Eine Kassiererin rief mich ganz aufgeregt nach vorne: "Der Typ hat hundertprozentig was geklaut, da vorne geht er. Der mit der dunklen Jacke."
Männer mit dunklen Jacken sehen von hinten relativ gleich aus, vor allem aus ca. 70m Entfernung. Ich fixierte dummerweise den falschen und rannte dort hin. Beim Näherkommen war ich mir schon sicher, dass er nicht gemeint gewesen sein könnte. Es ergab sich ein kleiner Dialog und ich ging nach ein paar Sätzen wieder zurück zum Laden.
"Der da drüben, der da Richtung Penny geht, ist es.", erzählte mir die Mitarbeiterin und ich rannte gemeinsam mit einem Kollegen los, um ihn noch einzuholen.
Während wir noch rannten, bog der Mann um die Ecke. Doch als wir dort ankamen, war er spurlos verschwunden. Zufällig stand dort einige Meter weiter ein Streifenwagen und da wir davon ausgingen, dass unsere "verdächtige Person" in den Penny-Markt gegangen ist, um nicht den Polizisten über den Weg zu laufen, suchten wir dort weiter.
Also "suchten" trifft es eigentlich nicht ganz. In dem Laden befanden sich mindestens zwei Personen, die von hinten etwa so aussahen wie der Gesuchte und darum haben wir die Verfolgung aufgegeben.
Eine Mitarbeiterin ist krank geworden. Als ich gerade eben versuchte, per Handy einen Ersatz zu organisieren, landete ich offenbar mitten in einer Demonstration.
Der Kollege war kaum zu verstehen, laute Sprechchöre bestimmten die Geräuschkulisse, die in mein Ohr drang: GEHT WEG! GEHT WEG! GEHT WEG!
Was? Quatsch. Du verarschst mich doch. Hey, Cheffe, bei allem unter 90 Prozent bekomme ich 'ne schwere Krise.
Also 82,8 ist der Kammerdurchschnitt.
[...?]
Du hast glatte 100 Prozent.
Der Freudenschrei am anderen Ende der Leitung war deutlich zu vernehmen. Schade nur, dass das Ergebnis der Zwischenprüfung ausschließlich dazu dient, zu ermitteln, in welche Richtung sich die Leistungen des Azubis entwickeln. Aber trotzdem eine tolle Nachricht zum Wochenende.
Unser altes MDE-Gerät, firmenintern "Das Piep" (Weil's nunmal piept, wenn man draufrumdrückt...) genannt, hat ausgedient. (Falls jemand ein Bild sehen möchte: Es ist baugleich mit diesen Geräten.)
Seit gestern ist hier ein moderner "Pocket PC" der Firma Symbol im Einsatz. Das Ding ist mit seinem Touchscreen leicht zu bedienen, verfügt über einen sichtbar stärkeren Laser als das alte Gerät und ist dadurch wesentlich angenehmer zu benutzen.
Pocket PC... Ein PC braucht ein Betriebssystem. In diesem Fall Windows CE. Ich musste so sehr lachen, als der Mann, der das MDE-Gerät hier installiert hat, mit mir die Bedienungsanleitung durchgegangen ist. Der erste Punkt lautet:
Gestern Abend war ich also bei der METRO. Was soll ich sagen - ich konnte kaum glauben, was dort passiert ist...
1. Am Kundeneingang ergab sich ein kleiner Smalltalk mit der Mitarbeiterin. "Hey, Sie sind doch der Shopblogger..." "Genau.", grinste ich sie an und es ergab sich ein netter Dialog.
2. In der Technikabteilung stand ich vor den Kaffeemaschinen und überlegte, welche Espressomaschine ich kaufen sollte. Ich glaube, ich stand dort keine 10 Sekunden, als ein jüngerer Mitarbeiter auf mich zukam und mich direkt und freundlich fragte, ob er mir helfen könne. Das ist ein Grund, den Tag im Kalender rot anzukreuzen.
3. Im Tabakshop nahm ich mehrere Packungen (Umkartons mit jeweils 10 Schachteln Inhalt) Cigarillos einer bestimmten Marke. Alle waren ohne Filter, eine Packung hatte ich (bewusst) mit Filter genommen. Die Mitarbeiterin wies mich darauf hin, dass ich möglicherweise eine falsche eingepackt haben könnte. Sehr aufmerksam.
4. An der Kasse, an die ich mich angestellt hatte, waren zwei Mitarbeiterinnen zugange. Eine erfasste die Waren mit dem Scanner und die andere half beim Ein- und Ausräumen. Sehr angenehm und zeitsparend.
Wie gesagt, um 17 Uhr kam gestern die Pausenablösung. Sie hüpfte gleich als erstes ins MoPro-Kühlhaus, um die Milch nachzupacken. Temperamentvoll stürmte sie wieder heraus und rannte fast eine Kollegin um. "Da ist fast gar keine Vollmilch mehr da. Ich muss sofort zu Björn und mit ihm meckern! Der muss mehr bestellen!"
Die Kollegin überzeugte sie davon, dass es besser wäre, mir nicht ihren Missmut mitzuteilen, da ich gerade ziemlich beschäftigt war. Glück gehabt.
Zu den "Aushilfen am Donnerstag" sollte es eigentlich noch einen zweiten Teil geben, aber der muß sich noch gedulden.
Der Elektriker war eben da und hat die Laufrichtung des Ventilator im Wärmetauscher umgedreht und nun wird es auch gleich spürbar wärmer hier im Laden. Gerade heute - zum ersten Mal nach dem Sommer musste ich morgens eine dünne Eisschicht von den Autoscheiben kratzen...
Abgesehen davon gab es eben ein neues MDE-Gerät, aber auch dazu später mehr.
Nachmittags gegen 17 Uhr kommt normalerweise für zwei bis drei Stunden eine Pausenablösung, meistens eine Schülerin, die dafür sorgt, dass die beiden KassiererInnen ausgiebig pausieren können, ohne gestört zu werden. In vielen anderen Supermärkten (vor allem in den bekannten Discountern) muss die jeweilige Kassiererin das Brötchen fallen lassen und an die Kasse galoppieren, wenn es voll wird. Das möchte ich bei uns eigentlich vermeiden. Wenn mal wieder Grippewelle ist, klappt das zwar nicht immer, aber zur Zeit sind wir auf Grund einer intensiven Einstellungsaktion (Das neu gestalte Pappschild (Ihr wißt schon... Comic Sans ) ist oft im Einsatz) personell gut versorgt.
Gestern waren sogar zwei Schülerinnen da. Ich mußte gar nicht zum Leergut rennen und konnte in aller Ruhe meine offenen Bestellungen aus dem Onlineshop erledigen. So konnte ich dann auch gestern schon nachmittags zur Metro fahren und mußte nicht wie so oft erst abends um 20:30 Uhr nach der Kassenabrechnung los. Bis alle Einkäufe aus dem Auto geräumt waren, wurde es immer 22:30 Uhr. ....
Im April hatte unser Elektriker endlich die Heizung repariert, nachdem wir monatelang nur Ärger damit hatten. Der Wärmetauscher an der Decke wurde zwar mit Heißwasser versorgt, allerdings lief der Ventilator nicht an, da der Stufenschalter vermutlich dutzende Jahre alt und völlig abgenutzt war.
Der Erfolg der Reparatur: Der Ventilator lief wieder und man konnte ihn in drei Stufen schalten. Die unterschiedlichen Laufgeräusche waren eindeutig zu vernehmen. Seit dem habe ich mich mit der Heizung nicht mehr beschäftigen müssen.
Seit dem Wochenende läuft sie wieder und ich wunderte mich, warum es hier im Laden nicht richtig warm wird. Den Grund dafür habe ich eben herausgefunden: Der Ventilator läuft in die falsche Richtung und zieht die Luft durch den Wärmetauscher und verteilt sie diffus an der Decke anstatt sie in die richtige Richtung zu drücken.
Morgen Vormittag kommt der Elektriker wieder. Der kleine Auftrag: Zwei Phasen der Drehstromleitung tauschen, so dass sich die Drehrichtung ändert. Und dann wird's hier hoffentlich wärmer im Laden.
So lange ich zurückdenken kann, steht auf (Wrigley's) Kaugummi-Packungen ein "Entsorgungshinweis" für die ausgekauten Kaugummis. Man soll das Altgummi in das Papier mit dem gezackten Rand einwickeln - Format und Rand lassen das auf das Silberpapier, in dem das Kaugummi einst eingewickelt war, vermuten.
Die neuen Extra-Professional Zahnpflegekaugummis sind nicht einzeln eingepackt, sondern werden in einer Dose ausgeliefert.
Kurioserweise befindet sich die o.g. Grafik auf der Rückseite der Dose.
In einer McDonalds-Filiale ist mir vor ein paar Tagen dieses Schild an der Kasse aufgefallen. Es ist nunmal immer schwierig, wenn man Neulinge im Umgang mit Kunden anlernen muß. Bei mir steht bislang an der Kasse ein kleines Pappschild, auf dem "Training - bitte haben Sie etwas Geduld." steht.
Die Variante, den Kunden aus der ersten Person sozusagen direkt anzusprechen, finde ich allerdings sehr viel höflicher. Ich glaube, ich werden mir mal ein neues Schild basteln.
Heute erschien das erste von 17 Büchern der Reihe Alfred Jodocus Kwak.
Im Vorwort wird das Buch als "Filmcomic" bezeichnet. Dort steht weiter, dass es nicht leicht war, bewegliche Bilder so zu bearbeiten, dass sie gedruckt werden konnten.
Was auch immer die Herausgeber des Buches gemacht haben - das Ergebnis ist grausig. Die Qualität der Bilder, die offenbar mit handelsüblicher Videohardware aus dem laufenden Film gespeichert wurden, ist einfach nur schlecht. Abgesehen von den deutlich erkennbaren Komprimierungsartefakten, vor allem auch an sämtlichen Farbkanten, sind bei bewegten Szenen auch Geisterbilder und sogar die einzelnen Bildschirmzeilen zu sehen.
Standbilder aus der DVD zu speichern hätte - ohne Mehraufwand - ein deutlich besseres Ergebnis erbracht. Dafür, dass das Buch nicht irgendein Fanprojekt ist, sondern direkt von Herman van Veen herausgegeben wurde, eigentlich ganz schön peinlich. Vor allem für knapp 7 Euro.
Vielleicht sehen viele Leute sowas auch einfach gar nicht, aber ich finde solche Dinge sehr enttäuschend.