Eigentlich sollten aus diesen beiden Bildern zwei Blogeinträge werden. Aber da sie gerade aktuell bei uns im Laden wunderbar zusammenpassen, füge ich die beiden Fotos auch zu einem einzelnen Eintrag hier im Blog zusammen:
Seit mittlerweile über neun Jahren ist Gubor bei mir schon nicht mehr im Sortiment. (Gerade in der Wikipedia gelesen, dass die offizielle Produktion ohnehin 2007 eingestellt wurde. Wie es danach weiterging, kann ich nicht sagen. Auf jeden Fall ohne uns…)
Und dann findet man beim Spielzeug-Supermarkt der eigenen Tochter wieder eine kleine Gubor-Verpackung und muss an die Geschichte denken, die wir hier am Ende von Gubor erlebt haben.
Tzja… Ist Schokoladenproduzent Lindt gerade auf dem selben Trip wie einst Gubor? Wir haben aus Platzgründen nie wirklich viele Artikel von Lindt gehabt – aber seit etlichen Jahren schon ein kleines Regal, auf dem wir zumindest die wichtigsten Tafel-Schokoladen als Dauerplatzierung vor der Kasse stehen haben. Da geht / ging für die Größe eigentlich relativ viel durch, zumal sich von den Tafeln ja auch etliche auf dem kleinen Ständer unterbringen lassen.
Die Vertreterbesuche waren in letzter Zeit sowieso gefühlt eher unregelmäßig geworden. Wir gingen irgendwann vor rund zwei Jahren dazu über, jeweils bei Bedarf bei Lindt anzurufen und nach einem Vertreterbesuch zu fragen. Irgendwann war der Aufsteller dann ganz leer, selbst ein Anruf bei Lindt blieb erfolglos und nachdem nun auch die letzte Tafel verkauft war, haben wir das Regal erst mal ins Lager gestellt. Ist das das Ende von Lindt? Den Hachez-Mann würde es sicherlich freuen. Aber selbst denen geht es ja nicht ganz so rosig, wie z.B. hier im Wikipedia-Artikel nachzulesen ist.
Anschreiben eines Lieferanten: Man möchte den Rechnungsversand auf E-Mail-Zustellung umstellen, da man in absehbarer Zeit keine papierhaften Belege mehr versenden möchte. Der Vorteil sei, dass der Papierverbrauch sinkt und die Transportwege reduziert werden.
Einzig das mit dem Transportweg stimmt. Die Kosten für das Papier werden dagegen nur in meine Richtung umgelenkt, denn ich werde die Rechnungen notwendigerweise hier vor Ort ausdrucken und mit zum Steuerbüro geben.
Coca Cola hat die 0,5l-PET-Mehrwegflaschen eingestellt. Damit ist auch der für mich persönlich wichtigste Artikel verschwunden, nämlich die Coke Light Lemon C in kleinen Flaschen. Ab einem Liter aufwärts gibt es sie noch, aber das ist nichts mehr für mal eben schnell unterwegs.
Schade. Ich war bei dem Produkt mein bester Kunde.
Ein Anbieter von Kaffee hat mir einen Belieferungsvertrag geschickt, in dem ich mich u.a. verpflichten würde, die Artikel zum vorgegebenen Preis anzubieten – mit einer aus meiner Sicht geradezu lächerlichen Handelsspanne.
Damit die Spanne halbwegs brauchbar würde (immer noch bescheidene 13%), müsste ich zustimmen, permanente Zweitplatzierungen in Form von Displays im Laden aufzustellen. Displays mit Markenkaffee. Klar. Sicher. Nicht.
Ergo: Vertragsvorlage in die Tonne, die Belieferung wird demnächst eingestellt und unser Kaffeesortiment verringert sich in den nächsten Wochen um ein paar Artikel. Passt schon, da ich im Rahmen der Renovierung ohnehin das Kaffeesortiment eindampfen wollte.
Während unseres Urlaubs hat sich übrigens etwas getan: Unser Bio-Bäcker hat nach dem schlimmen Großbrand Mitte März den Betrieb wieder aufgenommen. Eine nicht durch den Brand in Mitleidenschaft gezogene Remise auf dem Hof wurde technisch und hygienisch so hergerichtet, dass dort bis zum geplanten Neubau des Hauptgebäudes eine ordentliche Bäckerei betrieben werden kann.
Ich freue mich für Famile Barkemeyer und alle Mitarbeiter!
Und die angekündigte Verkostung werde ich auch noch durchführen! Aber erstmal muss wieder alles in normalen Bahnen laufen.
Ein Handwerker stand mit seinem Auto quasi vor der Tür, hatte das Handy in der Hand und rief bei uns an: "Wo muss ich denn jetzt klingeln? Ich finde den Markt hier nicht."
Diese Bio-Eier sind so groß sind, dass sie nicht in die "Becher" der Eierpappe passen und man folglich die Kartons auch nicht mehr richtig verschließen kann. Oder sind das doch zu klein geratene Straußeneier?
Gesehen im Metro-Markt hier in Bremen. Eigentlich ganz witzig, würde ich hier auch gerne mal aufbauen – ist nur die Frage, wo man das hier in dem doch eher kleinen Markt hinbauen könnte… Muss ja gar nicht so groß sein wie auf dem Foto, aber viel weniger sieht nun auch wieder blöde aus.
(Für die Neugierigen unter euch: Die Kisten oben hängen übrigens nicht an Siemens-Lufthaken, sondern sind mit Kabelbindern zusammengetüdelt.)
Nachtrag: Das da oben sind leere(!!!) Kisten. Alles andere wäre doch wirklich leichtsinnig und auch nicht mehr ernsthaft mit ein paar Kabelbindern sicher zu fixieren. Also: Alle wieder durchatmen.
Das alljährliche Pflichtprogramm ist damit auch wieder erledigt. Bis zum kommenden Sonntag mussten die Bestellungen gesendet sein. Bei den aktuellen Außentemperaturen hat man natürlich richtig Muße, sich mit Lebkuchen und Schokomännern auseinandersetzen zu müssen…
Manchmal glaube ich, die Mitarbeiter im Auslieferungslager dieses Lieferanten machen das mit Absicht, damit ich hier was zum Verbloggen bekomme. Anders kann ich mir das nicht erklären. Die paar Teile, die da auf der Viertelpalette liegen, hätten problemlos noch auf die große Palette gepasst.
Aber hinterfragen tue ich das nicht. Muss ja jeder selber wissen, wieviel Geld er für die Logistik seiner Produkte ausgeben möchte…
Seit dem Brand hing bis eben ein Hinweis hier im Laden am Brotregal, dass es die Bioland-Brote "ab sofort und für unbestimmte Zeit" nicht mehr geben wird. Den angekündigten Ersatz hatte ich nicht gefunden und die Suche auch nach kurzer Zeit wieder aufgegeben, da schon sehr früh die Entscheidung fiel, die Backstube wieder aufzubauen.
Nun habe ich den Hinweis eben mal aktualisiert:
Bio-Brot?
Kommt wieder!
Bitte noch etwas Geduld.
Der Neubau der Anfang März bei einem Großbrand
komplett zerstörten Barkemeyer Bioland-Backstube
ist in den letzten Zügen und planmäßig soll die
Produktion wieder im Juni beginnen!
Vor über sechs Jahren hatte uns ein winziger Lieferant von veganem Aufschnitt kontaktiert. Die Produkte waren (und sind immer noch) nicht schlecht, der Preis war korrekt und die Person dahinter war persönlich greifbar. Wir waren zu dem Zeitpunkt der einzige Laden hier im Großraum, der den Aufschnitt im Sortiment hatte und so schlug das Angebot hier richtig gut ein, zumal wir ja schon davor seit etlichen Jahren ein recht großes vegetarisches, bzw. veganes Sortiment hier anboten.
Der Lieferant machte sich immer wieder die Mühe, die Ware persönlich herzubringen, was immerhin rund 100km Anfahrt bedeutete. Anfangs sogar immer nur wenige Dutzend Packungen. Dafür hatten wir stets superfrische Ware, die mehrere Wochen haltbar war. Das hatte zur Folge, dass wir Kunden aus anderen Stadtteilen bekamen, die teilweise selber mehrere Dutzend (!) Pakete auf Vorrat gekauft haben. Die Sachen liefen besser und besser, bis schließlich bei den einzelnen Lieferungen schon dreistellige Stückzahlen zusammenkamen!
Im Laufe der Zeit kamen andere Läden dazu und es folgte, was folgen musste: Die Arbeit war vom Lieferanten nicht mehr alleine zu schaffen, die Ware war nicht mehr mit dem privaten PKW an die Läden zu bringen und so suchte er sich einen Großhändler, über den der Aufschnitt dann ab sofort vertrieben wurde.
Schlagartig begannen die Probleme. Zum einen haben wir (gerade in der Anfangszeit nach der Umstellung vor wenigen Jahren) gar nicht mehr regelmäßig die Mengen bekommen, die wir eigentlich brauchten. Dadurch haben wir schon einige Kunden enttäuschen müssen. Dazu kam eine Problematik, die man bei vielen Großhändlern hat: Durch den zusätzlichen Schritt in der Logistik leidet auch die Ware. Statt vier Wochen Restlaufzeit, haben wir regelmäßig maximal drei, teilweise sogar nur noch 10-14 Tage MHD bekommen. Das führte zu zwei weiteren Konsequenzen: Einerseits brachen uns die eingangs erwähnten Kunden weg, die auf Vorrat gekauft haben. Andererseits haben wir durch die knappen Daten generell weniger Ware bestellt und selbst die teilweise noch reduzieren müssen, weil viele Veggie-Aufschnitt-Kunden schlichtweg nicht mehr da waren. Statt wie früher die Artikel buchstäblich kartonweise im Kühlhaus stehen zu haben, dokterten wir nur noch mit Kleinstmengen herum, die wir mitunter auch reduzieren mussten. Ein Teufelskreis.
Die Konsequenz daraus war, dass wir uns nun komplett von diesen Artikeln getrennt haben. Schade, aber so macht das niemandem Spaß.
Seit Ewigkeiten kann man bei mir in den Läden mit der Regionalwährung Roland bezahlen. Ich hatte nie selber die Notwendigkeit, in einem der vielen teilnehmenden Geschäfte zu kaufen und so häufte sich auf meinem Roland-Konto immer mehr Guthaben an. Zum Glück ist einer meiner Lieferanten auch im Roland-Ring und dem haben ich jetzt einen Blanko-Scheck mitgegeben und darüber darf die nächste Rechnung bezahlt werden.
Vorsichtshalber den Scheck und den Umschlag mit einer nicht übersehbaren Notiz an den Rollbehälter mit Leergut gepappt.
Habe gerade die Info bekommen, dass wir jetzt schon Adventskränze für die Saison 2016 vorbestellen können, bzw. bestimmte Produkte im Laufe der nächsten Woche sogar bestellen müssen.
Auf den Schreck erstmal noch das letzte Osterei runterschlucken.