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Geklaute Mini-Lichterkette

Beim Abräumen und Verpacken der Weihnachts-Non-Food-Ware fiel uns auch dieser kleine Karton in die Hände, in der sich einst eine Lichterkette für wenige Euro befunden hat.

Der Karton? Lieblos aufgerissen. Die Lichterkette? Gierig eingesteckt.


Pappe, Wasserhahn, Sensor

Damit nicht jeder an den (immer noch undichten) Wasserhahn in unserer Backstube herumfummelt, hat ein Kollege einen kleinen Zugriffsschutz gebaut, der den Sensor abdeckt. So läuft das Wasser nicht ständig, aber er muss auch nicht unter der Spüle die Eckventile immer vor Arbeitsbeginn auf- und anschließend wieder zudrehen.

Pragmatische Lösungen nach Art von Uwe, aber nicht von ihm. :-P


COLLAB

Im Laufe der Zeit hatte ich nicht viele, aber immerhin doch ein paar Anfragen nach dem isländischen Kollagen-Energy-Drink Collab bekommen. Nun hatte ich die Chance, ein Display mit vier verschiedenen Sorten zu bekommen und habe es einfach mal gewagt. 96 Dosen sollten sich hier verkaufen lassen.

Zumindest die Sorte "Strawberry & Lemon", von der zufällig auf dem Foto schon eine Dose fehlt, hat es übrigens nicht in meine persönliche Hitliste geschafft. Es war gerade noch so trinkbar, dass ich den Inhalt nicht in den Ausguss gekippt habe, aber eine weitere Chance würde ich dem Produkt nicht geben.

Kennt ihr Collab und hattet schon Gelegenheit, eine Dose zu probieren?


Zigarettenschachtel voller Geld

Im Laden lag eine geöffnete Zigarettenschachtel herum. Abgesehen von einigen Tabakkrümeln am Boden der Packung war vom ursprünglichen Inhalt nichts mehr zu erkennen. Stattdessen war sie gefüllt mit Kleingeld und Banknoten, diversen Kassenbons und ein paar bereits benutzten und wenig appetitlich anmutenden Kosmetikprodukten.

Die Packung lag so blöde in einem Gang, dass wir sie gerade nicht in der Videoaufzeichnung sehen konnten. Damit war uns natürlich auch die Chance genommen, herauszufinden, wem sie gehörte. Nachdem sich zwei Wochen lang niemand gemeldet hatte, kümmerten wir uns mit einer pragmatischen Lösung darum:

Die leere Schachtel, alte Kassenbons und eine halbvolle Cremetube mit ranzig-schmierigem Rand rund um den Deckel definierten wir als entsorgbar. Der Rest bestand aus etwas über 45 Euro in Bargeld, ein großer Teil davon in Münzen. Auf glatte 50 Euro aufgerundet haben wir diese Summe nun der Spendensumme unserer Elepfandspendenbox hinzugefügt. Ich denke, das ist fair und eine akzeptable Lösung, an der sich auch niemand bereichert.

Bitte entferne mich nach der Verraeumung!

Transportmittelaufkleber unserer Großhandlung. Dass wir in den Läden die Aufkleber entfernen sollen, da dies den Workflow im automatisierten Lager erleichtert, wissen wir schon seit Jahren.

Aber seit wann steht das denn sogar im Klartext darauf? Oder habe ich das immer übersehen oder ignoriert, da der Hinweis keine Relevanz für mich hatte, da ich ja wusste, dass die Aufkleber entfernt werden sollen? Fragen über Fragen … :-)


Lustige Strichcodes – 772

Gefunden auf den "Eye Bad Mask" Pads der Marke Yeauty, die unsere Tochter unbedingt haben wollte: Ein Strichcode in Form des Produkts, nämlich Augenpads.

Könnte aber natürlich auch eine Geleebohne, ein fettes Grinsen oder ein Nierentisch mit drei abstehenden Beinchen (nicht im Bild) sein. Aber das mit dem Augenpad ist wohl am wahrscheinlichsten. ;-)


Schlechte Erfahrungen

Eine Kundin fragte nach einem Praktikumsplatz (Schulpraktikum) für ihren Sohn.

"Wir nehmen keine Praktikanten."

"Warum nicht?"

"Weil wir so viele schlechte Erfahrungen gemacht haben."

"Ich war schon in 50 Läden, die sagen alle das Gleiche. Und Sie jetzt auch."

Tzja, ist wohl was dran …

Kennt ihn aus der Schule

Eine Kollegin berichtete mir, dass sie mit ihrem Ehemann bei einem unserer Mitbewerber einkaufen war (tztztz :-P) und dass sie dort einen Mann gesehen haben, der bei uns vor einer Weile geklaut hatte, aber dabei leider entkommen konnte.

"Den kenne ich noch von der Schule", stellte ihr Gatte fest und hatte den Vornamen des Täters gleich parat. "Ich gucke mal, ob ich den kompletten Namen und die Adresse rausfinde, die gebe ich euch dann!"

Ich bin gespannt und würde mich freuen. Der Typ hatte bei uns hier immerhin Ware in einem mittleren zweistelligen Wert mitgehen lassen.

Abmahnungen

Es gibt generöse Chefs und es gibt diejenigen, die ständig mit einer Peitsche neben ihren Angestellten stehen. Ich glaube, ich bin eher zu nett und lasse vielleicht auch manchmal zu leichtfertig die sprichwörtlichen Fünfe gerade sein, aber da ich das hier seit über einem Vierteljahrhundert schon erfolgreich mache, kann der Weg nicht so falsch sein.

Gerade aus meiner eigenen Vergangenheit bei Plus kenne ich dieses typische Szenario. Selbst als Marktleiter (es hieß damals schon nur noch "Verkaufsstellenverwalter") ist man bloß der Depp vom Dienst. Dann kommt der Bezirksleiter, darüber der Gebietsleiter und ob danach noch jemand kam, weiß ich gar nicht mehr. Alle haben sie Fahrradfahrer gespielt – nach oben buckeln, nach unten treten. Dass man an der Basis nur klein und austauschbar ist, wurde einem allzu gerne mitgeteilt.

Aus der Zeit heraus habe ich vermutlich eine Aversion gegen (vor allem) Abmahnungen. Natürlich könnte man sie rege verteilen: 5 Minuten zu spät? Abmahnung! Krankmeldung zu spät abgegeben? Abmahnung! Zu langsam kassiert, Quote nicht erfüllt? Abmahnung! Kassendifferenz? Abmahnung! Angewiesene Arbeit nicht erledigt? Abmahnung! Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Ich bin ganz sicher nicht der typische Abmahner. Man kann natürlich nicht mit allen seinen Mitarbeitern BFF sein, aber ein freundschaftlich-kollegiales Miteinander, wie wir es hier versuchen, sorgt nicht nur für einen entspannteren Arbeitsalltag. Die lockere Stimmung überträgt sich auch immer wieder auf die Kunden, die einfach deshalb schon hier so gerne herkommen.

Aber manchmal, ja manchmal, da muss es sein. Dann geht es nicht anders. So zum Beispiel, wenn ein Kollege spontan mal zwei Tage nicht zur Arbeit kommt und niemand weiß, was los ist. Nicht einmal in der Situation formuliere ich sofort eine Abmahnung. Es kann ja immer etwas passiert sein, was sich irgendwie erklären ließe. Die Situation war für uns natürlich organisatorisch hier echt mühsam, aber wir haben sie bewältigt. Ich bin über den Punkt hinaus, mir in solchen Situationen ernsthafte Sorgen um die betroffenen Personen zu machen, aber andere Kollegen hat das eben schon teilweise ziemlich beschäftigt. Soll man die Polizei verständigen? In Krankenhäusern nachfragen? Irgendwas tun?

Dann hatte ich den unentschuldigt abwesend gewesenen Kollegen ans Telefon bekommen. Tut ihm Leid, ihm ging es nicht gut. Dann wollte er in der Woche danach wieder arbeiten und er kam auch tatsächlich an einem Tag (wobei er augenscheinlich nur körperlich anwesend war), dann kam er wieder mehrmals nicht zum Dienst und hat sich auch nicht gemeldet.

Das war der Moment, an dem ich irgendwie als Arbeitgeber doch mal reagieren musste. Alleine auch schon um für die anderen meiner Mitarbeiter (fast schon oder sogar vor allem auf deren Anraten) ein Zeichen zu setzen. Keiner wusste, was los ist, es ließen sich keine Personaleinsatzpläne mehr schreiben, ohne ein Notfallprogramm einzuplanen. Der betroffene Kollege kam wie erwartet nicht, aber solange er auf meiner Gehaltsliste stand, musste ich ihn auch mit einplanen.

Nach mehreren Tagen unentschuldigter Abwesenheit innerhalb von zwei Wochen hatte ich ihm zunächst zwei Abmahnungen geschrieben. Eine für die zwei Fehltage zuvor, eine für den Tag nach seiner gedanklich abwesenden körperlichen Anwesenheit.

Schließlich folgte noch eine für den nächsten Tag, an dem er nicht zu Arbeit kam. Darin drohte ich nicht nur in Klauseln verpackte mögliche arbeitsrechtliche Konsequenzen an, sondern schrieb klipp und klar, dass ich ihm im Falle eines weiteren unentschuldigten Fehltags eine (sogar noch) fristgerechte Kündigung zum nächstmöglichen Termin aussprechen werde.

So geschah es, ich habe nie wieder etwas von ihm gehört. Mache ich mir Gedanken? Habe ich mir vor etlichen Jahren noch gemacht, aber inzwischen habe ich schon mehrfach erlebt, dass Mitarbeiter (tatsächlich nie Mitarbeiterinnen) einfach nicht mehr zur Arbeit kommen und auch nicht mehr erreichbar sind. Manche Menschen sind wohl so und ich mache mir wirklich keine Sorgen mehr in solchen Fällen. Ich schüttle nur noch den Kopf.

Fairer Deal mit der Moschee

Vor ein paar Tagen, als das mit dem Schnee erst anfing, waren zwei der älteren von der benachbarten Moschee am Schneeschippen. Sie hatten einen Kollegen von mir erwischt, der gerade auf der Rampe war und er hatte ihr Anliegen so verstanden, dass ich mich daran (finanziell) beteiligen soll, immerhin ist das unser gemeinsame Fläche. Wir haben zwar ein Wegerecht über das Grundstück unserer Nachbarn, aber von mir Geld haben zu wollen, fände ich schon etwas happig, um nicht dreist zu sagen. Immerhin überqueren wir die Fläche wenige Male pro Tag, wirklich nutzen tun sie die Betreiber und Besucher der Moschee. Als Parkplatz, Treffpunkt oder auch als erweiterte Gebetsfläche.

Da wir uns aber gut verstehen, ging ich hin und fragte noch einmal persönlich nach. Es ging überhaupt nicht um Geld, sie hatten nur gebeten, wenn sie die Fläche räumen, und zwar auch bis an unser Tor ran, ob ich mich mit Streumaterial wie Salz oder Granulat beteiligen würde. Klar, das mache ich gerne und ich denke, dass das ein durchaus fairer Deal ist. Immerhin mussten wir im vergangenen Jahr fast noch nie darum kämpfen, hier vom oder auf den Hof fahren zu können.

Lustige Strichcodes – 771

Der Strichcode dieser Packung Marshmallows von Lidl ist dekoriert mit … genau diesen Marshmallows, wer hätte es gedacht. :-)

Vielen Dank an Honza für die Zusendung.


Mars macht mobil!

Als Ines und ich mit unserer Kleinen an Silvester nach Feierabend noch ein paar Stunden hier im Markt waren, hörten wir plötzlich ein Geräusch, als wenn irgendetwas heruntergefallen wäre. "Was war das denn?!", wunderte ich mich und sah nach. Nun …


Puffu

Warenrückruf, eine bestimmte Sorte Tofu soll aufgrund von Qualitätsabweichungen aus dem Verkauf genommen werden.

Kurz bevor die E-Mail kam, hatte ein Kunde zwei Packungen dieses Produkts aus offensichtlichen Gründen (siehe Foto) reklamiert, die er ein paar Tage zuvor gekauft hatte. Ich mutmaße, dass da ein Zusammenhang besteht. ;-)


Zwei Flaschen Wein im Hosenbund

Direkt nach der Inventur gleich schon die nächsten Inventurergebnisse verschlechtern … Dieser Herr hat sich zwei Flaschen Wein in den Hosenbund gestopft. Ja, "gestopft" beschreibt es sehr passend, denn passen wollten die Flaschen so gar nicht.

Dennoch war er mit seiner Beute erfolgreich entkommen. Wir hatten das nämlich erst hinterher entdeckt, da uns der Typ, der einfach so aus dem Laden ging, irgendwie sonderbar vorgekommen war.


Combi --> REWE

Die Mitbewerber-Gerüchteküche war übrigens wahr. inzwischen ist der Combi-Markt (Hier ist bei Google Street View zu sehen) seit rund zwei Wochen geschlossen.

Schon schwirren die neuen Gerüchte durch den Äther: "Da kommt ein REWE rein."

Aber auch dieses Gerücht ist wahr, im Sommer soll im frisch renovierten Gebäude ein REWE-Markt entstehen. Noch einer hier in der Neustadt, damit fällt der REWE/EDEKA-Quotient für diesen Stadtteil noch wieder eine Nummer größer aus.

Aber wir SEH-Kaufleute haben alle hier eine friedliche Koexistenz und kennen uns untereinander, niemand tut dem anderen weh, alles gut. :-)