Skip to content

Talkrunde

Von einer Szenekneipe hier in Bremen wurde ich vor allem in meiner Rolle als Blogger zu einer Talkrunde eingeladen. Finde ich wirklich nett, dass sie an mich gedacht haben, aber die Veranstaltung kollidiert mit einem wichtigen privaten Termin, der dann doch Priorität hatte.

Erst so, dann so…

Vor rund drei Jahren hatte ich eine Aushilfskraft eingestellt. Wir haben uns damals mit dem Bewerber zu in einem langen Gespräch getroffen und in Abwägung seiner Möglichkeiten und meiner Ansprüche habe ich eine komplett neue Stelle geschaffen, die ihm regelrecht auf den Leib geschneidert war, wie man so schön sagt. (Hallo, welcher Arbeitgeber macht sowas?)

Nach nicht einmal einem halben Jahr kündigte er wieder. Da war plötzlich von ihm die Rede davon, dass er hier angeblich von mehreren Mitarbeitern gemobbt worden wäre und dass das ja schon kein Kavaliersdelikt mehr sei und dass ich da zu handeln hätte und dass hier sowieso alles ganz, ganz schlimm wäre. Was ja auch der Grund dafür wäre, dass hier so viele Mitarbeiter schnellstmöglich wieder kündigen würden. (Aha?) Dann hat er mir noch (allerdings fehlerhaft) seine noch abzurechnenden Stunden vorgelegt und direkt mit dem Gang zum Arbeitsgericht gedroht, falls ich das nicht umgehend und sauber abrechnen würde.

Ich blieb in der ganzen Zeit so gelassen wie möglich und bemühte mich, einfach nur alles sauber abzuwickeln. Was ich dem Typen angetan haben soll, dass ich mir solche (meiner Meinung nach unberechtigten) Vorwürfe, die teilweise auch ganz schön unter die Gürtellinie gingen, anhören musste, weiß ich bis heute nicht.

Was ich weiß, möchte ich euch aber gerne sagen: Durch solch beklopptes Verhalten verschwindet meine Motivation, fremden Menschen etwas Gutes zu tun, ohne eine unmittelbare Gegenleistung dafür zu bekommen.

Termin? Kassentisch? Hallo?

Eigentlich wollte der Mitarbeiter der Firma, die Kassentische baut, um halb Zehn schon hier sein. Selbst wenn er im Stau stünde, hätte er ja mal eben anrufen können.

Arbeite ich eben derweil meine Blognotizen ab…

Geliefert: Ostersüßwaren 2017

Seit heute haben auch wir endlich die Ostersüßwaren. Bei mir nur in Form von ein paar Aufstellern, aber das wird schon reichen. Die Artikel werden vielleicht heute noch, aber ansonsten spätestens morgen ihren Weg in den Laden finden:


Heizlüfter

Eine Kundin hatte einen kleinen Heizlüfter bei uns gekauft, brachte das Gerät aber wieder zurück, weil es "Funken sprühen" (Zitat der Kollegin, die den Fall bearbeitete) würde. Sowas wird erst mal diskussionsfrei gelöst.

Etwas später hatte ich endlich die Motivation dazu, mir das Gerät mal anzusehen. Funken sprühte er nun nicht gerade. Aber die Halterung vom Lüftermotor war irgendwie lose, so dass der Propeller am Gehäuse kratze. Mal mehr und mal weniger. Das Problem war, dass das Kratzen sogar so viel mehr werden konnte, dass der Motor ganz stehen blieb, was aber die Heizspirale dahinter herzlich wenig beeindruckte und sie hellrot glühen ließ. Das war mir dann doch zu heiß (buchstäblich sogar…) und es brauchte keine weiteren Diskussionen oder Experimente.

Kabel abgeschnitten, Gerät in die Tonne.

Azubi-Arbeit

Der alte Küchenschrank, der seit rund 15 Jahren im Raum vor den Damentoiletten stand, wurde durch meinen Auszubildenden im Rahmen einer höchste Qualifizierungen erfordernden Aufgabe fachgerecht in handliche Einzelteile zerlegt, die nun bequem in unseren Restmüllbehälter passen.

Bevor einer rumheult, dass sich da bestimmt jemand drüber gefreut hätte: Das Ding war gammelig und fiel schon an einer Ecke auseinander. An jedem Sperrmülltag stehen bessere Möbel am Straßenrand…




Tomatenabzocke!

Eine Kundin war im Abstand von mehreren Minuten zweimal im Laden und kaufte jeweils die selbe Anzahl Strauchtomaten.

Bei ihrem zweiten Einkauf ließ sie sich an der Kasse lauthals darüber aus, dass es eine Unverschämtheit von uns wäre, dass sie für die gleiche Menge an Tomaten plötzlich mehr bezahlen müsse. Beim ersten Mal wären es nämlich 20 Gramm weniger gewesen.

In einem Onlineforum hätte ich das jetzt ignoriert und die Frau als "Troll" bezeichnet. Im wahren Leben steht man nur noch kopfschüttelnd daneben… :-O

3 x Russisch Brot

Nach meinem Blogeintrag mit den Buchstabenkeksen hatte Blogleserin Monika Mitleid mit meiner Kleinen und hat ein Carepaket mit drei verschiedenen Sorten "Russisch Brot" in unsere Richtung geschickt. Vielen Dank dafür. :-)

PS: Die von Bahlsen sind bei uns inzwischen auch wieder voll.




Getränkekühlregal

Was für ein Trumm!

Vor ein paar Monaten hatte ich mal gezeigt, wie ich mir das neue Kühlregal für Getränke vor der Kasse vorstelle. Nun wollte ich endlich Nägel mit Köpfen machen und das Gerät bestellen, aber eine Kleinigkeit hatte ich dabei nicht berücksichtigt. Breite und Höhe sind auch auf meinem bearbeiteten Bild wunderbar getroffen.

Nur dummerweise ist das Gerät rund 30cm tiefer als die Kühler, die momentan dort stehen. Nach hinten ist der Platz durch die (nicht verschiebbare) alte Gemüseabteilung begrenzt. Das erledigt sich zwar, wenn die neue Abteilung kommt, aber bis dahin werden wohl noch ein paar Monate ins Land gehen. Wir könnten das Kühlregal natürlich auf die vorhandene Fläche stellen, aber es würde rund 30cm weiter in den Gang ragen. Dieser würde dadurch zwar schmaler werden, aber das könnte man relativieren, in dem die beiden Aufsteller rechts am Süßwarenregal dauerhaft verschwinden.

Vom Laden aus würde man dann auf dem Weg zur Kasse gegen eine schöne Kühlregalseitenwand rennen. Gefällt mir überhaupt nicht. Aber irgendeine Lösung MUSS her. Der alte Kühler ist absolut ein Fall für den Schrott.


Fußboden angucken!

Montag in einer Woche habe ich einen Termin mit dem Mitarbeiter einer Fachfirma, die auf das Abschleifen von Steinböden spezialisiert ist.

Mal gucken, was der zu meinem Boden zu sagen hat.

Fußboden abschleifen?

Eine der größten Herausforderungen bei der Modernisierung des Marktes ist und bleibt der Fußboden. Ich verweigere, den Laden mehrere Wochen zuzumachen – aber das wäre notwendig für die radikalste aller Methoden: Alten Fußboden rausstemmen und komplett neue Steine verlegen. Ich gebe zu, dass ich das gerne vermeiden würde, alleine wegen der horrenden Kosten für so eine Aktion. Inklusive Umsatzausfall.

Was mir irgendwie erst heute in den Sinn gekommen ist: Das sind Betonwerksteine, die hier im Markt liegen. Die haben eine relativ dicke Nutzschicht, welche sich doch mit den richtigen Werkzeugen entsprechend bearbeiten lassen müsste? Mal kurz im WehWehWeh gesucht und prompt ein paar Firmen gefunden, die tatsächlich auf das Abschleifen von Naturstein- und Terrazzo-Böden spezialisiert sind. Es geht also definitiv und auch die Ergebnisse, die auf deren Website zu begutachten sind, sehen eigentlich ganz gut aus.

Habe nun mal eine Firma mit einem Sitz in Bremen angeschrieben. Mal gucken, ob da eine Rückmeldung kommt.

Vodafone-Guthaben

Eine Kundin wollte hier an der Kasse ein Vodafone-Prepaid-Guthaben in Höhe von 30€ kaufen. Meine Mitarbeiterin erklärte ihr wahrheitsgemäß, dass sie ihr nur 25 und 15 Euro anbieten könne:
"Nehmen Sie doch 25."

Kundin: "Nee."

"Oder zwei Fünfzehner..?"

"Dann muss ich ja den ganzen Scheiß zweimal eintippen."
Sie überlegte eine Weile und nahm dann seufzend eine 25-Euro-Karte.

Klarmachen bei Rossmann

Privates Erlebnis in einer großen Rossmann-Filiale hier in Bremen. Wir standen an der Kasse, als zwei relativ kaputte Typen hereinkamen. Sie hatten die vor allem für Junkies typischen Erscheinungsmerkmale (vor allem die fehlende Körperspannung), die bei uns den Adrenalinspiegel schlagartig ansteigen ließen.

Einer der beiden rannte direkt nach hinten in den Laden, der andere fragte lallend und mit heiserer Stimme die Kassiererin: "Kann man hier Bier kaufen?"

Diese antwortete: "Hier gibt es kein Bier."

Der Typ schwankte, hielt sich am Kassentisch fest und gröhlte, so laut er es eben konnte, seinem Kollegen im Laden zu: "Komm raus hier! Hier gibt's kein Bier!"

Typ 2 kam nach vorne und ranzte den ersten, der ihm währenddessen schon ein paar Meter entgegengekommen war, im Vorbeigehen an: "Mann! Ich wollte hier was klarmachen!"

Typ 1: "Ich hab keinen Bock auf Polizei, ich will mein Bier."

Und raus waren sie.

Vorbereitungen Putzecke

Blick in den Damenwaschraum. Der olle (Küchen-)Schrank hinten in der Ecke beinhaltet nur unnützes Zeugs. Handtücher (die wir ohnehin nicht mehr benutzen), Putzlappen und einige Körperpflege- und Hygieneprodukte, die dort schon seit Jahren verstauben und von niemandem mehr verwendet werden (möchten).

Das werde ich in den nächsten Tagen mal alles auflösen, der Schrank (noch aus dem Tengelmann-Bestand) fliegt auf den Schrott und dann kann nächste Woche der Installateur kommen und den Ablauftrichter und einen neuen Wasserhahn installieren. Dann fehlt eigentlich nur noch ein anständiges Regal in der Ecke und schon ist wieder ein Schritt geschafft: