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Frustrierendes Feuerwerk

Natürlich haben wir von unseren Feuerwerks-Resten einen Teil mit nach Hause genommen und damit unseren privaten Jahreswechsel gestaltet. Das hat in all den Jahren immer gut geklappt und auch Spaß gemacht. Ich stehe auf Feuerwerk, wie ich an dieser Stelle ja auch schon häufiger zugegeben habe. Was wir jedoch gestern, also in der vergangenen Nacht, erlebt haben, spottet jeder Beschreibung. Insgesamt sechs Feuerwerksbatterien sind während des Betriebs umgefallen und haben ihre Ladungen unkontrolliert durch die Gegend geschossen. Anzumerken ist dabei, dass wir einerseits erfahren im Umgang mit dem Material sind und andererseits aufgrund der Anwesenheit eines kleinen Kindes auch nicht alkoholisiert waren. Im Klartext: Wir haben das Feuerwerk ganz spießig-langweilig ordnungsgemäß verwendet und auf der gegenüberliegenden Straßenseite auf den befestigten Gehweg gestellt.

Sechs Batterien mit Steighöhen von teilweise mehreren zehn Metern. Horizontal abgeschossen können diese Ladungen verheerende Folgen haben – und die hatten sie. Die erste umgekippte Batterie schoss direkt in unsere Richtung, hat unsere Kleine nur knapp verfehlt, aber mein Bein getroffen (Hose angekokelt) und uns allen pfeifende Ohren bereitet. Ein weitere Batterie setzte beinahe die bewachsene Fassade eines Nachbarhauses in Brand. In der Entstehungsphase konnten wir noch mit Fußtritten und Mineralwasser das Schlimmste verhindern, ich hatte jedoch schon den Notruf der Feuerwehr in der Leitung! (Interessant übrigens, dass sie sich in der Silvesternacht nur ganz pragmatisch mit "Wo ist der Einsatzort?" gemeldet haben.)

Eine Weile später kippte wieder eine Batterie auf der anderen Straßenseite um, die ihrem Namen alle Ehre machte. Gewaltig gruselig war sie in dem Moment und eine der verschossenen Leuchtkugeln ist einem in dem Moment auf dem Fahrrad vorbeifahrenden jungen Mann direkt in die hinten herunterhängende Kapuze seiner Jacke geflogen. Die Jacke wird zum Versicherungsfall, aber es ist von riesigem Glück zu reden, dass er die Kugel nicht direkt abbekommen hat oder diese gar seine Jacke entflammt hat.

Wir waren jedenfalls restlos bedient! So sehr, dass ich tatsächlich überlege, zum Jahreswechsel 20/21 überhaupt kein Feuerwerk mehr bei uns im Laden anzubieten. Da die Abverkäufe zumindest bei uns ohnehin so überschaubar geworden sind, gehe ich davon aus, dass mir das kein Kunde ernsthaft übel nehmen wird. Die Leute kommen nicht zu uns, weil sie hier ihre Mega-Feuerwerksauswahl vorfinden, dazu werden in campingplatzmanier die einschlägigen Sonderpostenmärkte belagert, sondern wir verkaufen eher mal den einen oder anderen Artikel an die Kunden, die ohnehin gerade hier einkaufen.

Und wäre es wirklich so schlimm?


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Comments

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-thh on :

QUOTE:
(Interessant übrigens, dass sie sich in der Silvesternacht nur ganz pragmatisch mit "Wo ist der Einsatzort?" gemeldet haben.)


Ist das sonst denn anders?

"Notruf Feuerwehr und Rettungsdienst, wo ist der Notfallort?" ist in vielen Abfrageschemata die erste Frage, weil das die wichtigste Information ist; wird danach die Verbindung getrennt, weiß man zwar nicht was, aber wohin. Außerdem können ggf. schon Einheiten alarmiert und in Marsch gesetzt werden. Andersherum hilft es wenig, wenn man genau weiß, was passiert ist, aber dann nicht mehr erfährt, wo.

name on :

Richtig:

1. Wo?
2. Was?
3. Wir viele Verletzte?
4. Welche Art von Verletzungen?
5. [Alles andere Bla Bla hier]

Maggie W on :

Die 5 W-Fragen gibt es nicht mehr. Wie oben beschrieben wird das Gespräch begonnen mit der Frage nach dem Einsatzort. Die Leitstelle übernimmt das Gespräch komplett.

Christian_08 on :

Stimmt! Für einen Notruf muss man kein vorgegebenes Schema verwenden. Die Leitstelle wird schon die entsprechenden Fragen stellen. Daher ist das letzte "W" das einzig wichtige "Warten auf Rückfragen". Natürlich wäre es gut die entsprechenden Antworten zu wissen.

Also vielleicht den telefonieren lassen, der sich am wenigsten die Birne dicht gesoffen hat. (Aber Saufen ist Brauch und gehört zur deutschen Kultur)

Michael K. on :

Das ist aber übel sowas. Diese Batterien müssen alle von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) geprüft werden und bekommen eine entsprechende Nummer.

Wenn ein Produkt trotzdessen dermaßen gefährlich mangelhaft ist, dann muss das Folgen haben, da die Fertigungsüberwachung ja wohl augenscheinlich nicht funktioniert.

Es wäre schön, wenn du das BAM über dieses gefährliche Produkt informierst.

wupme on :

Naja sie müssen nicht alle vom BAM geprüft werden.
Importware aus anderen EU Ländern zB. nicht wenn sie im Herstellungsland bereits geprüft wurde.
Das wurde sogar vor einigen Jahren verboten das zu machen, da das BAM diese trotzdem geprüft hatte.

Michael K. on :

Stimmt, mein wissen ist veraltet, aktuelle Regelung siehe hier:
http://www.feuerwerkshop.berlin/neue-ce-kennzeichnung-von-feuerwerkskoerpern/

Mitleser on :

Finde ich schon seltsam, diese Häufung, dass ausgerechnet bei dir sechs Batterien umkippen.

Ich kenne das eigentlich nur, wenn man die Teile mutwillig umkippt.

Björn Harste on :

Das ist ja der bemerkenswerte Teil an der Sache. Wie es weitergeht, entscheide ich morgen. Heute erreiche ich bei meinem Lieferanten nämlich niemanden.

Chris_aus_B on :

Waren alle sechs vom gleichen Typ oder alles/zum Teil unterschiedliche?

Björn Harste on :

Ob wir tatsächlich eine doppelt dabei hatten, weiß ich nicht. Auf jeden Fall waren es mindestens drei verschiedene Sorten. Da sowas eben immer mal irgendwie passieren kann, haben wir das nicht als besonders auffällig registriert und uns natürlich auch nicht gemerkt, welche das waren.

Rückrufleser on :

War das zufälligerweise Ware der Firma Weco? Da gab es drei Produktrückrufe, mindestens einer davon für eine Feuerwerksbatterie, soweit ich mich erinnern kann. Wenn Du also 6 mal die gleiche Batterie von diesem Hersteller hattest, könnte das der Grund sein, warum Du quasi vom Pech verfolgt warst.
Google mal danach, vielleicht muss ja dann Weco für den Schaden haften.

Alauner on :

(Comment removed)

eigentlichegal on :

Und dann auch noch so halbherzig getrollt.
Anstatt dir Unfähigkeit zu unterstellen könnte man doch auch gleich in die Vollen gehen und behaupten, dass du mit Absicht mit Feuerwerk auf Passanten gezielt hast.
;-)

John on :

Wer wird gleich von böser Absicht sprechen? Auf benutzten Verkehrswegen nacheinander mehrere offensichtlich defekte Feuerwerkskörper zu zünden, ist eher unter "leichtfertig in Kauf genommen" einzuordnen.

z.B. John Doe on :

Was geht denn hier heute ab? Habt ihr alle mit Lack statt mit Sekt angestoßen?

Doe on :

Bjarn hätte statt des Lacks mal lieber Alk nehmen sollen.

Anonymous on :

Wie genau soll man denn bitte VOR dem Anzünden sehen, ob das Feuerwerk defekt ist?

Richtiger Deppenkommentar von dir.

Björn Harste on :

Die Gehwege bei uns in der Stadt sind ja berüchtigt dafür, so abschüssig zu sein, dass man sogar bei trockener Witterung und festem Schuhwerk unweigerlich auf die Straße rutscht.

Hendrik on :

Nach dem Bild aus der Schütte mit dem Restfeuerwerk war es Nico Feuerwerk, einem durchaus renommierten Hersteller.

Ich vermute einmal, die werden sicher interessiert sein, warum ihr Feuerwerk so versagte.

Windig dürfte es in HB gestern auch nicht allzusehr gewesen sein. Hier in HH war es nahezu windstill (für norddeutsche Verhältnisse).

Bei uns in der Straße konnte man auch einige Feuerwerke sehen, die zu "Bodenraketen" wurden. Ob Bedienfehler, oder eben Fehler des Feuerwerks konnte man von hier aus nicht sehen.

Zum Glück kam es bei euch nicht zu verletzten. Den Schaden an der Jacke kann man ersetzen. Ein Personenschaden wäre schon etwas anderes.

Trotz der unangenehmen Erfahrungen, die du gestern sammeln musstest, wünsche ich dir ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Auf dass nicht nur deine Gedanken zum Feuerwerksverkauf von dir überdacht werden. ;-)

(Wobei ich nicht generell gegen den Verkauf von Feuerwerksartikeln bin. Man hat (ich habe) gestern bemerkt, wie sehr einem das Feuerwerk fehlen würde, wenn es gar keines mehr gäbe.)

Erbse on :

Das Feuerwerksbatterien umkippen können durfte ich auch schon einige male erleben, da hilft es nur sich schnell umzudrehen und zusammenzukauern. Es waren auch eigentlich immer nur die kleineren und somit leichteren bei denen das vorkam. Beim abschuss und dem rückschlag in der batterie wackelt die leicht, hebt dann ggf. einen zentimeter ab und ein kleiner windzug reicht aus und die liegt auf der seite.
Was hilft: grössere kaufen, standfüsse ausklappen und beschwerende gegenstände auf die pappfüsse, gehwege mit kleinen pflastersteinen meiden - generell unebenheiten, windrichtung/stärke beobachten.

John on :

Sichert man sowas nicht von vornerein gegen Umkippen u.ä. und baut es ohnehin nicht auf Fußwegen, sondern abseits von Verkehrsflächen/Häuserwänden/Containern auf?! Ein klassisches Beispiel der "Gemeingut ist mir doch egal"-Haltung.....

Schön und gut, leider bei manchen üblich. Aber spätestens nach dem ersten Vorfall sollte man es sein lassen, weiter Schaden anzurichten. Für mich riecht das schon gehörig nach "Geil, mal sehen, wen die nächste trifft!". Und hier ist von mindestens drei (!) Exemplaren die Rede. DEN Vorsatz würde ich schon wegen der Versicherung NOCH ein wenig weiter auf Dritteumschreiben.

Georg on :

Hier im Ghetto haben die Vollpfosten die Batterien gleich mit Absicht in Richtung ihrer Kumpel gehalten die dann Haken schlagend über den Rasen hopsten,das dabei einige PKW getroffen wurden interessierte keinem der Heinis.
Jedes Geschäft das den Verkauf des Feuerwerks einstellt ist daher ein Gewinn................

Anonymous on :

Wie du schon schriebst: Ghetto.

Das ist nicht repräsentativ, denn 99,9 % der Nutzer schaffen es ja, Feuerwerk korrekt einzusetzen.

Theo on :

Von mir aus kann die Rumpelei an Silverster ausbleiben. Erspart mir das Aufsammeln der Überreste von fremden Raketen aus meinem Garten. Bin bisher bei 2 leeren Raktenkörpern, einem Klumpen Raketenfüllung und einem roten Plastikhütchen. Am 31.12. gibt nochmal jeder alles für die Umwelt.

Anonymous on :

Du regst dich über vier mal bücken auf, aber ich will nicht wissen, was das restliche Jahr über alles für Müll in deinem Garten landet.

eigentlichegal on :

Dein Posting macht zwei Sachen klar:
Du hast offensichtlich selber keinen Garten und wirfst vermutlich jeden Müll einfach dort weg, wo du gerade stehst und gehst.

Als Gartenbesitzer weiß man schon ziemlich genau, was dort an unerwünschtem Krempel anfällt.
Nein: es werfen einem nicht dauernd irgendwelche Passanten Müll in den Garten, auch wenn du das selber so handhabst.
Der größte Anteil an Müll im Garten besteht nun mal aus den doofen Böller- und Rakektenresten am Anfang des Jahres.

DerBanker on :

Dieses Jahr hat mich das ganze Zeug zum ersten Mal richtig gegraust.

Ich mein: es interessiert mich seit Jahren schon nicht mehr wirklich, meine Tiere stören sich zum Glück nicht dran. Wenn ich am 2ten zur Arbeit fahre, widern mich immer die Reste an, die meine lieben Mitbürger wieder überall achtlos haben herumliegen lassen.
Dann kam ich auf die Idee, mir die Tweets der Polizei Berlin reinzuziehen. Die waren teils ja auch ganz lustig, lockere Leute an der Tastatur, die die üblichen Bekloppten auf der Straße kommentieren.
Nur - es wurden immer mehr und mehr Brandstiftungen und Angriffe mit Pyro auf andere Menschen. Immer wieder Schusswaffen. Mehrfach Fälle, in denen Raketen durch Scheiben schlugen, sodass ich mich hier hinterm Fenster unbehaglich zu fühlen begann.
Auch hier fuhren Rettungswagen vorbei, irgendwann brüllte ein Typ infernalisch auf andere ein, die draußen irgendwas anstellten, dass sie den Scheiss lassen sollten.
Der Wind wehte kaum hörbar auch das Geräusch eines ganzen Löschzuges herüber. Weiß nicht, wieso ich lange nicht einschlafen konnte.

Heute morgen erfuhren wir, dass es bei uns im Zoo einen tragischen Großbrand gegeben hatte. Das Menschenaffenhaus ist komplett niedergebrannt. Vermutlich durch eine Himmelslaterne.

Josef on :

Im ggs zu Feuerwerk mit pruefnummer sind Himmelslaternen in ganz DE ausser Meck-Pom verboten. Sind halt fliegende lunten mit großem Aktionsradius, da ist das Gefahrenpotenzial enorm, während korrektfliegende Raketen abseits von offenen Scheunen und reetdaechern nichts anrichten können.

Fleischpirat on :

Witzig... wir hatten mit einer Batterie exakt den gleichen Fall. Batterie ist umgefallen und schoss unkontrolliert durch die Gegend. Ebenfalls Markenfeuerwerk. Ebenfalls ein erfahrener, fast (1 Bier) nüchterner Bediener. Schon übel wenn das bei teurem getesteten Feuerwerk passiert.

TM on :

Hm, ich hatte 10 Aldibatterien (also alles Weco) - sowohl diverse kleinere/mittelgroße als auch eine der großen (Sky of Diamonds). Gab keinerlei Probleme damit, und gerad die größeren schienen stabil genug gebaut zu sein um auch stärkerem Wind zu widerstehen.

Wenn du die Batterien noch hast wüde ich mal schauen ob irgendeines der Rohre nicht richtig nach oben geschossen hat... wenn da eins am Rand zur Seite feuert könnte ich mir durchaus vorstellen dass das genug Wumms hat um die Batterie umzuwerfen...

mipani on :

Unpopular opinion: Wer zu Silvester/Neujahr ausgerechnet zu der Zeit, wo das Geböller auf Hochtouren läuft (sagen wir mal zwischen 0 und 1 Uhr), mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt, muss das Risiko in Kauf nehmen, dass er unbeabsichtigt von Feuerwerkskörpern getroffen wird. Es ging ja noch glimpflich aus, aber es hätte ihn auch ins Gesicht treffen können.

Balu on :

Ach nur weil ein Paar Rückständige meinen das sie, um Dämonen zu vertreiben ,explosive Pulvermischungen verbrennen müssen,darf man als Otto Normalverbraucher am 31.12. das Haus nicht mehr verlassen??????

Hendrick on :

Meen Jott, natürlich darf man.

Aber einmal im Jahr in genau dieser Stunde isset halt n bisken "spannender" mit dem Fahrrad.

Es ist nunmal so, daß dann mit Böllern "zu rechnen" ist. Es wird sicher nicht die große Menge auf den einen Radfahrer Rücksicht nehmen.

Wobei Rücksicht heute leider nicht mehr so verbreitet ist.

Wenn es gewittert (mehrfach im Jahr) fährt man auch nicht mit dem Rad.

Christian_08 on :

Vielleicht ist das ja ein Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr, der gerade unterwegs zum Feuerwehrhaus ist?

Feuerwehrleute haben in der Silvesternacht meistens nicht so viel Spaß. Liegt daran, dass die anderen mehr "Spaß" haben.

Thomas on :

Ah, Täter-Opfer-Umkehr. Und weil es diverse gewalttätige Vollpfosten mit Penisersatz in Form bummiger Sprengkörper gibt, wird das öffentliche Leben eingestellt oder wie? Herr, bitteee!

Hendrick on :

Nein, das öffentliche Leben wird nicht eingestellt. Nicht für den einen Radfahrer. ;-) Sorry, das paßte gerade so gut.

Anonymous on :

Vielen Dank für deinen konstruktiven Beitrag zur Diskussion.

Ironie aus.

Torben aus W. on :

Ist defakto leider so. Die Meinungsmacher kassieren eben fleißig am reudigen Knallgeschäft. Und liebe Böllermedien, was ist an den "deutsch" umgelableten Umfallböllern nochmal besser als an den pöhsen Erzeugnissen aus der östlichen mitteleuropäischen Produktion?

Meiermann on :

Haftungsfrage? Es dürfte zwar schwierig sein das ganze zu beweisen, dass das ganze ordnungsgemäß verwendet wird. Aber kann hier eigentlich der Hersteller oder evtl der Händler in Haftung genommen werden wenn diese mangelhafte Ware in Verkehr bringen?

GOrden on :

Immer, wenn man denkt, es kann nicht schlimmer werden im Neuland Internetz, kommen die nächsten Fluppen um die Ecke und geben einen Senf von sich, das nichtmal die Würstchen sich trauen würden, sich zusammen mit denen zu präsentieren.

Kinners, was geht denn bei euch ab? War die Silvesternacht einfach zu langweilig?

Erstmal ist es gut, das es nur beim Materialschaden blieb und etwaige Verletzungen kaum entstanden sind. Ob man nun wirklich Feuerwerksbatterien zünden muss, wenn die ersten schon umgekippt sind, steht erstmal auf einem anderen Blatt. Ebenfalls ist nicht herauszulesen, ob das ganze nun nacheinander und zeitgleich passiert ist.

Was allerdings auch stimmt, die kleineren Batterien, die dann auch noch enorm viel Krach und Lärm fabrizieren, sind auch oftmals die, welche umkippen, auch wenn diese auf einen festen, trockenen und ebenen Untergrund stehen. Und hier muss man sagen, das dies bei den beiden großen Herstellern COmet und Weco kaum bis gar nicht vorkommt und wenn, dann gibt es recht schnell einen Rückruf, weil die Sachen eben vor Ort immer und immer wieder getestet werden. Und genau das passiert bei der Massenware in vielen Supermärkten/Discounter eben nicht, weil die Ware möglichst günstig eingekauft werden muss, denn der Kunde will Masse, nicht Klasse, heißt, für 100€ müssen es das größte und schönste, aber nicht unbedingt sicherste Feuerwerk geben. Das meiste in diesen Läden wird irgendwelche gelabelte Chinaware sein, wo man nur hoffen kann, das es wirklich auf Sicherheit getestet wurde.

Ach ja, irgendwelche Labels (CE/TÜV etc) kann sich jeder Chinahändler auf Masse kaufen und aufdrucken/-kleben. Und falls getestet wird, werden (wie in vielen anderen Bereichen auch) extra präperierte Muster verteilt, die Option der Tester, sich im Markt Produkte zu beschaffen, wird kaum noch wahrgenommen, denn es kostet zu viel.

Qualität kostet, das ist fakt, will aber keiner hören. Und nun darf die Kindergartengruppe wieder in die Kita gehen

Dohn Joe on :

einmal... gut, zweimal auch.
Aber spätestens wenn das eigene Kind getroffen wird, das Nachbarhaus kokelt und Passanten getroffen werden würde ich die Dinger aus Prinzip nicht mehr nutzen. Ich möchte nicht trollen, sondern verstehen: wieso macht man da - im nüchternen Zustand - weitere Experimente? Ohne wenigstens für eine Absicherung zu sorgen (spontaner Gedanke : z. b. in einen Getränkekasten stellen)?
nach dem Motto: ersten waren Pech, wird schon? Das ist das einzige was ich mir vorstellen kann.

Jana Doe on :

Hallo Björn,

"In Neustetten-Remmingsheim wurden gegen 00.30 Uhr beim Abfeuern einer Feuerwerksbatterie vier Personen leicht verletzt. Die Feuerwerksbatterie ist aus bislang unbekannter Ursache umgefallen, die abgefeuerten Raketen trafen daraufhin vier Passanten. Eine Person musste zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden."

Quelle: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110976/4481304

Thomas on :

Wir benützen Feuerwerksbatterien etc. nur auf abseits liegenden Flächen mit passenden Untergrund. Also dort, wo in mittlerer Entfernung keine Fußgänger, Radfahrer, geparkten Autos, Gebäudewände usw. zu finden sind. Mit sowas auf dem Gehweg zu zündeln ist eine echte Frechheit! Das sind wahrscheinlich diese Lumpen, die ihren Dreck auch noch schön liegenlassen - die faulen kommunalen Angestellten putzen doch eh hinterher :-(

Amsel on :

Erstmal Gesundes Neues.
Das schein kein Zufall zu sein. Auch bei uns und auch bei einem Nachbarn kippte je eine Feuerwerksbatterie um, obwohl diese auf ebener Strasse stand.
Auch hatte WECO noch am Silvesterabend eine Rückruf für bestimmte Produkte gestartet, was aber am Silvesterabend sicherlich keinen mehr erreicht bzw. interessiert hatte.

Klodeckel on :

Man wünscht sich, dass dieser Vorfall die Familie Harste dazu bewegen würde, zumindest mal drüber nachzudenken, auf das Silvesterfeuerwerk zu verzichten. Aber keine Spur davon. Stattdessen muss man kopfschüttelnd lesen, dass selbst das Spar-Kleinkind auf die Knallerei "angefixt" wird.
Erinnert an stolze, unbelehrbare "Ich rauche gern"-Raucher.

Und wer jetzt meint, mein Kommentar sei Off Topic, dem entgegne ich: Ohne die idiotische Knallerei der Familie Harste hätte es diesen Blogeintrag und die (derzeit) 50 Kommentare nie gegeben.

Tube on :

Realistisch betrachtet kann man sagen: Hätte Harste Tochter bzw. Radler "passend" getroffen, wäre möglicherweise ein Lerneffekt eingetreten. Aber so wie wiedergegeben bleibt der Lerneffekt wie beim unverständlichen 'Ach, die zweite/.../sechste wird schon mal hoch gehen, eine geht immer noch.' bei Null.

Wenn ich schon diese Verachtung lesen muss: Nein, fremdes Eigentum ist kein bloßer 'Versicherungsfall'. Uiuiui, wenn (ebenso) böse Leute auch nur das Türglas im Haus oder Laden mit Person dahinter angesplittert hätten! Ach ja, nur son Versicherungsfall für die Schublade.

Johannes on :

Hauptsache allen geht es gut und ihr seid mit einem schreck davon gekommen. Hatte im ersten Moment schon Angst um das Sparkind gehabt. Trotzdem frohes Neues!

SPages on :

Bei uns ist zu Silvester auch eine ordnungsgemäß aufgestellte Batterie umgekippt. Es wurde niemand wirklich verletzt, aber es gab "Ohrensausen" für einige umstehende (4 Schüsse explodierten am Boden).

Kollege on :

Hallo Björn,
ich kann Dir nur beipflichten...
In diesem Jahr hatten wir auch Feuerwerk von C... und ich war mehr als unzufrieden damit!
Nicht nur, dass uns noch Bleigießen (Verboten) geliefert wurde. Auch die Batterien waren von mäßiger Qualität.
Ich werde im kommenden Jahr zumindest KEINE Feuerwerkskörper mehr verkaufen und die Umwelt und Tiere werden es danken.
Viele Grüße aus der Heide

Anonymous on :

"Tiere werden es danken."

Was machen Tiere eigentlich, wenn es mehrmals im Sommer gewittert?

Ich soll 1x im Jahr auf irgendwelche Tiere rücksichtnehmen, muss es aber akzeptieren, dass der Nachbarshund 24/7 die Umgebung zusammenkläfft?

Da stimmt doch das Verhältnis nicht.

Balu on :

Gewitter am Himmel lärmt wesentlich anders als irgend so ein Böller am Boden,aber das wird dir schon klar sein nur vom trollen hält es dich natürlich trotzdem nicht ab..............

Anonymous on :

Ändert nichts daran, dass Tiere auch vor Gewitter Angst haben, und wie man Gewitter verbieten will, das will ich sehen.

DerBanker on :

Ja, auf den Kläffer solltst du Rücksicht nehmen.
Der Kläfferbesitzer ist der Idiot, der das Tier verzogen hat.

Theo on :

Keine Ahnung was du hören willst. Und jetzt husch. Feg deinen Unrat vom Gehsteig >

Nick on :

Warum um Himmels Willen hast du nach den ersten zwei oder drei defekten Batterien nochmals drei bis vier weitere angezündet?

Fahrlässige Brandstiftung und fahrlässige Körperverletzung sind Straftaten!

Harald aus dem Fernsehen on :

Wobei der dritte Fall vielleicht einen Versicherungsmenschen veranlassen könnte, mal versuchsweise von grober Fahrlässigkeit auszugehen, das wäre dann gerne Mal nicht versichert.

Versicherungsfuzzi on :

Unfug, grobe Fahrlässigkeit ist in der Privathaftpflicht versichert. Und diese wäre hier ja erstmal dran (Herstellerregress mal beiseite gelassen).

Immer diese uninfomierten "Experten" ;-)

TheM on :

Die Diskussion wird wahrscheinlich eh nicht zum erliegen kommen.
Die, dies gut finden, machen es aus Überzeugung und "weil es doch einfach dazu gehört" weiter, die die Feuerwerk nicht gut finden, werden auch nicht, so sehr es für andere dazu gehört im nächsten Jahr Feuerwerk kaufen.

Jede Seite verteidigt die eigene Position und bewegt sich nur um wenige Zentimer.

Das man in größeren Städten wahrscheinlich niemals einen Platz finden wird, wo ein Batteriefeuerwerk weit genug weg ist von Häusern Menschen oder Autos o.ä. kann man auch nicht von der Hand weisen.

Eine Idee, die ja auch immer häufiger in den Raum geworfen wird ist ja einfach nur zentrale, organisierte Feuerwerke zu machen in größeren Städten.

Das schließt allerdings dann auch wieder Menschen in ländlicheren Regionen aus.

Mitleser on :

Ein Verbot von Feuerwerk hat in meinen Augen mehrere Probleme.

1. Es wird, speziell im Osten, sicher mehr illegales Feuerwerk (Polenböller o. ä.) gekauft und trotz Verbotes gezündet. Die Dinger nerven eh schon, mehr davon braucht man nun wirklich nicht.

2. Ein Verbot bringt nichts, wenn es nicht kontrolliert wird. Schon heute scheint es niemanden groß zu interessieren, wenn Tage vorher schon geknallt wird und auch am 01.01. nachmittags noch einzelne Batterien verfeuert werden. Die Polizei würde zu nichts anderem mehr kommen.

3. Auch ein zentral abgehaltenes Feuerwerk wird niemanden daran hindern, trotzdem noch privat Feuerwerk zu zünden (siehe dann Punkt 2).

4. Was man auch unbedingt in der heutigen Zeit in Betracht ziehen sollte: ein solches Verbot könnte eventuell der AfD weitere Stimmen bringen und ich kann mir nicht vorstellen, dass man das will. Mag jetzt weit hergeholt sein, aber darüber nachdenken sollte man schon.

Als Kompromiss wäre es denkbar, z. B. den Feuerwerksverkauf zeitlich enger zu stecken, dass man vielleicht nur noch am 30.12. und 31.12 kaufen darf (fällt ein Tag davon auf einen Sonntag, hat man halt Pech gehabt). Dann könnte man das Vorgeknalle vielleicht etwas mehr reduzieren.

Ulf on :

Gibt ja auch genug Leute, die Zutritt zu einem Großhändler haben und dort wird Feuerwerk schon Mitte Dezember verkauft und ist dann auch schon zu hören. die Beschränkung auf wenige Tage Verkauf Ende Dezember gilt nur für den Verkauf an Endkunden.

TheM on :

Ja, das stimmt. Privater Knallerei könnte weitestgehend nur durch ein generelles Verkaufsverbot an Privatpersonen verhindert werden, wie es in anderen Ländern in Europa zB in Frankreich, Dänemark und Griechenland ist.

So etwas wäre ja aber auch nicht von heute auf morgen umzusetzen, da dort ja auch wirtschaftliche Interessen und Jobs dran hängen. Klar, die großen Feuerwerkshersteller werden nicht nur für den deutschen Markt produzieren, wenn aber durch ein Verbot oder einen Verkaufstop einzelner Händler die Mengen rückläufig werden, wird auch dies in die Diskussion mit einfließen.

Peter G. on :

Bei uns sind auch zwei umgekippt. Zum Glück so, das zur S-Bahn-Trasse geschossen wurde. Nach links oder rechts wäre übel geworden.

Kölner on :

Hier in Köln hat sich bei der Produktvorführung eines großen Verbrauchermarktes eine von Herstellerpersonal abgefeuerte Rakete nicht in den Himmel, sondern nach kurzem Durchflug eines Baumwipfels zwischen eine Zuschauergruppe aufgemacht. Sichtlich keine Verletzten, aber irritierte schockierte Zuschauer wie Mitarbeiter vom Hersteller.

Seltsam fand ich, dass die jeweils zu zweit zeitgleich gezündeten Batterien eines Modells doch sehr unterschiedlich, im Abbrennverlauf weiter zeitlich auseinanderfallend, abbrannten.

Nils on :

Ich freue mich über jedes Geschäft, das vom Verkauf von Feuerwerkskörpern abkehrt. Bitte gerne machen!

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