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Leergutbon in der Kistenannahme

Etwas bedröppelt klingelte eine Stammkundin an der Lagertür. Ich eilte hin und sie berichtete mir, dass ihr der Leergutbon runtergefallen und genau dort … An der Stelle überlegte sie eine Weile, wie das wohl heißt, was sie meinte. "Na, da, wo man die Kisten reinstellen kann. Da ist der reingefallen."

Das wäre eigentlich auch gar kein Problem gewesen, aber offenbar hatte der Bon die Lichtschranke getroffen, so dass das Förderband für die Kisten anlief und den Bon direkt nach hinten in den Automaten transportiert hat.

Da der Weg von vorne immer noch kürzer als von hinten war, steckte ich den Kopf durch die Öffnung, machte einen langen Arm und angelte den verlorenen Leergutbon wieder hervor.

"Ich darf da ja nicht einfach reinklettern", konstatierte die Kundin.

"Ooooch", lachte ich, "wenn es gut läuft, zieht der Automat Sie dann einfach ein und schiebt Sie nach hinten durch und die Kundin hinter Ihnen freut sich über das zusätzliche Pfandgeld".

Das fand die Frau hinter ihr lustiger als die Kundin selber. :-P

Verklemmte Faxe-Dose

Die massiven Faxe-Dosen sind eine Herausforderung für Leergutautomaten. Unsere alten Kompaktoren bei den Trautwein-Geräten kamen bei den Dosen regelmäßig ins Schwitzen, der Cruncher in unserem Sivario (der nun übrigens auch schon fast 5 Jahre alt ist!) steckt die massiven Döschen etwas besser weg, aber auch dem hört man die Belastung an.

Dass sich so eine Dose hochkant in den Cruncher keilt, hatten wir aber auch noch nicht. Die saß so fest zwischen den Bauteilen eingeklemmt, dass ich sie nur mit Hilfe einer Wasserpumpenzange und erheblichem Kraftaufwand wieder herausoperieren konnte.

Den Rest hat dann der Cruncher erledigt. :-P


"Etwas" Leergut

Auch wenn die Sacke, die überwiegend mit leeren 1,5-Liter-Wasserflaschen gefüllt waren, kein großes Gewicht gehabt haben, so dürfte die Mutter mit ihrem kleinen Sohn doch ziemlich an der unhandlichen Fracht geschleppt haben.

Ich glaube, damit haben sie aber auf jeden Fall den Rekord für ein einzelnes Leergutabgebeereignis aufgestellt. Zumindest hinsichtlich des Volumens, beim Wert könnten Kandidaten mit weniger Säcken voller kleiner Getränkedosen (z. B. Red Bull) noch deutlich darüber gelegen haben.


Eine ganze Palette Oettinger?!

Eine ganze Palette voller Oettinger-Kisten hier bei uns im Lager, was für ein seltener Anblick. Faktisch sogar ein noch nie dagewesener Anblick – wenngleich es sich in diesem Fall nur um leere Kisten handelt, die wir bekommen haben, um einzeln angenommene Halbliter-Bierflaschen entsorgen zu können.


Was für eine Leergutauszahlung

Nicht ganz so krass wie vor ein paar Jahren, aber auch hier hat wieder ein Flaschensammler wochenlang seine Bons gesammelt und sich diese dann am Stück auszahlen lassen.

Falls sich jemand darüber wundert, warum man das Geld nicht sofort mitnimmt – wenn es einem nicht sofort wichtig ist, könnte man natürlich zum einen die eventuelle Wartezeit an der Kasse vermeiden. Andererseits könnte man die Bons auch wie ein Sparguthaben sammeln, damit man gar nicht erst die Gelegenheit bekommt, das Geld auszugeben. Das finde ich durchaus nachvollziehbar.

Aus technischer Sicht finde ich gerade jedoch sehr viel interessanter, warum die vielen Bons so unterschiedlich gebucht worden sind. Offenbar gibt es ja mindestens drei verschiedene Bontexte, die im Fall einer Leergutauszahlung auf dem Kassenbon erscheinen können. Ich denke, da werde ich noch mal etwas recherchieren, das interessiert mich nämlich jetzt sehr.


Die nicht auf der Seite liegende Bierkiste

Sogar zweimal im Laufe des Nachmittags verwirrte mich die "Paulaner"-Kiste mitten auf dieser Palette mit Leergut. Nur auf die weiße Schrift achtend dachte ich jedes Mal, dass die Kiste auf der linken Seite liegt und ich fragte mich, wer zum Geier sowas macht. WARUM legt die da jemand seitlich auf die Palette??? Das hält doch überhaupt nicht!!! AHHHHH!

Danach ging es dann zum Glück. :-)


Mülltonne voller Leergut

Tüten, Taschen, Einkaufswagen (auch fremde), Koffer, Fahrradanhänger, Säcke, Körbe, Rollstühle, Gemüsekisten, Ikea-Taschen, Schubkarren, Bollerwagen, Transportkisten der Post, Rollatoren, Fahrradpacktaschen, Kartons, Kinderwagen – in so ziemlich jedem erdenklichen Transportmittel wurde schon Leergut zu uns gebracht.

Ab sofort können wir auch "Mülltonne" mit in die Aufzählung aufnehmen.


Das Sonderpreisetikett und das DPG-Logo

Beim Leergut lag diese Smoothie-Flasche, die jemand manuell angenommen hatte. Die Flasche hatten wir einst zum Sonderpreis verkauft, was an dem roten Label zu erkennen ist, das über dem originalen Strichcode klebt. Hätte der- oder diejenige Mitarbeiter/in das Etikett nicht auch noch über das in Spezialfarbe gedruckte Pfandlogo geklebt, so dass dieses nicht beschädigt/zerstört worden wäre, hätten wir diese Flaschen jetzt sehr viel einfacher dem Automaten zuführen können.

Dabei ist mitdenken doch sooooo einfach. :-(


Exotisches Leergut (228)

Als ich diese Flaschen hier auf dem Tisch unseres Leergutautomaten entdeckt hatte, juchzte ich innerlich. Okay, rosa Elefanten sieht man möglicherweise, wenn man zu viel von dem Bier trinkt, vor allem das Nocturnum Starkbier mit 8,5 Umdrehungen dürfte schnell dazu beitragen.

Aber das Nocturnum der belgischen Delirium-Brauerei ist nicht das einzige Bier mit dem rosa Elefanten. Und dann ist da noch der Onlineshop mit massenhaft Elefanten. Mir wurde schon unter Todesstrafe angedroht, die Elefantenmütze nicht zu bestellen. :-P

Meine Tochter bestand darauf, dass ich die Flaschen aufbewahre. Schenke ich ihr irgendwann als Aussteuer zum eigenen Haushalt oder so, aber bis dahin wird es wohl noch ein paar Jahre dauern …


Dose öffnen und ausschütten?!

Ich saß im kleinen Büro (aka Kassenbüro) und erledigte mit geöffneter Tür etwas Papierkram. Der Leergutautomat steht nur wenige Meter vom Büro entfernt und so hört man schon ziemlich deutlich, was da an der Leergutannahme passiert.

Jemand fütterte den Automaten, doch plötzlich hörte ich zwischen den eingeworfenen Dosen und Flaschen ein sehr markantes Geräusch, das vermutlich jeder von euch selber schon einmal gehört hat. Ein von einem kurzen Zischen begleitetes Knackgeräusch, dem eine Art metallisches Kratzen folgt. Kurz: Jemand hat eine Getränkedose geöffnet.

Das weckte dann schon meine Neugierde und ich warf einen Blick in das Livebild der Videoanlage. Da stand ein Mann und goss den Inhalt einer Getränkedose in den von uns für Getränkereste bereitgestellten Eimer. Anschließend ließ er sie in den Annahmeschacht unseres Automaten gleiten und fütterte die Maschine mit den anderen Flaschen aus seiner Tüte.

Dass Leute Dosen bei uns aus der Abteilung nehmen und unbezahlt austrinken und dann noch den Pfandwert einsacken wollen, haben wir schon häufiger erlebt. Dass jemand eine Dose nimmt, sie einfach ausschüttet und sich dann den Pfandwert einheimsen will, dagegen noch nicht.

Habe ich das gerade wirklich richtig gesehen?! Panik! Der Puls ging hoch, ich spulte kurz die Aufzeichnung zurück und sah näher hin. Erkenntnis eins: Die Dose hat er neben anderem Leergut aus seiner Tüte genommen. Die Chance, dass er sie vorher aus dem Laden genommen und in seiner Tüte unter das andere Leergut gegraben hat, würde ich als eher klein ansehen. Aber bekanntlich ist ja nichts unmöglich.

Erkenntnis zwei: Ich konnte nicht genau erkennen, was er da hatte. Aber eine Getränkedose in der Größe und Farbe haben wir gar nicht im Sortiment. Eine Kollegin identifizierte die Dose hinterher anhand des Videobildes mit großer Wahrscheinlichkeit als ein online groß beworbenes Influenzer-Produkt. Kein Wunder, dass der Kunde es weggeschüttet hat. :-D

Keine Ahnung davon!

Zwei Mädchen im mittleren Kindheitsalter, irgendwie kurz vor der Pubertät, standen vor dem Leergutautomaten und verzweifelten immer mehr. Jede von ihnen hatte eine prall gefüllte und augenscheinlich auch relativ schwere Tüte in der Hand, aber der Automat verweigerte ausnahmslos jede Flasche und jedes Glas.

Eine nach der anderen probierten sie durch, aber unser Rücknahmegerät wollte sie nicht annehmen. Bei zwei der abgelehnten Gebinde hatte ich aus der Entfernung schon erkannt, dass es sich um unbepfandete Einwegflaschen handelte.

Ich ging zu den beiden, um zu helfen. Erstaunt blickte ich in die beiden Tüten, die für die Kinder nicht nur augenscheinlich schwer waren. Sie waren gefüllt mit Glas, in erster Linie Konservengläser, Wein- und Spirituosenflaschen. Nicht ein Teil davon hatte Pfand.

Nachdem ich die beiden darüber aufgeklärt hatte, zuckten sie mit den Schultern: "Wir haben keine Ahnung davon, unsere Mutter hat gesagt, wir sollen das wegbringen …"

ich könnte mir vorstellen, dass Mama meinte, dass sie damit zum Altglascontainer laufen sollen. Aber vielleicht hatte sie auch keine Ahnung davon, das werde ich nie herausfinden.

Die braunen Saftflaschen

Diese beiden Flaschen sehen doch eigentlich gleich aus, oder? Dieser Flaschentyp ist seit keine Ahnung wie vielen Jahren im Einsatz und ist mit 15 Cent bepfandet.



Äh, halt! Moment! Warum verweigert der Leergutautomat die von Dietz, wogegen er die von Voelkel doch annimmt? Ach, und da gibt es ja doch einen kleinen Unterschied. Hier die Rückenetiketten:



Während die Voelkel-Flasche bepfandet ist, steht auf der von Dietz, dass es sich um eine Einwegflasche handeln soll. Alles klar, dann unterscheiden sie sich vermutlich im Gewicht. Die Einwegflaschen sind meistens schwächer konstruiert, da sie ja auch nicht dutzende Durchläufe überstehen müssen. Aber:



Die zwei Gramm Abweichung können durch irgendwelche Produktreste hervorgerufen worden sein, die noch in den Flaschen schwappten. Stellen wir fest: Die Flaschen sehen gleich aus* und haben das selbe Gewicht. Sogar die Prägungen im Boden (Füllmenge, irgendwelche Codes und Symbole) sind absolut identisch.

Wie kann es sein, dass der Automat die Annahme verweigert? Die Abweichungen in der Form (wenn ich sie mir nicht sogar nur einbilde), sind so minimal, dass sie im Toleranzbereich der Flaschenerkennung liegen müssten.

Also kann die Annahme oder eben Verweigerung nur über den Strichcode gesteuert sein. Die Mehrwegflaschen werden normalerweise nur anhand der Form identifiziert, aber man kann den Strichcode hinzuschalten, um bestimmte Dinge zu steuern. Offenbar ist bei dieser Flaschenform in der Datenbank hinterlegt, dass die Annahme verweigert werden soll, wenn der Strichcode der Dietz-Flasche erkannt wird.

Das ließ sich mit einem schwarzen Edding schnell ausprobieren. Ich habe beide Strichcodes unleserlich gemacht und wie zu erwarten wurde die Voelkel-Flasche sofort wieder von unserem Sivario-Gerät angenommen. Die wird an der Form erkannt, so sollte es auch sein. Die Verweigerung der Dietz-Flasche liegt definitiv am Strichcode, denn die wurde nun auch genommen.

Jetzt hätte ich gerne mal einen Fachmann aus der Getränkeindustrie dazu gehört: Werden da wirklich die gleichen Flaschen für Einweg und Mehrweg verwendet oder zieht Dietz die aus dem Kreislauf und sorgt aktiv für deren Vernichtung?

Was haltet ihr davon? :-O

Faule Dosen

Ein Kunde hatte einen großen Müllsack voller leerer Getränkedosen, die unser Automat nicht annehmen wollte. Ich hatte die Szene eher zufällig über die Videoanlage beobachtet und wunderte mich schon, denn seit wann ist Fanta Exotic denn sogar für unseren Rücknahmeautomaten zu exotisch? Gut, vielleicht haben die einen neuen Strichcode bekommen, der noch nicht in allen Datenbanken aktualisiert wurde. Kann ja mal vorkommen. Noch wahrscheinlicher war, dass sich die Einheit mit den DPG-Kameras in unserem Gerät aufgehängt hat. Kann auch mal vorkommen und ist in wenigen Augenblicken mit einem Neustart der Software erledigt.

Ich stand also auf, ging zum Automaten und startete ihn neu. Der Kunde sah mir interessiert zu und als der Automat wieder grün leuchtete, sollte er seine Dosen erneut einwerfen. "Gebinde nicht erkannt", meldete unser Sivario. Manno!
"Dann mach ich das eben so", sagte ich freundlich aber innerlich genervt zu dem Kunden. Das waren bestimmt 150 Dosen in dem Sack, die irgendwie alle mehr oder noch mehr klebrig waren. Ohne mir die "Fanta Exotic"-Dosen zunächst näher anzusehen, fing ich an, sie abzuzählen. Zwei, vier, sechs, acht usw. Immer zwei Stück flogen in den großen Karton, in dem wir die von Hand angenommen Gebinde zwischenlagern. Bei sechzehn (der Sack war noch lange nicht leer), kam mir die Idee, ob die Pfandlogos vielleicht irgendeinen Fehldruck hätte und deswegen nicht lesbar sind. Aber das sah alles eigentlich ganz gut aus:



Was mir in dem Moment auffiel war die blaue Schrift unten über der Füllmenge. Wieso steht da was auf Türkisch drauf?! Und wieso heißt das Zeug "AMG Energy"? Ach, das war keine Fanta Exotic, da fiel es mir auf. Die Dose sah der nur zum verwechseln ähnlich und ich glaube, dass das durchaus beabsichtigt war.

Kurios ist auch gewesen, dass die Dosen oben rundherum mit "PFANDFREI" bedruckt waren, während sie unten ein offenbar gefälschtes DPG-Pfandloge trugen:

Ich hab dem Kunden die Dosen allesamt wieder mitgegeben mit dem Hinweis, dass er, falls er dafür irgendwo Pfand bezahlt haben sollte, die genau dort wieder abgeben soll. Sehr fragwürdiges Produkt …


16 große Bierflaschen in der Jacke

Falls von euch da draußen noch jemand das Buch Serafin und seine Wundermaschine (Resp. die anderen Serafin-Bücher) kennt, ist euch ja sicherlich auch der berühmte Pullover von Plum ein Begriff. Der Pullover, in dem so ziemlich alles Wichtige steckt und in dem sich nicht nur Hamster Herkules häuslich eingerichtet hat.

Daran hat mich ein Kunde erinnert, der Leergut abgegeben hat und dabei nach und nach eine, zwei, drei, vier … fünfzehn, sechzehn große Bierflaschen (0,5 Liter) aus seiner Jacke zog. Keine Ahnung, wie er die allesamt dort konkret unterbringen konnte. Der Mann zog die Flaschen nach und nach aus sämtlichen äußeren und Innentaschen und danach vermutlich noch irgendwie aus dem Innenfutter. Eine andere Erklärung habe ich nicht mehr dafür. Sah aber schon echt skurril aus.

Ich hatte die Szene zufällig auf dem Bildschirm der Videoanlage beobachtet und meine Augen wurden mit jeder neuen Flasche noch etwas größer … :-P