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Geforderter Geist

Aus einer Bewerbung für den Posten als Kassierer/in in Teilzeit:

… bin ich auf der Suche nach einer spannenden Beschäftigung, die mich geistig fordert.
Es ist ja nicht so, dass der Job an der Kasse so ganz anspruchslos ist, aber diese Formulierung wirkt doch irgendwie etwas skurril. :-)

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Comments

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Hubert on :

Vielleicht kann Sie sich nebenbei eine Lösung für das Mehrweg-Gemüsenetz-Taraproblem ausdenken:

Das Eigengewicht des Netzes ist auf dem angenähten Barcode-Etikett hinterlegt und wird beim Abwiegen an der Kasse vom Warengewicht abgezogen. Lidl-Kunden haben auch die Möglichkeit, Netze anderer Anbieter für ihren Einkauf zu nutzen. Um den dabei entstehenden Mehraufwand beim Kassiervorgang zu vereinfachen, spricht Lidl sich für eine branchenübergreifende Lösung der Angabe des Netzeigengewichts aus: „Eine einheitliche Kassenlösung für die Lesbarkeit der Tara wäre für alle Händler, die Mehrwegnetze für Obst und Gemüse anbieten, ein wichtiger Schritt nach vorne – für mehr Transparenz und einfacheres Handling“

ednong on :

Na, das ist doch kein Problem. Einfach einen Barcode aus dem Bereich der Privaten Nummernkreise dafür nutzen und in den letzten 4 Stellen das Gewicht in Gramm hinterlegen.

Oder dem Verkaufsbarcode des Netzes zuordnen.

Max on :

Bei uns in der Firma recht einfach gelöst, da wir an der Kasse wiegen: Nach Eingabe der PLU erscheint ein Pop-up mit der Frage nach dem abzuziehenden Tara (unverpackt, Plastiktüte, Papiertüte, "Veggiebag 8g", "Baumwollnetz 40g", ggf. zzgl. Größe der Schale bei losen Erdbeeren etwa). Meistens wiegen die Netze der verschiedenen Anbieter in etwa das selbe.

ednong on :

Klar,
man muss sich schließlich den Kunden anpassen können.

0815 on :

Ganz so witzig finde ich das gar nicht.

Ich habe beruflich viel mit Zahlen zu tun - dennoch überfordert es mich regelmäßig, wenn die Kassenkraft fragt, „haben Sie xx Cent / Euro“ um einen günstigeren Wechselgeldhintergrund zu schaffen.

Bei - längerem - Nachdenken raffe ich das dann auch, aber für den Moment schaue ich recht dumm aus der Wäsche.

Suppenblechdose on :

Tritt bei mir immer andersrum auf: Ich lege passend für einen runden Wechsel berechnet auf (Old-school-Kopfrechenübung) und das beschäftigte Etwas schiebt verdutzt "die zu vielen" Münzen zurück und gibt nach 1,23 Minuten 45 Kupferstücke raus. Dauert zwar vielfach länger, ist aber nicht mit Denkaufwand verbunden. Und die Krönung: Bei Folgekunden wird dann behauptet, es wäre kaum Wechselgeld in der Kasse (was bei der Kassiermethode sogar stimmen sollte).

Das Phänomen tritt i.d.R. nur in Supermärkten u.ä. auf, im Discount bislang nur einmal.

Nicht der Andere on :

Auch in Läden mit häufigem Einzelproduktkauf wie Buchläden hat sich selbst noch intensiv kopfrechnungsgebildetes, altgedientes Personal allzuhäufig dran gewöhnt, den entgegengehaltenen Schein einzutippen, die auszuzahlende Differenz abzulesen und dann auszuzahlen. Also ob 6,95er Preise und glatte Zahlungen mehr als Drittklässler-Gewohnheiten erfordern würde.

xtina72 on :

"Beschäftigtes Etwas"?!?!?!?!?

Nun gut - ich hoffe doch sehr, ihr Chef denkt genauso über Sie und die Behandlung ist ebenso.

Anteil on :

Ich denke mal messerscharf, das war eine Anspielung auf Björns Genderwitzelposting. Noch wie von Ironie gehört?

TOMRA on :

Auf jeden Fall schon mal für die Inventur vormerken.

Roland am Donnerstag on :

was sie wohl vorher getan hat, wenn sie die Kasse als interessant empfindet?

Suppenblechdose on :

Tolle pauschale Bewerbertextbausteine fachmännisch mit Strg-C bearbeitet.

Also mal ehrlich Björn, diese Floskeln stehen doch ständig in den Bewerbungen.

mipani on :

QUOTE:
diese Floskeln stehen doch ständig in den Bewerbungen
Stimmt. Und zwar deshalb, weil die Leute das von irgendwoher 1:1 übernehmen, ohne nachzudenken.

Roland am Donnerstag on :

sicher?
Mir fällt gerade der Job des Fahrstuhlwärters auf Helgoland ein, 2 Etagen, keine vernünftige Sicht nach außerhalb ...
https://www.insel-helgoland24.de/?site=index&site=Detail&aid=33
Dagegen ist die Kassiererinnen-Tätigkeit bei Björn richtig intellektuell fordern.

Horst-Kevin on :

Es ist vielleicht einfach eine Frage der Perspektive.

Asd on :

Immerhin ein orthographisch und grammatikalisch korrekter Satz! Der/diejenige hat was drauf. Eignet sich vielleicht gar zum fehlerfreien Ausfüllen der Inventurlisten!

Hendrik on :

Wow! Spannend, welch Arroganz hier gegenüber Kassenkräften von Seiten der Kommentatoren, aber auch wieder unterschwellig seitens des Inhabers zu Tage gelegt wird.

Man könnte meinen, Kassenkräfte würden grunzend in einer Höhle leben, wenn sie nicht an der Kasse sitzen und den überheblichen Kunden abkassieren müssen - Entschuldigung, dürfen. Es muss der Kassenkraft ja eine Ehre sein, die "hochwohlgeborene Kundschaft" zu bedienen.

Ich kann natürlich nicht für das Geschäft von Björn sprechen, aber in den Geschäften meiner Eltern haben die Kassenkräfte mehr Fähigkeiten als grunzen, Ware über den Scanner zu ziehen, ein paar Tasten zu drücken und Gelscheine hin und her zu schieben.

Keine Frage, dass in der Bewerbung ein typischer Textbaustein genutzt wurde und ob er für die Kasse so passend ist, sei dahin gestellt, aber das ist kein Grund überheblich zu werden. - Na ja, alles eine Sache der Einstellung zu seinen Angestellten bzw. der Kunden.

John Doe on :

Ja, hochkomplexe Tätigkeit an der Kasse. Da braucht man schon ein mehrjähriges Hochschulstudium für.
Tu mal nicht so, als wären Kassenkräfte in irgend einer Form qualifiziert. Den Job kannst du binnen kürzester Zeit jedem beibringen.

Nicht der Andere on :

Kommt halt drauf an, aus welcher Richtung man kommt oder welche Herausforderung oder welches Zurücklehnen sich der Interessent gerade wünscht. Für einen Rechenkünstler wäre die Kasse auch ganz ohne rechnende Kasse keine Herausforderung. Für einen Dyskalkulisten könnte schon der ganz Zahlenkram, die Kassenbedienung und das Abzählen von Mehrfachware eine unbezwingbar große Herausforderung darstellen. Oder für einen Misanthropen die diverse Kundschaft und der Haufen Kollegen unmöglich auszuhalten. Find die Formulierung und die Aussage nun wirklich nicht schlimm oder lächerlich.

H. Willem on :

Klasse. In einem Unternehmen mit dieser verachtungswürdigen Einstellung zum Mitarbeiter würde bestimmt jeder gern arbeiten.

Provokation zurück: Hätte BH in der Schule aufgepasst, müsste er keine zwei Ladenklitschen in einer Ansiedlung gewordenen roten Laterne betreiben.

xtina 72 on :

Pfui -wie garschtig ;-)

Aber eines stimmt, die hier herrschende Arroganz der Bewerberin gegenüber.

Wie zur Hölle soll man sich den auf einen Kassenjob hin bewerben?
Wenn Sie nur schreiben würde, brauche einen Job, der mir ermöglicht meine Miete zu zahlen (gut, bei dem Gehalt, das gezahlt wird, geht das eh nicht) und dass mir ermöglicht, ab und an etwas zu essen und zu trinken zu kaufen, dann würde Herr Horste hier auch einen Beweis für einen "dummen, dreisten, faulen Taugenichts vom Jobcenter" haben und einen vom "Fachkräftemangel" brüllen.

Also Herren und Damen - wie macht man es denn richtig? Oder haben die Herren und Damen ihren Job durch Papi oder Onkel Klausens Vitamin B erhalten und sitzen sich seither ihren Popes 9-5 platt?

Elke on :

https://up.picr.de/36122304me.jpg

xtina 72 on :

Und auch nicht ganz unwahr

Azubi Mehdi on :

So abwegig find ich diesen Satz nicht.
An Feiertagen kann die Hölle los sein, alle Kunden wollen auf einen Schlag bedient werden, du hantierst mit viel Bargeld und musst ggf. ad hoc Lösungsvorschläge für Probleme parat haben. ;-)
Hab den Job lang genug gemacht :-D

xtina72 on :

Jo - ganze 2 oder 3 Jahre, ohne Abschluss.

Aber gut

Hendrik on :

Woher weißt du, dass er nicht bei einem anderen Einzelhändler seine Ausbildung fortgesetzt hat und dort einen Abschluss machte oder noch macht?

Wir haben auch immer wieder Auszubildende, die in einem anderen Markt ihre Ausbildung begonnen haben, dann nicht mit ihrem Umfeld zu recht kamen* und dann bei uns ihren Abschluss machten.

* Der Grund, warum das Umfeld nicht passte, kann verschiedene Gründe haben. Manchmal war der Marktleiter (Eigentümer, Filialleiter) der Grund, dann die Kollegen im Markt, oder die Kundschaft passte nicht. Einmal hatten wir eine Auszubildende, die schwanger wurde, ihre Ausbildung unterbrach und dann nicht mehr in ihren alten Markt wollte (Wohnung zu weit vom Arbeitsplatz entfernt, oder sie nahm sich für das Baby eine längere Auszeit, als der Ausbilder zulassen konnte), um dann ihre Ausbildung bei uns zu beenden.
Ein Grund zu Wechseln des Betriebes kann viele Gründe haben.

Nicht der Andere on :

Jetzt bin ich aber mal gespannt, ob Azubi Mehdi ein gebärt hat.

Spaß.. (-:=

Steven Coolmay on :

Ja, Kopfrechnen an der Kasse oder Raufzählen geht. Hab selber an einer Kasse gearbeitet aber:

Für Kopfrechen ist konzentration nötig!

Klar nicht viel, aber je nach Betrag und was der Kunde gibt muss man sich schon kurz konzentrieren. Aber da ist der eine Kunde der neben der Kasse steht und nen 1€ für den EInkaufwagen braucht.
Gang 3 muss noch verräumt werden und der Chef hat drum gebeten Gang 5 und die Fertisuppen vorzuziehen. Bumm dann tippt man sogar 6,95€ und 10€ ein und macht das was auf der Kasse steht weils einfach manchmal was stressig sein kann.

Zu der Bewerbung, ja dieser Standard Satz passt nicht so ganz bei so einer Bewerbung für die Tätigkeit.

Hein on :

Mehrere zeitnahe Teilaufgaben zu koordinieren, ist nicht jedermanns Sache. Und nein, mit etwas Alltag/Übung ist kassenübliches Kopfrechnen auch ohne besondere Konzentration auf den einen Aufgabenteil gut möglich.

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