Auf einem Bild der Videoüberwachungsanlage erkannte ich, dass eine Packung Nudeln aus dem Regal gefallen war nun nun vor dem Regal auf dem Fußboden lag.
Mehrere Kunden gingen achtlos daran vorbei und bevor noch einer auf die Packung tritt oder sie durch den Gang kickt (versehentlich oder absichtlich ist hier bei uns beides gleichermaßen möglich), stand ich vom Schreibtisch auf, um nach vorne zu gehen und sie selber aufzuheben.
Als ich um die Ecke ging und in den Nudelgang einbog, war eine junge Frau gerade dabei, die Tüte aufzuheben und wieder ins Regal zu stellen.
Ich bedankte mich mit einem Lächeln für ihre Aufmerksamkeit.
Was auch immer unser großer Drucker (Das Konika-Minolta-Dingens) für ein Problem hat, das Papier liegt im Rahmen unserer Endanwender-Möglichkeiten richtig in der Kassette. Da muss wohl mal von einem Techniker nachjustiert werden, denn
so lässt sich mit den Etiketten nicht mehr sinnvoll arbeiten.
Es sei denn natürlich, man steht darauf, die Artikelnummern über einen unkooperativen Touchscreen einzutippen, anstatt bequem den Scanner zu verwenden. Für derart masochistisch veranlagte Kollegen sind solche Schilder natürlich goldrichtig.
Fundstück von Honza auf den Quetschis der Marke "Fruit'n'Jelly": Ein Strichcode mit irgendwelchen quadratischen oder würfelförmigen Gebilden. Da neben Ananas auch Kokos mit in dem Produkt steckt, könnten das kleine Würfel Kokosfleisch sein, aber genau weiß das wohl nur derjenige, der die Grafik gestaltet hat …
Ines und ich wollten gerade in den Feierabend starten, als sich auf der Straße ein Großaufgebot an Polizei versammelt hat. Busse fahren nicht mehr, die ganze Straße steht voll mit Einsatzfahrzeugen, in einem der umliegenden Läden soll es eine Schießerei gegeben haben.
Irgendwas mit Shithole, mehr sage ich nicht dazu.
Nachtrag: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/35235/6245424
Das neue
Kasse-geschlossen-Schild aus dem 3D-Drucker ist zwar noch nicht vollständig zerstört worden, hat aber die ersten Macken.
Keine Ahnung, warum diese Schilder so unfassbar zerstörerischen Belastungen ausgesetzt sind, als würde ein Spaceshuttle den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre durchführen. Man stellt so ein Schild hin und nimmt es wieder weg. Warum die immer und immer wieder herunterfallen, erschließt sich mir echt nicht.
Eine der unteren Ecken ist schon leicht zerbröselt, an einer oberen Ecke hat sich ein zwei Zentimeter langer Riss gebildet. Ob es hilft, die Füllung der Quader massiver zu gestalten? Dadurch wird das ganze Teil natürlich auch schwerer, wodurch es härter auf den Boden aufschlägt.
Mal abwarten, wie es sich entwickelt. Ich kann das Teil natürlich jederzeit neu bauen, der Materialaufwand hält sich in Grenzen, wir reden von ein paar Euro, aber es wäre einfach grundsätzlich schade, alle paar Wochen so viel Material in die Tonne zu werfen. Aber so weit sind wir noch nicht. Das erste Schild ist noch gut genug und wird sicherlich noch eine Weile im Einsatz bleiben …
Eine Frau hatte in ihrer Umhängetasche eingekauft. An der Kasse löste schließlich ein Fairtrade-Kaffee der Marke Gepa den Alarm der Warensicherungsanlage aus, woraufhin die Frau diesen Kaffee und zwei Milka-Osterhasen aus ihrer Tasche zog – alles zusammen im Gesamtwert von knapp 15 Euro. Sie berief sich darauf, die drei Teile nur beim Auspacken vergessen zu haben.
Das hätte man ja vielleicht noch irgendwie durchgehen lassen können, wenn die Videoaufzeichnung nicht eine ganz andere Sprache gesprochen hätte: Zwischendurch zog die Frau nämlich noch einen Stoffbeutel aus ihrer Umhängetasche und wickelte Kaffee und Osterhasen noch einmal darin ein und legte den Stoffbeutel dann in die andere Tasche zurück.
Selbst ohne diese Einwickelaktion hätte sie von mir eine Anzeige wegen des Diebstahls des löslichen Kaffees und der beiden Schokoladenhoppler bekommen, aber das hier ist ein sowas von knallhart geplant gewesener Ladendiebstahl, so viele Ausreden kann es gar nicht geben …
In diesem Zustand hätten wir die Bananen bei uns vermutlich schon nicht einmal mehr zum Sonderpreis angeboten. Oder für maximal einen symbolischen Preis pro Tüte, um sie vor dem Müll zu retten. (Natürlich sind sie innen nicht verdorben, aber unsere Kunden würden sie in dem Zustand eben nicht mehr zum regulären Kurs kaufen.)
Hier im Asia-Shop für 3,25 € pro Kilo und ich vermute, sie verkaufen sich sogar.
Aufgefallen war die Frau meiner Mitarbeiterin schon beim Betreten unseres Ladens, so dass sie direkt ins Büro lief und den Weg der Frau auf dem Monitor der Videoanlage verfolgte.
Diese Vorgehensweise stellte sich als absolut korrekt heraus, denn nur wenige Augenblicke später ließ die Frau unauffällig, aber nicht unauffällig genug, zwei Tafeln der "Rocher"-Schokolade von Ferrero in ihrer Jacke verschwinden.
Der Rest war dann an der Kasse schnell abgehandelt. Die Ware wurde der Frau wieder abgenommen, ein lebenslanges Hausverbot wurde erteilt, ihre Personalien wurden aufgenommen und die Anzeige wird folgen …
Bei uns funktionieren seit einer knappen Stunde keine Kartenzahlungen mehr. Weder mit den Terminals, die direkt an unsere Kassen angebunden und über die Edeka-IT laufen, noch auf dem externen Gerät, das eine eigene Internetverbindung hat und vollkommen unabhängig von unseren Kassen seinen Job erledigt.
Gibt es momentan woanders auch Probleme? Sind irgendwelche wichtigen Bankserver abgeraucht? Gibt es dazu schon irgendeine Bekanntgabe?
Warum ein Kunde frischen Rosenkohl, Tomaten und Porree in eine der Tiefkühltruhen gelegt hat, werden wir vermutlich nie erfahren. Falls es nicht eine gut gemeinte Dummheit gewesen ist ("möchte ich nicht haben, aber ich lege es besser in die Kühlung"), kann es eigentlich nur Mutwillen gewesen sein.
Verkaufen wollten wir die Produkte nicht mehr, aber sie haben dann Abnehmer im Kollegenkreis gefunden. Wir versuchen ja immer, zu retten, was zu retten ist …
Im Gegensatz zu den sehr kompakt ausgeführten Lunchables (
hier sieht man eine geöffnete Packung) sind die
Gutfried-Snack-Boxen etwas großflächiger gestaltet. Ob für mehr Sichtbarkeit im Regal oder um mehr Schein als Sein abzubilden, kann ich nicht beurteilen – aber bei solchen Verpackungen bleibt ein deutlich schaler Beigeschmack übrig. Und das liegt in dem Fall mal nicht an den Schmelzkäse-Sandwich-Scheiben …
(Okay, reine Packungen mit Wurst- und Käse-Aufschnitt sind auch flach ausgeführt, aber da bietet sich das meistens so an. Die kompakte Lunchables-Dose, in der Wurst und Käse einfach pragmatisch übereinandergestapelt liegen, wirkt aber im Gegensatz zu diesem Produkt deutlich ehrlicher.)
Seit ein paar Wochen haben wir die
getrockneten Früchte von Frudist im Sortiment. Als kleines Schmankerl, aber vor allem auch, damit man die Ware mal sehen kann, haben wir von allen vier Artikeln auch jeweils ein großes Glas in dem Aufsteller stehen.
Ein unachtsamer Kunde hatte leider vor ein paar Tagen den kompletten Aufsteller umgerissen und dabei ist eines der Gläser leider zerbrochen. Nicht nur, dass wir die Ware so nicht mehr verkaufen könnten, nicht einmal mehr für den Eigenbedarf hätten wir es noch verwenden wollen. Durch das gebrochene Glas waren Scherben und Splitter überall zwischen den getrockneten Erdbeeren. Das war leider ein Fall für die Tonne.
Für
Thomas hat jemand eine kleine Gedenkstätte hier auf dem Gehweg vor dem Laden eingerichtet. Aus menschlicher Sicht eine wunderschöne Geste. Kann Thomas sich zwar auch nichts mehr von kaufen, aber es gibt Leute, die an ihn denken und denen er wichtig war. Danke.