Fundstück an unserer "Von Kunde zu Kunde"-Tafel. Auf einer unserer Anzeigenkarten ist das Feld "suche" angekreut und daneben hat jemand den Text "Dich ... die junge Dame!" ergänzt.
Der restliche Text lautet folgendermaßen:
Wir begegneten uns am 21.07.08 um ca. 1:00 Uhr nachts...
...die Nacht von So auf Montag hinten kurz vor der Leergutannahme und schauten uns kurz in die Augen. Bitte melde dich.
Ich glaube nicht, dass sie sich melden wird, aber vielleicht hat der junge Mann ja Glück. Kontaktbörse Supermarkt, das wär's doch.
Zwei Typen betraten vorhin den Laden. Sie wirkten beide etwas heruntergekommen und so beschloss ich, sie über die Videoanlage zu beobachten. Und? Volltreffer. Einer der beiden hatte einen Rucksack auf, den sein Begleiter gleich zweimal mit irgendwelchen Sachen aus dem Kühlregal füllte. Der Rucksackträger nahm sich schließlich noch zwei Flaschen Bier und stellte sich an der Kasse an, um diese zu bezahlen.
In der Zwischenzeit öffnete der andere, ein Glas Sardellen und schob sich die salzigen Filets in den Hals. Während er noch von einem Kollegen im Markt zur Rede gestellt wurde, beobachtete ich aus sicherer Entfernung den Kassenbereich und den Ausgang. Nachdem das Bier bezahlt war, rantte ich unverzüglich Richtung Ausgang. Dies bemerkte der Rucksackträger, rannte seinerseits los und so schaffte ich es nur noch, einen Gurt des Rucksacks zu greifen und diesen seinem Besitzer zu entreißen. Die beiden Flaschen Bier fielen bei der Aktion auch auf die Straße und zerbrachen und der Dieb flüchtete. Die Ware war erstmal gerettet, aber ich hätte dem Typen, den ich in der Vergangenheit schon oft hier im Laden gesehen habe, der sich aber nie verdächtig verhalten hat, doch noch zu gerne auch eine Anzeige verpasst. Sei's drum. Der sieht einem flüchtigen Bekannten von mir wie aus dem Gesicht geschnitten aus und den würde ich auf jeden Fall wiedererkennen.
Den Rucksack beachteten wir erstmal nicht weiter. Immerhin hatten wir den zweiten Täter hier gestellt und die Polizei war auch schon informiert. Doch schaffte er es, sich immer weiter Richtung Ausgang zu drängen und, obwohl wir mit mehreren Leuten dort standen, sich irgendwann loszureißen und wegzulaufen. Geistesgegenwärtig ist ein Kollege hinter ihm her gerannt und tatsächlich hat ein Streifenwagen den Typen irgendwann gestoppt und gleich eingesammelt.
Währenddessen begutachteten wir den Rucksack: Neben mehreren Packungen Bratwürste hatten die beiden Typen vor allem Nordseekrabben, Kaviar, Krabbensalat und andere Feinkost-Produkte im Gesamtwert von rund 50 Euro eingesteckt.
Der (materielle) Schaden hielt sich so zum Glück, von dem Glas Sardellenfilets mal abgesehen, in Grenzen.
1 Tasse Öl, 1/2 Tasse Eierlikör, 1 Tasse Zucker und 3 Eier verrühren. 2 Tassen Mehl mit 2 TL Backpulver mischen, sieben und unterrühren.
Den Teig in eine gefettete Springform füllen. 500g halbierte Zwetschgen auf dem Teig verteilen. 2 EL Zucker mit 1/2 TL Zimt und 2 EL gehackten Mandeln vermischen und über den Kuchen streuen. Im vorgeheizten Ofen bei 175 Grad (Umluft) ca. 45 Minuten backen.
Den Kuchen abkühlen lassen und z.B. mit Hagelzucker bestreuen.
Einmal täglich müssen wir einen Tagesabschluss mit dem Warenwirtschaftssystem fahren. Zum einen für uns, um die täglichen Umsatz- und Absatzzahlen zu verbuchen, zum anderen für die Beitragsverwaltung von Deutschland e.V., die sich ordentliche, tägliche Kassenabschlüsse wünscht.
Um das überhaupt hinzubekommen, ist es (bei unserem System) notwendig, dass der "Nachtkassierer" an einer Kasse arbeitet, die nicht im Netzwerk hängt. Nur dauert der Neustart einer Kasse nicht nur eine Zeitlang, es darf danach auch keiner mehr an einer anderen Kasse mehr arbeiten. So kann es durchaus mal vorkommen, dass es nach 23 Uhr zu "längeren" Wartezeiten, eben waren es etwa zehn Minuten, kommt.
Deswegen aber eine Riesenwelle zu machen und sich aufzuregen, finde ich etwas übertrieben. Ich vergleiche mich nicht mit den Discountern, aber da stehen die Leute teilweise 20 Minuten, weil nur eine Kasse geöffnet ist, und da beschwert sich niemand...
Dieses Jogurtglas stand so auf dem Tisch des Leergutautomaten.
Ich glaub's einfach nicht...
Nachtrag: Das war wohl zu wenig Information un ddaher missverständlich. Das Joghurtglas wurde ganz offensichtlich von einem Kunden so wie es ist (mit Löffel) in den Automaten gesteckt...
Danke für die besorgten Nachfragen, aber der Deckenventilator hängt noch nicht. Und hing auch noch nie, so dass er mich folglich auch nicht erschlagen haben kann.
Dafür ist gestern Abend eine der Festplatten in einem der Festplattenrecorder der Videoüberwachungsanlage verreckt. Ein dreiviertel Jahr ununterbrochen Daten schreiben hat der Mechanik wohl zu sehr zugesetzt. Die Geräusche waren jedenfalls recht – öhm – beeindruckend.
Darum sieht das kleine Büro hier derzeit aus wie ein Schlachtfeld. Wenn alles erledigt und wieder zusammengebaut ist, melde ich mich wieder. Bis dahin genießt die Gluthitze draußen.
Müllentsorgung ist teuer. Und dass fremde oder öffentliche Müllbehälter von Individuen mit etwas zu knapp bemessenem Sozialverhalten mit normalem Hausmüll gefüllt werden, hat man ja schon oft genug gehört.
Der Müllsack vor meinem Leergutautomaten scheint eine ähnliche Anziehungskraft zu haben. An abgestelltes Altglas in mehr oder weniger großen Mengen habe ich mich ja bereits fast gewöhnt. Aber in dem Müllsack Tüten mit Küchenabfällen und Hausmüll aller art finden zu müssen, ist übel.
Wird Zeit, dass die Überwachungskamera vor dem Leergutautomaten aktiviert wird. Dann könnte man mal herausfinden, wer sich dermaßen schweinisch verhält.
Die Griffe an meiner Eingangs- und Ausgangstür bestehen nur aus flachen Aluprofilen, die wir damals mit einem "SPAR"-Aufkleber versehen hatten. Im Laufe der Jahre haben die Aufkleber sehr gelitten, wie auf dem Foto zu sehen ist.
Nun habe ich die neuen in Auftrag gegeben: Bedruckte Alu-Platten, die wir an den alten Profilen befestigen werden. Diesmal mit vollformatigem "SPAR"-Logo und deutlich kratzfester. Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, bis ich sie bekomme...
Zwei etwa dreijährige Jungs flitzten eben durch den Laden, während ihr Muttertier einen Einkaufswagen füllte. Die beiden gröhlten dabei immer wieder "Wie, wo, was weiß Obi" vor sich hin.
Ein älterer Kunde beklagte sich darüber, dass er gestern für einen Beutel Gebäck 1,39€ bezahlen musste. Dabei hätte der Artikel in der Vergangenheit immer 1,19€ gekostet und auch jetzt würde wieder ein Preisschild mit 1,19€ davor angebracht sein. Gestern wäre auch kein Etikett da gewesen.
Ich sah im Warenwirtschaftssystem nach. Es ist natürlich denkbar, dass im Rahmen einer Umplatzierung oder Artikelumstellung kurzzeitig das Etikett fehlte oder sogar der Preis verändert wurde – aber dem war nicht so. Das Etikett am Regal hatte einen leichten Gelbstich, der es eindeutig als älter als einen Tag identifizieren ließ und im Warenwirtschftssystem, das bei uns jede Preisänderung mit Datum protokolliert, war die letzte Änderung vor knapp 2,5 Jahren.
Ich sagte dem Kunden, dass er sich bestimmt täuscht, eventuell gestern die falschen Kekse gegriffen hat oder möglicherweise auf dem Kassenbon in der Zeile verrutscht war. Aber davon wollte er nichts hören. Dafür beendete er das Gespräch mit den Worten, dass es nun auch egal sei und dass ihn die zu viel bezahlten 20 Cent auch nicht umbringen werden. Waaahhh!
Die Urlaubsvertretung meiner Putzfrau macht ihren Job wirklich gut. Sie hat sogar eine Seifenablage auf dem Waschbecken in der Herrentoilette deponiert, damit die Seife nicht immer direkt auf dem Porzellan liegt.
Dumm nur, dass dieses kleine Kunststoffschälchen mit vielen Noppen besetzt ist, die sich in die Seife drücken und so die Oberfläche der Seife so sehr erhöhen, dass sie noch mehr aufweicht. Nachdem ich mir gerade mal wieder mit dem Seifenmatsch die Hände waschen musste, habe ich die Ablage zügig in den Putzschrank verbannt.
Nein, heute wird das mit dem neuen Ventilator an der Kasse nichts mehr. Bei den aktuellen Temperaturen wird es natürlich in den Nachmittags- und Abendstunden besonders voll hier im Laden, so dass umfangereichere Werkeleien auf einer Leiter direkt an der Kasse im Grunde unmöglich werden.
Wir sind schon den ganzen Nachmittag dabei, den Deckenventilator zu montieren. Eigentlich braucht man für sowas nur zwei Verschraubungen anzubringen und die elektrische Verbindung herzustellen.
Eigentlich.
In der Praxis muss ich genau über meinen Kassierern in eine Strohputzdecke bohren. Dazu muss ich mit einer Leiter arbeiten, die sich aber ebenfalls nur mühsam und bei nicht allzuviel Betrieb an der Kasse unterbringen lässt. Inzwischen sind wir aber so weit, dass zwei Hohlraumdübel in der Decke stecken und sobald ich wieder an die Kasse komme, werde ich die Arbeiten fortsetzen.
Eine Kundin stand am Bio-Kühlregal und unterhielt sich mit einer Kollegin über Butter und die entsprechenden Preise. Eine 250-Gramm-Packung Söbbeke-Butter kostet bei mir 2,09€ – und damit im Vergleich mit Bioläden noch relativ wenig.
Eine andere Kundin mischte sich ein. Mit ihrer leicht leiernden Reibeisenstimme frohlockte sie, dass sie Butter für 95 Cent bekommen würde. Bei Wertkauf. (Die übrigens inzwischen Wal*Mart realkommastrich heißen...).
Kollegin: "Aber das ist dann bestimmt keine Bio-Butter..?"
real-Kundin: "Na, und? Bio ist sowieso alles Dreck!"