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Oh, das ist ein Bewerber?

Da betritt ein Mann mittleren Alters den Laden und bei einer Kollegin schrillten sämtliche Alarmglocken und wir verspürten den dringenden Wunsch, diese Person über die Videoanlage zu beobachten.

…und dann fragt der nach dem Chef und drückt mir schließlich nach kurzem Gespräch einen Satz Bewerbungsunterlagen in die Hand.

(War aber initiativ und nicht auf eine bestimmte Stellenausschreibung bezogen. Wir brauchen praktischerweise sowieso gerade niemanden.)

Schlüssel

Ist es bei genauerer Betrachtung eigentlich sinnvoll, den Ersatz-Tresorschlüssel ausgerechnet im dazu passenden Tresor zu lagern?

Tag der Verstrahlten?!

Ein Typ, der mindestens durch Alkohol benebelt war, kam in den Laden und sagte, dass wir "dem blonden Typen mit Ziegenbart" nichts mehr verkaufen sollen. Und wenn doch, dann würde er "den Laden ficken".

Als ich ihn nicht ernst nahm, fing er an, mich persönlich auf's Übelste zu beleidigen und mir sogar körperlich zu drohen. Habe ihn dann stehenlassen und er hat sich getrollt.

Wenn das Fragezeichen überm Kopf immer größer wird…

Entspannte Mitarbeiter oder auch nicht…

Eine Stammkundin wollte von mir wissen, ob sie ihren Leergutbon auch später einlösen dürfe. Ich erklärte ihr: "Klar, das ist kein Problem. Oder auch einfach bei ihrem nächsten Einkauf. Bei mir verfallen die Bons nicht, wir sind da ganz entspannt."

Sie antwortete, dass wir hier sowieso alle ganz entspannt wären und dass wir hier ein ganz tolles Team wären. So locker und unverkrampft.

So ein Kompliment geht natürlich runter wie Öl. :-)

Und dann denkt man an eine ehemalige Mitarbeiterin, die mir einst geschrieben hatte, dass es hier im Laden "unglaublich viele Missstände" gäbe und dass sie nachvollziehen könne, "warum sehr viele Mitarbeiter schnellstens gekündigt haben."

Schnellstens gekündigt… Da muss ich echt wieder lachen. Gerade bei den studentischen Aushilfen haben wir hier aufgrund der Gegebenheiten zwangsläufig eine gewisse Fluktuation und neue Mitarbeiter verlassen einen tatsächlich leicht mal nach 1-2 Monaten, weil sie merken, dass der Job doch nichts für sie ist – aber eigentlich haben wir hier wirklich einen langjährigen und stabilen Kern. Eine Mitarbeiterin ist seit 2000 schon dabei. Dann haben wir 1x2003, 1x2005, 2x2006, 4x2007, 2x2008, 1x2011, 1x2012, die andere Hälfte der Mannschaft ist erst in den letzten vier Jahren dazugestoßen. Ich denke, das ist schon recht beständig.