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Die schmuddeligen Leuchtbuchstaben über der Tür

Gerade mal gut sieben Jahre ist die Außenwerbeanlage mit (unter anderem) meinem Namen in großen LED-Buchstaben alt. Im Gegensatz zu einer Technik mit Leuchtstoffröhren, die man alle paar Monate mal für den Austausch der Röhren öffnen können muss, sollte sollte es nach meiner Auffassung kein Problem sein, die Anlage mit LED-Technik vernünftig versiegeln zu können.

Man guckt da ja gar nicht so oft hin, aber die weißen Blenden habe viele dunkle Schatten, die nach meinem Verständnis von Verschmutzungen auf der Innenseite her stammen. Irgendwie stört es mich jetzt. Nun weiß ich, dass der Dreck da drin ist, nun quält es mich, dass die Leuchtbuchstaben nicht mehr strahlend weiß funkeln.

Das hauseigene Handwerker-Duo wird sich die Sache in den nächsten Tagen mal ansehen. Wenn wir die Buchstaben öffnen und reinigen können, machen wir das selber. Ansonsten werde ich die Fachfirma mal anrufen, die das Ding installiert hat. Vor meinem geistigen Auge sehe ich Banknoten mit kleinen Flügelchen wegflattern …


Ein Erlebnis bei PLUS: Kinderriegel

Hier mal eine gaaaaaaaanz alte Geschichte aus einer Zeit vor meiner Selbstständigkeit mit dem eigenen SPAR-Markt. Ich war als Markleiter, was damals ja nur noch Verkaufsstellenverwalter hieß, in meiner PLUS-Filiale in der Kornstraße (heute befindet sich dort ein orientalischer Supermarkt) beschäftigt und sah, wie ein kleiner Junge mitten im Laden einen Kinderriegel aß.

Als ich den Vater des Kindes darauf ansprach und sagte, dass er da noch etwas zu bezahlen hätte, pampte er mich an und belehrte mich wie Hein Blöd mit Plüschohren darüber, dass es a) unsere Pflicht wäre, dafür zu sorgen, dass Kinder an solche Produkte nicht herankommen und dass b) er ja nicht ständig auf sein Kind aufpassen könne.

Heute in meinem eigenen Laden hätte ich ihm vermutlich meine Meinung gesagt. (Gut, es ist "nur" ein Kinderriegel gewesen, aber dennoch macht man manche Dinge einfach nicht.)

Damals habe ich das schulterzuckend hingenommen. Die Hierarchie bei Plus war knallhart im Führungsstil Radfahrer (Nach oben buckeln, nach unten treten) und als Marktleiter war man in dem Unternehmen nur der Depp vom Dienst. Hätte der Kunde sich beschwert, hätte ich mich rechtfertigen müssen oder im Idealfall sogar eine Abmahnung kassiert. Daher. Arschlecken, war ja nicht mein Geld. Und DAS ist nun knapp 30 Jahre her, Plus gibt es nicht mehr und das gönne ich der Firma.

Mal wieder ein vagabundierender Einkaufswagen vor der Tür

Es ist ja eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis dieser Einkaufswagen hier auf der Straße den Weg zu uns in den Laden findet. Der Wagen hat zwar nullkommanull Ähnlichkeit mit den Einkaufswagen bei uns, aber die meisten Menschen denken gar nicht so weit. Ein Einkaufswagen gehört in einen Supermarkt, Thema gegessen.

Wo ist eigentlich das Ordnungsamt, wenn man es mal braucht? Das wäre doch die Gelegenheit, mit geschwollener Brust beim rechtmäßigen Eigentümer des Wagens wegen der unerlaubten Sondernutzung des Gehwegs eine Welle zu machen.


Elvis, die Fortsetzung

Nachdem wir nun trotz des ursprünglich großartigen Starts seit rund anderthalb Jahren kein Eis mehr von Elvis haben, kamen vor ein paar Tagen zwei Außendienstmitarbeiter der Firma zu uns in den Laden und waren ganz enttäuscht, dass wir deren Produkte gar nicht in der Tiefkühltruhe liegen haben.
Von der Vorgeschichte wussten sie nichts und sie gingen einfach davon aus, dass deren Eis bei uns einfach nur noch nicht den Weg ins Sortiment gefunden hätte.

Sie drücken uns eine Produktübersicht in die Hand und erklärten, dass alle acht Artikel bestellbar wären und auch auf Lager sein würden. Dem ist aber nicht so. Es sind derzeit sage und schreibe vier Artikel bei uns über das Großlager verfügbar und von uns bestellbar. Nur einer (!) davon gehört zu den vier Sorten, die überhaupt bei uns liefen. Die beiden stärksten Sorten sind nicht dabei und eine Einlistung ist auch nicht in absehbarer Zeit vorgesehen.

Was sollen wir mit Erdbeer- und Magosorbet, wenn die Leute nach "Franzbrötchen" (Zimt) und "Minze-Zartbitter" fragen?

Also bleibt es, wie es ist. Bis auf Weiteres kein Elvis-Eis mehr bei uns. Wir haben Elvis Bogicevic gerne unterstützt, aber als wir einfach noch alle Sorten bestellen konnten und hinterher dafür eine Rechnung bekamen, die ich direkt begleichen konnte, war es für uns wesentlich attraktiver. Aus seiner Sicht ist die Sache mit einer Lagerlistung bei der Edeka sicherlich großartig, aber der Spaßfaktor hat deutlich gelitten.

Vor Weihnachten und am heutigen Tage

Mit den Weihnachtssüßwaren in der vergangenen Saison hatten wir auch einen gemischten Aufsteller mit Produkten von Niederegger bekommen, also vor allem Marzipan in den unterschiedlichsten Variationen. Diese Artikel waren nicht speziell weihnachtlich, so dass wir sie nicht nach dem Weihnachtsfest zum Sonderpreis rausgehauen haben – und so steht dieses Display bis heute hier im Laden.

Wenn man sich die Entwicklung ansieht, kommt man schnell darauf, dass die Produkte sich nur sehr schleppend verkaufen. Die Qualität ist natürlich echt gut, aber 9 Euro für ein paar Marzipan-Happen oder eine Tüte Marzipankartoffeln ist für viele Kunden eben schon abschreckend.

Das wird nicht "der Ladenhüter des Jahres", zumindest nicht in der Form, dass wir auf dem Schaden sitzen bleiben. Aber es ist schon traurig, wenn man so tolle Produkte anbietet und viele Kunden beim Anblick der Preise spöttisch lachend weiterlaufen …


Predigt auf Deutsch

Mir war übrigens gestern Mittag mal wieder aufgefallen, dass meine "neuen" Nachbarn die Predigt vor dem Freitagsgebet hier in der Moschee auf Deutsch abhalten.

Inhaltlich war das zwar nun zugegebenermaßen ganz und gar nicht meine Baustelle, aber ich fand's durchaus interessant, dass sie das hier auf Deutsch abhalten. Ich gebe zu, dass mich das tatsächlich überrascht hat und ich bin ziemlich sicher, dass in der Vergangenheit (also bei den alten Moschee-Betreibern) immer nur irgendwas auf Arabisch heruntergeleiert wurde.

Eigentlich ein ziemlich interessantes Detail, das für mich nach aktiv gelebter Integration aussieht. Aber so soll es im Idealfall ja auch eigentlich sein.

Kakao-Kekse

Wir haben heute einen Karton mit den neuen "Nesquick Kakao-Keksen" geliefert bekommen. Noch während er im Lager stand, leerte sich der Karton zusehends. Verschiedene Kolleginnen und Kollegen haben gleich einige der Tüten für sich selber gebunkert.

Ich habe zwischendurch noch mit mir selbst eine Wette abgeschlossen, ob der Karton tatsächlich noch im Laufe des Tages leer und die Ware verkauft wird, bevor sie überhaupt den Weg ins Regal finden konnte, aber den Gefallen haben mir die lieben Mitarbeiter dann doch nicht getan. Zum Glück hielt sich der Wetteinsatz in Grenzen. ;-)


Jupp-Jupp-Tee mit Eli

Goldmännchen-Tee haben wir zwar nicht dauerhaft im Sortiment, aber wenn wir Displays mit spannenden Sorten bekommen können, bestelle ich die immer ganz gerne mal, denn eigentlich laufen die Artikel bei uns erstaunlich gut.

Die "Kindertees" mutieren momentan noch eher zum Ladenhüter – und ich versichere euch, dass ich sie ausdrücklich nicht wegen des "Jupp-Jupp-Tees" mit dem süßen Elefanten auf der Verpackung bestellt habe.

Aber ein Grund wäre der kleine Rüssler auf jeden Fall gewesen. ;-)


Nicht über 120°C erhitzen.

Auf einer Packung mit gesüßten Maltodextrin war mir dieser Hinweis aufgefallen: "Nicht über 120°C erhitzen."

Warum ist das denn so? Ist Maltodextrin so hitzeempfindlich?

Nein, Maltodextrin nicht. Aber der Süßstoff Sucralose kann ab 120 Grad Verbindungen ausbilden, die Krebserregend sein könnten. Alles nur im Konjunktiv, aber Vorsicht ist bekanntlich die Mutter der Porzellankiste und man muss ja kein unnötiges Risiko eingehen.

Wer jetzt Panik schiebt: Im normalen Küchenalltag wird man kaum auf über 120 Grad kommen, außer man kippt das Produkt, in dem sich Sucralose befindet, in heißes Fett. Beim Kochen mit Wasser ist bei 100 Grad Schluss und selbst im Backofen wird die reine Garguttemperatur 120 Grad meistens nicht überschreiten.


NDR: "Frau stiehlt Schokolade für 230 Euro"

Das ist so bedeutend, dass es sogar dem NDR eine Meldung wert ist: Hamburger Hauptbahnhof: Frau stiehlt Schokolade für 230 Euro

Das ist aus meiner Sicht ein maximal leichtes Schulterzucken auslösender umgefallener Sack Reis. Völlig normal hier in Bremen. Gut, 230 Euro sind auch schon für uns hier eine Hausnummer, aber ein Dieb mit einer Reisetasche voller Schokolade gehört hier ja schon quasi zum Tagesgeschäft und wird nicht einmal mehr zur Randnotiz in den Medien.

Endlich wieder eine vernünftig befestigte Eistafel

Vor rund zwei Jahren hing die Eistafel über der Kleineistruhe. Etwas schief, aber sie hing. Wie sie an der Decke befestigt war, weiß ich nicht mehr, das war ewig lange ein Mix aus Klebehaken oder Magneten an den alten Lampenreihen. Nach den Malerarbeiten vor gut einem Jahr waren die Haken endgültig verschwunden und seitdem stand die Tafel immer irgendwie rund um die Truhe auf dem Boden.

Für die Kunden war die Information nur eher zusätzlich, da wir ja für die Bestellungen die regulären Preisschilder an der Truhe hängen haben. Da die Tafel in ihrer Ecke zwischen der Eistruhe und dem Regal dahinter auch nicht immer in meinem Fokus stand, rutschte diese Baustelle immer wieder durch. "Eistafel vernünftig aufhängen" stand nun seit Ewigkeiten schon auf meiner To-Do-Liste, aber andere Sachen hatten immer irgendwie Priorität.

Dabei ist die Arbeit für Ines und mich nur ein Klacks gewesen: Mit dem Kreuzlinienlaser eine gerade Linie in einer Flucht mit der Eistruhe an die Decke projiziert, zwei Punkte im Abstand von 25 cm angezeichnet, mit einem 12er-Bohrer zwei Löcher in die Strohputzdecke gebohrt, die beiden Spreizdübel eingesetzt, zwei Gewindeösen in die Dübel drehen und schließlich die Eistafel mit vier Haken und zwei Stückchen Kette aufhängen.
Für uns als handwerklich begabtes Team, das vor allem Hand in Hand arbeiten kann, war das wirklich nur eine Kleinigkeit. Das ist so normal für uns, andere wären schon Besteigen der Leiter ausgestiegen, vom Umgang mit dem Material ganz zu schweigen … :-)


Verklauter akademischer Nachwuchs

Ein Bio-Kaffee und eine Packung Bio-Flohsamenschalen, zwei Artikel im Gesamtwert von 15 Euro, hatte der junge Mann in seiner Tasche. Wir hatten ihn ohnehin schon wegen seines verdächtigen Verhaltens im Visier und standen bereits am Ausgang bereit, zusätzlich löste der Kaffee an der Kasse aber noch den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Spätestens hier wäre sein Diebstahl aufgeflogen.

So weit, so unspektakulär, von uns gab es wie übliche eine Anzeige und Hausverbot.

Er versuchte es mit der Erklärung, dass er doch nur ein armer Student sei und ihm der Diebstahl wirklich Leid täte. Hätte vielleicht klappen können, wenn das Diebesgut mehr nach Grundversorgung zum Überleben als nach Luxusartikeln ausgesehen hätte. Daher blieb es bei der Anzeige.

Lustige Strichcodes – 789

Fundstück von Susanne auf den "Intense"-Chips von Funny Frisch: Ein Strichcode mit Lächeln, dem ich eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Logo von Amazon nicht absprechen kann.

Vielen Dank für die Zusendung. :-)