Tzz, vier Ladendiebstähle an einem Tag – und dazu noch alle vom selben Täter. Das ist sogar für mich zu viel.
Aber zum Glück war er sehr berechenbar.
Heute ist übrigens der Tag gekommen, an dem das
angekündigte Ladendiebstahl-Training stattfindet. Es geht übrigens gar nicht um Azubis im Einzelhandel, so wie ich das ursprünglich verstanden hatte, sondern die Polizeianwärter sollen üben, wie sie im Ernstfall mit einem Ladendieb umzugehen haben.
Damit alles ganz echt wirkt, "erwischen" wir hier einen Ladendieb, natürlich mit passender Videoaufzeichnung, und ziehen das normale Programm durch. Aufgrund des Unwillens zur Kooperation und des nicht vorhandenden Personalausweises "muss" ich natürlich leider jedes Mal die Polizei rufen. Mir und den Kollegen macht's Spaß – und die Kunden haben was zu gucken.
Wegen des knappen MHDs hat die Kollegin diesen Becher Dickmilch mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Statt mit 79 Cent ist der Pott nun mit 3,60€ beklebt. Eigentlich ist es ja ein Sonderpreis, steht ja nirgends, dass die zwingend billiger als der Normalpreis sein müssen.
Memo an mich: Mehr Kaffee an die Kollegin.
Wenn ich schon am ersten Mai bei strahlendem Sonnenschein in der Firma im Büro hocke, nehme ich mir das Recht heraus, mich etwas despektierlich am Telefon zu melden:
Hallo?
Mal 'ne Frage: Haben Sie heute geöffnet?
Äh, nee, heute ist Sonntag.
Heute ist nicht Sonntag.
Ach, natürlich nicht. Aber ein Feiertag.
Macht der Gewohnheit. Keine Kunden = Sonntag.
Haben Sie jetzt denn geöffnet?
Heute ist der erste Mai, das ist ein Feiertag.
Also nicht?
Richtig.
Ein neues Liebespaar im Team? Aber warum..? Und außerdem sind doch beide in festen Händen, aber in anderen.
Achsoooo, das ist gar kein Herz. Da wollte nur jemand signalisieren, dass Tracy und Gregor an ein und der selben Kasse gearbeitet haben. Pheeeew, mich so zu erschrecken…
Bei diesem leeren Karton, der vor dem Leergutautomat auf dem Fußboden stand, musste ich doch direkt an
Johannes Schlüters "Autonomen Supermarkt" denken.
Die beiden Schülerinnen sind gerade hier und drehen die für ihren
Film benötigten Szenen.
Es geht dabei um einen Lebensmittelskandal.
Hätte ich meinen Laden dafür doch nicht hergeben sollen?
Ach, egal, ist ja für die Kunst.
Zu mir an die Kasse kam eine Frau, die ihren Einkauf bezahlen wollte. Neben ihre Tasche legte sie auch ein Handy vom Typ Sony K800i. Ich bin nun nicht
der Freak, der jedes Modell in- und auswendig kennt, aber ein Gerät, das ich selber seit inzwischen weit über fünf Jahren beinahe rund um die Uhr bei mir trage, erkenne ich. Und
das Handy, das da vor mir auf dem Kassentisch lag, war nicht nur das gleiche Modell, nein, es hatte auch noch ziemlich ähnliche Abnutzungserscheinungen.
Ich versuchte es mit etwas lockerem Smalltalk, mit zweifelsfrei erkennbarem Witz: "
Wenn ich nicht genau wüsste, dass ich meine Bürotür zugemacht habe, würde ich sagen, dass das da mein Handy ist."
Die Kundin begann zu schwärmen, wie lange sie das K800 schon hat und dass das deswegen so schrabbelig aussieht und wie absolut zufrieden sie mit dem Gerät ist. Mir blieb nichts anderes übrig, als zuzustimmen. Das Handy ist so klasse, dass ich sogar noch ein nagelneues Gerät hier für den Fall der Fälle auf Reserve liegen habe. Aber das ist eine andere Geschichte…
Die Kundin bezahlte, wir unterhielten uns dabei und je länger ich auf dieses schwarze Mobiltelefon auf der Ablage des Kassentisches glotzte, desto unruhiger wurde ich. Ihr glaubt gar nicht, wie schnell ich ins Büro rannte, nachdem die Kundin raus war. Natürlich war die Tür zu und das Handy lag auf dem Schreibtisch. Aber irgendwie hatte ich tatsächlich Panik geschoben.
Vorhin ist mir ein Fläschchen Teebaumöl heruntergfallen. Natürlich ausgerechnet an einer Stelle hier in einem Nebenraum, an dem der Fußboden nicht glatt ist, sondern ein feines Riffelmuster hat. Aufwischen war quasi unmöglich, also abwarten.
Erstaunlich, wie hartnäckig 35ml von dem Zeug den ganzen Laden einnebeln können…
Gerade eben bin ich zufällig über diesen Spruch gestolpert:
"Letzte Nacht, gegen 3 Uhr, hat überraschend der Nachbar bei mir geklingelt.
Mir ist vor Schreck fast die Bohrmaschine aus der Hand gefallen."
Erinnerte mich gerade unweigerlich
an diesen Blogeintrag. Damals ging es uns jedenfalls im Grunde genauso.
Durch einen Vertipper zum Kundenverschreckerangebot. Obwohl, wenn ich ehrlich bin, würde ich für den Preis gerne diese Margarine palettenweise verkaufen.
(Die Grundpreisangabe stimmt ja wenigstens…)
Momentan bin ich in der Firma. Als ich gerade den Laden betreten wollte, lief gerade eine Frau mit einem kleinen Jungen vorbei. Oma und Enkelsohn, vermute ich.
Arbeitet der Mann da?
Nein, der will nur durch die Fenster gucken, wie so ein Laden an Tagen aussieht, an denen nicht gearbeitet wird.
Das erstaunte Gesicht des Jungen, als ich die Tür aufschloss und in den Laden ging, war herrlich.
Bin ja neugierig, wieviele Fragen seine Großmutter danach noch zu beantworten hatte…
Zwei Polizisten betraten in Begleitung eines jungen Mannes in Zivilbekleidung den Laden. Ob sie kurz unsere Toilette für die Abgabe einer Urinprobe benutzen dürften, wollten sie wissen. Sie durften. Einer der Polizisten begleitete den möglichen Delinquenten mit auf die Toilette.
Was bei dem Drogenschnelltest schließlich herauskam, haben wir hier natürlich nicht erfahren.
Die freundliche Fahrerin vom Paketdienst GLS hat mir diese zwei Pakete in die Hand gedrückt:
Adressaufkleber #1:
Adressaufkleber #2:
Nennt eure Firma niemals "
Frischmarkt" – man glaubt kaum, wie viele Möglichkeiten es gibt, den Namen zu verhunzen.
In einer Kiste im Lager haben wir noch den Lieferschein für unser altes Modem unseres Warenwirtschaftssystems gefunden.
Erinnerungen werden wach. Hey, wer kennt denn überhaupt noch so edle Geräte wie die "Microlink"-Modems von
Elsa?