Den wichtigsten Blogeintrag des gestrigen Tages habe ich vollkommen vergessen. Und nicht nur das: Ich hatte sogar nicht einmal mehr an das dazugehörige Ereignis gedacht...
Gestern Nachmittag kam meine Mutter zu mir ins Büro und drückte mir mir den Worten "Herzlichen Glückwunsch!" einen großen Strauß wunderschöner Rosen in die Hand. Völlig irritiert sah ich sie an und überlegte krampfhaft, wofür die Blümchen wohl sein könnten. "Habe ich etwas gewonnen?" und "Ist denn irgendetwas Besonderes passiert?", überlegte ich und sah sie dabei ziemlich hilflos an.
Nun, der 30. Mai 2000 war einer der wichtigsten Tage in meinem Leben. Dort war nämlich die Eröffnung meines Geschäftes hier in der Gastfeldstraße - und somit hatte ich gestern meinen siebten Geburtstag. Aber, wie gesagt, sogar ich habe ihn vergessen...
Eine ganz normale Milchkiste für 6 Flaschen à 1 Liter:
Und jetzt dürft ihr mal raten, was passiert ist, als mein Mitarbeiter die frisch gelieferte Kiste angehoben hat. Richtig. Direkt danach durfte er die Milch aus den zerbrochenen Flaschen aufwischen, die einfach durch die beiden Löcher im Boden der Kiste gerutscht waren.
Wie schon gesagt haben wir hier gestern einige Bauarbeiten durchgeführt. Dabei ist das Regal, in dem sich auf der einen Seite die Zeitschriften und auf der Rückseite die Haushalts- und Schreibwaren befinden, einen knappen Meter weiter nach vorne gewandert.
Dieses Regal ließ sich relativ leicht zerlegen, da sowohl die Zeitschriften als auch die Haushaltswaren in unterschiedlichen, aber jeweils gerade mal einen Meter langen, Modulen platziert sind. Einfach die mit Ware gefüllten Einzelteile aushängen und irgendwo zwischenlagern und schon ließ sich der Rest der Gondel (Bestehend aus den Sockeln und Rückwänden) ohne größeren Aufwand verschieben. Ansonsten hat man ja immer das Problem, sämtliche Teile aus- und nach dem Umstellen wieder einräumen zu müssen...
Nun ist der Gang bei den Haushaltswaren relativ breit, wie auf dem unteren Foto gut zu erkennen ist, aber das nächste Regal (an dem in dem Bild die Gitter lehnen) wird schon bald nachrücken. Die danach folgenden drei Regalgondeln werden im Laufe der nächsten Wochen ebenfalls aufrücken. Dabei werden die Gänge zwischen den einzelnen Regalen zwar etwas schmaler, aber dafür bekomme ich letztendlich eine komplette zusätzliche Regalreihe in den Laden. Platz, den ich hier sehr gut gebrauchen kann...
Wir haben hier gestern den halben Tag im Laden gearbeitet und dabei vor allem ein Regal umgebaut (dazu später mehr). Natürlich wurde alles mit der Kamera protokolliert.
Zwischendurch stellte ich fest, dass die Pflanzen auf dem Hof unbedingt Wasser benötigten. Ich hielt den Schlauch und Viktor die Kamera.
Nachdem ich die Hoffnung hatte, dass meine raponierte Mauerecke wieder aufgebaut wird, sich daraufhin ein Maurer meldete, dieser sich dann aber wochenlang nicht mehr blicken ließ, ist er mir nun endlich wieder über den Weg gelaufen:
Er ist seit einigen Wochen schon krankgeschrieben und kann gar nicht arbeiten, da seine komplette Hand nach einer OP immer noch verbunden ist und er davon wohl auch noch einige Zeit etwas haben wird.
Mist. Aber vielleicht werde ich mir jetzt auch einfach selber helfen. Ist meistens sowieso die kostengünstigste Variante. Aber die Zeit, die Zeit...
So sehen die Blumenkübel übrigens jetzt aus. Insgesamt zehn große Blumenampeln hat meine Auszubeutende Azubine gestern rund um die Kirschlorbeerbüsche eingepflanzt.
Ich erwähnte ja schon mehrmals, dass Werbebeilagen in Zeitschriften und Tageszeitungen beinahe grundsätzlich von mir herausgeschüttelt werden. Meine Angestellten machen das normalerweise nicht, aber meistens packe ich die Zeitungen ja auch alleine.
Kunden fassen ihre Zeitung häufig mit zwei Fingern an einer Ecke an und heben diese hoch, ohne sie zusammenzudrücken. Sobald sich das Blatt in der beinahe Senkrechten befindet, rutscht die eingelegte Werbung heraus.
An diesem Morgen hat eine Kollegin gepackt und so sah es nach einigen Stunden vor dem Zeitschriftenregal aus:
So sieht unser Innenhof in diesem Moment aus. Die Pflanzenbehälter sind nach dem Winter wieder trostlos kahl. Nur der Kirschlorbeer wird langsam immer größer.
Auch dieses Jahr hoffe ich wieder auf eine solche Pflanzenpracht und darum ist meine Auszubildende gerade voller Eifer dabei, die heute neu gelieferten Blumenampeln einzupflanzen. Ich bin mal auf das Endergebnis gespannt.
Gerade eben erfolgreich einen Anruf eines Unternehmens abgewimmelt, dass Daten für die Handelsforschung sammeln wollte. Da es nur "zwei kleine Fragen" sein sollte, wimmelte ich die Anruferin nicht sofort ab:
Sie haben auch noch einen Markt in der Münchener Strasse 66-72?
Ja.
Der Markt hat kein Telefon, ist das richtig?
Nein, aber die brauchen Sie auch nicht, da das mein Laden ist.
Wie sind denn die Öffnungszeiten des Marktes?
7-20
Durchgehend, vermutlich?
Ja.
Ich habe hier eine Verkaufsfläche von 350 Quadratmetern stehen, ist das richtig? Oder hat sich da etwas verändert?
Ist so geblieben.
Ist in dem Markt eine Textilien- oder Elektrogeräte-Abteilung integriert?
Nein.
Gibt es einen ausgegliederten Getränkemarkt?
Langsam wird's teuer.
Bitte?
Ich sagte: Langsam wird's teuer. Sie verwenden gerade meine wertvolle Arbeitszeit dazu, um mir blöde Fragen zu stellen. Wenn Sie mir mal eben Ihre Firmenadresse sagen, schicke ich Ihnen allerdings gerne eine Rechnung darüber.
Nach einer viel zu langen Phase ohne Motivation und Antrieb geht es mir seit einigen Wochen endlich wieder richtig gut. Meine tägliche Arbeit ist grundsätzlich in kürzester Zeit und regelmäßig erledigt und dadurch habe ich auch endlich wieder die Zeit und Energie, wichtige und längst fällige Dinge hier im Laden zu tun, die über das tägliche Geschäft hinausgehen: Platzierungen überarbeiten, Regale umbauen, streichen, dekorieren, Sortimente planen etc.
In diesem Zusammenhang habe ich gestern endlich meinen Holzkarren überarbeitet, auf dem wir ein bestimmtes Sortiment an Bio-Weinen anbieten. Das Licht funktioniert wieder, die Stoffbespannung ist gewaschen, alles ist sauber platziert und ausgezeichnet, wie es ja eigentlich sowieso grundsätzlich und immer sein sollte...
Zu Weihnachten 2006 hatte eine Firma bei mir zwei Präsentkörbe anfertigen lassen. Die Rechnung wollte ich per Post schicken. Als Grundlage wollte ich einen Kassenbon verwenden, auf dem alle Artikel der Körbe aufgeführt sind.
Zuerst dachte ich, ich hätte den Bon nur verlegt. Dann vergaß ich die Rechnung irgendwann völlig. Mittlerweile bin ich sicher, dass der Bon abhanden gekommen ist. Aber völlig verschenken möchte ich die Körbe auch nicht.
Ich werde wohl eine pauschale Rechnung schreiben, deren Wert unter dem tatsächlichen Warenwert liegen wird.
Ich gebe zu, dass das Regal auf dem Foto noch etwas sehr leer wirkt, aber dennoch hat sich der Einsatz von rund zehn Arbeitsstunden gelohnt: Die Plazierung in meinem Bio-Kühlregal ist komplett überarbeitet und es sind einige neue Artikel hinzugekommen, die morgen früh geliefert werden. Ich freue mich schon drauf.