Eigentlich funktionieren unsere Flaschensicherungen sehr, sehr gut. Wenn natürlich jemand den "Zippeln" mit einem Seitenschneider zu Leibe rückt, gewinnt der Dieb und wenn jemand mit einer oder mehreren Flaschen trotz Sicherung aus dem Laden rennt und dabei zwar den Alarm auslöst, aber auch gleich eine Fluchtmöglichkeit hat, zum Beispiel in Form eines bereitgestellten Fahrrads, dann können wir auch nichts machen. Aber ansonsten machen die Dinger einen super Job.
Leider Erfolg hatte dieser Dieb, der zunächst bei zwei Flaschen Jägermeister und anschließend bei einer Flasche Chantre erfolglos versucht hat, die Sicherung zu entfernen. Beim Kokoslikör Malibu hatte er dann leider Erfolg und hat die Flasche eingesteckt und konnte damit unerkannt flüchten. Auf die Schliche war ich dem Typen nur gekommen, weil ich am nächsten Tag die nun herrenlose flaschenlose Sicherung im Regal entdeckt hatte. Was für Alternativen aber – Jägermeister, Weinbrand, Kokoslikör. Ob es ihm nur um irgendwelchen Alkohol für den "Sofortverzehr" ging? Mutmaßlich ja.
Das Anbringen der Sicherungen dürfen nur eingewiesene Mitarbeiter, die sich mit der Technik auskennen und auch darauf achten, dass die Etiketten fest sitzen. Bei der Vielzahl der Flaschen, die wir hier durchschleusen, will ich nicht ausschließen, dass selbst den besten Leuten in der Eile mal ein Etikett nur zu 90% fest ist. Das ist natürlich eher die Ausnahme als die Regel, aber dieser Typ mit der grünen Weste hatte in dem Fall aus seiner Sicht mal richtig Glück.
Ich hatte mal wieder Lust auf Unfug und habe meine Kamera (in Form meines alten Google-Pixel-Handys (Pixel 3)) einfach mal hinten auf den LKW gestellt, als der Container aufgeladen wurde.
Ist jetzt keine weltverändernde Ansicht, aber auch mal interessant:
Dieser junge Mann steckte sich zunächst eine Dosen Holsten-Bier in den Rucksack und nach einem kurzen Weg zum Getränkekühlschrank noch zwei Flaschen Desperados hinterher.
Der Warenwert belief sich auf "nur" etwas über fünf Euro – aber bemerkenswert ist das Tempo und die Routine, mit denen der Typ die Beute in seinem Rucksack verschwinden ließ …
Ich bin echt fassungslos. Der blaue Kunststoffbehälter, in dem wir in den letzten Wochen auf dem Packtisch
die Werbestreichhölzer zur kostenlosen Mitnahme angeboten haben, ist verschwunden.
Zunächst hatte ich ja noch die Hoffnung, dass ein Kollege sie irgendwo hingestellt hat und sie sich einfach nur gut tarnt. Aber, nein, meine Befürchtung bestätigte sich: Auch sie wurde geklaut. Ernsthaft!
Es ist gar nicht der Wert, die blaue Kiste wäre beim Aufräumen der Halle vermutlich früher oder später ohnehin mit im Müll gelandet. Kein nennenswerter Sachschaden (außer, dass ich irgendwas neues basteln muss), aber es geht um die Sache als solche und ich gebe zu, dass mich sowas nur noch ankotzt. Kein Wunder, dass es immer weniger schöne Dinge auf der Welt gibt, wenn sowas immer mehr und häufiger torpediert wird.
Der Täter? Kennen wir nicht. Sah aus wie aus der Obdachlosen- oder Drogenszene und kam auch nur rein, ohne was zu kaufen, hat sich durch die Flyer-Angebote auf dem Packtisch gewühlt und ist dann kurzerhand mit der blauen Box wieder gegangen.
Eine Dose Red Bull wollte der Mann bezahlen, den Stapel Vokabelhefte und die beiden Doppelpacks mit Feinlinern wollte er als kleine Draufgabe so mitnehmen.
Das wäre ihm vermutlich auch geglückt, wenn eine Kollegin ihn nicht zufällig im Vorbeigehen in dem Gang bei den Schreibwaren hätte stehen sehen und gleich beim Anblick des Typen einen kleinen Adrenalinschub inklusive Geläut der kleinen, inneren Alarmglöckchen bekommen hätte.
Eine Frau aus der BTM-Szene stecke sich ein Glas Honig unserer Eigenmarke, eine Dose Sprühsahne und eine Packung Vanillesauce in ihre Handtasche und hätte mit dieser Ware im Verkaufswert von rund zehn Euro vermutlich unbemerkt den Laden verlassen können.
Gescheitert ist der unbemerkte Diebstahl daran, dass sie auch noch für rund 60 Euro Käsestücke aus dem Kühlregal mitgehen lassen wollte, der natürlich gesichert ist und folglich den Alarm der Warensicherungsanlage auslöste. Eine Kollegin schaffte es noch, ihr die mit dem Diebesgut gefüllte Tasche vor dem Laden zu entreißen, die Diebin konnte jedoch erfolgreich flüchten.
Auch gut. Wir haben die Ware zurück und eine Anzeige hätte sowieso vermutlich keine nennenswerten Konsequenten für die Frau gehabt.