?" anfängt, ich aber momentan gar keine Mitarbeiterin, auch keine flexible und engagierte, suche – ist es dann legitim, gar nicht erst weiterzulesen?
Auf dem Schild für eine Sorte Weihnachtsschokoladenfiguren hatte ich beim Durchblättern statt "festliche Figuren" "schreckliche Figuren" gelesen.
Gesehen habe ich sie noch nicht, werden wohl auch nicht so schlimm sein – aber heutzutage weiß man ja auch nie, auf was für unkonventionelle Ideen die Hersteller kommen…
Habe versucht, eine Firma über das Kontaktformular auf deren Website zu erreichen. Wenn man das Formular absenden möchte, muss man folgendes bestätigen:
Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und ausgedruckt.
Von einem Handelsvertreter einen 10€-Tankgutschein für die rotgelbe Muschel-Zapfe bekommen. Normalerweise boykottiere ich die, denn vor knapp 20 Jahren hat sich der Name "Brent Spar" (SPAR brennt zum Glück nicht) tief ins eigene Ökogewissen gefressen – aber geschenkt nehme ich den Sprit doch gerne mit.
SPAR-Markt-Einsendung von Stefan, der diesen "Supermercato" in der Via Giustiniani in Rom entdeckt hat. Dass es sich dabei tatsächlich um einen SPAR handelt, könnt ihr übrigens beim Betrachten des hochauflösenden Bildes am oberen gelben Zettel an der Ausgangstür (die Eingangstür befindet sich zwei Hausnummer weiter vorne) erkennen.
Mutiger Bestandteil eines "Riegelein"-Weihnachtsaufstellers: Osterhasen mit Weihnachtsmützen und Elchgeweihen. Ob die sich verkaufen lassen? Witzig sind sie auf jeden Fall – aber…