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Das bessere Ende der Waffel

Beim Blick in eine (abgelaufene und daher offen im Aufenthaltsraum stehende Packung Bahlsen "Favorite Collection" blieb ich gestern an ein paar kleinen Schokoröllchen hängen. "Waffeletten Minis" heißen sie und offenbar gibt es sie auch schon seit einigen Jahren – nur an mir waren sie bislang vollkommen unbemerkt vorbeigerollt vorbeigegangen.

Dabei ist die Idee eigentlich geradezu revolutionär: Von den klassischen Waffelröllchen (bei Bahlsen heißen sie Waffeletten) wurde einfach nur die Schokoladenseite genommen und zum eigenständigen Produkt erklärt. Keine lange, weitgehend unschokolierte Waffelstrecke mehr, durch die man sich erst pflichtbewusst hindurchknabbern muss, bevor endlich die schokoladige Belohnung beginnt.

Bahlsen hat damit wahrscheinlich die Gebete all jener Kunden erhört, die bei einer normalen Waffelette schon immer dachten: "Kann ich bitte gleich das bessere Ende haben?"

Mit mehreren Jahrzehnten Verzögerung ist nun dieses geradezu revolutionäre Produkt auf dem Markt. Man nimmt einfach das beste Stück eines vorhandenen Produkts und verkauft es separat. Fortschritt kann so einfach sein. Nur eine Frage bleibt ungeklärt: Warum gibt es das Produkt zwar grundsätzlich, aber offenbar nicht hier in Deutschland?

Man wird doch nicht jedes Mal eine ganze Packung Favorites kaufen müssen, nur um vier dieser kleinen Röllchen zu bekommen? :-P


Die Knöpfe unserer Wischmaschine

Die drei Druckschalter, mit denen unsere Wischmaschine (aka Scheuer-Saug-Automat) gesteuert werden, sind mit drei ins Gehäuse eingelassene Gummikappen geschützt. Diese Gummikappen kann man herausnehmen und vielleicht auch bei Beschädigungen austauschen, aber dass jemand es schafft, sie so zu drücken, dass sie ins Gehäuse hineinploppen, haben wir in all den Jahren auch noch nicht gehabt.

Warum? Warum??

Das ließ sich mit einem kleinen Schraubendreher wieder richten, aber …


Vorbereitungen für den Nudel-Gag

Ich hatte ja auf mein Bild mit den "spontan" auf dem Löffel gefrorenen Nudeln mehr Reaktionen erwartet, aber was kommt so eine Kälte auch mitten in den Sommerferien, wenn niemand zum Kommentieren da ist … :-P

War natürlich nicht echt, wenngleich die Nudeln auf der Gabel tatsächlich gefroren waren. Wie? Nun: Ich hatte ein paar Tüten der Ladenhüter-Mama-Nudelsuppen geöffnet, eingeweicht und schließlich so mit einer Gabel ausgestattet im Tiefkühlraum drapiert, bis der ganze Kram durchgefroren war. Das Auftauen ging schneller, ich hatte bei mir im Büro keine drei Minuten, bis der Nudelstrang mit der Gabel so weich war, dass sie klappernd auf den Schreibtisch kippte.

Aber zumindest sah das Ergebnis etwa so aus, wie ich es haben wollte und mehr Experimente dieser Art braucht es nun auch nicht mehr:


Der Roboter-SPAR

Blogleser Patrick hat mich angeschrieben und mir von einem neuen "Robot-SPAR" in Kornwestheim berichtet, der dort erst vor Kurzem eröffnet hat. Von außen sieht der Laden zunächst wie ein profaner SPAR-Markt aus:



Innen gibt es einen Bildschirm und ein Ausgabefenster. Auf dem Bildschirm kann man die gewünschten Artikel auswählen und in einen Warenkorb legen. Nachdem der Einkauf bezahlt wurde, werden die Artikel automatisch zusammengetragen und hinter die Ausgabeklappe gestellt. Beim Google-Profil zu dem Roboter-Laden gibt es auch ein paar Bilder zu sehen, auf denen man mal einen Blick hinter die Kulissen dieses Lädchens werfen kann.



Leider scheint sich das Sortiment (derzeit) auf typische "Späti"-Produkte zu beschränken, die man auch im Kiosk bekommen kann: Tabakwaren, süße und salzige Snacks, alkoholische und alkoholfreie Getränke und ein paar Artikel für den täglichen Bedarf wie z.B. Tiernahrung und Hygieneprodukte.

Die Preise sind wie im Kiosk nicht ganz niedrig, eine Dose Red Bull kostet 2,19 € (+ Pfand).



Wenn alles erledigt ist, öffnet sich die Klappe und man kann die Ware entnehmen. Schade finde ich, dass das tatsächlich hinsichtlich Sortiment und Preisgestaltung doch nur ein automatisierter Kiosk ist und nicht annähernd an einen echten SPAR-Markt herankommt. Trotzdem natürlich vielen Dank an Patrick für den Hinweis und die Zusendung der Bilder. :-)


Adressiert an die Weinabteilung

Von einem Weingut haben wir Post mit Werbung für deren Sortiment bekommen. Ist nichts für uns, aber die gewählte Anschrift war interessant: Das Schreiben sollte direkt an die Weinabteilung gehen.

War leider zu ungenau und unsere Poststelle gnadenlos überfordert. Hätte da jetzt gestanden "Weinabteilung, Weißwein aus Rheinland-Pfalz" oder "Weinabteilung, Rotweine aus der Pfalz", dann wäre die Zuordnung ja leicht gewesen. Aber so rätselte ich minutenlang unentschlossen, was mich mit dem Brief anstellen soll und habe ihn dann aus reiner Verzweiflung selber geöffnet.

Sie haben mir unterschiedlichen Sorten Sprizz auf Weinbasis angeboten. Da hätten sie ja direkt auch die richtige Adresse angeben können: "Getränkeabteilung, Spirituosen und Mixgetränke". Aber mit so einer diffus formulierten Anschrift werden wir hier nichts.


Kartenzahlung per Gesetz

"Wir nehmen nur Bargeld": Bald nicht mehr erlaubt – In Restaurants oder Geschäften sollen Kunden im kommenden Jahr immer die Möglichkeit haben, digital zu bezahlen. So die Pläne des Bundesfinanzministeriums.

Also mal eben pauschal vorab: Ich will Kartenzahlungen nicht verteufeln. Haben wir hier schon sehr früh angeboten, ich weiß jedoch nicht mehr, seit wann genau und würde ich natürlich auch nie wieder abschaffen wollen. An manchen Tagen machen wir 80% (!) unseres Umsatzes bargeldlos. Aber da schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Bargeld ist Freiheit und Unabhängigkeit, die auch bei einem Stromausfall noch funktioniert. Bargeld ist auch Aufwand und ein Sicherheitsrisiko, sei es durch Falschgeld oder Überfälle. Bei uns geht es gar nicht ohne die bargeldlose Alternative, aber wenn es so wäre, müsste es einzig und allein die Entscheidung des Unternehmers sein, darüber zu urteilen.

Wenn es nach dem Bundesfinanzministerium geht, sollen Geschäfte künftig jedoch neben Bargeld auch eine digitale Bezahlmöglichkeit anbieten müssen. Ich halte das für einen ziemlich heftigen Eingriff in die unternehmerische Freiheit.

Denn damit wird nicht einfach ein weitere Taste an der Kasse freigeschaltet oder man stellt sich ein weiteres kleines Gerät auf den Kassentisch. Ich muss einen Zahlungsdienstleister beauftragen, dessen Gebühren bezahlen und die nötige Technik samt Verbindung bereithalten. Auch dann, wenn ich für meinen Betrieb entschieden habe, ausschließlich Bargeld anzunehmen.

Natürlich ist Kartenzahlung für viele Kunden bequem. Aber seit wann folgt aus einem Kundenwunsch automatisch eine Pflicht für den Unternehmer? Wer vor dem Einkauf weiß, dass ein Laden nur Bargeld nimmt, kann Bargeld mitbringen oder woanders einkaufen. Diese Entscheidung dürfen beide Seiten treffen.

Als Begründung wird (wie so oft) auch der Kampf gegen Steuerhinterziehung genannt. Das finde ich besonders schräg: Eine Barzahlung ist doch nicht deshalb automatisch verdächtig, weil sie bar erfolgt. (Okay, für unsere Regierung schon, aber das ist eine andere Sache …) Dafür haben wir schon per Gesetz Kassensysteme mit digitaler Aufzeichnung und TSE, bei der Kassenbons mit einem eindeutigen, kryptografischen Signaturwert versehen werden. Ist das nicht schon der Kampf gegen Steuerhinterziehung? Was soll eine zwangsweise angebotene digitale Bezahlmöglichkeit da ändern? Kann ich euch sagen: Nichts!

Außerdem ist ja nur eine Pflicht geplant, digitale Zahlung anzubieten, keine Pflicht für Kunden, sie zu nutzen. Wer einen Umsatz bar an der Kasse vorbeischleusen wollte, könnte weiterhin Bargeld annehmen. Der zusätzliche Nutzen gegen Steuerhinterziehung wäre also allenfalls indirekt und hängt davon ab, wie oft Kunden die digitale Option tatsächlich wählen. Das ist galoppierender Dummfug, genau wie die einmal täglichen Preiserhöhungen an Tankstellen um 12 Uhr Mittags.

Ja, wer nur Bargeld akzeptiert, verliert womöglich Kunden. Das ist aber dann mein unternehmerisches Risiko – und sollte nicht per Gesetz verboten werden.

Links 831

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Andere Länder, andere Läden – 015

Ein großer Fußbodenaufkleber rund um eine Kühltruhe mit Grillfleisch und Bratwürstchen in einem Supermarkt in Norwegen. Da bekommt der Ausdruck "Der Boden ist Lava!" eine ganz neue Bedeutung.

Okay, in diesem Fall ist es keine Lava sondern nur glühende Holzkohle, aber so fällt die Grillstimmung wenigstens schon beim Vorbeigehen auf:


Kautschukboden vor dem LgAtm?

Für den Leergutraum wird das mit dem Epoxidharzboden wohl doch eher nichts werden. Das Problem ist, dass dieser in einem mehrere Arbeitsschritte mit dazwischenliegenden Aushärtungszeiten umfassenden Prozess eingebracht wird.

Wie soll das ausgerechnet bei dem Raum funktionieren, der hier aufgrund des Leergutautomaten und als einzige Verbindung zwischen Laden und Nebenräumen eine der meistfrequentierten Flächen im ganzen Gebäude ist? Im Grunde gar nicht.

Heute früh hatte ich den Chef einer Firma hier, die auf Fußböden aller Art spezialisiert ist. Da haben wir natürlich auch über den Raum gesprochen und er warf einfach mal das Thema Kautschukboden in den Raum. Hatte ich bis heute noch nie etwas von gehört, scheint aber wohl eine realistische Alternative zu sein: Relativ schnell einzubringen und dabei dennoch sehr strapazierfähig. Er macht mir dafür mal ein Angebot und überlegt sich, wie man das hier am besten machen könnte.

Inzwischen bin ich für fast jeden Vorschlag offen, ich möchte nur diese dekorative Shabby-Chic-Optik loswerden. Das war vor ein paar Jahren ja mal bei Möbeln ein Trend, macht sich hier im Laden aber eher nicht so gut.

Schiefe Übersteigschutzhalterung

Keine Ahnung, ob diese Halterung des nachträglich installierten Übersteigschutz an unserem Zaun von Anfang an so schief war. Aufgefallen ist es mir erst jetzt, allerdings muss ich zugeben, dass das so auch normalerweise nicht zu erkennen ist. Ich stand neben dem Imbiss der Moschee und guckte etwas gedankenverloren in unsere Richtung.

Rege ich mich darüber auf? Lohnt sich das? Kann sowas vielleicht auch einfach passieren? Bin ich zu pingelig? Guckt sich das weg? Soll ich auf Nachbesserung bestehen?

Ach, ich hab keinen Bock.


Planung: Neues Linoleum für den Aufenthaltsraum

… und wenn wir schon dabei sind, hier die Fußböden neu machen zu lassen (zumindest die Erneuerung zu planen), kann auch gleich der Aufenthaltsraum wieder mehr Aufenthaltsqualität bekommen.

Auf den Bildern ist zu sehen, dass das alte Linoleum nicht nur im Bereich der Tür schon weggebrochen ist, sondern sich auch im Laufe der Zeit (Mindestens 2,5 Jahrzehnte, das Zeug lag da ja schon, als wir im Mai 2000 hier eingezogen waren) extrem abgenutzt hat. Abgesehen davon war diese Melierung in Hellgrau und Dunkelgrau vermutlich schon im Neuzustand nicht besonders hübsch.

Auch dazu habe ich mal eine Fachfirma hier aus Bremen angeschrieben. Ist natürlich wieder mal kein Großauftrag, sondern wir reden von rund acht Quadratmetern Fläche, aber wenn die sowas nicht auch machen würden, wäre es eigentlich traurig. Damit der Anreiz etwas größer ist, habe ich noch unser Kassenbüro mit der kleinen Treppe (immerhin zusammen rund 5m²) ebenfalls in der E-Mail erwähnt. Dort liegt, teilweise noch ein fast 25 Jahre alter Rest eines Billig-PVC-Bodens, von dem der größte Teil ohnehin schon längst fehlt. Das könnte dann in einem Abwasch auch erledigt werden.

Ich bin gespannt, ob da eine Antwort kommt.




VP, aber harmlos – dann LD

Zwei junge Männer schwirrten durch den Laden und sorgten für Aufregung im Team. Die beiden sahen nicht vertrauenerweckend aus und so beobachtete ich sie über die Videoanlage, während eine Kollegin "offline" aus etwas Distanz an ihnen dran blieb. Zwischendurch stieg der Adrenalinspiegel etwas höher, als sie vor dem Regal mit Schokolade hin und her gingen und und mal und mal dort ins Regal fassten. Schließlich nahmen sie eine Tafel Ritter Sport aus dem Regal.

So sehr wir sie als "VP" (Verdächtige Personen) einschätzten, so sehr schienen sie trotz ihrer Erscheinung ehrliche Leute zu sein: Sie bezahlten ihre Sachen, inkl. der Schokoladentafel, und für mich war die Sache damit abgehakt.

Von einem Stammkunden, der sie vor der Tür dabei beobachtet hatten, erfuhren wir schließlich, dass sie im Vorbeigehen noch zwei Avocados von unserem Angebot vor der Tür mitgenommen haben.

Die beiden Avocados waren nicht bezahlt und so haben die beiden Typen es erfolgreich geschafft, unsere erste Einschätzung ihrer Personen zu bestätigen.

Links 830

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