Vorhin Gestern Abend auf dem Brokser Heiratsmarkt ist mir an einer der Buden ein Schild aufgefallen, auf dem für ein Waldmeister-Getränk geworben wird:
Sofort bin ich über die Bezeichnung "Saft" gestolpert, denn:
Kommerziell vertriebene Nahrungsmittel dürfen seit einem Verbot 1981 in Deutschland aufgrund der Toxizität des im Waldmeister enthaltenen Cumarins nur noch künstlich gefärbt und aromatisiert werden.
Quelle: Wikipedia
Was den meisten wahrscheinlich in diesem Kontext nicht weiter auffallen würde, wenn nicht:
Saft
Nach Fruchtsaft-Verordnung (FrSaftV) darf als Saft nur ein solches Getränk bezeichnet werden, das zu 100 % aus dem Fruchtsaft und Fruchtfleisch der entsprechenden Früchte stammt.
Man sieht, es kann gar keinen Waldmeister-Saft geben.
Zumindest ist das so bei allen (abgepackten) Getränken, die ich hier im Laden verkaufe. Ob die Regelung mit den Bezeichnungen für den Ausschank auf Jahrmärkten gilt, kann ich nicht sagen. Eigentlich schon, da in der Verordnung von "gewerbsmäßig in den Verkehr gebrachten" Lebensmitteln die Rede ist - und der Ausschank auf dem Markt ganz sicher auch gewerbsmäßig ist. Wenn jemand sich damit auskennen sollte, bin ich für eine kurze Info sehr dankbar.
Zwei Stände weiter gab's fliegende Kühe: Mit schwarzweißen Flügeln schlagende Plastikkühe, die an einer Schnur ziemlich hektisch immer im Kreis flogen. Wäre jetzt nicht hier im Blog gelandet, wenn ich nicht zufällig so ein gelungenes Foto von dem Viech geschossen hätte. Guten Morgen.
Nach Jahren des Hinnehmens, Resignierens und Ärgerns ist mir doch eben eine simple wie wirkungsvolle Konfiguration für den Spamfilter meines Mailprogramms eingefallen: Sämtliche Mails mit Dateianhängen, die nicht aus Deutschland (.de) kommen, wandern direkt in den Müll.
Nochmal völlig off topic: Vor ein paar Tagen hatte ich die Gelegenheit, einen Kartoffelkäfer zu fotografieren. Der kleine Käfer war gerade dabei, sich abflugbereit zu machen und winkte zum Abschied noch einmal zu mir herüber.
Nee, nee, nee... Da möchte man sich kurz vor Feierabend einen erfrischenden Bier-Zitrone-Mix zu Gemüte führen und dann bricht einem beim Öffnen der Flasche doch glatt der obere Rand vom Hals mit ab.
Bevor ich das jetzt durch einen Kaffeefilter schütte, nehme ich mir lieber ein neues.
Warum alle meine Räume klimatisiert sind? Weil ich mit hohen Temperaturen nicht klarkomme. Im kleinen Büro sind derzeit 30 Grad und das ist eine Temperatur, bei der ich nicht mehr konzentriert arbeiten kann. Sogar für Blogeinträge fehlt es mir an Antrieb. Ich sitze hier und freue mich über jeden Kunden, der ein kaltes Beck's aus dem Kühlhaus haben möchte...
Am 20. und 21. September findet in Berlin das erste Praxisforum Vertriebs-PR statt. Die Veranstaltung stellt Management, Instrumente und Erfolge der Vertriebs-PR am Beispiel folgender Märkte dar: Finanzdienstleistung, Mobilfunkmarkt sowie am Beispiel der Automobil- und Pharmaindustrie.
Das Praxisforum zeigt, wie sich PR, Vertrieb und Marketing nutzerorientiert verzahnen lassen und wie sich die jeweiligen Kommunikationskulturen wechselseitig fördern.
Ja, und? Die glauben doch nicht ernsthaft, dass ich 750 Euro netto dafür hinlege, dass ich mir ein paar Stunden lang nutzloses Gesabbel von Leuten anhöre, die von Leuten angeheuert wurden, die nicht einmal das Wort "Mittagessen" oder "Kaffeepause" schreiben können.
Unser Platz am linken Rheinufer war zufällig direkt neben dem WDR-Team. Ich kann die Sendung leider nicht sehen, auch wenn sie mich sehr interessiert: Wir standen einige Male bei den Zuschaueraufnahmen teilweise direkt vor der Kamera. Was davon tatsächlich gesendet wird, kann ich natürlich nicht sagen. (Wenn das jemand mitschneiden und mir zukommen lassen könnte, wäre ich sehr dankbar!)
Sollte in den Beitrag ein ca. 12jähriger Junge zu sehen sein, der etwas zu übergewichtig geraten ist, ein Feuerwehr-T-Shirt trägt und völlig verkrampft an der Kamera vorbei aus dem Bild guckt: Diese Aufnahmen waren Notwehr vom Kamerateam. Der Junge (und sein kleiner Bruder) hat die drei WDR-Mitarbeiter (und uns ebenfalls, da er über unsere Köpfe hinweggerufen hatte) so lange genervt, bis sie ihn schließlich doch gefilmt haben.
Erst der Arsch mit dem Kaffee und nun haben wir gerade festgestellt, dass irgendjemand quasi den gesamten Bestand an After Shave mitgehen lassen hat.
Und was passiert Straftätern, wenn sie erwischt werden? "Du, du, du, mach' das nicht wieder." Manche Täter haben weit über 100 Fälle an Ladendiebstählen in ihrer Akte und laufen trotzdem frei herum.
Vorhin sprach mich (vollkommen erfolglos) eine Frau hier im Laden an. Sie würde bei einem "internationalen Konzern" arbeiten, der jetzt auch "in Deutschland expandieren" will. Dazu würden noch "fähige und nach Erfolg strebende Mitarbeiter" gesucht werden, die sich "ein festes Standbein oder ein stattliches Zweiteinkommen" verdienen möchten.
Liebe Leute vom Gruner&Jahr-Verlag: Ich wollte schon vor über einem Jahr nicht das "Unternehmermagazin Impulse" abonieren und ich möchte es auch heute nicht.
Die Anruferin aus dem Callcenter versuchte eben erst, mir das Heft vorzustellen, woraufhin ich freundlich ablehnte.
Sie fing an zu argumentieren und dass ich es kostenlos zur Probe bekommen könnte. Ich antwortete mit einem klaren und bestimmten "Nein."
Ob ich das Heft denn überhaupt schon einmal gelesen hätte und kennen würde, dass ich so einfach "Nein." sagen könne...
Da wurd's mir zu blöde und ich habe einfach aufgelegt. Wenn es freundlich nicht klappt, dann aber auf jeden Fall immer mit der radikalen Methode.
Ein Mann in einem Rollstuhl kam eben im Laden direkt auf mich zu. Nachdem er mir innerhalb einer Minuten seine Lebensgeschichte erzählte, breitete er vor mir einen Stapel Postkarten aller Art aus. Geburtstagskarten, lustige Karten, allgemeine Glückwünsche etc. Mit dem Kauf seiner Arbeiten würde ich ihn unterstützen, "denn schließlich bräuchte jeder eine Beschäftigung".
Ich brauche aber gar keine Postkarten...
Es geht auch gar nicht um die Postkarten, sondern um die Unterstützung meiner Arbeit.
Ich möchte auch kein Geld spenden.
Eine Spende will ich nicht. Es geht nur darum, die Arbeit an den Karten zu unterstützen und zum Beispiel den Kauf von neuem Material zu ermöglichen...
Okay, ich drück's mal so aus: Ich bin nicht gewillt, ihnen überhaupt Geld zu geben. Egal aus welchem Grund oder wofür.
Daraufhin wurde der Typ ziemlich unfreundlich. Nicht ein enttäuschtes "Das ist sehr schade..." sondern ein aufgebracht pampiges "Sie wollen mir also nicht helfen!?!" war seine Antwort. Er wurde richtig unfreundlich und ich bin mir sogar ganz sicher, dass das nur eine Masche von ihm war, um die letzten Kaufunwilligen herumzubekommen.
Ich frage mich, welchen Job wohl der Herr hatte, der ihn vor dem Laden wieder in Empfang genommen hat und mit dem Rollstuhlfahrer weitergezogen ist...