Der zweite Schreibtischstuhl bei mir im Büro, eigentlich Ines' gewöhnlicher Platz, wenn wir hier zusammen arbeiten, hat im Laufe der Jahre etwas gelitten. Als Stuhl ist er generell noch toll. Die Rollen, die Gasdruckfeder, die Sitzfläche und die Lehne – alles noch super in Ordnung.
Aber die beiden Armlehnen haben ihre Zeit hinter sich. Durch welche Vorgänge genau, Aufstützen beim Aufstehen oder Berührungen mit dem Schreibtisch, kann ich nicht sagen, aber beide Armlehnen machen keinen tollen Eindruck mehr. Klar "funktionieren" sie noch als Lehne, aber schön ist das nicht mehr.
Allerdings sind sie noch so gut und so wenig funktionseinschränkend, dass ich aber nur deswegen keinen neuen Stuhl kaufen würde.
Vor ein paar Tagen kam mir eine Idee: Kann man die nicht mit flexiblem Filament (TPU) mit dem 3D-Drucker selber machen? Wozu hat man denn so ein Gerät zu Hause stehen? Da bräuchte ich die Lehnen doch nur mit einem CAD-Programm nachzubauen und den Rest würde dann der Drucker erledigen. Mit TPU habe ich noch nie gearbeitet, aber das Objekt so vorzubereiten, dass die Armlehnen die richtige Härte / Elastizität haben, sollte maximal mit ein paar Fehlversuchen hinzubekommen sein.
Herausforderung angenommen, das wird ein interessantes Projekt.
Und Spekulatius. Und Baumkuchen. Und bestimmt noch viele andere Artikel, die sich jetzt noch in Kartons und unter Stülpdeckeln verstecken. Wenn wir es zeitlich schaffen, bauen wir die Ware heute noch auf. Ansonsten müssen die Sachen noch bis morgen tapfer im Lager durchhalten …
Edeka-Harste goes
new Ways neue Wege: Wir haben jetzt auch mal ein Display mit Produkten von "The Pink Stuff" hier im Laden stehen. Wer sich von gelegentlich oder auch häufiger mal in den putzwütigen Ecken von Instagram und TikTok herumtreibt, dürfte die knallpinken Packungen schon längst einmal gesehen haben. Vor allem die rosasarbene Reinigungspaste hat sich dort in den vergangenen Jahren wohl zu einem ziemlichen Hype entwickelt. DAS war jedoch nicht der Grund für mich, diesen Aufsteller mal zu bestellen.
Dabei ist das Zeug erstaunlicherweise nämlich gar keine neumodische Social-Media-Erfindung oder das Produkt irgendwelcher Influencer. Die Geschichte der Paste reicht bis in die 1930er Jahre zurück. Ob sie ihren heutigen Namen tatsächlich nur deshalb bekam, weil die Kunden das rosa Reinigungsmittel ohnehin längst einfach nur "The Pink Stuff" nannten oder ob das Mittelchen von Anfang an so hieß, habe ich nicht herausfinden können.
Ob die Paste (und die anderen Mittelchen dieser Serie) nun tatsächlich irgendwelche Wunder vollbringt, kann ich nicht beurteilen. Der Hersteller selber bezeichnet die Paste letztlich auch nur als milden Scheuerreiniger und warnt bei empfindlichen Oberflächen durchaus vor möglichen Kratzern.
Als ich die Proben vor ein paar Monaten mal im Kollegenkreis herumgezeigt hatte, erntete ich viele "Ahh!"s und "Ohh!"s und so kam ich darauf, dass dieses Produkt (als Artikel für den Verkauf) durchaus mal ausprobierenswert wäre. Und nun bin ich mindestens genauso neugierig, ob unsere Kunden mit dem pinken Zeug schon etwas anfangen können. Wird der Aufsteller schnell leer oder haben wir den nächsten LHDJ hier vor uns?
Kennt ihr diese Reinigungsmittelchen?
Ein Doppelpack Tiramisu unserer Eigenmarke aus dem Kühlregal hatte sich dieser abgewrackte Typ nicht nur eingesteckt, sondern tief in seiner Unterhose verschwinden lassen.
Wir hatten zwar den Diebstahl bemerkt und ihn für die Tat angezeigt, was übrigens auch nicht seine erste Anzeige von uns war, aber die Ware war dennoch verloren. Der Ekelfaktor beim Gedanken an den Inhalt seiner Unterhose war so groß, dass wir die Dessertpackungen hinterher entsorgt haben. Brr …
Vor knapp elf Jahren gab es den SPAR Express im Leipziger Hauptbahnhof an dieser Stelle
schon einmal zu sehen, nun hat Blogleser Carsten ihn dort mal wieder gesehen. Unverändert ist der Laden dort anzufinden. Mal gucken, wie es in weiteren elf Jahren dort aussieht.
Vielen Dank für die Zusendung.
Seit heute läuft die nächste Treuepunkte-Aktion der Edeka:
Jetzt noch mehr Spaß mit LEGO FunPacks.
Vom 24.08. bis 17.10.2026 erhaltet ihr bei Edeka pro 5 € Einkaufswert einen Treuepunkt. Mit 5 Treuepunkten gibt es 1 von 8 exklusiven LEGO FunPacks für nur 5,99 €.
Bei uns natürlich auch.
Im Kühlhaus lag ein ganzer Korb voll mit einer Sorte Wurst. Der Korb war deshalb voll, da es sich um den gesamten Bestand aus unserem Regal handelte.
Die Kollegin, die das veranlasst hatte, erklärte mir, dass ein Kunde sie angesprochen hatte und dass es für diesen Artikel einen Rückruf gebe und wir die Wurst deshalb unbedingt aus dem Verkauf nehmen mussten.
Ja. Nee. So einfach ist das nicht.
Wir nehmen Rückrufe natürlich grundsätzlich sehr ernst. Es gibt relativ belanglose Gründe (falsches MDH auf die Packung gedruckt), unproblematische aber unschöne (z. B. Fehler bei den Zutaten, Produkt schmeckt nicht so, wie es soll), aber auch lebensgefährliche, beispielsweise durch Fremdkörper (Metallteile oder Glasscherben), Keime oder nicht deklarierte Allergene im Produkt.
Die Lieferketten sind bei uns genauestens dokumentiert und wenn ein Artikel aus einer von einem Rückruf betroffenen Charge bei uns gelandet ist, bekomme ich den Rückruf auch umgehend auf unterschiedlichen Wegen zugestellt. Wenn nicht, dann nicht. Von dieser Wurst wussten wir nichts und nachdem ich die Sache überprüft hatte, war klar, dass die Wurst, die die Kollegin hier nach dem Hinweis des Kunden aus dem Regal genommen hatte, überhaupt nicht betroffen war.
Das war von ihm vielleicht nett gemeint, hat aber bei uns nur für unnötige Aufregung gesorgt. Die Kollegin ist auf jeden Fall jetzt instruiert, in solchen Fällen zumindest mal ihren Vorgesetzten (aka MOI!) zu fragen und nicht einfach das Regal auszuräumen.
Eine alte Stammkundin hatte vor Wochen ihr Portemonnaie vermisst. Sie war hundertprozentig sicher, es eingesteckt zu haben, aber auch mit aller Mühe an der Videoanlage ließ sich nicht herausfinden, ob sie es auch tatsächlich bei uns im Laden dabei hatte. Nie hielt sie es in den Händen und es war auch nie jemand so in ihrer Nähe, dass ein Taschendiebstahl anzunehmen gewesen wäre.
Die Kundin ging etwas geknickt nach Hause und wollte dort noch einmal in Ruhe nachsehen. Das ist nun einige Wochen her und obwohl sie sonst fast täglich bei uns war, haben wir sie seitdem nie wieder hier im Laden gesehen.
Wir können nichts daran ändern, aber ich gebe zu, dass man sich schon Gedanken macht. Die Option, dass sie plötzlich umgezogen ist, würden Ines und ich jedenfalls gleichermaßen nicht in Betracht ziehen.
Ich stand auf der Rampe und habe der Taube zugeguckt und sie hat sich auch gar nicht durch mich stören lassen. Man kann jedenfalls nicht sagen, dass sie keinen Spaß beim Baden in der Pfütze hier auf dem Hof gehabt hat.
In Kassenbüro lag diese Packung Knopfzellen. Weil das Kassenbüro das Kassenbüro ist, haben nur Leute mit Schlüsselgewalt Zugang dazu. Für all diese Leute gibt es eine WhatsApp-Gruppe, die sich "Schichtleiter" nennt.
Beide Gruppen sind identisch, Die Chance, dass jemand, der weiß, wieso diese Packung Knopfzellen so aussieht, wie sie aussieht und warum sie im Büro liegt, auch in der WhatsApp-Gruppe zu finden ist, beträgt also rund 100%.
Offenbar passieren hier aber auch sonderbare, übernatürliche Dinge. Vielleicht haben wir einen kleinen Poltergeist, der aufgerissene und wieder mit Kreppband zugeklebte Batterieverpackungen irgendwo ablegt. Eine Antwort auf meine Frage in besagter WhatsApp-Gruppe, was es mit den Batterien auf sich hat, habe ich nämlich nie bekommen …
Der alte Wiesheu-Backofen war übrigens letztendlich für 1 Euro verkauft worden. Der Preis war mir egal, Hauptsache er ist weg. Wäre es mir ums Geld gegangen, hätte ich das Teil nicht für ab 1 Euro Startgebot bei Ebay eingestellt.
Was aber bislang gar nicht geklappt hat: Dem Käufer, wohl des Deutschen nur bedingt mächtig, war wohl entgangen, dass das Gerät hier in Bremen abgeholt werden muss. Nun kommt er wohl aus einem kleinen Dorf aus dem Alpenvorland, München oder so ähnlich, und hat das Problem, die Strecke nicht mit seinem Ochsenfuhrwerk zu schaffen. Kurz: Der Ofen steht hier nun nach Monaten immer noch und die Kommunikation mit dem Käufer verlief bislang etwas zäh, zumal er auf meine letzte Anfrage auch gar nicht reagiert hat.
Nun hat er noch eine Nachricht von mir bekommen:
Guten Tag,
Sie haben den über eBay erworbenen Backofen bislang trotz der vereinbarten Abholung nicht abgeholt. Eine weitere Kommunikation bzw. Terminvereinbarung ist seit mehreren Wochen nicht mehr erfolgt.
Ich fordere Sie daher hiermit letztmalig auf, den Backofen bis spätestens 8. September 2026 nach vorheriger Terminabsprache bei mir in Bremen abzuholen.
Nach fruchtlosem Ablauf dieser Frist werde ich gemäß § 323 BGB vom Kaufvertrag zurücktreten und anschließend anderweitig über den Backofen verfügen.
Bitte setzen Sie sich rechtzeitig mit mir zur Vereinbarung eines Abholtermins in Verbindung.
Wenn er darauf nicht reagiert, werde ich ihm mitteilen, dass ich vom Kaufvertrag zurücktrete – und ihm seinen Euro, denn bezahlt ist der Ofen sogar schon, wieder erstatten. Keine Bearbeitungsgebühr, keine Aufwandsentschädigung, keine Lagerkosten.
Danach werde ich den alten Backofen bei nächster Gelegenheit in den großen Container für Elektroschrott werfen, in dem schon
so viele andere Dinge hier aus der Firma gelandet waren …
Dieser hübsche Anblick herrscht seit einer Weile schon.
Weil es so ein Aufwand war und auch irgendwie nicht so richtig geschmeidig funktioniert hat, haben wir die zweite Folie nie angebracht. Nachdem sie ewig lange herumlag, war sie ohnehin völlig zerknickt, so dass wir sie entsorgt hatten.
Die Idee mit der Folie ist hiermit offiziell verworfen. Aber es muss zwingend ein Sichtschutz vor das Fenster, da wir in dem Raum auch mit Geld herumhantieren und die Leute aus den umliegenden Häusern einen Platz in der ersten Reihe für das Abrechnen der Kassen hätten.
Plissees sind viel zu empfindlich für den täglichen Gebrauch durch ein paar Dutzend Mitarbeiter, Rollos halten auch nicht länger, da nur ein einiger grobmotorisch veranlagter Kollege ausreicht, um auch dieses nach wenigen Tagen zu zerstören.
Ich denke, ich werde dort Vorhänge anbringen, die man einfach und ohne jegliche Mechanik zuziehen kann. Eine massive Stange, mit mehreren dicken Bolzen in der Wand befestigt und ein Vorhangstoff aus doppellagigem Segeltuch sollten für eine gewisse Haltbarkeit sorgen.
Wir haben einen Aufsteller mit neuen Würzsaucen von Kühne bekommen. Die Kollegen haben das Display am Nachmittag aufgebaut und als ich am Morgen zur Firma kam, freute ich mich darüber, dass bereits eine Flasche verkauft ist.
Die Ernüchterung kam, als ich die Freude darüber gleich mit dem Kollegen vom Vortag teilen wollte: "Nee, die ist nicht verkauft, die war uns runtergefallen."
Die große Hitze ist nun wohl vorbei, aber hier ist mal wieder zu sehen, warum ich in den letzten Wochen immer etwas Wasser in den Schlaglöchern hier auf dem Hof stehen hatte: Es ist ein
beliebter Zwischenstopp für die Vögel, die kurz etwas trinken oder auch mal zwischendurch ein kleines Bad nehmen.
Das müsste man noch mal optimieren (Vogeltränke, Brunnen, was weiß ich …), zumal die Löcher sowieso mittelfristig dringend mal aufgefüllt werden müssen, damit nicht noch mehr kaputt geht.
Teil vier: Reispackungen. Es gibt zwar Reflexionen an den Plastikverpackungen, aber im Großen und Ganzen ist die Qualität der Bilder auch mit der Folie nicht schlecht: