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Keine zwei geklauten Dosen

Der Typ, der hier unter Punkt 3 aufgeführt wurde, war wieder im Laden.

Er brachte zwei Dosen eines Engergydrinks in eine etwas weniger frequentierte Ecke, schlich schließlich mehrmals immer wieder in den Bereich, öffnete zwischendurch seinen Rucksack und hätte ganz sicher versucht, die Dosen zu stehlen, wenn er nicht von einem Kollegen, der da unerwarteterweise in der Ecke zu tun hatte, plötzlich abgeschreckt worden wäre. Ich vermute zumindest, dass es so passiert wäre, resp. passiert ist.

Wir waren in Habtachtstellung und hatten den Typen längst auf dem Schirm und hätten ihn auch mit den Dosen nicht aus dem Laden gelassen. Aber dann hätte er neben der Anzeige wegen des begangenen Hausfriedensbruchs auch noch eine für den Diebstahl der beiden Dosen bekommen.

Alter Tabak im Müll

Wir hatten noch weit über zehn Jahre alten Tabak (und ein paar Zigaretten und Zigarillos) hier in einem kleinen Karton im Lager liegen. Verkaufen hätten wir die Ware nicht mehr dürfen, eine Gutschrift gibt es dafür auch nicht mehr, dafür rieselte schon feines Tabakpulver aus den Ritzen der Päckchen.

Ob das Kraut noch jemand freiwillig hätte rauchen wollen oder nicht, werden wir nie erfahren. Es wurde ja verbrannt, nur eben im großen Stil in der Müllverbrennungsanlage. :-P


Flummifans

Der Flummiautomat bei uns ist inzwischen schon fast antik. Seit ein paar Jahren steht er in der Nähe unseres Leergutautomaten.

Zwei Jungs im Alter von etwa zehn bis zwölf Jahren hatten nun ihre Leidenschaft für diese Flummis entdeckt. Zunächst hatten sie sich gegen Mittag einen aus dem Automaten gezogen. Da war der Automat zwar nicht mehr "voll", aber es waren noch etliche Gummibälle darin:



Im Laufe der nächsten fünf Stunden kamen die beiden immer wieder in den Laden. Mal kaufen sie sich etwas zu trinken oder zu naschen, mal gaben sie Leergut ab, mal kamen sie einfach so – aber bei jedem Besuch zogen sie nicht nur einen, sondern gleich mehrere Flummis aus dem Automaten. Nachschub an 50-Cent-Münzen bekamen sie bei uns an der Kasse und am frühen Abend war der Behälter des Flummiautomaten schon deutlich leerer geworden. Mir soll's recht sein, immerhin bekommen wir 20 Prozent des Flummiautomatenumsatzes. :-)


Macadamianussdieb

In den Körben in einem unserer Chipsregale standen zwei leere Kartons. "Welcher Horst hat die denn da abgeworfen?", wollte ich mich gerade beschweren, als mir beim Blick auf die Beschriftung, "Macadamias, 125 g", ein schlimmer Verdacht kam.

Dieser bestätigte sich dann leider auch beim Blick in die Videoaufzeichnung: Ein uns immerhin namentlich bekannter Typ hat den Inhalt beider Kartons in seinen Rucksack umgefüllt und war damit zunächst unerkannt entkommen. Die Ware oder den Gegenwert werde ich ganz sicher nicht wiedersehen, aber immerhin bekommt der Typ zwei weitere Anzeigen in die Akte. Eine für den Hausfriedensbruch, denn das Hausverbot wurde ihm längst erteilt, die andere für den Diebstahl. Der Warenwert betrug immerhin über 120 Euro, so eine Tüte kostet mal eben 3,49 Euro …

Wird ihn das interessieren? Nein. Wird etwas passieren? Nein. Schläft so einer mal ein paar Nächte im Knast? Auch nicht. Wird er irgendwann wieder hier reinkommen und eventuell wieder einen hohen Warenwert einsacken? Würde ich drauf wetten.


SPAR-Markt in Bardufoss, Norwegen

Vielen Dank an Andi, der mir dieses Foto eines SPAR-Marktes geschickt hat, der laut seiner Beschreibung in "Heggmo, Dänemark" liegen soll. Einen Ort Heggmo gibt es nicht, aber dafür heißt dieser Laden so, der sich auch nicht in Dänemark, sondern sehr viel weiter nördlich in der Ortschaft Bardufoss in Norwegen befindet. Entweder habe ich da jetzt was verwechselt oder Andi – oder er wollte nur wissen, ob ich tatsächlich zu jedem Markt etwas recherchiere. Mache ich, sofern möglich. :-)

Hier ist der Markt bei Google Street View zu sehen.

Für die große Ansicht auf das Bild klicken!

Kleines Mädchen, Bierflaschen und der Leergutautomat

Ein kleines Mädchen gab Leergut ab. Ob sie alleine oder in Begleitung eines Erziehungsberechtigen im Laden war, hatte ich nicht beobachten können. Auf jeden Fall stand sie vor dem Leergutautomaten und angelte eine Flasche, auch kleine Bierflaschen, nach der anderen aus ihrer Tasche und steckte sie in den Automaten.

Das wäre mir nicht weiter aufgefallen, wenn sich die Öffnung für die Flaschen nicht noch über dem Kopf der Kleinen befunden hätte. Sie stand also vor dem Automaten und hat brav Flasche für Flasche mit dem Boden voran in das Gerät gesteckt. Offenbar waren sie alle leer, zumindest so weit, dass durch die extrem schräge Haltung, anders konnte das Mädchen die Flaschen nämlich nicht in die Öffnung bugsieren, keine Getränkereste mehr ausliefen.

Ich hatte das nur kurz beobachtet und augenscheinlich ging alles gut. Möge die Kleine auch beim Rest aus ihrer Tüte keine Dusche aus "Altbier" bekommen haben …

11 x ohne Etikett

Dass mal Etiketten auf Konservengläsern fehlen oder schief oder zerknüllt aufgeklebt sind, kommt vor. Mit der gestrigen Lieferung haben wir einen Karton mit Gurkengläsern bekommen, von denen tatsächlich ein einziges Glas überhaupt mit einem Etikett versehen war. Alle anderen waren komplett unbeklebt.

Stehen jetzt mit Sonderpreisetiketten beklebt zum halben Preis im Regal. Wer also gerade noch Bedarf an Gewürzgurken ohne jedes Verständnis für geltende Etikette hat, wird hier derzeit fündig. :-P


Der Verschleiß an Lappen

Gebrauchte Putzlappen, Wischmopps und Handtücher (nicht für die Hände, sondern zum Trocknen von Oberflächen, z. B. frisch geputzten Regalen) sammeln wir in einem Wäschebehälter mit Klappdeckel. Ist der Behälter voll, nehmen wir ihn mit nach Hause, jagen die Sammlung durch unsere private Waschmaschine und bringen die getrockneten und zusammengelegten Tücher und Lappen anschließend wieder zur Firma.

In letzter Zeit war Ines immer frustrierter über den immensen Verbrauch an Lappen und Möppen. "Es kann doch nicht sein, dass unsere Putzleute jeden Tag einen neuen nehmen und die nach einmaligem Gebrauch in die Wäsche werfen. Die kann man doch auch mal von Hand auswaschen und wenn sie dann nach einer Weile richtig dreckig sind, DANN in den Korb …"

Nun begab es sich, dass wir keinen einzigen Mopp mehr in der Firma hatten. Sie waren alle bei uns gewaschen zu Hause. Zwei Stück nahm ich am Morgen in meiner kleinen Fahrradtasche mit, damit wir überhaupt welche in der Firma haben. Unsere Putzfrau benutzte auch einen davon und etwas später fiel mir dieses Stillleben auf:



Klare Sache: Sie hat die Lappen und den blauen Wischmopp dort zum trocknen aufgehängt. Ich beachtete das zunächst gar nicht weiter, da sie das immer so macht. Der Weg zu meinem Büro führt an dem Wäschekorb vorbei und ich sehe diese so aufgehängten Tücher häufiger. Das ist ein gewohnter Anblick, über den ich mir eigentlich nie mehr Gedanken gemacht habe.

Aber diesmal eben irgendwie schon! Mir war schon klar, dass dieser blaue Wischmopp, der da unter dem grauen Mikrofasertuch hängt, einer der beiden erst frisch gewaschenen ist. "Klar, der hängt da nur um zu trocknen …"

Nach einer Weile kam mir eine Erkenntnis. Nämlich jene, warum wir diese Tücher immer wieder so zahlreich bei uns in der Waschmaschine landen. Dieser Wäschekorb ist vermutlich der denkbar schlechteste Platz, um die Tücher zum trocknen aufzuhängen. Ich vermute, dass jeder, mich eingeschlossen, die Lappen als schmutzig deklariert hätte. Der unterstellte Hintergedanke wird sein, dass sie erst etwas trocknen sollen, damit die nassen Tücher nicht zu stinken anfangen, wenn sie tagelang in dem Korb liegen. Mit einer kleinen Verzögerung ausgebreitet auf dem Rand landen sie dann also doch in der Wäsche.

Aber dabei sollen die noch gar nicht in die Wäsche. So viel ist inzwischen klar. Also brauchen wir einen neuen Platz dafür, aber auf einem alten Einkaufswagen in unserem Fahrradunterstand ist natürlich auch nicht gut. Da werden wir irgendeine neue Lösung benötigen.

Spontan denke ich da an eine kleine Wäscheleine in der "Putzecke" bei uns in der Toilette, aber da müssen wir wohl mal eine grundlegend neue Ordnung schaffen.

Dach, Saft, Gelatine

Auf dem Hof tobten vier Jungs im Grundschulalter herum. Dabei spielten sie nicht nur auf der Parkfläche, sie kletterten über unsere Rampe auf das Dach des Trafohäuschens und von dort über die Mauer zwischen den Grundstücken auf unseren Fahrradständer. Die Mauer wird nicht umfallen, aber das Trapezblech des Fahrradständers ist nicht dazu gemacht, betreten zu werden. Aber Respekt vor fremden Eigentum ist in der heutigen Zeit ja so eine Sache für sich …

Eine halbe Stunde später war das Quartett bei uns im Laden. Sie wollten Saft kaufen. Einer hielt mir eine Flasche vor die Nase und wollte wissen, ob da Gelatine drin sei. "Nein, da ist keine Gelatine drin", sagte ich und konnte mir den Nachsatz nicht verkneifen, dass es dann kein Saft, sondern Wackelpudding sei.

Was ich damit sagen wollte, hatten die Kinder nicht verstanden. Aber der Erste fragte noch mehrmals nach, ob da auch wirklich keine Gelatine drin sei, ich versicherte es ebenso oft und schließlich kauften sie den Saft.

Wenn manche Leute einfachste Grundregeln zum gesellschaftlichen Zusammenleben genauso beachten würden, wie die von ihrem virtuellen Freund auferlegten Speisevorschriften, würde vieles einfacher sein …

Müsli im 2kg-Pack

Ein Kunde hatte vorige Woche nach dem "normalen" Schokomüsli von Kölln gefragt. Wir hatten zwar die zuckerreduzierte Variante und diverse andere Müslis des Herstellers mit Schokolade im Sortiment, aber eben nicht genau dieses hier. Sowas merkt man meistens erst dann, wenn ein Kunde danach fragt. So wie in diesem Fall.

Ich machte mir eine kleine Notiz und ergoogelte mir später am Rechner die passende Artikelnummer (EAN, neu ja als GTIN bezeichnet) – ohne jedoch darauf zu achten, zu welcher Verpackungsgröße diese Nummer gehörte. Der bestellte Artikel wurde auch geliefert, aber dass das große Beutel mit zwei Kilogramm Inhalt sein würden, hatte ich nicht auf dem Schirm. Der Preis von 9,99 € ist natürlich pro Stück relativ hoch, aber man bekommt ja auch eine Menge Müsli dafür.

Da wir das Produkt schon hier hatten, haben wir es auch ins Müsliregal eingebaut. Am nächsten Morgen wurde bereits die erste Tüte verkauft, das Müsli scheint also zu laufen. Vielleicht nehme ich ja noch die anderen Sorten auch in "groß" ins Sortiment auf. :-D


Aufsteller mit Geschirrhandtüchern

Als wir die Chance hatten, diesen Aufsteller mit Geschirrhandtüchern zu bestellen, überkam es mich einfach. "Mal was anderes", dachte ich und bestellte ihn. Zehnerpacks für 7,99 Euro fand ich absolut fair. Jetzt, wo das Display hier im Laden steht, zweifle ich irgendwie an meiner Entscheidung, aber nun ist es zu spät für einen Rückzieher.

Na, ob wir die 75 Pakete loswerden? :-)


Links 610

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Mit Lachen

Damit ich die Bio-Wein-Bestellung nicht vergesse, was mir auch ohne diesen Hinweis nicht passiert wäre, hatte mir ein Kollege eine Notiz an meine Bürotür-Pinnwand gehängt.

Ich hatte bei der Einleitung "Mit Lachen …" zunächst damit gerechnet, dass mich am Regal irgendeine kuriose Überraschung erwartet, dem war aber nicht so. Der Kollege hatte einfach nur spontan Lust auf den kleinen Reim. :-P