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(w/m/d/x/gn/i/t/mde/*)

In Stellenanzeigen muss neuerdings auch das "dritte Geschlecht" angegeben werden, was neben "w" und "m" durch ein "d" (divers/e), "x" (egal), "gn" (geschlechtsneutral) oder einfach nur ein "*" (stellvertretend für jedes beliebige Geschlecht) gekennzeichnet sein kann.

Da diese Thematik auch für mich im Laufe der Mitarbeitersuche immer wieder relevant ist, komme ich nicht umhin, mich damit ebenfalls zu beschäftigen. Dabei kam mir eine Frage in den Sinn, auf die ich keine Antwort finde: Warum muss überhaupt (m/w/xyz) angegeben werden? Warum lässt man diesen Zusatz nicht einfach ersatzlos weg? Warum legt man nicht einfach fest, dass eine Stellenanzeige unabhängig von der Formulierung automatisch niemanden ausschließt, außer dass es aufgrund bestimmter Faktoren einfach nicht anders geht? Dann steht da eben "Verkäuferin", trotzdem dürfen sich Männer bewerben. Und für die vakante Stelle als "Zahnarzt" kann eben auch jemand in Frage kommen, der (oder die oder x) ob seines (oder ihres oder x) tatsächlichen oder empfundenen Geschlechts (oder auch sexueller Orientierung) momentan gar keinen Plan hat. So what?

Das würde das Leben viel einfacher machen, zumindest allen nicht Berufsbetroffenen – und nebenbei auch noch diese unglaublich unhandliche und unästhetische Sprachschwurbelei verhindern, die sich in den letzten Jahren erfolgreich breitmacht.

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Comments

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Leerer on :

Das tatsächliche oder empfundene Geschlecht hat mit der sexuellen Orientierung aber mal gar nichts zu tun.

Hendrick on :

das wäre doch viel zu einfach und nicht typisch deutsch/europäisch/irgendwas

Augusto on :

Du verkennst das Wesen der Macht. In diesem Falle Sprachgebote machen zu können.

Es ist armselig, halt typisch links.

hartmut on :

"halt typisch links."

So wie die Verbote "entarteter Kunst", oder Verbrennung verbotener Bücher?

Nicht der Andere on :

Wenn links von ganz rechts alles linksgestempelt wird, dann zuckt man nur noch mit den Schultern. Für unlinks bleibt dann halt nur noch rechtsextrem übrig, was soll's.

Hendrik on :

Mein täglich unterschwellig blaunen Post geb mir heute…  - Aber wir sind ja nicht blaun und haben mit denen nix am Hut. Hat aber alles nix mit nix zu tun. :-D

Josef on :

Um diesen Genderkäse daneben zu finden, muss man nicht politisch rechts orientiert oder gar - heutzutage auch gern inflationär und synonym dazu gebraucht: braun sein.
Einfach keinen an der Klatsche zu haben reicht schon.

Hendrik on :

Ich stimme dir im Grundsatz zu, aber wer diesen Blog kennt, der kann erahnen, warum solche Themen kommen.

Aktuell scheinen die "Nachbarn" 'still' zu sein, es scheint auch keine "Parkverstöße" von dort aus zu geben, an dem man sich aufreiben könnte und selbst die Ladendiebe scheinen Urlaub zu machen, oder sind "Bio", über die man lieber nicht berichtet. So muss also, so macht es für mich den Eindruck, ein neues Thema aus der Ecke herhalten.

Wenn die Sommerpause von "nebenan" und von den LDs anhält, hält möglicherweise als nächstes das Klima als Blogthema her.

Vielleicht irre ich mich ja auch total, dann würde es mir schrecklich leid tun und ich würde mich entschuldigen, aber man macht hier wenig, um nicht auf den Gedanken zu kommen, den ich habe.

Übrigens nervte es mich schon immer ein *in oder ähnliches in Anschreiben für den Verein, die Schule, in der Uni zusätzlich schreiben zu müssen, also "Liebe Mitschülerinnen und Mitschüler, sehr geehrte Lehrerinnen und Lehrer", o.ä..

Mich nervt auch, dass man solche Krücken wie "Lehrende", "Studierende", oder "Sehr geehrte Menschen" benutzt werden.

Auf der anderen Seite, was ist schon dabei in einer Stellenausschreibung:
"Wir stellen zum 01.01.2020
einen Verkäufer
(w/m/d)"
zu schreiben.

Zumindest hat man dann nicht an der Sprache gemurkst, wie bei "VerkäuferIN".

Josef on :

Dass seine wildparkenden Nachbarn ihm tierisch auf den Zeiger gehen, ist natürlich ein gern genutztes Blogthema. Wärst du nicht sauer, wenn dir ständig dieselben Leute dein Grundstück zu parken?
Ich sehe nichts Falsches darin, sich ab und zu mal den Ärger von der Seele zu schreiben. Dass er das in letzter Zeit seltener macht, beweist oder widerlegt gar nichts. Vielleicht kann er die Unverschämtheiten besser wegstecken, seit er keine Genehmigung mehr für die abendliche Sause zum Fastenbrechen erteilt. Vielleicht ist es tatsächlich besser geworden? Vielleicht ist er das Thema leid.
Und zu den LDs: ich glaube, das ist ein Dauerbrenner, nur wird es meist total unspektakulär und nicht blogwürdig ablaufen. Oder Bremen hat die BTM-Szene erfolgreich komplett auf Entzug gesetzt.

Björn Harste on :

Wir haben da gerade ein ganz interessantes Ladendieb-Video, von den Moschee-Nachbarn gibt es auch einiges zu berichten, aber mir rennt momentan an allen Ecken und Enden die Zeit davon, weshalb es auch hier im Blog derzeit etwas stiller ist.

Dirk on :

Es gäbe auch noch neutrale Formulierungen, wie sie gerne in Behördenkreisen gebaut werden. Da Wurden aus Studenten, Studierende. Verkäufer werden so zu Verkaufenden, Zahnärtze zu Zahnverarzendente.t..??

Sprachpolizei on :

Ja aber was sind die Verkaufenden wenn sie gerade Pause machen? Pausierende? Pausende?

Das ist noch schlimmer als das Deppengendersternchen oder "d" für gestörter Depp mit nahem Suizid.

jeca on :

Naja und nicht zu vergessen: die Ladendiebenden!

Jo on :

Stichwort: Signalling

Man kann relativ viel schreiben. (AGG führt zu kleinen Zahl an Einschränkungen) Je nachdem welchen Weg man wählt signalisiert man man aber verschiedenen Gruppen etwas. Sowohl den Berberbern, als auch Bewerber die zurück schrecken als auch dritten, die das in anderem Kontext lesen und damit das Image geformt bekommen.

Wenn ich in meinem Supermarkt ein Schild "Verkäufer gesucht" sehe, denke ich "achje, so ein alter verbittert Marktleiter kurz vor Rente", lese ich "Verkäufer*in (m/w/trans/divers/*)" denke ich "hm, entweder ein hipper offener Marktleiter oder ne übetlrtriebene Konzernmarketingleitung"

jeca on :

Also ich denke im Supermarkt eigentlich immer 'Ich brauch noch 1 Liter Milch, halbes Pfund Butter, Eier...'

An den Marktleiter hab ich noch nie gedacht... sry liebe Marktleitixe

Wobei: wenn ich "Verkäufer*in (m/w/trans/divers/*)" sehe, würde ich denken, ob das jetzt irgendwie ansteckend sein kann und ich lieber die 20ct extra für die bereits in Plastik eingeschweisste Biogurke zahlen soll.

Blubb on :

Gurken und anderes Gemüse werden (auch außerhalb des Biohandels) längst nicht mehr in der Massr eingeschweißt verkauft.

Mitleser on :

Ich sehe das ähnlich wie Björn und man sollte einfach nur "Ausschreibung erfolgt geschlechtsneutral" schreiben.

Dieses m/w/d würde ich auch noch anerkennen, aber mitten in Wörter gehören eben keine Satzzeichen. Es ist nicht nur unästhetisch, es sieht im Falle von Sternchen, Unterstrich einfach nur scheiße aus und diese "neutrale" Schreibweise (Studierende, Lehrende, zu Fuß gehende) liest sich einfach nur schlecht, weil man immer denkt, da fehlt ein Substantiv hinter dem Wort...

Und wenn man dann ließt, dass fast gar keiner von der Geschlechtsoption "Divers" Gebrauch macht, dann kann man es meinetwegen auch direkt wieder abschaffen.

PS: Das B in LGBTQ steht übrigens für 2 (bi) ;-)

Also bitte! on :

Also bitte: Wenn schon, dann bitte LGBTTQQIAAP - zumindest !!!

PS: und ich hab immer gedacht, das b steht für ...

Hans on :

Ich bin politisch eher links eingestellt und finde diesen Genderwahnsinn trotzdem völlig übertrieben. Vor allem sorgen diese Übertreibungen dafür, dass viele Menschen von den tatsächlich wichtigen Themen wie der Gleichberechtigung genervt sind.

Ich bin da völlig Björns Meinung: Warum nicht komplett weglassen und damit automatisch alle (oder von mir aus *) meinen.

CP on :

"Warum muss überhaupt (m/w/xyz) angegeben werden?"

Muss es nicht. Machen aber fast alle, weil es simpel ist, man damit definitiv auf der sicheren Seite ist (auch wenn die Angst vor "AGG-Hoppern" häufig in Richtung Paranoia geht) und inzwischen wohl auch einfach, weil es fast alle anderen so machen.

DerBanker on :

Ich fürchte, es würde genügend Leute geben, die versuchen möchten, bei einer vermeintlich "geschlechtlichen" Berufsbezeichnung ein Drama draus zu machen, da würde diskriminiert.

Ein geschlechtsneutrales Wort wäre m.E. "Kraft" - wobei es wieder bescheuert aussähe, würde man versuchen, mit Gewalt alles auf "-kraft" enden zu lassen.

Ingo on :

Es geht halt darum, alle mit einzuschließen. Immer nur das Maskulinum zu verwenden ist dann halt irgendwie auch nicht schön.

Sollte aber doch kein Problem sein, eine Anzeige als entweder:

Gesucht: Verkäufer*in

oder

Gesucht: Verkäufer (m/w/d)

zu formulieren, ohne dass man da ernsthaft Probleme mit hat. Man sagt halt aus, dass man ausdrücklich alle Geschlechter ansprechen möchte und drückt das damit halt gegenüber den Personen, die sich darauf bewerben deutlich aus.

Sehr schön hat es der Tourismusverband Ostfriesland letztens gemacht. Dort suchte man jemanden für eine Stelle und hat das mit "(m/w/d/ostfr)" versehen. :-)

Arno on :

Wäre in meiner Welt kein großes Problem, wenn wenigstens ab und zu mal Putzmann und Zahnärztin gesucht würden und die Zeitung mit "Liebe Leserinnen" aufmachen würde.

Es werden aber Putzfrau und Zahnarzt gesucht und die Zeitung macht mit "Liebe Leser" auf. Solange keiner darüber nachdenkt, immer.

(m/w/d) oder (gn) oder Putz* ist da ein halbwegs brauchbarer Kompromiss.

(m/w/d/ostfr) ist auch schön :-)

MfG, Arno

Blubb on :

Klarer Fall von Genderfascho.

Warum hat sich der Linksmob eigentlich noch kein Nazi#ne*das^weißnich_bla für Rechtsmobbisten ausgedacht?

Matthiasausk on :

In einem Discounter war letztens ein Verkäufer gn gesucht und unten war in grossen Lettern erklärt gn=genderneutral

Blubb on :

Wenn, dann schon in KROSSEN Lettern.

Nicht der Andere on :

Keine Ahnung, welches der XXX Gschlechter nun "genderneutral" ist,
aber das fordert ja eine Antidiskrimierungsklage wegen Nichtansprache von m/w/* heraus! d-:=

Hans on :

Meine braunen Arbeitskollegen sind der Meinung m/w/d stehe für männlich, weiß, deutsch :-O

Klodeckel on :

Björns Frage ist einfach zu beantworten: Wenn das "d" nicht explizit angegeben wird und sich somit über kurz oder lang als "normal" in den Köpfen der Menschen festsetzt, sind die ganz wenigen Menschen, die nicht wissen, ob sie Männlein oder Weiblein sind, einfach nicht zufrieden.
In 20 Jahren wird daher jeder stinknormale Hetero so auf Kurs gebracht sein, dass er sich empört beschweren wird, wenn er in irgendeinem Lolal oder Restaurant keine dritte Toilette für Tunten und Transen findet.

Roland Ehle on :

Mit "wir suchen Unterstützung für den Verkauf in Vollzeit/Teilzeit" lässt sich die Problematik sprachlich relativ elegant umgehen. Die nächste Fälle lauert dann bei der Beantwortung des Bewerbungsschreiben bei der Suche nach einer passenden Anrede ????

Björns Post zeigt nebenbei sehr deutlich, wie sehr wir als Menschen in gewissen Denkmustern verhaftet sind: Björn erwähnt die Verkäuferin und den Zahnarzt und nicht etwa den Verkäufer und die Zahnärztin ????

Roland Ehle on :

Ahhhh Smilies kaputt und durch Fragezeichen ersetzt, na toll

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