Grundlos schlechtes Gewissen
Eine Mitarbeiterin eines Lieferanten rief eben an und wollte wissen, ob wir bei der letzten Lieferung einen Karton zu viel bekommen hätten. Hatten wir tatsächlich, der Karton stand hier noch im Lager. Da wir den Wareneingang vor ein paar Tagen nämlich nicht stückweise am Lieferschein überprüft haben, fiel die zu viel gelieferte Menge natürlich nicht auf.
Anfragen dieser Art habe ich häufiger von verschiedenen Lieferanten und jedes Mal stehe ich dann da und sage, dass ich das nicht weiß und dass ich das überprüfen muss. Wenn sich dann herausstellt, dass wir die vermisste Ware hier liegen haben, bilde ich mir immer ein, dass man mir nicht glaubt, dass uns das wirklich nicht aufgefallen ist. Irgendwie habe ich dann das Gefühl, die Leute nehmen an, dass wir uns die Sachen "einsacken" wollten und nun ertappt wurden…
Wer jetzt ungläubig die letzten Zeilen gelesen hat: Viele mögen es anders sehen, aber Wareneingangskontrolle wird oft überbewertet. Oft weiß man grob, was man bestellt hat und wenn eine Falschlieferung von alleine auffällt, überprüfen wir das natürlich – aber stückweises Abgleichen der Lieferscheine machen wir hier im Grunde nie. Mal fehlt was, mal wird zu viel geliefert. Unterm Strich gleicht sich das vielleicht aus – und wenn man dann die unzähligen gesparten Arbeitsstunden dagegen rechnet, sollte die Rechnung auf jeden Fall passen.
Anfragen dieser Art habe ich häufiger von verschiedenen Lieferanten und jedes Mal stehe ich dann da und sage, dass ich das nicht weiß und dass ich das überprüfen muss. Wenn sich dann herausstellt, dass wir die vermisste Ware hier liegen haben, bilde ich mir immer ein, dass man mir nicht glaubt, dass uns das wirklich nicht aufgefallen ist. Irgendwie habe ich dann das Gefühl, die Leute nehmen an, dass wir uns die Sachen "einsacken" wollten und nun ertappt wurden…
Wer jetzt ungläubig die letzten Zeilen gelesen hat: Viele mögen es anders sehen, aber Wareneingangskontrolle wird oft überbewertet. Oft weiß man grob, was man bestellt hat und wenn eine Falschlieferung von alleine auffällt, überprüfen wir das natürlich – aber stückweises Abgleichen der Lieferscheine machen wir hier im Grunde nie. Mal fehlt was, mal wird zu viel geliefert. Unterm Strich gleicht sich das vielleicht aus – und wenn man dann die unzähligen gesparten Arbeitsstunden dagegen rechnet, sollte die Rechnung auf jeden Fall passen.
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Comments
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Philmax on :
René on :
als kleines licht in nem computerfachmarkt kommen einem die preise für beispielsweise ein mainboard mit ~100€ unglaublich hoch vor.
wenn man jedoch weiter oben sitzt und man sich mit warenlieferungen von wenigen 10.000€ beschäftigen muss, dann ist ein verlorenes mainboard ärgerlich, aber nicht weiter tragisch.
im einzelhandel wäre ärgerlich wenn ein karton whiskey verloren geht, oder nicht geliefert wird.
aber wenn ein karton milch fehlt wirkt sich das nicht wirklich negativ auf den gewinn aus.
Chris P. Bacon on :
Björn Harste on :
Chris P. Bacon on :
Chris P. Bacon on :
Es ist auch erstaunlich, wieviel anstrengende Arbeit man sich erspart, wenn man in der Zeit lieber einen Beitrag fürs Blog verfasst.
Björn Harste on :
http://www.shopblogger.de/blog/archives/2179-Auto-im-Regen.html
Findorfferin on :
Wir erfassen auch gleich die Haltbarkeitsdaten mit, aber bei einem Online-Shop mit etwas weniger Umsatz als bei Dir ist das auch möglich (und notwendig).
GelberBuntstift on :
Luci on :
Dass der Lieferfahrer den ganzen Wagen voll mit Ware hat, die zu verschiedenen Kunden muss und ein ähnliches Problem hat wie die DHL-Subunternehmer, ist vermutlich jedem klar, aber auch wenn man seinen Lieferfahrer mag und ihm nicht noch "unnötig" Zeit stehlen will, eine Kontrolle der Anlieferung erspart allen Seiten unnötigen Ärger.
Die Erfahrung hat allerdings auch gezeigt, dass bei einem Großteil unserer reklamierenden Kunden schlicht die eine Hand nicht wusste, was die andere tat und der Karton nach der Annahme nicht mit den anderen verräumt wurde, sondern auf der andern Seite des Lagers stand oder so
Sonstwer on :
Chris P. Bacon on :
Ich habe keine Ahnung, aber wie sieht das denn rechtlich aus?
Der Fahrer ist vom Hof geritten, Lieferer und Empfänger haben jeweils eine Unterschrift geleistet, damit ist doch der Käse geschnitten.
Wenn ich als Empfänger die Lieferung bestätige, möglicherweise ungeprüft, ist es dennoch eine Bestätigung.
Nachträgliche Reklamationen würde auch der Lieferant mit Hinweis auf meine Unterschrift/Bestätigung ablehnen. Da bin ich fast sicher.
Da sind Unternehmen beinhart. Ich erlebe das gerade, zum Glück nur als Zuschauer.
Kleines Problem in der Buchhaltung, über 5 Monate hinweg wurden versehentlich keine monatlichen Rechnungen für erbrachte Dienstleistungen gestellt. Der Dienstleistungsnehmer hat diese fehlenden Rechnungen sicherlich bemerkt, aber keine schlafenden Hunde geweckt.
Und jetzt wird nicht bezahlt. Punkt. Auch nicht die feine englische Art. Und da geht es um ca. € 120.000,-
dr. pop on :
Chris P. Bacon on :
Das waren wohl die letzten 5 Monate des Geschäftsjahres, ein neues Geschäftsjahr beginnt und dann ist wohl Schluss mit Lustig.
Daher frage ich ja auch. Mit diesen Problemen habe ich ja wenig zu kämpfen. Mein Geld habe ich immer am Mann. Komplett.
Tim Landscheidt on :
Bei € 120000,- wird Deine Geschäftsführung sich das auch von einem Anwalt erklärt haben lassen, und das ist wahrscheinlich nur falsch bei Dir angekommen.
Wenn der Auftragnehmer natürlich signalisiert, dass er auf € 24000,-/Monat (!) verzichten kann, würde ich als Auftraggeber allerdings auch erst einmal nicht zahlen, denn dann kann man ihn bestimmt herunterhandeln.
Hansemann on :
Und da auf der Straße kann er dann auch gleich zugucken, wie auf dem Baumarkt-Parkplatz um die Ecke "zufälligerweise überzählige" Fernseher von der Laderampe eines Lastwagens gegen Bares an den Mann gebracht werden ... :>
Amsel on :
as on :
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