Als ich das Foto für den nächsten Eintrag machen wollte, ist mir dieser junge Mann direkt aus dem Müllcontainer vor meine Linse gefallen. Gesucht hat er sicherlich "gute Lebensmittel, die von den bösen Konzernen vernichtet werden".
Allerdings musste er mit leeren Händen abziehen. Als Selbständiger achte ich darauf, dass nichts weggeworfen wird, was nicht weggeworfen werden muss. Und was in meinem Container landet, hat zumindest die Grenze zu unappetitlich oder ungesund schon erreicht.
Penny hat offenbar genug Einkaufswagen oder passt am wenigsten darauf auf. Oder die Hemmschwelle der Penny-Kunden, die Wagen einfach mitzunehmen, liegt nicht sehr hoch.
Hier habe ich zwei Straßenecken weiter gleich vier der Einkaufswagen des Discounters gesehen. Und was passiert damit? Wenn sich niemand erbarmt, sie einzusammeln oder zurückzubringen, landen sie vermutlich meistens im Schrott...
Ich stand mit dem Freund einer Kollegin auf unserer Rampe zum Innenhof. Gemeinsam haben wir beobachtet, wie sich ein paar Kunden damit abmühten, eine ausgeliehene Bierzeltgarnitur im Auto zu verstauen. Nebenbei unterhielten wir uns über belanglose Dinge.
Bei der ebenfalls an den Innenhof angrenzenden Moschee war nachmittäglicher Besuch des Cafés angesagt, einige Kinder der Besucher rannten auf dem Hof hin und her. Die Knirpse waren ca. 6 Jahre alt und außer gelegentlichem Weinen und Plärren war von ihnen eigentlich nur ununterbrochenes lautes Rufen auf Türkisch oder Arabisch zu hören.
Plötzlich, durch den Krach etwas genervt, warf mein Gesprächspartner folgendes ein: "Können die nicht Deutsch reden?" Er sprach dabei in normaler Lautstärke weiter, die Kids konnten das defintiv nicht hören. Ich zuckte nur mit den Schultern und wollte unser Gespräch fortsetzen.
(Allerdings muss ich zugeben, dass dieses Öffnungszeitenschild an einer "speziellen" Plus-Filiale hing, in der irgendwann nur noch Sonderposten verkauft wurden.)
Heute ist Sperrmüllabfuhr. Nachdem der riesige Haufen, den die Anwohner der Wohnungen über meinem Laden gestern Abend zusammengetragen hatten, sich über Nacht auf einen Bruchteil davon verringert hat, habe ich einfach die entstanden Lücken mit alten Schrank- und Regalteilen aus meinem Laden aufgefüllt. Hoffentlich nehmen die alles mit. Seit man diese Karten ausfüllen muss, ist das alles viel komplizierter geworden und es soll ja Entsorgungsbetriebe geben, die sehr streng nach den eingeschickten Kärtchen vorgehen und wirklich nur die Sachen mitnehmen, die auch angekreuzt wurden...
Dieses Bild ist inzwischen schon etwas älter. Es ist irgendwann im April oder Mai entstanden und zeigt die Front des Penny-Marktes hier an der Ecke.
Zu der Zeit hatte ich noch von 7-20 Uhr geöffnet. Ursprünglich wollte ich mit dem Foto darauf hinweisen, dass wir schon Feierabend machen, während beim Discounter am Eck noch gearbeitet werden muss. Ein hämischer Seitenhieb, ein feixender Blick auf das Personal, das nun bis in die Abendstunden arbeiten muss.
Tzja... Die Ereignisse haben uns ein- und ich die Öffnungszeiten von Penny überholt. Aber wie heißt es so schön: "Handel ist Wandel..."
Seit ein paar Tagen sind hier am Bordstein vor dem Laden gelbe Markierungen zu erkennen. Ich war nicht dabei, als sie entstanden sind, aber ich weiß hoffe doch inständig, dass sie direkt mit den Planungen für einen umfangreichen Fahrradständer zusammenhängen...
Circus Belly gastiert derzeit in Bremen. Ich selber habe kein Interesse an der Vorstellung, aber vielleicht ja jemand anders: Drei Freikarten habe ich abzugeben, allerdings mit einem kleinen Haken: Eine Karte ist für Freitag, den 13. Juli, eine Karte für Samstag, den 14. Juli und eine für Sonntag, den 15. Juli.
Wer an einer der Karten Interesse hat, möge bitte eine kurze Mail an shopblogger@gmail.com schicken. Wenn ich die Mail nicht beantworte, sind die Karten bereits vergeben.
Keine vorhergehende Bewerbung, nicht einmal die Frage ob ich eventuell möglicherweise nicht vielleicht doch jemanden einstellen möchte. Gar nichts. Er kam zu mir und stellte gleich seine Frage.
Diesen Einkaufswagen habe ich gestern Abend auf dem Weg nach Hause in einer Seitenstraße entdeckt. "Frisch wie KAISER'S" steht auf dem Griff, der Rest des Wagens, also Bauart und Abnutzungserscheinungen, sieht exakt so aus wie meine anderen Wagen hier im Markt.
Ich ließ den Wagen stehen und habe ihn heute Morgen mit zur Firma genommen. Bei nächster Gelegenheit werde ich einen "SPAR"-Handgriff montieren. Ich möchte nämlich wetten, dass der Wagen wahrscheinlich sowieso mir gehört.
Wie ich darauf komme? Nun: Die KAISER'S-Märkte haben sich hier aus Bremen Anfang 2000 zurückgezogen. Einer davon war in meinen jetzigen Geschäftsräumen angesiedelt und viele der Einrichtungsgegenstände, inklusive der Einkaufswagen, habe ich übernommen. Da dies der einzige KAISER'S im Umkreis von mehreren Kilometern war, kann es nicht so viele Möglichkeiten geben, woher der Wagen stammen könnte...
Ich vermute mal, dass der Wagen irgendwo in einem Schuppen oder einer Garage stand. Jetzt hat er jedenfalls wieder ein gutes Zuhause.
Eine junge Frau stand an der Lagertür und wollte mich sprechen. Auf meine Frage, was ich für sie tun könne, erwiderte sie:
Ich brauche einen Stempel wegen Arbeit.
Wer sich jetzt fragt, was sie meinte: Sie wollte, dass ich ihr den Vordruck von der Bundesagentur für Arbeit stemple und unterschreibe und ihr damit bestätige, dass sie sich hier zumindest halbwegs ernsthaft beworben hat, damit ihr keine Leistungen gestrichen werden.
Sie hat nicht einmal nach einem Job gefragt, sondern ist sehr direkt mit der Tür ins Haus gefallen. Easy Money, wie man so schön sagt.
Dieser alte Rahmen (Coca-Cola-Jargon: KunststoffKiste) für die klassischen 1-Liter-Colaflaschen aus Glas stand gestern Abend auf einem Sperrmüllhaufen hier in der Nachbarschaft.
Es hatte mich kurzzeitig in den Fingern gejuckt, ihn mitzunehmen. Da ich aber zum einen keine Lust hatte, den Kasten mit nach Hause zu schleppen und es zum anderen sowieso langfristig nur ein Staubfänger geworden wäre, begnügte ich mich mit diesem Foto.
Aber eine der alten Glasflaschen mit dem Aufdruck (Anstatt eines aufgeklebten Etiketts) habe ich noch bei mir stehen und davon werde ich mich auch nicht trennen.
Der Handel mit Gebrauchtwagen scheint unglaublich lukrativ zu sein. Oder auch nicht, je nach Betrachtungsweise.
Ich habe mir einfach mal den Spaß gemacht, sämtliche Karten abzupflücken, die mir auf dem Fußweg zur Firma in der ziemlich genau 200 Meter langen Seitenstraße aufgefallen sind.
Wenn ein Handel mit "Wollen Sie Ihr Auto verkaufen?"-Karten nur genauso lukrativ wäre...