Skip to content

Schüler auf Fahrrädern

Aus privaten Gründen bin ich heute etwas später als gewöhnlich zur Firma gefahren. Gegen 7:30 Uhr war ich von zu Hause losgeradelt – und ich SCHWÖRE, ich fahre nie wieder in diesem Zeitfenster zwischen 7:30 Uhr und 8 Uhr freiwillig mit dem Fahrrad.

Zu der Zeit sind die ganzen Schüler unterwegs. Und was ich da eben erlebt habe, spottet jeder Beschreibung. Ines und ich fahren viel mit dem Fahrrad, zusammen kommen wir im Monat auf mehrere hundert Kilometer, und wir haben schon vieles erlebt. Aber wenn ich irgendwann mal wieder "Schüler auf Fahrrad von Auto überfahren" lese, werde ich nur Mitleid mit dem Autofahrer haben.

Dass rote Ampeln ohnehin nur noch eine Empfehlung zu sein scheinen, geschenkt. Dazu wird mit Fahrrädern und E-Scootern auf der falsche Seite gefahren. Das kommt zwar immer wieder mal vor, nur eben nicht so gehäuft wie eben gerade erlebt. Mitunter hatte ich das Gefühl, ich wäre derjenige, der falsch fährt. Handy in der Hand ist ohnehin normal, geltende Vorfahrtsregeln werden konsequent ignoriert. Rechts vor was? Okay, Grundschüler müssen das noch nicht kennen, aber dann sollte man ihnen beibringen, generell vorsichtig zu fahren und nicht einfach blind durchzufahren.
Das alles lässt sich übrigens auch noch für die Vielfalt beliebig miteinander kombinieren: Zu dritt nebeneinander im Gegenverkehr über eine rote Ampel, die zwei Schüler wegen des Blicks auf die Handys vermutlich gar nicht wahrgenommen haben?

Ja, das ist offenbar normaler Alltag auf der Straße.

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Franz Joghurt am :

Ich vermeide auch immer zur Arbeit zu fahren, wenn viele Schüler unterwegs sind. Das Verhalten ist oftmals wirklich schwer vorhersehbar. Da ich allerdings weiß, wie ich selbst als Radfahrer unterwegs bin, achte ich wenn ich im Auto bin umso mehr auf andere Radfahrer.

Benjamin am :

Als Schüler bin ich auch viel Fahrrad gefahren (regelmäßig mehrere 100 km im Monat) und es ist zu oft etwas schief gegangen. Einmal endete es sogar unverschuldet in der Notaufnahme.
Heute würde ich auch nicht mehr mit 70 den Berg runter fahren, mal schnell gegen die Fahrtrichtung oder dabei telefonieren. Als Schüler war das aber auch egal.

Hein Bloed am :

Als ich mir zwischen den Lockdowns angewöhnt habe, mit dem Rad ins Büro zu fahren, hab ich den Zeitraum auch sehr bald gemieden. 20 Minuten (wegen S-Bahn-Takt als Alternative bei Regen) früher war ein Riesenunterschied. Schön zu dritt nebeneinander, so dass man nicht überholen konnte und an Ampeln eine ganze Traube an Rädern wartend.

Rainer W. am :

Die Radfahrer, die zu dritt nebeneinander fahren, damit man nicht überholen kann sind übrigens die gleichen, die sofort herumheulen, wenn sie von Autofahrern nicht respektiert werden.

Nur registrierte Benutzer dürfen Einträge kommentieren. Erstellen Sie sich einen eigenen Account hier und loggen Sie sich danach ein. Ihr Browser muss Cookies unterstützen.

Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.

Kommentar schreiben

Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
:'(  :-)  :-|  :-O  :-(  8-)  :-D  :-P  ;-) 
BBCode-Formatierung erlaubt
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.
Formular-Optionen