Ein junger Mann hat eine Packung Milka-Kekse, in der sich wiederum mehrere kleinere Packungen befanden, geöffnet und die kleinen Mini-Päckchen in seinen Hosentaschen verschwinden lassen.
Das ist nun kein bedeutender Diebstahl aber ein doch weiteres Zeugnis dafür, was hier so tagtäglich bei uns passiert …
Ich hatte auf dem kleinen Vorschaubild unserer Videoanlage irgendwie eine komische Bewegung vom Süßwarenregal gesehen. In Kombination mit Hoodie und Schirmmütze und der großen Tasche erhöhte sich mein Puls schlagartig.
Schnell spulte ich die Aufzeichnung zurück und sah, was ihr hier auch sehen könnt: Insgesamt 11 Pakete Kitkat-Multipacks verschwanden in der Jacke des jungen Mannes. Da die Zeit zum Ansehen der Aufzeichnung eventuell wertvolle Sekunden beim Erfassen des Täters gekostet haben könnte, liefen wir schließlich relativ zügig nach vorne, was den Typen jedoch misstrauisch werden ließ, so dass er alles wieder in einer anderen Ecke des Ladens auspackte.
Hätte ich diesen kleinen und nur Sekundenbruchteile dauernden Schnipsel nicht zufällig auf dem Monitor gesehen, hätte er wohl die Ware im Wert von knapp 33 Euro erfolgreich entwenden können …
Erst eine, dann noch eine weitere Ladung große Milka-Tafeln ließ dieser junge Mann in seiner Umhängetasche mitgehen.
Hatte es zumindest versucht. Diese Artikel sind bei uns nicht ganz grundlos mit Warensicherungsetiketten versehen. Es folgte das übliche Prozedere – Anzeige, Hausverbot, Rauswurf …
Ich könnte mir vorstellen, dass dieser Herr die Seifenstücke für den Eigenbedarf hatte mitgehen lassen. Das Produkt und auch die Anzahl an Seife und damit auch der Warenwert sind nun nicht gerade das typische Zeug, das im Zusammenhang mit Beschaffungskriminalität in den einschlägigen Läden verschachert wird.
Seife … hatten wir bei Ladendieben so auch noch nicht dabei.