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Neueröffnung: "SPAR direkt" in Achim

Gestern war es dann doch tatsächlich so weit: Gerade mal 13 Tage, nachdem der Penny seine Tore an diesem Standort geschlossen hat, ging dort gestern mein neues Konzept "SPAR direkt" an den Start. Punkt 8 Uhr habe ich zusammen mit Tanja und zittrigen Fingern die Türen geöffnet. Eine Traube aus Kunden stand bereit, um sich auf die Angebote zu stürzen. Von Milch über Getränke und Textilien hatten wir auf dem Handzettel die verschiedensten Produkte beworben.
Alles war gestern sehr aufregend - vor allem deshalb, weil außer dem Geschäft und dem Sortiment auch die Kunden völlig neu waren. Wir kannten wirklich niemanden in Achim. Hier in der Neustadt war ich ja vor fünf Jahren durch meine Tätigkeit im lokalen Einzelhandel schon relativ bekannt, so daß mir nach meiner Eröffnung im Mai 2000 wenigstens hin und wieder ein paar bekannte Gesichter begegnet sind.



Ein paar Leute haben uns direkt gesagt, daß ja "alles viel teurer als bei Penny" sei. Wir haben uns sehr bemüht, unserem Vorgänger ein ehrwürdiger Nachfolger zu sein und ich behaupte, daß sich der "SPAR direkt" mit seinem Angebot nicht zu verstecken braucht. Im Gegensatz zu einem Penny, aber auch Aldi, Lidl, Plus, können die Kunden auf ein geradezu gigantisches Sortiment zugreifen - sie brauchen nur danach zu fragen.
Wir haben übrigens selber gestaunt, wie sehr man sich dem Harddiscount annähern kann. Ein Weg, der trotz aller Kritik nicht zu vermeiden war. Mir ist klar, daß das ein recht krasser Schritt für jemanden wie mich ist, der immer für Sortiment und Service und gegen die Verödung des Lebensmittelsortimentes spricht. Aber: An dem schwierigen Standort in Achim wäre ein klassischer Supermarkt nach rund 30 Jahren (!) Penny mit großer Wahrscheinlichkeit ein Flop geworden. Die Option, das Sortiment und den Service nach und nach auszubauen, hat niemals jemand ausgeschlossen. Vielleicht nehmen die Kunden ja sogar die vielen Dinge an, die ich ihnen bieten kann - aber das werde ich nach und nach ausprobieren.



Im Gegenzug zu den sowieso dauernd mit sich und allem unzufriedenen Kunden gab es auch glücklicherweise sehr viele positive Stimmen: Die Komplimente reichten von "das sieht ja hier genauso aus wie bei Penny, da brauche ich nichts zu suchen" bis "das Gemüse ist frischer". Nach einem Tag ist es natürlich sehr schwer, solche Dinge abzuschätzen. Ich hoffe, daß die Kunden auch noch anerkennen, daß sie jetzt im Vergleich zum Vorgänger z.B. eine vernünftige Auswahl Kleineis ("Eis am Stiel"), Gewürze und Getränke in Mehrweg-Kästen bekommen. Dazu natürlich alle klassischen Serviceleistungen, die ich hier in der Gastfeldstraße schon seit Jahren anbiete.



Auch ein Versuch ist es, in einem Discounter regionale, hochwertige Bio-Produkte (Bitte nicht mit "Bio Bio" von Plus verwechseln) und fair gehandelte Produkte anzubieten. Diesen Weg habe ich vor Jahren schon in der Neustadt eingeschlagen und es nie bedauert. Aus diesem Grund hatten wir gestern auf dem Platz vor dem Laden ein paar Zelte von den Nordlichtern aufgebaut, um dort für regionale Produkte, die im Großraum Bremen zukünftig unter der Marke Weserklasse angeboten werden sollen, zu werben und allgemein bekanntzumachen, daß wir diese bei uns zukünftig auch anbieten werden.



Primär dreht es sich bei den regionalen Produkten um landwirtschaftliche Erzeugnisse: Brot, Fleisch, Wurstwaren und Obst & Gemüse, von dem es gestern eine ganze Menge zu probieren gab, wie zum Beispiel diese leckeren Tomaten/Gurke-Spieße, die hier von Angela Wilhelms und Sandra Feldmann, einer ihrer beiden Mitarbeiterinnen im Freiwilligen Ökologischen Jahr (FöJ), präsentiert werden.

Beinahe schon eine feste Institution der Nordlichter ist übrigens meine Kassiererin Zalla, die gestern den ganzen Tag mit meiner Botin Lirie und Helke, einer weiteren Mitarbeiterin von mir in einem der Zelte Kinder geschminkt hat. Neben Schmetterlingen, Tigern, Spinnennetzen, Elfen, Prinzessinnen, Blumen und Herzen wurde den Kids natürlich auch massenhaft unser Firmenlogo aufgemalt. Irgendwann gingen Zalla und Lirie dazu über, auch die Mitarbeiter anzumalen - und so bekam mein Azubi Yusuf dann auch gleich ein standesgemäßes Bild auf die rechte Wange gepinselt...



...aber auch auf dem Arm des kleinen Ferhat machte sich das Logo gut:


Jedes geschminkte Kind durfte sich ein Eis nehmen. Leider waren da sehr viele bei, die einfach nicht den Anstand besaßen, sich mit einem Eis zufriedenzugeben. Mitunter haben sie die Stempel gleich mehrmals abgewischt, um richtig schön "abzustauben". Die vielen Dutzend Kurzen sahen sich teilweise so sehr ähnlich und waren kaum zu unterscheiden, daß ich mitunter kurz vor der Überlegung stand, sie per Branding zu markieren. ;-)

Es gab noch mehr Unverschämtheiten... Wir haben jedem Kunden eine Rose mitgegeben. Auf die freundliche Frage, ob jemand noch eine für Bekannte, Freundin, wen auch immer hätte mitnehmen dürfen, hätte sicherlich niemand eine zweite verwehrt. Die dreiste (und ernstgemeinte) Frage einer Kunden nach mehr Blumen, weil eine für die Vase wohl kaum reichen würde, hätte ich am liebsten selber beantwortet. Ich hätte der Tante die Blume wieder weggenommen und sie an den örtlichen Floristen verwiesen. :-(

Wenn man dann noch den Dauerregen ausklammert, war es gestern alles in allem ein sehr schöner Tag. Die vielen positiven Stimmen bestätigten uns alle darin, daß das Konzept richtig ist.

Nun heißt es abwarten, was die Zukunft bringt.

Neue Kategorie "Achim"

Ich habe eine neue Kategorie "Achim" angelegt, unter der ich alle den Zweitladen betreffenden Themen ablege.
Sämtliche andere Kategorien beziehen sich auf das Hauptgeschäft in Bremen. :-)

Nachtrag: Am Sonntag mußte ich sowieso den liegengebliebenen Bürokram aufarbeiten. Da habe ich gleich alle Einträge, die sich auf Achim beziehen, von "Markt und Technik" auf "Achim" geändert, damit Ihr den Werdegang leichter nachvollziehen könnt.
Bin ich nicht nett? :-)

Der Abend vor der Eröffnung

Sorry, einfach mal wieder kommentarlos ein paar Bilder. So schön ordentlich sieht der Laden in der Friedrichstraße derzeit aus. Ähnlichkeiten in Sortiment und Gestaltung mit einem bekannten Discounter sind rein zufällig. :biggrin:
Morgen früh um 8 Uhr fällt der Startschuß und ich muß zugeben, daß heute abend so ziemlich jeder mehr als nervös ist.

Ganz großen Dank an Kyu und Marco, die sich die komplette letzte Nacht um die Ohren geschlagen haben, um weit über 300 Preisschilder (die großen gelben, die an den Schienen über der Ware hängen) zu erstellen und zu drucken...






Endspurt im Laden

Derzeit verbringe ich jede freie Minute damit, Preisschilder zu drucken. Es gibt zwar irrsinnig viel aus dem neuen (und alten) Laden zu berichten, aber ich habe einfach nicht die Ruhe, neben den Schildern noch irgendetwas anderes Produktives in den PC zu hacken.

Immerhin: Wenn morgen so viele Kunden kommen, wie jetzt schon an der verschlossenen Ladentür rütteln, sehe ich der Zukunft sehr umsatzreich entgegen. :-)

Presseerklärung SPAR Direkt

Uff.
Die Pressemitteilung für die Eröffnung habe ich heute Nacht per Mail und per Fax an die Zeitungen Achimer Kreisblatt, Achimer Kurier, Weser Report, Sonntags Tipp und den Torfkurier ( kuriose Abo-Werbeprämien haben die übrigens :-)) versandt. Früher hatte ich die Feinabstimmungen nicht fertig bekommen.
Zu "Region im Regal" ist auch vom gemeinsamen Projekt als Partner der Nordlichter-Region Weserland eine Pressemitteilung verschickt worden, die über die Marke "weserklasse" informiert.
Um 10:30 Uhr kommt der Achimer Bürgermeister Christoph Rippich.
Bis dahin sollten wir ein paar Kinder geschminkt haben, damit das Foto bunter wird. Kleine Löwen und Schmetterlinge sind die beliebtesten Motive. Genug Mitarbeiter für das Kinderschminken werden wir haben, denn die Praktikantin, die bei unserem Projektpartner AGSLÖ Arbeitsgemeinschaft Stadt-Land-Ökologie ihr ökologisches Jahr macht, will auch mit, damit sie sich nicht alleine im Büro langweilt. Jedes Kind, das sich schminken läßt, bekommt zusätzlich ein Eis. Also werden die Schlangen beim Kinderschminken noch länger als sonst sein. Hoffentlich prügeln die sich nicht. Als wir das letzte Mal mit dem Q-Mobil im Kindergarten waren, haben wir Nummern verteilt wie in der Schlachterei. Sonst hätte es Mord und Totschlag gegeben...
Das wird lustig!

Bestückte Regale

Frisch eingeräumt sieht immer jeder Laden gut aus. :-)
Allerdings müssen wir wohl noch Ware nachziehen. Die unteren Regalebenen sehen teilweise noch etwas arg leer aus... Aber die Ware ist erstmal da und ich mache mir keine Sorgen wegen der Eröffnung. Das Packteam und unser Fachberater (Danke, Paul!) haben gestern wirklich großartige Arbeit geleistet!




Heute ist Ware einräumen angesagt

Zur Zeit dreht sich natürlich alles um den Markt in Achim. Ein Grund, warum ich mich mit Blogeinträgen derzeit arg zurückhalte. Ich schaffe es einfach nicht, alles Erlebte niederzuschreiben.

In anderen Lebensbereichen nennt man das wohl Babypause. ;-)

Heute war das erfahrene Packteam der SPAR vor Ort und hat den Inhalt der rund 80 Rollbehälter erstmal grob in die Regale einsortiert. Parallel dazu waren die Werbetechniker und die für Ladenbau, Deko und das Kassensystem verantwortlichen Mitarbeiter zwischen all dem Gewusel auch noch zugange. Parallelen zu einem Ameisenhaufen drängten sich irgendwie auf, auch wenn's auf diesem Schnappschuß zugegebenermaßen irgendwie gar nicht danach aussieht... :-)


Pressemitteilung „Gewusst woher!“

Pressemitteilung der Nordlichter zur Eröffnung des "SPAR direkt" in Achim:

Neuer SPAR-Markt präsentiert Freitag die ‚Region im Regal’ – Achimer können probieren

Am Freitag, den 22.07 um 10 Uhr 30 eröffnet Achims Bürgermeister Christoph Rippich in der Friedrichstraße einen neuen SPAR-Markt. Der Markt hat sich als Partner der Nordlichter-Region Weserland die Vermarktung frischer Qualitätsprodukte auf die Fahnen geschrieben. Deshalb werden zur Eröffnung Erzeuger des Nordlichter-Projektes „Region im Regal“ ihre Produkte vorstellen. Gleichzeitig präsentieren die Nordlichter die neue Marke ‚weserklasse’, mit der die Verbraucher in Zukunft Qualitätsprodukte ihrer Region auf einen Blick im Regal erkennen können.

„In Zukunft sollen mehr Produkte aus der Region in Supermärkten, Fachgeschäften, auf Wochenmärkten und in Kantinen angeboten werden“, so beschreibt Nordlichter-Akteurin Angela Wilhelms die Zielsetzung des Projektes ‚Region im Regal’. „Wer weiß, dass die Qualität stimmt, ist eher bereit, einen angemessenen Preis zu bezahlen.“ Die beteiligten Erzeuger berichten direkt über ihren Betrieb, so dass dem Verbraucher auch die Zusatznutzen wie Naturschutz, Wasserschutz, oder artgerechte Tierhaltung klar werden. Bei Interesse können Verbraucher zusätzlich Angebote wie Hofcafes, Urlaub auf dem Hof oder Hofführungen wahrnehmen oder auch einfach mal vorbeischauen und sich die Betriebe näher ansehen. Zur Eröffnung des SPAR-Marktes können die Kunden 10 Uhr 30 bis 18 Uhr frische Gemüsespieße und Kartoffeln direkt vom Biolandbetrieb Meyer-Toms aus Schwarme probieren.

Da nicht immer der Erzeuger neben seinem Produkt am Regal stehen kann, hat die Nordlichter-Region Weserland die Marke ‚weserklasse’ entwickelt. Unter dem Motto „Regionales erleben, genießen, erhalten“ will die Marke qualititäts- und umweltbewusste Verbraucher dabei unterstützen, beim Einkauf etwas für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region zu tun. Die Vergabe der Marke ‚weserklasse’ ist an die Einhaltung strenger Kriterien gebunden. Zur Eröffnung des Supermarktes werden die Nordlichter-Akteure Eduard Hüsers und Holger Heß-Borski Verbraucher und Erzeuger über die Basiskriterien der neuen Marke informieren.

Hintergrund:
2001 schlossen sich die Städte Bremen und Delmenhorst sowie die Landkreise Osterholz, Verden und Wesermarsch zur Nordlichter-Region Weserland zusammen und wurden vom bundesweiten Förderprogramm REGIONEN AKTIV als eine von 18 Modellregionen anerkannt. Seitdem haben Erzeuger, Verbraucher, Verarbeiter, Händler, Naturschutzverbände und Bildungseinrichtungen in fast 50 Projekten erfolgreich neue Partnerschaften des Vertrauens zwischen Stadt und Land aufgebaut. Die Stärkung der Region und Verbesserung regionaler Wertschöpfungsketten sind die vorrangigen Ziele.
Sehr schön. Wir können jede Werbung gebrauchen und gerade mit unserem Ansatz, regionale und ökologische Produkte zu fördern, sollte das im Interesse aller sein. :-)

2. Laden t=-4d

Nach einem langen, bloglosen Tag, das obligatorische Statement:
Heute war ich von morgens bis abends im neuen Laden. Das Kassensystem wurde installiert und am Nachmittag haben wir die ersten 39 Rollcontainer mit Ware bekommen.

Viel mehr gibt es derzeit nicht zu berichten. Es war ein sehr anstrengender Tag und mein Bett ruft. Sehr laut sogar.


2. Laden t=-6d

In Bezug auf den neuen Markt in Achim Nord ist heute nichts wirklich Spannendes passiert.

· Ich habe seit heute Vormittag den Schlüssel dauerhaft, so daß wir morgen schon mit notwendigen Reinigungsarbeiten beginnen können. Die offizielle Schlüsselübergabe ist aber erst am Montag.
· Hier sind seit heute immer wieder Bewerber, die wir uns angucken und teilweise auch gleich testweise zum Kassentraining hierbehalten haben.
· Bei Zimmermann gibt es original Inkiess-Zählbretter füe 3,99€. Die kosten sonst locker ein Vielfaches davon. Mich irritiert nur etwas, daß auf den Packungen Herlitz stand.
· Es wird keinen "Zweitblog" geben.
· Die Preisschienen, die von den Penny-Leuten etwas voreilig entfernt wurden, sind immer noch nicht wieder in den Laden gebracht worden. Also spätestens Montag Nachmittag brauche ich die da.

Artikel im Achimer Kreisblatt

Da wird schon über den Laden berichtet, bevor wir überhaupt eingezogen sind. Es ist allerdings gut zu wissen, daß die Leute den Laden dort vermissen. Das haben mir einige Kunden, die sich an den Schaufenstern die Nasen plattgedrückt haben, auch schon im direkten Gespräch bestätigt... ;-)

So sieht der Artikel aus dem gestrigen Achimer Kreisblatt aus:


2. Laden t=-7d

Tolles Erlebnis bei der Sparkasse in Achim: Ich wollte ein Geschäftsgirokonto eröffnen und bin etwas - ähm - unkonventionell gekleidet in der Sparkasse aufgetaucht. Offensichtlich haben bei dem blonden Wesen mit der reservierten Art, die dort hinter dem Tresen stand, bei dem Begriff "Firmenkunde" nicht einmal annähernd irgendwelche Alarmglocken angeschlagen. Offensichtlich war ich für sie nur ein Typ mit Dreitagebart und schmutziger Weste (immerhin kam ich aus einem Laden im Rohbau) und es nicht wert, wirklich beachtet zu werden. Was man als Bankangestellte in diesem Fall denkt, ist eine Sache. Wie man sich gegenüber einem Kunden verhält, der dort einen guten fünfstelligen Betrag unterbringen möchte, eine andere.
Ich werde am Montag mal den dortigen Geschäftsstellenleiter anrufen und mich dafür entschuldigen, daß ich ein Konto eröffnen wollte. Das bißchen Sarkasmus gönne ich mir in all dem derzeitigen Streß. ;-)

· Ich habe ein Faxgerät und ein Telefon besorgt.
· Nächste Woche werden die Mülltonnen geleert und dann kümmere ich mich auch um neue Müllbehälter.
· Heute sind zwei Paletten mit Regalteilen geliefert worden.
· Der Eröffnungs-Handzettel ist fertig.
· Ich telefoniere derzeit so viel mit meinem Handy, daß mir wahrscheinlich bald das Ohr abfällt...
· Die Brotpreise sind geklärt. Ich denke, daß ein Kunde, der 69 Cent für einen Eigenmarken-Sandwichtoast bezahlt hat, auch bereit sein sollte, 79 Cent für ein (qualitativ besseres!) Markenprodukt auszugeben.