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Branchenbuch-Abzocke in Findorff

Sie versuchen es ja immer und immer und immer wieder. Ich frage mich gerade, ob die Urheber solcher "Angebote" einfach nur auf Leute hoffen, die nur mal eben die Adresse bestätigen wollen und dabei übersehen, dass sie damit einen vollkommen überteuerten Auftrag unterschreiben – oder ob es wirklich jemanden gibt, der ernsthaft und aus voller Überzeugung das Geld für diese scheinbare Werbung investiert. Ich jedenfalls nicht. :-)


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Kommentare

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Carom am :

Frage an möglicherweise anwesende Juristen: Gilt der Zugang solcher Schreiben als unerlaubte Werbung nach UWG?

Ich mag auch keine Abmahnanwälte, allerdings ist das Instrument der Abmahnung an sich in solchen Fällen richtig eingesetzt.

Alex am :

Ja, allerdings haben diese Firmen ihren Sitz oft auf Malta oder anderswo, wo man das Ungerlassungsurteil kaum vollstrecken könnte.

Raoul am :

Ein Gericht hat letztens übrigens entschieden, daß die Abgezockten durchaus selbst schuld sein können. Tenor: Man sollte lesen, was man unterschreibt.

Halvar von Flaake am :

Irgendwie wird diese Firma schon zu Aufträgen kommen.
So was rutscht leicht mal in die Unterschriftenmappe. Der überarbeitete Verantwortliche schaut sich das nicht genau an und unterschreibt. Wenn er seinen teuren Fehler bemerkt (wenn überhaupt), wird er das wohl kaum an die große Glocke hängen und die Sache läuft.

0815 am :

Sowas gab es in meiner alten Firma auch einmal. Ich war dort erst wenige Wochen und habe davon erfahren. Die Firma hatte damals schon eine horrende Summe per Überweisung bezahlt, das Geld war also weg. Obwohl es nicht mein Job war, habe ich geraten der Firma und deren Bank zu schreiben und das Geld zurückzufordern. In dem Schreiben wurde mitgeteilt, dass man diese Schreiben als Kopie dem Bafin und der zuständigen StA sendet.
Nach 3 Tagen war das Geld wieder da und wie ich aus anderer Quelle erfuhr war das Konto gekündigt.

Hier hilft es nur, wenn man mit der „Brechstange“ arbeitet, worin Björn ja gerade Training hat.

Aber er kennt das ja schon. Dennoch würde ich die geringe Mühe auf mich nehmen, dass zumindest deren Bank zur Kenntnis zu senden.

Bernd am :

Heroisch stürzt sich der Neuling in den Kampf, alle inkl. der Chefetage hört auf ihn und er erhält durch eine leichte Drohung, die ein stumpfes Schwert ist, mir nichts dir nichts das Geld sofort zurück.
Und das von Abzockern, die mit allen Wassern gewaschen sind, auf ihrer Yacht in Monaco hocken und sich rechtlich im Ausland hinter Briefkastenfirmen verstecken.

Ja, total glaubhaft. Du bist der Held dieses Tages.

0815 am :

Das ist exakt so abgelaufen. Das musst Du nicht glauben.

T am :

In der Tat geben Abzocker das Geld oft schneller wieder her als man glaubt, weil sie Gerichte und Co scheuen. Das wird dann nämlich meist teurer und sorgt dafür, dass das Geschäftsmodell teilweise oder ganz stirbt...

Ist insbesondere im Mobile Entertainment Bereich mit Abos eine gelebte Praxis.

Martin am :

Das sind nur 13,7 Cent pro Stunde. Ist doch ein vernünftiger Preis...

Shoppingqueen24 am :

Äh, nö. Sind nur knapp 7 Cent/Stunde. ;-)

Phil am :

Keine Angst: Irgend ein Besucher deines Blogs wird das Foto schon für dich ausdrucken und an den Anbieter Faxen.

Jemand am :

Ich kenne einen Filialleiter einer Bank und die haben mal einen Geschäftskunden gehabt, der plötzlich wahnsinnig viele Geldeingänge hatte und das Konto wurde immer voller und voller. Da haben die festgestellt, dass das so ein "Verein" war und haben dem dann das Konto gekündigt. Da muss es wohl wirklich gut abgegangen sein. Das war zwar vor bestimmt 12 Jahren aber es gibt noch immer genug, die darauf reinfallen.

Bei vielen ist es ja auch so, dass die darauf warten, dass nach der GmbH-Gründung irgendwo eine Bekanntmachung erscheinen soll und daher denke die dann, dass es das sei und man da bezahlen muss.

Leere Dose am :

Du kannst ja mal nach diesen "Branchenverzeichnissen" googlen. - Da findest du dann alle die abgezockten Firmen ...

Marco am :

@Björn: Es ist tatsächlich nicht vorstellbar, dass jemand so etwas in vollem Bewusstsein unterschreibt, weil die "Gegenleistung" ihm den Preis wert ist. Aber das "darauf hoffen", dass Leute das versehentlich unterschreiben und zurückschicken, ist leider nur allzu begründet. Es gibt jede Menge Menschen, die leider auf solche Abzocke reinfallen.

Problematisch wird es dann, wenn die folgende Rechnung dann auch noch bezahlt wird - denn das Geld sieht man nicht wieder, insofern kann auch ich die Schilderung von 0815 nicht glauben (oder es ging um ganz andere Sachen, und ein Teil der Geschichte fehlt).
Oder, ganz fies, wenn man nach Kenntnis seines Fehlers, also spätestens nach Rechnungserhalt, nicht richtig reagiert, und die Abzocker aufgrund einer weiteren Unachtsamkeit dann womöglich noch von einem Gericht recht bekommen, weil man einen Vertrag geschlossen und nicht rechtzeitig angefochten hat.

@Carom: Wenn das Schreiben per Briefpost kommt, ist es keine unerlaubte Werbung nach UWG.

MiDD am :

Da steht nirgendwo eine Währung da - weder oben rechts bei den 50,- noch unten bei den 1200,-

Vielleicht sind es ja chilenische Peso.
Das relativiert das Ganze dann schon.

Tanja Jung am :

Ich bin einmal drauf reingefallen. Sie haben mir auch einen Brief gesendet mit der Aufforderung den Vertrag zu unterzeichnen. Das interessanten an der Geschichte ist, dass sie ein ähnliches Logo wie die Post verwendet haben und ich am Anfang nichts dabei gedacht habe. Erst nachdem ich unterschrieben habe und dann die erste Rechnung erhalten habe, war ich nicht mehr so gut anzusprechen. Ich habe dann für ein Jahr bezahlt und direkt danach gekündigt. Ich durfte damals auch 4stellig bezahlen und es war wirklich unschön. Ich hatte damals keine Chance aus dem Vertrag zurückzutreten. Ich habe seit dem an gelernt, nicht blind zu unterschreiben.

Sanna am :

Das ist keine Rechnung - das ist eine Offerte (Angebot). Durch Unterschrift und Rücksendung wird es erst eine Bestellung.

Bei Änderungen im Handelsregister gibt es auch gern ähnliche "Angebote", auf ersten Blick aufgemacht wie das amtliche Schreiben. Bis man dann das Kleingedruckte liest. Beeindruckend ist, dass diese Geldhyänen mit ihren Pamphleten immer schneller sind, als der amtliche Gebührenbescheid (...der i.d.R. binnen einer Woche kommt).

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