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Stromausfall mit Folgen

Heute hatten wir mehrere mehrminütige Stromausfälle. Das ist ist der Praxis zwar lästig, hat aber normalerweise keine Kosequenzen. Selbst die kühlpflichtige Ware hält problemlos eine Weile durch. Aber schon ungewöhnlich, den Laden KOMPLETT dunkel zu erleben, das hatte ich in all den Jahren eher selten:



Wie gesagt: Das hat normalerweise keine Konsequenzen. Unsere neue Brandschutztür hat heute allerdings schon für einige Aufregung gesorgt. Ich hatte von Anfang an darum gebeten, dass auf BEIDEN Seite ein Drücker oder Drehknauf installiert wird. Durfte angeblich nicht gemacht werden, da im Falle eines Brandes niemand diese verschlossene Tür wieder öffnen können soll. (Womit ich zwar den Sinn der dahinterliegenden Fluchttür nicht mehr verstehe, aber, ähm, egal…)

Durch den Stromausfall bedingt ist vorhin aber die Tür zugefallen und kein Mitarbeiter war gerade im Lager und einen Schlüssel hatte ich auf der Ladenseite der Tür auch nicht und so gab es nur eine einzige Möglichkeit: Mein Nachbar, der zufällig einen Schlüsseldienst betreibt und Notöffnungen richtig gut beherrscht, hatte die Tür innerhalb einer Minute wieder auf. Und nun brauchen wir einen neuen Schließzylinder…

Den Schlüssel des neuen Zylinders werde ich dann jedenfalls unmittelbar in der Nähe der Tür befestigen.


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Comments

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underkuerbis on :

Vielleicht eine naive Frage... Hätte man nicht auch einfach ein paar Minuten warten können? Hier waren eher gefühlt 3 sehr kurze Stromausfälle, die aber halt schnell wieder vorüber waren.

Björn Harste on :

Ah, ich glaube, ich verstehe.

Die Tür wird durch einen Elektromagneten aufgehalten, schließt aber vollkommen mechanisch. Wenn die zu ist, ist sie zu. Da hilft auch funktionierender Strom nicht mehr.

Dr. on :

Das ist im Brandfall im Eingangsbereich ja eine echte Todesfalle, wenn der zweite Fluchtweg versperrt wird. Besser mal beim Baurechtsamt oder der Feuerwehr nachfragen.

Björn Harste on :

Da wird noch eine weitere Tür im Verkaufsraum folgen. Alles schon geregelt.

Jemand on :

Einfach einen Zylinder einbauen, der auf einer Seite einen Knauf zum Drehen hat. Wie im Hotel.

Chris_aus_B on :

Dann kann man die Tür (von der einen Seite aus) aber auch dann nicht mehr abschließen, wenn man es will, z.B. übers Wochenende, wenn keiner da ist/sein sollte.

Außerdem glaube ich, dass so ein Zylinder mit Knauf (wie ich ihn mir vorstelle) in der gegebenen Umgebung bald defekt oder abgebrochen sein wird, weil immer wieder mal ein Warentransport o. ä. ranstoßen wird.

Georg on :

Das Licht geht aus,die Tür knallt zu
der Chef guckt dumm und denkt "Nanu"

8-)

Werner on :

WOW! Wenn ich gegen eins was habe, sind's Reime nur dem Reim zulabe!

Cliff on :

Es war mal ein Laden in Bremen,
da konnte kein LaDi was nehmen
Doch fiel die Tür zu,
und Björn saß in Ruh,
da hatten sie ein schönes Leben.

(Ich liebe Limericks um der Limericks willen.)

Georg on :

Wo man Reimt da lass dich nieder,denn andere singen nur Heino Lieder :-P

Nico on :

Pressemitteilung der swb zum Ausfall: https://www.swb-gruppe.de/ueber-swb/unternehmen/presse/pressearchiv_25252.php

Klaus on :

Wenn jemand eine Notöffnung richtig gut beherrscht, dann braucht man danach eben keinen neuen Zylinder. Aber die Schlüsseldienste sind auf Schadensmaximierung aus.

Chris_aus_B on :

Ich denke, die technischen Eigenschaften einer (neuen) Brandschutztür dürften manch pfiffiger Idee einen Riegel vorschieben ;-)

Dann sollte die Tur auch schnell wieder offen sein.

Der allgemeine Ärger mit Schlüseldiensten sind nicht die unpassenden Arbeitsweisen, sondern die unpassenden Preise dafür. Hier wurde ja auch nicht gleich beim Öffnen ein neuer Zylinder mitgekauft, wobei der vielleicht/wahrscheinlich zu einem Schließ-System gehört oder der Vermieter ein Wörtchen mitzureden hat (der hat ja wohl auch die neuen Brandschutztüren einbauen lassen).

Peter on :

hallo Chris,
ich sehe jetzt hier erstmal keine "Gewinnmaximierung" durch das fachmännisch entfernen des Zylinders.
Da es sich um eine Feuer hemmende "Stahltüre" handelt kam man nicht mal eben mit der berühmten Plastikkarte oder ähnlichen Werkzeugen die Falle zurück schieben. Das öffnen des Schlosses mit Dietrichen ist aus versicherungstechnischen gründen nicht zulässig
und der passende Schlüssel für das schloss scheint ja aus irgendeinem Grund nicht im Laden greifbar gewesen sein.
Weiterhin wurde ja wie auf den Fotos gut zu erkenne ist weder die Türe oder das Schließblech beschädigt.Den neuen Schließzylinder kann Björn ja in einem der örtlichen Eisenwaren oder Baumärkten für recht kleines Geld kaufen und selber einbauen.

Chris_aus_B on :

Von Gewinnmaximierung gehe ich in diesem Fall auch nicht aus (und habe ich auch nicht geschrieben, falls ich mir meine eigenen Texte noch richtig zusammenreimen kann (soll schon ab und zu nicht geklappt haben (...) ) ).

Über einen Laden, der (seit Jahren?) nebenan ist, wird sich Björn ja seine in diesem Falle neutrale bis positive Meinung gemacht haben.

"Man" (man selbst oder je'man'd von dem man es gehört oder gelesen hat) ist halt derjenige, der schlechte Erfahrungen beim Preis-Leistungs-Verhältnis von Schlüsseldiensten gemacht hat. (Wer weiß, wieviel mehr Björn gezahlt hätte, wenn ihm das gleiche an einem Sonntag passiert wäre, wo er halt mal im Laden was herumwerkeln wollte (im Klartext: Leergutautomat reparieren :-P ) .)

lummo on :

Dass eine Brandschutztür nicht mehr zu öffnen sein soll, ist mir neu. Wie schon erwähnt, ist der Fluchtweg dann versperrt. Außderdem kann die Tür auch das Überspringen der Flammen von Außen in den Laden verhindern und dann ist keine Feuerwehr in der Lage, den Brand von zwei Seiten zu bekämpfen. Ruf mal bei der örtlichen Feuerwehr an und bitte um eine Feuerschau/Brandbegehung. Die sagen dir dann schon, ob das so richtig ist.

madru on :

Ich gebe Dir vollkommen Recht! Eine Brandschutztür / ein Brandschutztor verriegelt im Normalfall nicht! Ich habe diverse Brandschutztüre und Tore mit Feststellanlage in meinem Bahnhof, die lassen sich alle von beiden Seiten jederzeit wieder öffnen - die T90-Tore und Türen allerdings nur solange ihnen nicht zu warm wird... Den Feuerverschluss machen die durch die bei Hitze aufquellenden und verbackenden streifen im Türfalz - die gehen nach einem Feuer aber auch mit Schlüsseldienst nicht mehr auf!

Bei den Bildern und Informationen, die Björn über seinen Laden verbreitet würde ich allerdings auf die Brandschutzbegehung durch die Feuerwehr dringend verzichten - ich vermute, dann wäre der Laden erstmal von Amtswegen geschlossen...

lummo on :

Hoffentlich liest hier niemand von der Feuerwehr oder den Zulassungsbehörden mit sonst ist der Laden auch ohne Begehung dicht.
Brandschutztüren und Türen in Fluchtwegen - DIN EN 1125 - müssen in Fluchtrichtung geöffnet werden können - und zwar in Paniksituationen auch von ortsfremden Personen. (Entspricht öffentlichen Gebäuden und solchen mit Publikumsverkehr)
https://www.gfs-online.com/de/rechtlichegrundlagen/flur-din-en-1125/notagt-din-1125/
Wenn jetzt schon ein kurzer Stromausfall die Tür blockiert - was ist dann erst bei einem Ernstfall? Hoffentlich kommt die zweite Tür aus dem Verkaufsraum vor dem Ernstfall!

Ralle on :

Du schreibst es doch schon selbst: In Fluchtrichtung müssen sie zu öffnen sein. Die verschlossene Tür ist offenkundig keine Fluchtrichtung, nicht einmal eine Fluchttür, siehe anderer Beitrag unten.

Feurio on :

Dass Sperren einer Brandschutztür hat seine Berechtigung, wenn die dahinter liegenden Räume den Ansprüchen an Fluchtwege nicht genügen. Gerade in Lagerräumen, "wo ja eh keiner hinguckt bzw. hinkommt", wird gerne jeder Quadratmeter ausgenutzt, man kurvt um Regale rum, dann kommt noch hier ein kippeliger Turm Kartons dazu, dort wird mal eben was abgestellt (und vergessen), und schon wird's eng, wenn ein Dutzend Leute den schnellsten Weg nach draußen sucht.

Bevor jetzt jemand sagt, ein enger Weg wäre besser als keiner: Nein, ist er nicht. Eine offene Tür wirkt auf in Panik Flüchtende wie ein Honigtopf auf Bienen, die Ersten rennen drauf zu und dann folgt der ganze Rest den anderen hinterher, ohne zu wissen, wohin eigentlich. Ist der Weg hinter der Tür dann verstopft, wird diese offene Tür zu einer möglichen Todesfalle, in jedem Falle aber vergehen wertvolle Sekunden.

Offenkundig ist das Problem ja auch hier erkannt worden, ansonsten wäre keine zweite Fluchttür für den Laden geplant.

Dass Sinn der Fluchttür im Lager sollte aber eigentlich klar sein: Es könnten sich bei Brandausbruch Leute im Lager aufhalten. Fluchtweg ist Fluchtweg, und da gehören die Türen in Fluchtrichtung.

Hendrik Kölsch on :

Was soll der quatsch denn. Ich habe in meinem leben hunderte Brandschutztüren gesehen und in meiner Funktion als Evakuirungshelfer auch die Funktion mancher Türen getestet. Noch nie habe ich dabei eine Tür festgestellt die sich im Bereich von Fluchtwegen nicht öffnen lies. Todesfalle!

Ralle on :

"Im Bereich von Fluchtwegen" - genau. Das Lager ist offenbar kein Fluchtweg für den Laden und die verschlossene Tür soll verhindern, dass jemand im Falle eines Falles auf die Idee kommt, es wäre einer (und dann womöglich im üblichen Lagergerümpel stolpert und niedergetrampelt wird).

Björn Harste on :

Das klingt plausibel und passt ja auch zu den noch geplanten Maßnahmen.

Anonymous on :

Hmmm.

Ok, wenn man die Leute dran hindern will, im Brandfall ins Lager zu laufen, dann hat der Knauf durchaus einen Sinn.

Aber wenn das dazu führt, dass das Ladenpersonal sich selbst aussperrt, dann ist das doch irgendwie nicht ganz im Sinne des Erfinders.

@Björn: Hast du in Erwägung gezogen, die Tür vllt mit einem Schnapper zu versehen? Oder einfach im Türrahmen das Loch für die Falle zuzukleben, sodass die Tür wieder aufgeht? Dann würde man die Tür nämlich trotz Knauf wieder aufbekommen.

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