Gestern Abend waren zwei Jugendliche im Laden, die wahrscheinlich noch nicht einmal volljährig waren und Spirituosen sowieso nicht von uns verkauft bekommen hätten. Was tut man also? Riiiichtig: Klauen.
Ohne das Etikett der Warensicherungsanlage zu beachten (oder sogar möglicherweise den Alarm einfach in Kauf zu nehmen), steckte sich der kleinere der beiden eine Flasche Likör in seine Jackentasche.
"Wir haben nichts gefunden!", logen sie noch an der Kasse und der Dieb zeigte noch siegessicher ein "V" mit seinen Fingern. Sie passierten die Antenne der Sicherungsanlage und diese löste natürlich Alarm aus.
Und was haben die beiden nun davon gehabt? Nichts. Vor Schreck rennen die beiden Fredis nämlich los und verlieren dabei die Flasche, die zum Glück den Aufprall auf den Fußboden gut überstanden hat. Haha.
(Wer auf dem Bild nichts erkennt: Die Flasche fällt gerade herunter und befindet sich etwa zwischen den beiden Typen auf Kniehöhe.)
Vor ein paar Tagen kam hier ein kleines Päckchen an. Der Inhalt: Eine perfekt und absolut sicher eingepackte volle Dose "Dark Dog". Absender war Blogleserin Franziska, die ebenfalls im (Lebensmittel-)Einzelhandel arbeitet – und deren Arbeitgeber zufällig "Dark Dog" zufällig im Sortiment hat. Jedenfalls hatte Franziska Mitleid mit mir und hat mir nun eine Dose zum Probieren geschickt.
Ein Mitarbeiter hat einem Kunden etwas aus der Kaffeevitrine herausgegeben und brachte mir hinterher den Schlüssel zurück. Dabei sagte er mit trockener Stimme und ohne eine Miene zu verziehen: "So, entkoffeiniert."
Ich verstand erst gar nichts und sah ihn mit großen Augen an.
Nach ein paar Sekunden musste ich aber herzlich lachen. Schönes Wortspiel.
Ein Mann sprach mich an der Lagertür an. Obwohl... Streng genommen habe ich ihn angesprochen, weil er eine knappe Minute dort herumstand und hoffnungsvoll durch die Tür guckte:
Kann ich Ihnen helfen?
Ich suche Arbeit.
Oh, sorry. Momentan habe ich leider nichts zu vergeben. Wir sind hier komplett bestückt.
Da weiß ich wohl mehr als Sie.
Wieso?
Naja, einer ihrer Mitarbeiter hört ja auf.
Ich weiß von nix!?!
Das werden Sie dann wohl noch erfahren. Rufen Sie mich an, wenn die Stelle dann frei ist?
Nein. Melden Sie sich wieder.
Damit ging er. Und ich rätsle immer noch, ob das 'ne Masche war und er damit auf Torschlusspanik bei den Personalern hofft, oder ob er wirklich mehr weiß, als ich.
Blogleserin Melly hat mir vor ein paar Tagen zwei Dosen mit thailändischem Fertigkaffee vorbeigebracht. Leider war ich gerade nicht da und so hat eine etwas irritierte Kollegin das Geschenk in Empfang genommen.
Probiert habe ich den Inhalt der Dosen bislang noch nicht, aber dennoch vielen Dank für die Überraschung.
Mein Steuerberater hat einen Vordruck für das Arbeitsamt die Agentur für Arbeit für mich ausgefüllt und an die Agentur zurückgeschickt.
Zumindest versucht, denn auf dem Originalschreiben ist sowohl meine Adresse als auch die der BA aufgedruckt und dummerweise waren durch das Sichtfenster des Umschlags beide zu sehen und so ist das Schreiben eben zu mir zurückgekommen – was zum Glück nicht weiter schlimm war.
Wie wird in so einem Fall eigentlich im Verteilzentrum der Post entschieden, welcher der beiden möglichen Empfänger schließlich für die Zustellung ausgewählt wird?
Eine Kollegin erzählte mir eine kleine Geschichte. Sie war mit ihrem Kind beim Arzt gewesen und dort hat die Sprechstundenhilfe dem Kleinen einen Müsliriegel angeboten. Nicht nur irgendeinen Müsliriegel, sondern unsere Eigenmarke aus der Großpackung. Die Arzthelferin erklärte auf Nachfragen, dass ein älterer Mann sich um seine drei Enkel kümmert und daher öfter in der Praxis sei und bei jedem Besuch einige der Müsliriegel mitbringe. "Für mich, meine Kolleginnen und den Doktor.", erklärte sie. Und weiter: "Und niemand von uns mag die ollen Dinger, aber keiner mag es ihm sagen – und so verschenken wir sie immer."
Wir haben einen älteren Kunden, der die Riegel regelmäßig wöchentlich in großen Mengen kauft. Ob es sich dabei wohl um die selbe Person handelt?
Eine Kundin reklamierte eine Packung Kokosgebäck. Verständlicherweise, denn obwohl das Haltbarkeitsdatum noch lange nicht erreicht ist, sind die noch in der Verpackung verbliebenen Teilchen am Rand deutlich sichtbar verschimmelt.
Als ich die Packung genauer inspizierte, entdeckte ich bei einer der Makronen einen Fremdkörper an der Unterseite. Etwas mehrere Zentimeter langes, das in etwa aussah wie ein verschrumpeltes Stück Kartoffel mit Schale, war auf der Unterseite mit in den Teig eingebacken. Sehr ekelig.
Ich werde diese Packung auf jeden Fall dem Vertreter der Firma in die Hand drücken. Bin mal gespannt, was er dazu wohl sagt.
in dem Post: [Link zum Kommentar hier im Blog] werden wir mit falschen Behauptungen beleidigt.
Sollte diese Person diese Aussage nicht zurück ziehen, werde ich meinen Anwalt für eine Unterlassungserklärung einschalten. Sie, Herr Harste, sind nicht mein Ziel, sondern die Person, die das geschrieben hat natürlich. Um an die Email Adresse der Person zu kommen, werden wir erstma polizeilich anzeigen, dann bekommen Sie selber auch kein Ärger.
Ich habe ihrer Majestät geschrieben, dass ich den entsprechenden Kommentar hier im Blog um die monierte Stelle gekürzt habe. Eine Antwort kam darauf bislang leider nicht, wenngleich ich eine Stellungnahme zu meiner Reaktion nach diesen hart klingenden Worten durchaus angebracht gefunden hätte.
Die Platzierung ist aufgrund mangelnder Warenfülle auf dem Bild noch nicht so richtig zu erkennen, aber endlich habe ich auch (natürlich im Rahmen des Getränkeabteilungsumbaus) einen kompletten Regalmeter geschaffen, auf dem sämtliche Energy-Drinks in einem Block platziert sind. Immerhin acht verschiedene Artikel in insgesamt zwölf verschiedenen Gebinden.
Endlich hängen sämtliche Getränkeschilder. Eigentlich sollte sowas ja eine Selbstverständlichkeit sein, aber ohne Schilder und passende Befestigungsmöglichkeiten geht's nunmal nicht.
Die alten, verbogenen Alustangen sind weg (okay, die neuen sind auch aus Aluminium – aber immerhin rot lackiert) und jeder Artikel hat endlich sein passendes Preisschild. Gefühlter Nebeneffekt: Wir verkaufen jetzt mehr Getränke.
(Ich muss die Maler noch einmal anhauen, damit die ja nicht vergessen, den dunklen Streifen neben der Lampe überzustreichen. Immerhin haben sie mir das zugesagt.)
Ein sehr alter, gebrechlicher Stammkunde von uns kaufte langsam und umständlich ein. Nach etwa 1,5 Stunden wandte er sich an einen meiner Mitarbeiter und vertraute ihm mit schwacher und leiser Stimme an, dass er vermutlich seinen Haustürschlüssel irgendwo in einem der Regale hier im Laden liegengelassen hat. Er wäre schon die ganze Zeit am suchen, könne ihn aber nicht finden.
Mein Mitarbeiter holte mich zur Hilfe und gemeinsam suchten wir einmal grob den Laden ab. Leider wussten wir gar nicht genau, wonach wir suchen mussten. War es ein einzelner Schlüssel? Oder ein Schlüsselbund, möglicherweise sogar in einem Schlüsseletui? Auch auf Nachfragen antwortete der Kunde nur mit "Schlüssel".
Nachdem wir die Suche aufgegeben hatten, sprachen wir erneut mit dem Kunden. Ob er Kinder habe, die vielleicht einen Zweitschlüssel für seine Wohnung hätten, fragten wir. Die Antwort fiel recht knapp aus und half uns kein Stück weiter: "Da sind keine Kinder in der Wohnung." Hausmeister, Nachbarn und Bekannte sollen auch nicht über eine Schlüsselkopie verfügen.
Da gab es nur eine Möglichkeit: Ein Schlüsseldienst musste ihm die Wohnung öffnen. Mit etwas Glück würde der vermisste Schlüsel ja sogar vielleicht noch sicher auf dem Küchentisch liegen. Ich nahm also den alten Mann ins Schlepptau und wollte mit ihm zum Schlüsseldienst nebenan gehen. "Nicht da hin.", meldete sich mein Kunde zu Wort, als wir schon vor der Tür standen. "Ich kenne einen anderen." Ich ging nochmal kurz in meinen Laden zurück und meldete mich für ein paar Minuten ab. Danach folgte ich mit kleinen Schritten dem Mann mit dem Rollator, den er langsam über den Fußweg schob. Schlüsseldienste gibt es hier in der Gegend etwa so viele wie Dönerbuden und schon an der nächsten Straßenecke machte mein Kunde Halt. "Warum hier?", dachte ich noch. Mein Nachbar leistet gute Arbeit und hätte die Tür sicherlich genauso gut öffnen können.
Die Antwort folgte im Inneren des kleinen Ladens:
Der Herr im grauen Kittel sah uns an, lächelte und sagte zu dem alten Mann: "Hallo, Herr Meiermüllerschulz. Na, haben Sie mal wieder Ihren Schlüssel verloren? Dann mache ich ihnen gleich mal wieder einen neuen. Ein Exemplar davon habe ich ja immer hier im Tresor liegen..."
Während ich gerade in der Gemüseabteilung stand und die Bestellung für morgen notierte, sprach mich eine Kundin an: "Sie wissen das bestimmt auch nicht, oder?"
Warum sie ihre Frage nach Kaffeefiltern mit diesen Worten begann, ist mir übrigens völlig schleierhaft.
Während ich vor dem Kühlregal hockte und mit dem Schlauch deutlich sichtbar heißes Wasser in die Technik spritzte, sprach mich eine Kundin an: "Na, kaputt?"
Ja, aber wir erproben hier gerade eine neue Methode, mit der man defekte technische Geräte durch eine Behandlung mit Leitungswasser wieder gangbar machen kann. Das wird den Beruf des Kfz-Mechanikers revolutionieren. Zum Glück nicht. Ich mache hier nur sauber.