Irgendwie fehlt mir heute ausnahmsweise mal die Motivation zum arbeiten. Ich glaube, ich werde hier heute jeden erledigten Handschlag fotografieren und verbloggen...
Eigentlich könnte ich an dieser Stelle das selbe Foto nehmen, wie ich es in diesem Blogeintrag schon verwendet habe.
Mir ist gerade echt zum heulen zumute. Nachdem wir erst vor drei Wochen den Inhalt der Schränke direkt in den Müllcontainer umgeschichtet hatten, liegt dort jetzt wieder alles mit aufgetautem Eis und Sahnetorten voll.
Die Firma, die ich hier normalerweise bei Problemen mit meinen Kühlanlagen kontaktiere, hat in diesem Jahr schon knapp einen fünfstelligen Betrag von mir bekommen. Dauernd ist irgendwas mit irgendwelchen Kühlgeräten. Da stirbt ein Kompressor, hier ein Ventilator. Da geht ein Ventil kaputt, hier ist ein Leck und Kühlmittel tritt aus und so weiter und so fort.
Anfang des kommenden Jahres wird das Warenwirtschaftssystem hier im Markt gegen ein anderes System ausgetauscht. Die Planungen dafür müssen möglichst schnell gehen und heute habe ich das Angebot dafür zur Unterzeichnung bekommen. Ich soll das Angebot bis zum 20.11.2008 zurücksenden.
Früher haben wir keinen Kaffee verkauft, weil er im Lager stand und die Kunden ihn nicht gesehen haben.
Gerade eben haben wir – trotz der eindeutig formulierten Kaufabsicht einer Kundin – keinen Kaffee verkauft, weil jemand den Schlüssel für die Vitrine verschludert hat. Ich bin hellauf begeistert.
In diesem Karton befindet sich – die Aufschrift verrät es ja beinahe schon – Roggenbrot. Doch was ist an diesem Brot so besonders und warum steht es herrenlos im Gang?
Nun, die Geschichte ist kurz, aber tragisch. Dieses Brot bekomme ich nicht über unseren täglichen Brotlieferanten sondern mit unserer restlichen Ware aus dem Zentrallager geliefert. Und irgendwie passiert es immer wieder, dass die Leute, die zwar die Ware packen, diesen Karton in der Hand halten und dem richtigen Regal zuordnen können, aber wenn sie dann mit dem Karton in der Hand vor dem Brotregal stehen, scheint irgendeine innere Stimme zu rufen: "Achtung, das ist das Reich unseres Brotlieferanten. Da darfst du nichts hineinstellen." Von "davor" sagt die Stimme nichts und so geschieht es dann und da steht es dann. Wie oft? Immer und immer wieder...
Unsere schönen neuen Türgriffverkleidungen, die beim ersten Anlauf sage und schreibe drei Wochen gehalten haben, hat's schon wieder zerlegt.
Diesmal ist der Getränkefahrer mit seinem elektrischen Hubwagen daran hängengeblieben. Warum der Kerl sich mit den Paletten auch durch die enge Eingangstür quetschen musste, anstatt den Ausgang zu verwenden, den man zweiflügelig öffnen kann, ist mir gänzlich schleierhaft.
Es ist kaum zu glauben: Das Schreiben, dass ich Ende Oktober an die GEZ geschickt habe, hat tatsächlich Beachtung gefunden. Heute kam die Reaktion zurück:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Sie beanstanden unsere Anfrage, ob Sie Rundfunkgeräte zum Empfang bereithalten und teilen uns mit, dass Sie einen PC und ein Autoradio angemeldet haben.
Unter oben genannter Teilnehmernummer führten wir Sie bisher als nicht privat gemeldeter Teilnehmer lediglich mit einem Autoradio.
Nicht privat ist ja auch richtig. Mein Auto ist ein Firmenwagen und zu Hause habe ich weder Radio noch PC. Aber weiter:
Sei mir Recht. Kostet ja nichts extra. Ein Blick auf das Anmeldeformular (gut, dass ich hier alles aufbewahre) bestätigt: Der GEZ-Seppel hat damals vergessen, das Feld "neuartige Rundfunkgeräte" anzukreuzen.
Aber erstaunlich, dass das Schreiben bei der GEZ nicht gleich im Altpapier gelandet ist...
Nein, das war kein Witz. Ich habe mir den Stempel tatsächlich bestellt. Aber natürlich ist er nicht dafür gedacht, jeden Arbeitslosen, der sich bei mir bewirbt, bloßzustellen.
Es ging um die Leute, die einem einen Zettel vor die Nase halten und nach einem Stempel fragen. Mehr nicht. Wer sich ernsthaft bewirbt, bekommt natürlich den offiziellen Firmenstempel.
Die Kontoauszüge, die ich von meiner Bank bekomme, sind schon seit einiger Zeit auf Thermopapier gedruckt. Das war nie problematisch und ich konnte die Auszüge zum Glück immer mehrfach ziehen (Einmal für meine eigenen Unterlagen und einmal für meinen Steuerberater).
Neuerdings bekomme ich die Auszüge aus technischen Gründen nur noch in einfacher Aufertigung. Also muss ich sie kopieren und das mache ich praktischerweise mit meinem Faxgerät. Die Blätter, die aus dem Laserdruckwerk herauskommen, sind sehr heiß. So heiß, dass die Kontoauszüge schwarze Flecken bekommen, wenn sie mit den Kopien in der Papierablage des Faxgerätes übereinandergeschichtet werden.
Was sagt eigentlich das Finanzamt zu schwarzen Kontoauszügen? Dokumentenecht ist Thermopapier jedenfalls sowohl nach der Wikipedia als auch nach meiner persönlichen Erfahrung nicht.
Über meinen beiden großen Kühlregalen befindet sich ein sehr großer, ungenutzter Raum. Seit Anfang an habe ich dort Deko stehen: Milcheimer, eine Deko-Kuh (hier mit Zipfelmütze), die wir irgendwann auf den Namen "Berta" getauft hatten, Präsentkörbe und mit (Kunst-)Efeu berankte Holzgitter.
Ich kann diese Anordnung inzwischen nicht mehr sehen. Zum einen setzen die Dekoelemente durchgängig Staub an, zum anderen finde ich das nicht mehr zeitgemäß. Daher habe ich beschlossen, dass ich eine Verkleidung dort installieren werde, etwa so, wie wir es im Markt in Findorff gemacht haben. Die Fläche (und in der Folge nach und nach der ganze Laden) wird dann mit warmen, mediterranen Farben gestrichen.
Auf jeden Fall möchte ich noch eine schöne Lebensmittel-Deko dort anbringen. Entweder in Form von einzelnen Bildern, die an der Fläche hängen oder vielleicht sogar mit einem riesigen, durchgängigen Bild. Mal sehen, wofür ich mich entscheiden werde. Wer mich, meinen Laden und dieses Blog schon länger kennt, weiß, dass die Aktion durchaus einige Zeit dauern wird. Aber das macht doch nichts – ich habe Zeit...
Als ich die Kamera hochgehalten habe, um das Bild von dem Kühlregal aufzunehmen, ist mir etwas aufgefallen, das in einem der Holzgitter steckte. Schade nur, dass die Bremen-4-Froschaktion schon seit ein paar Wochen vorbei ist...
Um diesen Schaden festzustellen, brauchten die Kollegen gestern auch keinen Temperaturlogger mehr, denn das (geschmolzene) Eis tropfte bereits an den Gittern der Fachböden herunter. Tzja, da ist man einmal drei Tage nicht da, kommt wieder in den Laden und dann so eine Hiobsbotschaft. Die Ware war zu einem großen Teil ein Totalschaden. Zermatsche Torten und kristallisiertes Eis sind nunmal nicht die Top-Verkaufsschlager. Scheiße.
Und die Reparatur wird auch teuer. Der Techniker war fast sechs Stunden dabei und hat nicht nur einige (teuer klingende) Teile ausgetauscht, sondern gleich noch 14kg Kältemittel auf die Anlage aufgefüllt.