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Kekse?!

Ein Kundenpärchen irrte suchend durch den Laden. Als ich das bemerkte, stellte ich die übliche Frage: "Kann ich euch helfen? Sucht ihr etwas Bestimmtes?"

"Oh, ja, Kekse", antwortete er.

Das ließ sich unkompliziert aufklären.

Mich irritierte nur, dass sie das Regal überhaupt suchen mussten. Sie hatte bei der Inventur mitgeholfen und ausgerechnet das Keksregal nehme ich schon seit etlichen Jahren, um zu zeigen, wie die Inventur hier bei uns abläuft – und so lange ist das ja nun auch noch nicht her.

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Kommentare

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. am :

Tina, wat kosten die K......ekse?

Tilla am :

"Als ich das bemerkte, stellte ich die übliche Frage: "Kann ich euch helfen? Sucht ihr etwas Bestimmtes?"

Ladenmitarbeiter, die mich/uns ungefragt duzen wollen, sehen mich/uns jedenfalls nicht wieder.

Die Reaktion, aufdringliche Verkäufer mittels einer möglichst zeitsparenden Antwort loszuwerden, kenne ich aber von irgendwoher *pfeif*.

Tilla am :

War ja auch nicht an SIE gerichtet. IHR laden mag zum Bloggen ja schön und gut sein, zum ernsthaften Einkauf gehe ich aber woanders rein.

Aber wer für den ach so "freundschaftlichen" Umgang empfänglich ist, hat sein Eldorado gefunden. Solange es noch "in" ist ;-)

Molli am :

Muss man so einen Stock im Rücken eigentlich nachts rausnehmen oder schläft man damit?

Leser v1 SR4a am :

"SIE" und "IHR" Blog?
Ich wusste ja, dass SIE mal einen eigenen Tag bekommen hat, aber jetzt gibt es schon von IHR einen Blog?
cool, ich hätte gern den link. :-O

Leser v1 SR4b am :

Oh nein, wo sind die ganzen Einträge von IHR hin?
Für die Suche reichen drei Buchstaben nicht und bei den Kategorien fehlt SIE eindeutig.

Björn, F1! F1! F1!

Jack Black am :

IHR Blog hat viele tolle Geschichten über IHRE Erfahrungen mit einem seltsamen Supermarktbetreiber.

Erna Kowalski am :

Boach, ey, hömma, da haste abba noch nie inne Ruhrpott im Konsum gekauft. Da wirste mit ne Sie erstma gar nich Ernst genommen. Gezz lass ma, wegen solche Fissematenten recht man sich doch nich auf.....

Tilla am :

Dort wohnen ja auch nur "Polen" und die sind mit dem geklauten Fahrradhaufen sicher auch per DU :-p

Reinhard am :

Irgendwo müssen gewisse Bevölkerungsgruppen ja Bevölkerungsgruppen bilden. Und wer eine Sprache nicht beherrscht, verwechselt das Sie/Du eben schnell.

John Doeer am :

Auch wenn es sich hierbei wohl nur um einen Troll handelt, so merkt man daran doch, dass die Bürokratische Republik Deutschland noch nicht in allzuferne Vergangenheit gerückt ist. Frei nach dem Motto: Ohne Formblatt 47/11 in 5-facher Ausfertigung bekommen Sie hier nicht mal Brötchen.

matthiassausk am :

Ja, aber da gehe ich -nicht nur aber auch wegen der penetranten Duzerei- nicht mehr hin. Diese pervertierte Form der Duzerei, die eine völlige Umgehung der Distanz, ja sogar eine komplette Respektlosigkeit einschließt und die scheinbar derzeit zum allgemeinen Umgangston wird, geht mir sowas von auf den Keks(sic!) - selbst sich selbst so nennende Finanzdienstleister fangen schon so an. Es nervt einfach.

Im Übrigen war die Frage nach dem IKEA ein schönes Beispiel von Whataboutism. Und bevor jemand den whataboutism weiterspinnt und sagt, ja aber im Englischen gibt es ja auch nur das Du: Im Englischen ist es sehr wohl möglich, trotz des "you" eine respektvolle Distanz zu wahren (die wird im Deutschen gerne vergessen), zB im amerikanischen Englisch durch die Ansprache mit "Sir" oder "Ma'am".
Und auch im Schwedischen, wo selbst der König mit Du angesprochen wird, wahrt man bei IKEA trotzdem Distanz.

(hmmm ... der Respekt vor dem schwedischen König hat dort oben auch zwischenzeitlich stark abgenommen seit dem Bett GUTVIK in King Size ...).

Man sieht - ich kann die Tilla prinzipiell ganz gut verstehen (wobei im aktuellen Fall, wo man die beiden vielleicht von der Inventur her schon ganz gut kannte, das Du vielleicht OK war).

scout am :

Streng genommen kennt das Englische nur das "Sie" das Equivalent von du wäre "thou", welches im englischen sehr viel mehr intimer ist und außer bei Shakespeare nahezu garnicht mehr verwendet wird. Als deutsche Variante davon https://de.wikipedia.org/wiki/Hamburger_Sie

Dudududu am :

Sicher das die "pervertierte Form" nicht einfach nur eine Empfindung ist, weil wir in Deutschland einfach das duzen ohne Einverständnis nicht gewohnt sind? Wer da duzt, wird gleich als respektlos und in den privaten Raum eindringend wahr genommen, egal wie respektvoll das Verhalten eigentlich ist.

Der Unterschied zwischen "Kann ich Ihnen helfen?" und "Kann ich Dir helfen?" ist eine reinsubjektive Empfindung, weil wir einfach die Erwartung haben, gesiezt zu werden.

Reinhard am :

Eijeijei, Sprache basiert doch nicht etwa auf der Erwartung, unter Zuhilfenahme gewisser Normen angesprochen zu werden? :-o

matthiassausk am :

> Sicher das die "pervertierte Form" nicht einfach nur eine Empfindung ist, weil wir in Deutschland einfach das duzen ohne Einverständnis nicht gewohnt sind?

Gerade beim Thema Respekt kommts doch einzig auf die Empfindung des Angesprochenen an, oder? Wird Deine Ansprache als respektlos empfunden, dann hast Du schon verloren. Also dann lieber distanzierter und immer auf der sicheren Seite.
Das hat was mit kultureller Kompetenz zu tun - blindwütige Duzerei ist ungefähr so, als würde man beim Betreteten eines japanischen Hauses höchst respektvoll die Straßenschuhe nicht ausziehen.

Außerdem bewahrt die Distanz den Sprecher vor Ausfälligkeiten, wenns mal kritisch wird: "Du Arschloch" sagt man sicherlich schon mal unüberlegter als "Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch"

Karle am :

Richtig. Lieber selbst kompetent handeln als anderen "unpassende" Empfindungen zu unterstellen.

Tanja am :

die Frau hatte doch bei der Inventur mitgeholfen. Somit nicht ganz fremd.... ;-)

Nicht der Andere am :

Die beruflich und privat zu tragenden Scheuklappen wollen wohlunterschieden sein. Schon, um Erfahrungen, Wissen, Freuden und Grölle (sp?) nicht unnötig und gratis zu übertragen.

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