Ich habe nun wirklich in den letzten Jahren so ziemlich alles miterlebt, was sich irgendwie an und zwischen leeren Flaschen befinden kann: Angefangen bei zusammengefalteten Kronkorken über Zigarettenkippen bis hin zu ekeligen Verkrustungen, die wir hier kollektiv für Hundekot gehalten haben.
Dieses seltsame, kalte, glibberig-klebrige etwas in der Tüte entpuppte sich als drei Nacktschnecken. "Da haben sich ein paar Leute im Park auf der Wiese gekloppt und ich habe danach deren Flaschen eingesammelt." verkündete der Flaschensammler stolz.
Warum es hier heute so ruhig war hat ziemlich direkt mit diesem Foto zu tun. Bei mir im Lager türmt sich das Leergut wortwörtlich bis zur Decke. Es gibt nur noch einen schmalen Pfad durch den man zwischen den Kisten, Paletten und Rollbehältern hindurchwandeln kann.
Schönen Gruß an einen Kunden, der sich vorhin bei mir an der Leergutannahme als Blogleser geoutet hat und mir stolz verkündete, dass er eine Flasche dabei hat, die "bestimmt was für's Blog" wäre.
Zuerst dachte ich, dass das doch mal eine coole Biermarke wäre. Quasi speziell für Geeks. Doch dann fiel mir ein, dass bit defender ja eine Antivirensoftware ist und das Bier nur eine speziell etikettierte Werbeauflage ist.
Und noch bevor ich die Flasche fotografieren konnte, hat sie hier jemand vom Leerguttisch geworfen...
Ich freute mich darüber, endlich nach langer Zeit mal wieder im Leergut eines Kunden eine Flasche aus Übersee gefunden zu haben. "Hawk", eine Mineralwassermarke, die offenbar von Indianern aus Kanada vertrieben wird. Cool. Wie ursprünglich.
Dachte ich zuerst. Tatsächlich ist mir die Marke (Mo)hawk schon früher begegnet: Die auf der Flasche angegebene Website (www.mohawkgre.net) verweist hier in Deutschland nämlich ausschließlich auf die angebotenen Zigaretten.
Das Leergut gerade eben war die Krönung der Genüsse.
Ausgelaufene Bierpfützen, Schimmelansammlungen, Restmüll, Erde, Zigarettenkippen, Eisstiele - all das kann man ertragen.
Ich weiß ja nicht, was die Kundin eben mit ihrem Leergut oder der Tüte angestellt hat. Ich will es auch lieber gar nicht wissen. Aber was zu viel ist, ist zu viel. Es war zwar keine Pfütze aber Flaschen und Tüte stanken erbärmlich...
Jetzt weiß ich, was in der Nachtschicht ätzend ist:
Wenn man um diese Zeit tütenweise klebriges, stinkendes Leergut bekommt. Ich habe damit ja generell kein Problem, aber irgendwie ist es trotzdem seltsam...
Trio aus Holland: Nicht wirklich exotisch, sondern lediglich eine gute Autostunde entfernt. Aber die Flaschen kamen innerhalb eines Tages hier herein und so musste ich sie einfach mit in diese Sammlung aufnehmen...
Was besonders auffällt: Die Heineken- und die Amstel-Flasche haben nur 0,3 Liter Inhalt und nicht (wie die Grolsch-Flasche und hier in Deutschland generell üblich) 0,33 Liter.
Grolsch gab's hier schon einmal, aber da sah die Flasche gänzlich anders aus. Ich vermute, dass es eine andere Sorte der selben Marke war.
Eine Kundin gab gerade bei mir Leergut ab. Neben einigen Mehrwegflaschen auch ein paar PET-Flaschen vom Discounter ALDI. Ohne zu hinterfragen, ob wir die Flaschen annehmen würden, drückte sie mir die ganze Sammlung in die Hand. Annehmen konnte/musste ich die Flaschen natürlich, nicht zuletzt wegen des aufgedruckten DPG-Pfandlogos.
Merkwürdig fand ich ihre Frage nach den Flaschen, die sich in einer anderen Tasche befanden: "Die sind von Penny. Oder nehmen Sie die auch an?"
Verwunderlich vor allem deshalb, weil auf den ALDI-Flaschen sehr deutlich das ALDI-Logo prangt, während Penny nur klein "Hergestellt für Penny" aufrdruckt.
Heute mal keine Bierflasche aus Ost- oder ganz Südwest-Europa, sondern nur eine PET-Mineralwasserflasche aus Frankreich.
Was auf dem Foto leider gar nicht richtig zur Geltung kommt ist dieser extreme helltürkise Farbton der Flasche. Sie hat einen ganz eigenartigen blassen, aber doch irgendwie intensiven Schimmer...
Ekeliges Leergut bekommen wir immer wieder. Nach Häufigkeit sortiert würde ich mit der klassischen Bierpfütze in der Tüte anfangen und dann bei angetrocknetem Hundekot angetrockneter Erde aufhören.
Diese Flasche, in und an der Fliegenmaden krabbelten, ist bislang die Krönung der Genüsse gewesen. Leider hat die Kollegin das erst entdeckt, nachdem sie dem Kunden schon den Leergutbon überreicht hatte. Ansonsten hätte er die Flasche nämlich wieder mitnehmen und erst einmal gründlich abspülen dürfen.
Zwei leere Beck's-"Gold"-Flaschen. Auf den ersten Blick sehen sie gleich aus, bei genauerer Betrachtung erkennt man, dass bei der linken Flasche das Relief auf der Flaschenschulter fehlt. Außerdem ist sie einige Millimeter kürzer. Wer nicht sehr viel Routine im Umgang mit Leergut hat, wird den Unterschied nicht bemerken.
Doch, da: Die linke Flasche trägt das DPG-Symbol, das sie als eine Einwegflasche kennzeichnet. 25 Cent Pfand, anstatt 8 Cent, die es für die rechte Flasche gibt.
Warum machen die Hersteller so etwas? Erhofft die Brauerei sich ein Zubrot durch den Pfandschlupf oder wurde einfach mal gar nicht nachgedacht? Die Einwegflasche hat keinen Vorteil gegenüber der wiederbefüllbaren. Oder sehe nur ich den möglichen Vorteil nicht?!? Beide Flaschen sind zerbrechlich und schwer zu verschließen.
Wirklich faszinös, was die Leute hier alles anschleppen. Erinnert sich noch einer an "Superbock", die Flasche, die mit der Uwe im Focus-TV-Beitrag (Hier bei YouTube) von Ende 2005, zu mir kam?