Im Trakt mit den Nebenräumen bei uns an der Lagerhalle hatten im Laufe der Zeit diverse Lampen ihr Leben ausgehaucht. Da ich ohnehin gerade zwei neue Leuchten in den beiden Toilettenräumen installiert hatte, nahm ich den Tag zum Anlass, auch den Rest endlich wieder in Ordnung zu bringen.
In den Fluren war das alles kein Problem, nur für die Deckenleuchte im großen Büroraum unten brauchte ich drei Kerzenlampen mit E14-Gewinde. Sowas hatte ich natürlich nicht herumliegen – aber nur wenige Autominuten entfernt ist ja ein Edeka-Markt. Dort bin ich hingefahren und fand nach einiger Suche tatsächlich in einem Regal eine mit acht Artikeln recht überschaubar aufgestellte Auswahl an Glühlampen:
Kerzenlampen waren zwar dabei, aber als 25W-Äquivalent waren sie mir viel zu dunkel und so kaufte ich sie nicht. Ganz in der Nähe gibt es noch einen REWE-Markt, dort hatte ich zunächst gar keine Glühlampen gefunden. Eine von mir gefragte Mitarbeiterin zeigte mir schließlich deren Auswahl: Immerhin 11 verschiedene Produkte, darunter auch "40W"-Kerzenlampen. Juhu, so konnte ich die Deckenleuchte wieder vollumfänglich zum Leuchten bringen.
Ich staunte aber schon, dass in den beiden großen Märkten die Auswahl an Leuchtmitteln so überschaubar war. Ich weiß nicht, wie viele verschiedene Artikel es von der "ja!"-Eigenmarke der REWE gibt, aber die kleine Auswahl in dem Edeka fand ich wirklich enttäuschend. Es ist ja nicht so, dass es von unserer Eigenmarke keine Auswahl an Glühlampen gibt. Wir in unseren kleinen Laden haben immerhin 24 (!) verschiedene Artikel im Sortiment. Ich finde,
damit muss man sich nun wirklich nicht verstecken:
Findet den Fehler bei dieser
FÜNFHUNDERT-Gramm-Packung Toastbrot.
Meine
große Aktenvernichtung vor inzwischen knapp anderthalb Jahren hat zwar für viel Luft gesorgt, aber einige Unterlagen haben wir zwangsläufig immer noch hier stehen. Die beiden Anhängerladungen beinhalteten auch Unterlagen, die deutlich älter als 10 volle Jahre waren, bei so viel Entsorgungsfaulheit sammelt sich natürlich etwas an. Hinzu kam, dass der gesamte Zeitraum auch die Unterlagen von zwei Läden beinhaltete, was die Papierflut nicht ganz verdoppelt aber zumindest um 50% aufgebläht hat.
Seit 2020 haben wir nur noch den einen Markt hier, die Unterlagen aus Findorff haben inzwischen die Hälfte ihrer Aufbewahrungsfrist hinter sich und so füllt sich der Kistenberg bei uns in der Halle deutlich langsamer. Hinzu kommt, dass ich früher "alles" Aufbewahrt habe, also auch Lieferscheine und die einzelnen Hilfsformulare, mit denen die Mitarbeiter ihre Kassen abgerechnet haben. Beides keine aufbewahrungspflichtigen Dokumente – aber dafür sehr viele, die dementsprechend viel Platz einnehmen. Seit 2018 gibt es auch keine Kopien der ec-Belege mehr, die aufbewahrt werden müssen und so sammelt sich inzwischen deutlich weniger Material an, als in der Vergangenheit.
Kurz: Trotz der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von 10 Jahren ist der Stapel an Kartons sehr übersichtlich: 23 Bananenkartons und 9 Kisten im Format von Umzugskartons stehen bei uns in der Halle – und das war's. Wenn man sich jetzt noch angewöhnt, regelmäßig mal auszumisten, sollte die Sammlung auch kaum größer werden. Im Gegenteil sogar, denn mit jedem weiteren Jahr verschwindet der Anteil der Dokumente aus unserem zweiten Laden.
Papier ist hier, Papier sind wir. Papier ist zwischen dir und mir – und mein Lebtag werde ich nicht verstehen, warum man freiwillig Steuerfachangestellter wird.
Eine Kundin, die kaum ein Wort Deutsch sprach, versuchte Ines mitzuteilen, welches Produkt sie gerne erwerben würde. Da die verbale Kommunikation an gegenseitigem Unverständnis des Deutschen und Albanischen konsequent scheiterte, nutze die Frau kurzerhand Zeichensprache.
Zunächst legte sie Daumen und Zeigefinger einer Hand zusammen und formte auf diese Weise einen kleinen Kreis. Sie zeigte mit der anderen Hand auf genau diesen Kreis.
Dann machte sie ihre Hand zur Faust und deutete eine Bewegung an, als würde sie einen Hammer halten und damit zuschlagen.
Zu guter Letzt legte sie beide Hände, die sie als "Schüsselchen" hielt, mit den Handflächen zusammen und klappte sie auseinander, während sie die Hände an der Handkante zusammen hielt.
Es hätten natürlich auch andere Dinge gemeint gewesen sein können (Ü-Eier, Geoden, Tabletten), aber die Kundin suchte tatsächlich Walnüsse in der Schale – und das erriet meine Gattin direkt schon beim ersten Versuch.
Neuigkeiten vom ELSTER-Portal: Sie haben zum einen endlich die neue Domain für die leichtere Erreichbarkeit freigeschaltet. Man erreicht das ELSTER-Portal jetzt nicht mehr über elster.de, die einfach viel zu viele Menschen an schwarz-weiße Rabenvögel erinnert hat, sondern einfach und schlüssig über
baggerbetrieb-vogt.de. Für alle, die den Zusammenhang zum Finanzamt nicht sehen, hier eine kurze Erklärung: Es geht bei Steuern um viel Geld. Bei Geld und Reichtum denkt man an die Goldgräber ("Gold Digger"). "Digger" lässt sich (außerhalb der Jugendsprache) auch mit "Bagger" übersetzen und da eine Behörde ja auch wie ein Geschäftsbetrieb arbeitet, hat man sich für das Kompositum Baggerbetrieb entschieden. Der Zusatz "Vogt" soll noch einmal ausdrücklich betonen, dass es sich um Steuern handelt, dann die Vögte waren in ihren Bezirken ja auch diejenigen, an welche die Steuereinnahmen flossen.
Die zweite Neuigkeit ist: Gibt man auf diesem (zum Bürokratieabbau völlig ungesicherten) Server seine vollständigen Kreditkartendaten inkl. Prüfnummer ein, bucht das Amt direkt jede Form von Rückerstattungen auf die Kreditkarte.
Alternativ könnte das auch nur ein plumper Phishing-Versuch gewesen sein:
Aus einer 6er-Packung Ferrero "Kinder Bueno" hat ein Ladendieb vier der Riegel geklaut. Die aufgerissene Packung mit den verbliebenen zwei Bueons lag im Konservenregal, wo eine Kollegin sie gefunden hat.
Als Dieb braucht man aber doch keinen Anstandsrest zurückzulassen, da hätte er (oder sie) die restlichen beiden Riegel doch konsequenterweise auch noch einstecken können …
Schon mit meinem allerersten Scanner, den ich mir Mitte der 90er-Jahre mal gekauft hatte und der von Teco/Relisys und nicht billig war, habe ich natürlich herumexperimentiert und außer Dokumenten auch diverse Gegenstände abzulichten versucht.
Das war nie so richtig geil, da Objekte, die sich schon wenige Millimeter über der Glasscheibe befanden, kaum noch richtig dargestellt wurden. Keine Ahnung, was andere aktuelle Scanner da abliefern – aber unsere Konica-Minolta-Maschine hier in der Firma hat diesbezüglich eine beeindruckende Schärfentiefe. Da kann man richtig schöne Sachen mit machen.
Ich hatte einfach mal ein paar Gegenstände / Produkte hier aus dem Laden auf die Platte gestellt und war doch recht überrascht, wie farbgewaltig und gegen den tiefschwarzen Hintergrund freigestellt die Dinge wirken.
Ich bin mehr Techniker als Künstler. Man KANN damit bestimmt ziemlich coole Dinge anstellen, nur ICH sehe die nicht und/oder bin nicht kreativ genug dafür.
Wie auch immer, dies ist der erste Teil einer Mini-Serie mit zehn Folgen.
Vier Äpfel:
Im Vorstellungsgespräch mit einer jungen Frau erzählte ich natürlich auch einiges über uns hier. Zwischendurch fiel mir folgende Phrase ein: "Wir sind ein ganzer halber Edeka."
Ich lieferte aber auch gleich die Erklärung hinzu, wie das gemeint war: Wir sind zwar ein offizieller Edeka-Markt und tummeln uns gleichberechtigt mit den "großen" Einzelhändlern mit dreistelligen Millionenumsätzen auf einer Stufe – haben aber andererseits aufgrund des nicht vorhandenen Platzes gar nicht die Möglichkeiten, alles zu bieten, was man in einem mehrere tausend Quadratmeter großen Markt findet. Angefangen bei einer Bedientheke – aber auch für eine Bäckerei (mit Bedienung), Gastronomie oder ein sehr in die Tiefe und vor allem in die Breite (Non Food vor allem) gehendes Sortiment reicht der Platz hier einfach nicht.
Aber okay, wir machen das Beste daraus und durchschnittlich über eintausend Kunden pro Tag scheinen uns wohl auch nicht so übel zu finden.
Ein etwas verpeilter Kunde, möglicherweise BTM-Konsument, stand vor dem Leergutautomaten und gab sein Leergut ab. Das für sich war schon ein mühsamer Vorgang, denn so richtig rund lief der Vorgang nicht ab. Dies lag jedoch nicht an unserem Rücknahmegerät, sondern an der Person davor.
Zwischendurch angelte er noch eine halbvolle Saftflasche aus seiner auf dem Boden stehenden Tasche, die der Automat jedoch aufgrund des zu hohen Gewichts nicht annehmen wollte. Also leerte der Mann den Inhalt der Flasche kurzerhand in den kleinen schwarzen Eimer aus.
Okay, tat er eigentlich nicht. Er guckte während des Ausschüttens nämlich gar nicht so genau hin und flutete seine Tasche damit, was ihm jedoch erst auffiel, als die Flasche bereits leer war.
Wie kann man so fertig sein mit sich und der Welt?!
Ein Pärchen betrat den Laden und steuerte direkt auf das Regal mit dem Alkohol zu. Während der Mann untätig blieb und der Frau nur zuschaute, nahm sie sich eine Flasche Korn aus dem untersten Fachboden des Spirituosenregals und ließ diese im Bund ihrer Hose verschwinden.
Unmittelbar danach gingen sie direkt zu Kasse, an den wartenden Kunden vorbei uns als der Alarm der Warensicherungsanlage ertönte, rannten sie auch schon los. Meine Mitarbeiterin an der Kasse sagte zwar noch sofort Bescheid, aber es war zu spät, um die beiden noch einzuholen. Zumal zu dem Zeitpunkt auch noch gar nicht klar war, wer von ihnen was eingesteckt hatte.
Im Kühlregal zwischen dem Käse fiel einer Kollegin diese leere Schale Krautsalat auf. Das Produkt verkaufen wir hier auch, wie genau die leere Verpackung ins Kühlregal gekommen war, ließ sich leider auch nicht mit Hilfe der Videoanlage nachvollziehen. Weder das Produkt im Regal noch der Ablageort der leeren Schale ist in einer der Kameras zu sehen. Also bleibt nur Spekulation.
Möglichkeit 1: Jemand hat die leere Verpackung als Muster mitgenommen, um genau den richtigen Krautsalat neu kaufen zu können.
Möglichkeit 2, deutlich wahrscheinlicher, immerhin sind wir in Bremen: Jemand hat die Packung im Laden geöffnet und den Inhalt entweder vor Ort gegessen oder in einen mitgebrachten Behälter oder alternativ direkt in die Jackentasche gekippt. Rechnen muss man ja mit allem …
Aus einer Bewerbung: "Ich passe in jedes Team, da ich mich mit jedem gut verstehe."
Es hat aus unterschiedlichen Gründen nicht geklappt mit uns, aber bei der Phrase steht man schon kopfkratzend dar.
Wie deutet ihr so einen Ausdruck?
Wir warteten mit einem erwischten Ladendieb auf die Polizei. Während wir wie üblich gelangweilt an der Lagertür herumstanden, saß der Mann in den späten Zwanzigern auf einer von uns angebotenen Getränkekiste.
Zwischendurch äußerte er den Wunsch, dass er gerne eine Tasse Tee hätte.
Die Chance für die Frage, ob sie auch noch etwas Gebäck dazu reichen dürfe, ließ die Kollegin leider ungenutzt verstreichen.
Alter, wir sind doch keine Teestube. Was auch immer der Typ geraucht hatte, ich hätten davon auch gerne etwas. Macht das Leben bestimmt einfacher.
Der junge Mann, der hier
vor ein paar Wochen Kaffee und Flohsamenschalen zu klauen versucht hatte, war übrigens in Berlin gemeldet. Von der dortigen Staatsanwaltschaft kam nun Post.
Noch einmal zur Erinnerung, das hier war sein Eink
lauf:
Zwei nicht lebensnotwendige Artikel im Gesamtwert von rund 15 Euro.
Die Antwort der Staatsanwaltschaft sah so aus:
Wenn man die Grenze noch Höher legen würde, könnte man die Gerichte noch weiter entlasten. Man könnte die Grenze ja bei 950 Euro setzen, dann hat man die selbe Situation wie beim "Petty Theft" in Kalifornien, wo Diebstähle unter der Grenze von 950 $ nur noch als Bagatelle und nicht als Straftat verbucht werden.
Ich habe dafür
kein Verständnis, wirklich nicht. Diese Antwort von einer Staatsanwaltschaft kommt doch dem Freibrief für Diebstahl gleich.