Auf einer Flasche Orangensaft aus dem Kühlregal unserer Discount-Eigenmarke war mir dieser Text auf dem Rückenetikett aufgefallen:
Ich stutzte über die Formulierung "aus Post-Consumer-Abfällen". Dass der Trend zu immer mehr Flaschen aus Recyclingkunststoff geht, auf vielen Getränkeflaschen wird dies ausdrücklich erwähnt, haben sicherlich schon einige von euch mitbekommen. Aber den Hinweis "aus Post-Consumer-Abfällen" hatte ich bis dato noch nie gehört. Was ist das, was bedeutet das?
Grundsätzlich sagt es der Name ja schon: Nach-Verbraucher-Abfälle. Weil da jetzt vermutlich immer noch einige ein Fragezeichen im Kopf haben dürften, möchte ich es kurz ausführen:
Es gibt grundsätzlich zwei Arten von Abfällen: Die Pre- und die Post-Consumer-Abfälle. Die "Pre-Consumer-Abfälle" entstehen bei der Produktion. Fallen also als überschüssiges Material in Fabriken bei der Produktion an und sind quasi "Neuware", die nur nicht mehr in der Form zu gebrauchen ist. (z.B. Stanzgitter/Stanzabfall, Endstücke etc.)
Die "Post-Consumer-Abfälle" waren schon einmal als fertiges Produkt im Umlauf. Dabei handelt es sich also beispielsweise um das, was wir aus unserem Leergutautomaten mehrmals täglich
in den großen Container schütten. Dieses Material hat also seinen eigentlichen Job schon wenigstens einmal erledigt. (Äquivalent zu Altpapier, Altglas, Altmetall …)
Ich weiß nicht, ob der Hinweis vorgeschrieben ist und andere Getränkeproduzenten ihre Produkte in Flaschen aus Pre-Consumer-Abfällen abfüllen, aber ich finde es gut. Es wird noch viel zu wenig recycelt, aber das ist so doch ein guter Weg!
Während hierzulande die losen Backwaren
hinter Scheiben und in Kästen angeboten werden und ausdrücklich nur mit einer Zange berührt werden dürfen, ist das in anderen Ländern offenbar weniger streng reglementiert. In anderen Ländern haben die Menschen dort aber auch mehr Anstand und benehmen sich und grabbeln nicht alles an, was dort zum Verkauf angeboten wird.
Aber guckt euch das an! Offene Backwaren ohne Klappe oder Spuckschutz. Ich höre den Kontrolleur vom Veterinäramt schon beim Gedanken an diese Bilder vor völligem Entsetzen ganz tief und langsam durch die zusammengepressten Zähne einatmen.
Gedanken schießen einem bekanntlich in Sekundenbruchteilen durch den Kopf. Wie aus dem Nichts stritten plötzlich zwei oder mehrere Kunden oder Kundinnen so im Laden oder vielleicht auch vor der Leergutannahme, dass die Geräuschkulisse laut bis in mein Büro zu vernehmen war.
Panisch schreckte ich auf: Was ist da los? Prügeln sich da welche? Sollte ich oder überhaupt jemand aus dem Team eingreifen? Sofort die Polizei rufen? Und wenn die direkt handgreiflich werden oder vielleicht sogar Waffen dabei haben? Shit!
Da ich hier an oberster Stelle stehe und mich am wenigsten vor Problemen drücken sollte, ging ich pflichtbewusst und zügig in Richtung Laden.
Dort traf ich sage und schreibe eine Kundin an. Eine uns bekannte Frau um die 60, deren genaues Problem sich uns nicht erschließt, die aber schon durch so manches seltsames Verhalten hier auffällig geworden ist. Eine Kollegin tippt auf massive psychische Probleme, vielleicht Schizophrenie. Ich habe keine Ahnung, ich bin kein Psychiater.
Um zu sehen, was da vorher passiert war und ob sich der mutmaßliche Mob tatsächlich so schnell aufgelöst hatte, guckte ich mir die Videoaufzeichnung der vergangenen Minuten an.
Erkenntnis: Kein Mob, keine anderen Leute, kein Streit. Die Frau hat einfach nur mit sich selbst gestritten und dabei alles gegeben …
Wir versuchen bei uns ja immer irgendwie zu vermeiden, dass Lebensmittel im Müll landen. Auch mal länger abgelaufene Produkte "verschenken" wir oft genug für einen symbolischen Preis von 5 oder 10 Cent.
Manchmal sind die Sachen einfach nicht mehr zu retten, da ist sowas dann zwar gut gemeint, aber Möhren in
diesem Zustand möchte ich hier einfach gar nicht mehr anbieten.
Wie seht ihr das?
Ein junger Mann hat zwei Becher Joghurt gekauft und da ihm die Löffel dazu fehlten, hat er sich einfach eine Packung Kunststoff-Mehrweglöffel genommen, diese aufgerissen und zwei der zehn Löffel mitgehen lassen.
Entdeckt hatten wir das alles, da Ines und ich bei unserer morgendlichen Runde durch den Markt die aufgerissene Packung zufällig im Toilettenpapierregal gefunden hatten …
Dass der "Garten" hinter dem Gebäude (ein ca. zwei Meter breiter Grünstreifen, der die beiden nicht von der Straße sichtbaren Seiten unserer Halle einfasst) tendenziell eher verwildert ist, tut zumindest der Natur gut. Mich stört es nicht und solange da keine Pflanzen wachsen, die dem Gebäude schaden können (große Bäume oder Efeu an den Wänden), sehe ich auch keinen Grund, daran etwas zu ändern.
Ab und zu muss man da aber eben doch mal hin und dann begegnen einem Tiere, die man ansonsten in der Stadt eher selten zu sehen bekommen. Zum Beispiel diesen Grasfrosch, der plötzlich zwischen unseren Beinen hin und her hüpfte:
Kleine Spielerei mit MakeBestMusic (Melox.ai):
Eine Frau stand vor dem Leergutautomaten und bewegte sich nicht. Während ich auf meinem Weg zum Lager immer näher kam, stand sie weiterhin regungslos vor dem Automaten.
Offenbar gab es irgendein Problem und weil ich in so einer Situation immer zu helfen versuche, blieb ich stehen, als ich auf ihrer Höhe war und wollte gerade fragen, ob ich helfen könne, als der Automat den automatischen Bondruck startete. Sie griff danach und wollte sich gerade umdrehen, als ich mich einmischte und ihr sagte, dass sie mit einem Druck auf den gelben Button "Bon drucken" die Wartezeit umgehen könne.
Sie klärte mich auf, warum sie gewartet hatte: Natürlich wüsste sie auch, dass man einfach die Taste drücken kann, aber sie liebt diese Funktion mit dem automatischen Bondruck nach einer gewissen Wartezeit. So muss man nämlich nicht auf das dreckige Display fassen.
Mit der Aussage, dass es bei uns zum Glück nicht so schlimm ist wie in anderen Läden, zauberte sie noch ein kleines Lächeln in meinen Schädel.
Das Projekt, die
Armlehnen vom zweiten Bürostuhl mit dem 3D-Drucker neu zu bauen, nimmt langsam Gestalt an. Für einen 3D-Druck braucht man zunächst eine entsprechende Datei, da sich sowas nicht passend irgendwo in den vielen 3D-Archiven finden ließ, habe ich kurzerhand die Lehne halbwegs originalgetreu mit einem CAD-Programm nachgebaut.
Erste Skizze, um überhaupt einen Anfang zu haben und natürlich, um die Maße irgendwo festzuhalten. Der eine oder andere von euch wird da schon Schnappatmung bekommen – Zentimeter und Millimeter in einer Zeichnung verwendet. Aber ich wusste ja, was gemeint ist:
Dann musste ich diesen Körper nur irgendwie konstruieren. Ich habe es dann so gemacht: Ein paar Kegelstümpfe mit unterschiedlichen Radien zusammengefügt, vorne und hinten jeweils ein gestauchtes Kugelsegment als Abschluss dran, dann viele Halbkugeln als Rotationskörper aus dem Objekt ausgeschnitten, um die strukturierte Oberfläche zu bekommen und am Schluss noch ein 22,5er-Sackloch in das Ding rein – fertig ist die 3D-Vorlage für die neuen Armlehnen des Bürostuhls.
Jetzt fehlt mir nur noch das TPU-Filament und etwas Übung im Umgang damit. Aber das werde ich am Wochenende mal in Ruhe zu Hause ausprobieren.
Nachdem im Sommer 2024 hier zuletzt großzügig Regenwasser
durch das Dach in unser Lager lief, hatte sich nach Beauftragung durch unsere Hausverwaltung ein paar Tage später
ein Dachdeckerunternehmen darum gekümmert und seitdem war es auch dicht – oder wir hatten einfach nur keine so heftigen Regenereignisse mehr, beides ist möglich.
Gestern Nachmittag hatte mir der Kollege während eines heftigen Regenschauers diese Bilder geschickt. Ich verfalle nicht in Panik, darunter steht im Lager keine Ware sondern maximal etwas Leergut, aber da muss der Dachdecker wohl noch einmal ran. Gleich im Anschluss an diese Zeilen werde ich eine Mail an unsere Sachbearbeiterin bei der Hausverwaltung schreiben, damit sie noch einmal den Dachdecker zu uns schickt …
Das hier wurde in dieser Woche noch einmal übertroffen. Eine Kundin oder ein Kunde hat einen Bon in Höhe von 6,85 € in die Box geworden. Stark!
Wir sind ja nun schon seit Monaten dabei, bei uns in der Lagerhalle aufzuräumen und vor allem gewaltig auszumisten. Dabei haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie es mit dem Gebäude weitergehen soll.
Fakt 1: Die Immobilie gehört mir und ist schuldenfrei. Sie frisst kein Brot, wie man hier sagt. Grundsteuer, Fegedienst, Alarmanlage mit Aufschaltung auf eine Leitstelle und ab und zu mal etwas Gartenarbeit sehe ich als zu vernachlässigen an. Es besteht jedenfalls keine Not, das Gebäude zu verkaufen.
Fakt 2: Der Lagerplatz ist wirklich unglaublich praktisch. Private Dinge und natürlich vor allem Zeugs aus der Firma lassen sich dort bequem unterbringen. Aber die komplette Fläche brauchen wir dafür inzwischen nicht mehr.
So schwankte ich seit einer Weile zwischen den Stühlen hin und her? Was damit anfangen? Verkaufen würde ich das Objekt nicht gerne, auch wenn die Anfragen reichlich sind. Aber einfach nur so für alle Zeiten herumstehen lassen hat auch nichts.
Vor ein paar Wochen kam mir eine Idee, auf die wir derzeit hinarbeiten: Die Halle und den unteren Teil des Bürotrakts, ein großer Büroraum, eine Dusche, eine Toilette, Heizungsraum und ein kleiner Vorraum zur eigentlichen Halle werden wir vermieten und den oberen Bereich des Bürotrakts, der durch eine dicke Tür komplett getrennt ist, werden wir für uns behalten. Das sind dann etwa 40 Quadratmeter, die wir noch selber nutzen können und alle sind glücklich.
Dann gehören ja auch noch zwei Garagen dazu. Ob man davon eine behält oder beide mit in die Vermietung gibt, ist noch offen. Aber hinsichtlich dieser Überlegungen besteht auch noch gar keine Eile, so weit sind wir noch nicht.
In mehr als einem Monat war auch für einen Euro pro Dose kaum etwas von dem Collab-Aufsteller verkauft worden.
Das war's jetzt. Nun sind die Dosen mit 80 Cent auf roten Sonderpreisetiketten auf dem Restetisch gelandet. Ich glaube, viel mehr kann man zur Schadensbegrenzung bei so einem Artikel nicht machen. Vom Restetisch verkauft sich bei uns eigentlich alles, da bin ich zuversichtlich, dass wir die Collab-Dosen loswerden.
Bin mal gespannt, wann die ersten Leute fragen, ob wir das Getränk wiederbekommen können. Die werde ich dann aber enttäuschen müssen …
Keine Ahnung, was für ein Tierchen da insgesamt rund eine Viertelstunde lang die Linse von Kamera 11, die unsere zweite Kasse im Blick hat, belagert hat. Objekte genau auf der Linse sind im Bild unscharf, es ist nur eine längliche Form auszumachen. Also tippe ich auf eine Wespe oder Biene, vielleicht auch eine Raubfliege oder eine Bremse, möglicherweise auch ein Weichkäfer. Irgendwie sowas.
Falls von euch jemand den kleinen Kerl identifizieren kann – bittesehr …