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Das große Betriebsgeheimnis

Ein Mann mittleren Alters sprach mich im Laden an. Ziemlich direkt kam er auch gleich zur Sache:
Ich möchte Ihnen ein Angebot machen, mit dem Sie viel Geld sparen können.

Was heißt denn "viel Geld?"

Ich habe Ihnen da mal ein Angebot gemacht.
Dabei drückte er mir einen Briefumschlag in die Hand. Ich öffnete ihn, nahm das Anschreiben heraus und sah etliche Zahlenkolonnen.
Das sind natürlich keine 100%ig genauen Zahlen. Ich habe das einfach mal anhand Ihrer Ladengröße und Öffnungszeiten hochgerechnet.

Aha. Da steht, dass ich hier monatlich etwa 400 Euro an Stromkosten sparen kann. Aber wie das funktionieren soll, steht da gar nicht.

Richtig. Das ist natürlich ein Betriebsgeheimnis. Aber Sie werden sehen, das funktioniert. Wir können den Auftrag gleich fertigmachen.

Wie, "Betriebsgeheimnis"? Und was wollen Sie hier nun bei mir im Laden wundersames machen, dass ich hier so viel Strom sparen können soll?

Kann ich Ihnen leider nicht sagen. Die Konkurrenz… Sie wissen schon.

Soll das ein Scherz sein? Sie kommen hier herein und erzählen mir irgendwelche wundersamen Dinge, aber nicht, wie das gehen soll und erwarten, dass ich irgendeinen Auftrag unterschreibe? Wir sind hier doch nicht im Kindergarten. Was für ein Blödsinn, da können Sie gleich gehen. Schönen Tag noch!!!

LEDs. Ich würde ihre bisherigen Leuchtstoffröhren gegen LED-Röhren austauschen. Die Stromersparnis…

…kauft man mit sehr hohen Anschaffungskosten und einer derzeit sehr mangelhaften Ausleuchtung aufgrund des geringen Abstrahlwinkels. Außerdem sieht's scheiße aus, wenn in den Röhren einzelne LEDs ausfallen. Dann hat man nämlich überall so kleine schwarze Löcher in den Lichtbändern.
Er wollte noch protestieren, aber erfolglos. Ich hätte die LED-Röhren auf keinen Fall hier installiert. Aber wer ein Verkaufsgespräch auf einer dermaßen albernen Basis führen möchte, hat doch von vornherein verloren…

Schminktipp

Schminktipp von Halloween: Richtig böse Strukturen mit Blasen bekommt man auf die Haut, wenn man einfach Blattgelatine benutzt, diese über einer offenen Flamme erhitzt und dann mit heißem Wasser benetzt und auf die zu schminkende Körperstelle legt.

Durch die Hitze der Flamme wirft die Gelatine Blasen und das sieht hinterher, entsprechend farblich übergemalt (fehlt auf dem Foto noch), richtig schmerzhaft aus. ;-)


Regionales

Ein Maggi-Aufsteller mit Fix-Tütchen für "regionale Spezialitäten". Broiler zum Beispiel. Und auch Spinatspaghetti.

Aber Soljanka? Gleich neben den Broilern ein sozialistischer Gruß an die Freunde aus der UdSSR? :-D


Noch eine Gewerbeauskunft

Mit der Tagespost trudelte hier mal wieder und wie schon so viele Male zuvor ein als amtliches Schreiben getarntes "Eintragungsangebot" für ein sinnloses Onlineregister ein.

Diesmal konnte man u.a. ankreuzen, ob es sich z.B. um eine Zweigniederlassung des Unternehmens handelt oder ob der Betrieb sogar bereits aufgelöst wurde. Ich konnt's mir ja einfach nicht nehmen lassen, letzteres anzukreuzen. :-P

Von Crunches und Nuts

Während ich meinem Mitarbeiter Gregor von dem Crunchy-Nut-Fredy berichtete, zickte der Leergutautomat mal wieder herum. Kommentar von Gregor dazu:
"Du hast nicht nur einen Crunchy-Nutter, du hast auch einen nutty Cruncher!"
Für sowas schätze ich ihn sehr. :-)

1,20€

Die Bilder vom Freimarktsumzug gibt's später. Aber ein Foto kann ich euch mal eben nicht vorenthalten…

Der Euro ist eben doch nützlich. Und wenn's eben nur zur Niveauregulierung der Donutmaschine ist. :-)


Das war der Hachez-Weihnachtsaufsteller

Mit einem lauten dumpfen Rumpeln sackte der Pappaufsteller mit der gesamten Weihnachtsware von Hachez zusammen. Der Ware ist nichts passiert, aber das Pappteil können wir nicht mehr weiter verwenden. Also steht jetzt erstmal alles (bis auf den Rest in der ehemals untersten, jetzt einzigen, Ebene) ordentlich in Kisten verpackt im Lager. Mal gucken, wann uns der nette Außendienstmitarbeiter ein neues Pappgestellt bringt. :-)


Rucksack

Vor unserem Wurstkühlregal stand minutenlang ein anscheinend herrenloser Rucksack. Kein Kunde im größeren Umkreis beachtete ihn oder wollte ihn haben. Gefährlich sah er nicht aus, eher vergessen.
Eine Kollegin erinnerte sich: "Da hat doch eben diese eine Kundin recht lange im Kühlregal nach einer bestimmten Wurst gesucht. Ich bin mir ganz sicher, dass die den stehengelassen hat. Sie hatte den nämlich erst zwischen ihre Füße auf den Boden gestellt und hat dann langsam durch das Regal gearbeitet.

Glücklicherweise war die Kundin sogar noch im Laden. Sie stand gerade an der Kasse und ihre Artikel wurden gerade von meinem Kassierer gescannt. Die Kundin selber guckte etwas verträumt in die Luft, als ich sie ansprach:
Vermissen Sie etwas?

Nöö… Ich gucke hier nur so herum.

Aber vermissen Sie denn nichts von Ihren Sachen?

Nein… Eigentlich nicht.

Aber der Rucksack hier, der gehört doch Ihnen?

Ach, ja, das ist meiner…

Den hatten Sie vor ein paar Minuten da hinten im Laden am Wurstkühlregal stehengelassen…

Ach, ich bin heute ja irgendwie total neben mir.
Ja, definitiv. :-)