Scheinkontrolle
Eine größere Summe habe ich in einem meiner beiden Lieblingsbaumärkte (Einer davon ist Jyppieh yaya yippieh yippie yey, der andere Name repräsentiert die neue Sachlichkeit) bar bezahlt.
Ich reichte der netten Kassiererin in paar 50-Euro-Scheine, die sie natürlich brav auf Echtheit überprüfte. Dachte sie zumindest. Okay, die scheine waren alle echt - aber wenn nicht, hätte sie es jedenfalls nicht dadurch heruasgefunden, dass sie die Banknoten auffächert, hochhält und mit einem Blick alle Wasserzeichen auf ihre Anwesenheit kontrolliert.
Das Wasserzeichen ist das berühmteste, aber auch heutzutage am leichtesten zu fälschende Sicherheitsmerkmal. Ausschließlich(!) der Stichtiefdruch, die fühlbaren Aufdrucke, sind heute relativ fälschungssicher. Ich konnte es mir nicht verkneifen, habe durchaus überlegt, ob es überheblich ist, und habe die nette Dame dann doch einfach mal darauf hingewiesen. Die Aussage, dass ich selber Kassentrainings durchführe, war für sie wahrscheinlich am beeindruckendsten.
Glaubt mir, ich habe schonmal einen falschen Hunderter der Kategorie "beste Fälschungen" in der Hand gehalten. Sie haben ein Wasserzeichen, Silberstreifen, UV-Partikel, Kippeffekt, Hologramm und ein funktionierendes Durchsichtregister!
Ich reichte der netten Kassiererin in paar 50-Euro-Scheine, die sie natürlich brav auf Echtheit überprüfte. Dachte sie zumindest. Okay, die scheine waren alle echt - aber wenn nicht, hätte sie es jedenfalls nicht dadurch heruasgefunden, dass sie die Banknoten auffächert, hochhält und mit einem Blick alle Wasserzeichen auf ihre Anwesenheit kontrolliert.
Das Wasserzeichen ist das berühmteste, aber auch heutzutage am leichtesten zu fälschende Sicherheitsmerkmal. Ausschließlich(!) der Stichtiefdruch, die fühlbaren Aufdrucke, sind heute relativ fälschungssicher. Ich konnte es mir nicht verkneifen, habe durchaus überlegt, ob es überheblich ist, und habe die nette Dame dann doch einfach mal darauf hingewiesen. Die Aussage, dass ich selber Kassentrainings durchführe, war für sie wahrscheinlich am beeindruckendsten.
Glaubt mir, ich habe schonmal einen falschen Hunderter der Kategorie "beste Fälschungen" in der Hand gehalten. Sie haben ein Wasserzeichen, Silberstreifen, UV-Partikel, Kippeffekt, Hologramm und ein funktionierendes Durchsichtregister!
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Comments
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expiator on :
m0 on :
Jan on :
Peter on :
I.S. on :
Klaus Hintze on :
Ich war Jahre in dem Bereich tätig (Sortenerkennungssystem
für Banken weltweit) und habe die Sicherheitsmerkmale
fotografiert (auch UV
Die Fälscher werden immer besser - leider...
Von dem Infrarotkennzeichen weißt Du auch?!? Das überprüfen
z.B. Automaten, wo man Geldscheine reinschiebt.
Noch einen Tip: Bei den Euronoten einfach mal die Wertziffern
über ein weißesPapier "rubbeln" - das muss abfärben.
P.S.
UV-Partikel...
Das hilft nicht - da gibt es Stifte mit denen man das
machen kann. Das UV-Merkmal sieht aber anders aus
John on :
habe grade bei Post gelesen, wenn du mal Zeit und Lust können wir uns mal zum Essen treffen.
Jürgen on :
René on :
Dréke on :
Zur Zeit sind sehr viele 500er Blüten im Umlauf, sodaß ich diese großen Werten erst gar nicht akzeptieren würde.
wer übrigens den Weg seiner Euro's durch Europa verfolgen möchte, dem sei das Portal "Eurobilltracker" empfohlen!
Bald 100.000 Nutzer geben hier ihre Scheine ein und können so sehen, wie sie ihren Weg durch Europa nehmen.
Die Teilnahme ist natürlich kostenlos und ohne jegliche Verpflichtung ! Realisiert wird das Portal von Informatikstudenten der Universität zu Helsiniki in Finnland
(bei Interesse bitte auf den Link klicken)
Ben on :
Andre Heinrichs on :
Mal ganz davon abgesehen, dass Fälscher, die nicht erwischt werden wollen, sich doch lieber mit kleineren Beträgen beschäftigen sollten. Wer prüft denn schon 5-er oder 10-er?
Lino on :
Wenn man Falschgeld loswerden will, gibt es soviele Möglichkeiten dass man immer eine findet.
Nun zum Thema Sicherheit: Der Euro wurde mit mehr Sicherheitsmerkmalen konzipiert als er nun tatsächlich hat, Grund ist - so munkelt man - unter anderem dass manche Länder ihre alten Druckanlagen nicht komplett erneuern wollten. In wie weit das stimmt kann ich aber nicht sagen.
Zazzel on :
BTW, kleines Kochrezept: die Namen aller EUR-Länder in der jeweiligen Landessprache aufschreiben und alphabetisch sortieren. Dann rückwärts alphabetisch indizieren - schon kann man jeden EUR-Schein anhand des Buchstabens vor seiner Seriennummer eindeutig der emittierenden Nationalbank zuordnen. Wenn wir uns mal wieder vom Euro trennen, ist zumindest die Bargeld-Trennung maschinell zu erledigen *G*. Deutschland = X.
Zazzel
Andy on :
Es gibt ja so stifte, mit denen man auf die scheine nen Strich macht, bei echten verschwindet der, bei Blüten nicht.
Weis einer ob das auch schon gefälscht wurde ? Das ist das neben dem Abtasten das Einzige was ich noch nutze.
Dass man UV Partikel, Wasserzeichen und Hologramme schnell gefälscht hat, war ja irgendwie absehbar oder ?
Matthias Bauer on :
Eine Jod-Stärke-Reaktion kann man allerdings mit anderen Chemikalien (oder einer Fettschicht) recht leicht verhindern, die Fälscher könnten auch Baumwollpapier verwenden, es können echte Scheine mit Stärke in Kontakt kommen... also nicht sonderlich sicher. Meiner Meinung nach das Geld nicht wert. Schlimmstenfalls wiegt man sich in trügerischer Sicherheit und prüft andere, schwerer zu fälschende Merkmale nicht mehr.
Balu on :
Dann waere ploetzlich ueberall "Falschgeld" im Umlauf...
Matthias Bauer on :
Björn Harste on :
Die Farbe wechselt beim Kippen. Nur wird es nicht hellgrün, sondern einfach nur (sehr) dunkel.
Aber wer weiß schon, dass die Farbe beim Kippeffekt zwischen Magenta und Hellgrün wechselt...
Andre Heinrichs on :
Leser dieses Blogs, die auch fleißig in den Kommentaren mitlesen.
Balu on :
Wenn der Stichtiefdruch heutzutage das einzige wirklich gute Merkmal ist, habe ich schon ein Problem. Mit meinen EDV-Flossen kann ich das jedenfalls nicht "lesen"...
Gut, dass ich meistens mit Karte bezahle, so koennte zwar ein lueckenloses Profil von mir erstellt werden, aber jedenfalls versucht niemand mir Falschgeld als Wechselgeld zurueckzugeben
Alix on :