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Erde

Anruf einer älteren Frau: "Guten Tag, hier ist Frau Meiermüllerschulz. Ich habe eben bei Ihnen Erde, so Blumenerde, die Säcke, die Sie da haben, mitgenommen. Ich wollte mal fragen, ob ich die auch morgen bezahlen kann. Geht das, oder soll ich da lieber heute noch herkommen?"

Ich wusste nicht so recht, was die Kundin von mir wollte. "Wie, sie haben die Erde mitgenommen? Einfach so?"

"Die Kassiererin meinte, dass das in Ordnung ist."

Schön, dass die Kassiererin überhaupt darüber entscheidet, wer hier unbezahlte Ware mitnimmt. So geht's ja nicht. Und wenn sie das Geld nicht mehr bis zu ihren Dienstende heute zurückbekommt, hat sie eben eine entsprechend hohe Kassendifferenz. So einfach ist das.

Anti-Schwitz 2008 – Teil 2

Was macht man, wenn man in einem kleinen Tierfutterfachgeschäft bei gefühlten 80 Grad arbeiten muss? Richtig: Erfinderisch sein. Man nehme eine Kompaktklimaanlage, stelle sie oben auf ein Regal und lässt den Abluftschlauch aus dem Oberlicht hängen. Voilà. :-)

Andreas hat's kühl und meine Klimaanlage verstaubt nicht bei mir zu Hause auf dem Dachboden. Das zählt aber noch nicht als klassische Win-Win-Situation, oder? :-)


Anti-Schwitz 2008 – Teil 1

Meinen hitzegeplagten Mitarbeitern an der Kasse habe ich einen Deckenventilator gekauft. Bislang ist er noch nicht installiert, aber wenigstens der gute Wille ist schonmal zu erkennen. :-)

Ich muss mal gucken, ob ich es heute noch schaffe, ihn anzubauen. Ein Problem habe ich dabei allerdings: Eigentlich sollte der Ventilator mittig über der (Tandem-)Kasse hängen, so dass beide Kassierer gleichmäßig etwas davon haben. Dann allerdings würde der Rotor genau unter einer Lampe hängen und ich vermute, dass das Geflacker durch den Schatten nicht sehr angenehm sein würde.
Also werde ich den Ventilator etwas versetzt anbringen. Das macht aber wahrscheinlich nicht so viel, da die hauptsächlich von uns genutzte Kassenseite davon profitiert und die andere Seite nicht so häufig besetzt ist.


Exotisches Leergut (68)

Diese (leere) Dose "Cuca"-Bier aus Angola hat mir vor einigen Wochen mal ein Kunde in die Hand gedrückt, der, wenn ich mich nun richtig erinnere, dort hin und wieder beruflich zu tun hat.

Aber egal, von welchem Kontinent irgendwelche Dosen stammen, sie tragen mittlerweile das Symbol vom DSD, den grünen Punkt. (Unten links am Rand der Dose noch ganz knapp zu erkennen erahnen.)


Wischiwaschi-Linien

Seit einiger Zeit hat ein Kunde, der immer sehr viele Red-Bull-Dosen abgibt, immer mal wieder welche mit einem unleserlich gedruckten Strichcode dabei. Die Kartons sehen auch etwas anders aus als die, die wir hier im Laden stehen haben. Wenn nicht das Pfandlogo gültig wäre, würde ich glatt auf eine Fälschung tippen...


Handyproblem

Ein Kunde, der sich eigentlich immer nur mal eine Flasche Bier mitnimmt, hin und wieder Leergut abgibt und meiner Meinung nach kaum Deutsch spricht, hielt mir gestern ein Handy vor die Nase. Er sagte dabei "Kaate" und ich vermutete, dass er eine Guthabenkarte kaufen wollte.

Ich schaltete das Handy ein.
"SIM-Karte einsetzen"
stand auf dem Display.
Ach, sooo... Er möchte eine komplett neue SIM-Karte kaufen. Sowas habe ich allerdings nicht im Sortiment und so verwies ich auf den Handyladen Callshop auf der anderen Straßenseite. Aber der Kunde verstand mich nicht.
Also öffnete ich das Telefon, um ihm die leere Kartenhalterung zeigen zu können. Aber die war nicht leer, die Karte steckte nur verkehrt herum in dem Schacht. Nachdem ich sie korrekt eingesetzt und das Gerät wieder eingeschaltet hatte, kam auch tatsächlich die PIN-Abfrage.
Ich fragte den Kunden "PIN?" und er antwortete "Null, null, null.". Ich tippte "000" ein, bestätigte dies und bekam auch prompt die Information angezeigt, dass die eingegebene PIN falsch sei und dass ich nun nur noch zwei Versuche hätte.
"Null, null, null, vier." sagte der Mann mir diesmal, ich tippte "0004" und erhielt die Info, dass nur noch ein Versuch zur Verfügung stehen würde. Nach einigem mühsamen Hin und Her hatte ich dann verstanden, dass es viermal die Null sein sollte. Das stimmte dann zum Glück auch.

Telefonieren konnte er mit dem Telefon trotzdem nicht, denn die Ansage teilte mir mit, dass das aktuelles Guthaben gerade noch minus 1,76€ beträgt. Meine Versuche, ihm das mitzuteilen, scheiterten vermutlich käglich und auch meinen Hinweis, dass ich ihm Guthaben verkaufen könnte, verstand er offensichtlich nicht. Ich habe den Ärmsten dann schließlich doch zu dem Callshop geschickt. Vielleicht konnten sie ihm ja weiterhelfen. Ich hab's jedenfalls nicht geschafft, zumal ich nicht ein Wort Bosnisch spreche.

Tonumfangreduzierte Ladenbeschallung

Vorhin ist ein Blitz in unmittelbarer Nähe des Ladens heruntergekommen. Der Donner kam gefühlt zeitgleich und mich hat's vor Schreck fast vom Stuhl geworfen.

Ich weiß nicht, ob das damit zusammenhängen kann, denn alle anderen Geräte hier im Gebäude funktionieren nach wie vor einwandfrei, aber irgendwie hat es dabei den Verstärker für die Ladenbeschallung zerhauen. Man kann die Musik nur noch ganz leise erahnen und das was man hört, klingt wie aus einem Grammophon.

Wie gut, dass ich einen Radio- und Fernsehtechniker als Nachbarn habe, dem ich meinen Verstärker morgen mal anvertrauen werde... :-)

Investition

Gleich drei Dutzend dieser kleinen Temperaturlogger habe ich mir heute bestellt.

Der Grund dafür war der bereits bei der "Pizzareklamation" erwähnte Besuch des Lebensmittelkontrolleurs. Die Temperatur jeder einzelnen Kühlstelle (z.B. Lagerräume, Tiefkühltruhen, Kühlregale) muss regelmäßig schriftlich festgehalten werden, um einen Nachweis über die ordnungsgemäße Kühlleistung der Geräte zu haben. Bislang habe ich das immer einmal pro Woche getan, aber das reicht nicht. Die Temperaturen müssen nämlich seit einiger Zeit sogar täglich notiert werden. Okay, dann eben ab sofort.

Die Aussicht darauf, täglich die Temperatur von achtzehn (*) Kühlstellen notieren zu müssen, ließ mich schaudern. Selbst wöchtentlich ist das eine Arbeit, die man leicht vergessen kann. Aber täglich? Johnny Controlletti hatte aber den passenden Tipp für mich: "Installieren Sie doch Temperaturlogger hier im Laden." Gesagt, getan. Noch sind sie zwar nur bestellt, aber ich freue mich schon darauf. :-)

Die kleinen Geräte können bis zu 8000 Messungen speichern. Damit könnte man z.B. auch mehrere Messungen täglich speichern und könnte die Geräte immer noch theoretisch jahrelang unangefasst lassen. Bei Bedarf kann man die Logger auf eine USB-Station stellen und die Daten auf den PC übertragen. Sehr cool.

(*) 2 Kühlräume, 2 Tiefkühlschränke, 3 Kühlregale, 6 Tiefkühltruhen, 1 Salattheke, 1 Fleischtruhe und 3 Eistruhen gilt es bei mir zu überwachen. Im Markt in Findorff, den ich nun auch mit den Loggern ausrüste, ist es, von einem Kühlregal mal abgesehen, genau die gleiche Konstellation.

SPAR in Brügge, Belgien

Hallo Björn,

zur Zeit mache ich in Brügge (Belgien) Urlaub und bin dort heute an einem SPAR vorbegekommen, den ich Deiner Sammlung nicht vorenthalten wollte!

Grüße,
Andreas
Danke für das Bild.
Ich glaube, ich beginne mal irgendwann mit einer Sammlung mit dem Inhalt "Die hässlichsten Supermarktfassaden". Dieser Laden gehört dazu.

Und meiner leider auch. :-O


3D-Entwurf vom Laden

Noch in den ersten Tagen nachdem wir den damals noch leerstehenden Laden hier zum allerersten Mal besichtigt hatten, habe ich mit einem 3D-Einrichtungsprogramm diesen Entwurf erstellt. Die Maße passten zwar nicht zu 100%, aber doch zumindest war die geplante Einrichtung und Aufteilung schon gut zu erkennen:



Dieses Foto ist eben gerade aus etwa der selben Perspektive entstanden. Leider war an der Decke Schluss, so dass ich nicht aus der selben Höhe wie auf der Grafik in den Laden gucken konnte. Es steht tatsächlich noch fast alles so wie geplant, wenngleich ein Foto eines vollgestellten Ladens natürlich deutlich unübersichtlicher ist:


Pizzareklamation

Vorhin hatte ich Besuch vom Lebensmittelkontrolleur. Es handelte sich dabei ausnahmsweise mal nicht um die Routinekontrolle, sondern um die Folge einer Kundenreklamation: Eine Kundin hatte am Samstag eine Packung Tiefkühlpizza gekauft und die hätte "stark muffig" geschmeckt. Mich ließ die Sache in dem Moment relativ kalt, denn die entsprechende Truhe liegt zum einen noch deutlich unter -18 Grad, zum anderen produziere ich die Pizza nicht selber.

Merkwürdig fand ich nur, dass die Kundin deswegen zum Veterinäramt geht und sich nicht – wie alle anderen Kunden bei allen anderen Reklamationen auch – direkt an uns gewendet hat.

Es folgte die obligatorische Entnahme einer Gegenprobe. Dabei kamen wir notwendigerweise auch auf die Haltbarkeitsdaten der Pizza zu sprechen und das ist der Grund, warum ich die Sache besonders merkwürdig finde: Das MHD der reklamierten Pizza ist Januar 2009, sämtliche anderen Kartons hier im Laden und im Lager sind mit Juni 2009 bedruckt. Das ist ein knappes halbes Jahr mehr. Bei einem Ladenhüter wäre das sicherlich denkbar, aber nicht bei einem Artikel, den wir zu jedem Liefertag mehrfach bestellen und den wir mehrere Male pro Woche nachpacken müssen, weil die Truhe mal wieder leer ist.

Ich werde die Antwort nie erfahren, würde aber fast jede Wette eingehen, dass die reklamierte Pizza schon seit Monaten im 1-Sterne-Fach des Kühlschranks der Kundin lag.

2/3-FZG gezockt

Dass hier Ware aus meinem Laden verschwindet, erleben wir tagtäglich. Nun hatten sich ein paar Kunden am Samstag eine Festzeltgarnitur ausgeliehen. die sie eben zurückbrachten von der sie eben eine verbliebene Bank zurückbrachten. Die andere Bank und der Tisch sind auf der Party gestohlen worden.

Auf diese Art und Weise habe ich mein Eigentum jedenfalls auch noch nie verloren.

(Natürlich haben sie das Set bezahlt Die verbliebene Bank durften sie dann auch behalten... :-) )

Lieber nur eine Rolle

Inzwischen ist es ja so, dass man "gelbe Säcke" nur noch im Tauschen gegen Wertcoupons bekommt. Je nach Haushaltsgröße bekommt man eine genau abgezählte Menge an Coupons, die man dann bei den offiziellen Ausgabestellen (also auch bei mir) gegen die Rollen mit den Säcken eintauschen kann.

Früher hatten wir die Säcke "zum mitnehmen" frei zugänglich in der Kassenzone stehen. Da ist es durchaus mal vorgekommen, dass die Wertstoffsäcke gleich kartonweise verschwunden sind. Besonders beliebt waren sie bei Imbissbuden als kostenlose Müllsäcke. Nachdem wir das herausgefunden hatten, gaben wir die Säcke zwar nur noch an der Lagertür auf Anfrage heraus, die Mengen waren aber nach wie vor riesig und jeder nahm mit, soviel er bekommen konnte.

Ein Kunde drückte mir die Karte mit den beiden Coupons in die Hand. Allerdings bat er mich darum, einen auszuschneiden und ihm nur eine Rolle und den anderen Coupon wieder zurück zu geben. "Ich will lieber nur eine Rolle, sonst verbraucht man die so schnell."

Und das war nun nichtmal der erste Kunde, der so reagierte. Für mich ein erstaunlicher Wandel...

Leider keine Pre-Print-Versionen

Wir sind also ein "Scheißladen", weil wir morgens um halb zwei noch keine aktuellen Tageszeitungen haben.

Kann ich mit leben.. Vielleicht hat der Kunde ja bei einer anderen Verkaufsstelle um diese Zeit mehr Erfolg... Zumindest die Lokalzeitungen dürften sich um diese Zeit jedenfalls noch im Druck befinden. :-)

Hochbetrieb am Leergutautomaten

Montag Morgen, warme Sommernacht.
Am Samstag war eine Großveranstaltung in der City.

Vor dem Leergutautomaten hat sich eine lange Schlange gebildet, die beinahe nur aus Flaschensammlern besteht.

Ich bin froh, dass ich das Gerät habe. :-)