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Immer noch keine Sportplakatwerbung

Es ist diesmal sogar schon fünf Jahre her, dass ich eine derartige Anfrage bekommen habe. Vielleicht zwischendurch auch noch mal, aber dann habe ich das entweder verdrängt oder vergessen, da mag ich mich jetzt nicht festlegen, auf jeden Fall ist die letzte Erwähnung dieser Sportplakatwerbefirma von Anfang 2021.

Soll ich's sagen? Irgendwas mit einer Negation. ;-)

Sucht euch lieber einen guten Edeka.

Diese "Rezension" haben wir gestern Mittag bekommen. Ich schreibe es deshalb in Anführungsstrichen, da da zwar eine Stern und sogar ein paar Wörter hinlassen worden sind, aber eine sachliche Analyse nun nicht wirklich stattgefunden hat und das Geschreibsel nun auch für niemanden nützlich ist:


Ich habe mir diesmal keine krampfhaften Erklärungen oder Rechtfertigungen aus den Fingern gesogen, sondern es mit einer neutral formulieren Bitte versucht, sich direkt an uns/mich mit dem Anliegen zu wenden.

Moin Susi,
schade, dass Sie diesen Eindruck gewonnen haben. Pauschale Aussagen ohne konkreten Anlass sind für uns allerdings schwer nachzuvollziehen oder zu verbessern.
Falls es einen bestimmten Vorfall gab, melden Sie sich gern direkt bei uns – dann schauen wir uns das im Detail an.

Viele Grüße
Aber so ist das wohl heutzutage: Man rotzt lieber anonym einen Haufen Schnodder auf die Straße (oder ins Internet) und labt sich im "Denen habe ich es gezeigt!"-Gefühl, als eine ernsthaft konstruktive Kritik zu äußern, die nachhaltig etwas bewirken kann.

Handyanrufversuche an Feiertagen

Gestern war ja auch schon wieder so ein heimtückischer Feiertag, an dem Geschäfte wie das meinige geschlossen sind. Und wieder einmal häufen sich die Anrufversuche von Handynummern. Ich weiß es nicht, aber ich kann mir vorstellen, dass ein großer Teil der Anrufer vorne vor der Tür stand und sich wunderte, dass sie verschlossen ist.

Ist ja nun nicht so neu, dass am Ostermontag die Läden dicht sind. :-P


Geschäftsleitungskompetenz

Ob ich meinen Job hier im Vergleich mit anderen Unternehmern gut oder schlecht mache, weiß ich nicht. Was ich dagegen weiß: Ich mache das hier seit rund 26 Jahren und habe ein Dutzend Mitarbeiter, die mich schon länger als zehn Jahre, bis teilweise sogar über 20 Jahre, hier begleiten. So schlimm kann die Arbeit hier im Allgemeinen oder mit mir persönlich also auch nicht sein.
Wir kämpfen als Unternehmen nicht am finanziellen Limit, investieren immer wieder und halten mit ständigen Anpassungen im Sortiment und auch aus technischer Sicht das Unternehmen am Laufen. Aus der Perspektive betrachtet kann ich wohl ruhigen Gewissens behaupten, dass ich das hier wohl tendenziell eher gut mache.

Ich musste mir in den vergangen zweieinhalb Jahrzehnten schon mehrmals von Mitarbeitern (die allesamt nicht mehr hier arbeiten) sagen lassen, dass ich unfähig bin, es "nicht bringe" und meine Firma sowieso bald pleite ist, weil ich einfach überhaupt keine Ahnung habe und mich sowieso ja um nichts kümmern würde.

Nein, das ist keine konstruktive Kritik, die einen zu mehr Selbstreflexion bringt. Das ist einfach nur zum Lachen, denn diese Sprüche habe ich nämlich ausschließlich (!) von Frauen und Männern zu hören bekommen, die selber irgendwelche "Psychos" sind und hier sehr viel Unruhe ins Team gebracht haben. Unter der Prämisse müsste man es eigentlich schon als Lob und Anerkennung auffassen, wenn einem sowas vorgeworfen wird. ;-)

Elefantenbüroklammern

Es gibt nicht nur Belloklammern, sondern auch Trötiklammern. Eine Kollegin hat mich mit einem großen Beutel voller Elefanten-Büroklammern überrascht. Viel zu schade, sie einfach wie vorgesehen zu verwenden.

Aber dennoch natürlich vielen lieben Dank dafür. :-)


Leicht zu beantworten …

Hallo

Ich hoffe, es geht dir gut.

Ich würde gerne wissen, welche E-Mail am besten geeignet ist, um mit uns in Kontakt zu treten, um über einen Artikel zu sprechen, den einer unserer Kunden gerne auf Ihrer Website veröffentlichen würde.
Ach, das ist einfach zu beantworten: mail@example.com ;-)

21 Jahre Shopblogger – jetzt wird gespielt!

Nach über zwei Jahrzehnten voller Bonrollen, Bananenkartons und Blogeinträgen ist es endlich soweit: Der Shopblogger (also meine Wenigkeit) wird endlich zur Actionfigur! Neben abgedroschenen He-Mans und Buzz Lightyears, die ohnehin nur mit Stil fallen können, wird man die Figur demnächst bei mir im Geschäft und im gut sortierten Spielwarenhandel beziehen können. Sobald wir genug Warenbestand haben, werde wir die Figur auch über den Ebay-Kanal zum Onlinekauf anbieten.

Diese Figur ist zwar nur kleiner Schritt für mein Blog, aber ein großer für die Nachwuchsförderung im Lebensmitteleinzelhandel. Denn wahre Helden tragen keine Umhänge – sie tragen ikonische schwarze Westen und retten den Laden, wenn das Kassensystem streikt und es soll "mein" Auftrag sein, schon den Nachwuchs im Kinderzimmer spielerisch an die Welt des Einzelhandels heranzuführen.

Mit reichhaltigem Zubehör in Form von Obst, Kugelschreiber, Auszeichner und einer kleinen Registrierkasse bringt diese Figur (aus 50% recyceltem Kunststoff) frischen Wind ins Kinderzimmer.

Damit habt ihr die erste Actionfigur mit vollem Artikelsortiment UND Beweglichkeit an Hüfte und Schultern! Dazu gib es den unerschütterlichen Blick eines Mannes, der schon hundertmal gefragt wurde, wo das Paniermehl steht.


Andere Länder, andere Läden – 006

In diesem Zustand hätten wir die Bananen bei uns vermutlich schon nicht einmal mehr zum Sonderpreis angeboten. Oder für maximal einen symbolischen Preis pro Tüte, um sie vor dem Müll zu retten. (Natürlich sind sie innen nicht verdorben, aber unsere Kunden würden sie in dem Zustand eben nicht mehr zum regulären Kurs kaufen.)

Hier im Asia-Shop für 3,25 € pro Kilo und ich vermute, sie verkaufen sich sogar. ;-)


CSI: Nudelgang

Ein dumpfer Knall, ein rotes Spritzen – Sekunden später liegt das Opfer am Boden: Ein Glas fertige Tomatensauce, kaltblütig zerschellt. Spurensicherung? Überflüssig, die Beweise liegen überall verteilt. Spritzer bis in die dritte Fliesenreihe im Chipsgang, die Glasscherben liegen wie Tatwerkzeuge vor dem Regal verstreut.

Zeugen, die anonym bleiben möchten, berichten von einem kurzen Rutschen, dann Stille – bis auf das leise Ploppen der letzten Blasen im Saucensee. Das Motiv? Hinterhältige Schwerkraft. Der Täter? Unbekannt.

Der Tatort wird wird weiträumig abgesperrt, die Kundschaft gafft neugierig aus einiger Entfernung, und der wildgewordene Mopp rollt samt Wischeimer an. Fall abgeschlossen – bis zum nächsten Drama im Alkoholgang. Dann heißt es CSI: Schnaps!


Andere Länder, andere Läden – 005

Schöne Idee in einem Asia-Shop in Rotterdam: Auf den Regaletiketten ist nicht nur zu lesen, um welches Produkt es sich handelt, sondern das Produkt ist auf dem Etikett auch abgebildet. Die abgebildeten Etiketten hier auf dem Foto waren nicht die seltene Ausnahme, sondern das mit den Bildern war Standard in dem Laden. Finde ich gut, da kommt dann sogar die unerfahrenste Aushilfskraft mit klar.

… und dann hat man im Regal plötzlich 40 Etiketten mit "Maggi Fix" auf einem Haufen, die auf dem kleinen Bild alle absolut gleich aussehen, höhöhö. :-P


0,06 €

Die BGHW (Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik) hat aus welchen Gründen auch immer den Beitrag von 2024 neu berechnet und mir einen berichtigten Beitragsbescheid für das Jahr zukommen lassen. Es hat sich ein Differenzbetrag in Höhe von sage und schreibe sechs Cent zu meinen Lasten ergeben.

Immerhin muss ich die unerwartet entstandenen Schulden nicht unverzüglich begleichen. "Diesen Betrag bitten wir zusammen mit dem nächsten Beitrag zu überweisen", heißt es in dem Schreiben.

Das ist eine schöne Lösung, finde ich. Buchhalterisch absolut korrekt, aber bürokratisch durchaus pragmatisch gelöst. Jetzt muss ich nur irgendwie daran denken, beim nächsten Beitragsbescheid die sechs Cent mit draufzuschlagen. Aber vielleicht weist die BGHW das auch von alleine mit aus, wäre praktisch. Ansonsten kommt dann irgendwann vermutlich eine ganz wenig pragmatische und absolut bürokratische erste Mahnung.

Unoriginelle Spammer

Neuerdings schaffen es immer wieder E-Mails durch den Google-Spamfilter. Allen ist gemein, dass sie einen sehr "technischen" Eindruck machen und davor warnen, dass der Speicherstand kritisch ist und Datenverluste drohen. Klickt man auf einen der Buttons, bieten sich einem mannigfaltige Möglichkeiten von Preisgabe irgendwelcher Zugangsdaten (z. B. Facebook) bis hin zu Schadsoftware.

Alle diese Spam-Mails haben ebenfalls die erstaunliche Gemeinsamkeit, dass sie erst einmal überhaupt nicht so tun, als würden sie von einem bestimmten Absender wie Cloud-Diensten oder Social-Media-Plattformen stammen. Sie sind ganz allgemein gehalten und warnen vor einem möglichen Datenverlust. Wo und warum, steht da nicht. "Sie werden Ihre Daten verlieren!" - "Warum?" – "Sagen wir nicht." – "Aber bei welchem Anbieter denn?" – "Das müssen Sie selber herausfinden." – "Und was geschieht dann?" – "Schon bald werden Sie es erfahren, geben Sie nur ihre Zugangsdaten ein."

Man kommt sich vor wie Josef K., der in Franz Kafkas Roman überhaupt keine Ahnung hat, warum ihm der Prozess gemacht wird. Ein schräges Buch. :-)








Der eine Energydrink ab 16

Ines fiel vor ein paar Tagen auf, dass eine Sorte der Monster-Energydrinks bei uns in der Kasse mit einer Altersabfrage (ab 16) hinterlegt war. Es handelte sich nur um diese eine Sorte, alle anderen hier aus unserem umfangreichen Sortiment sind ohne Altersbeschränkung im System hinterlegt.

Wir versuchten natürlich zunächst, selber herauszufinden, was die Ursache dafür sein könnte. Aber auch dieses Getränk ist nicht alkoholhaltig und auch die anderen Zutaten unterscheiden sich nicht nennenswert von den anderen Monster-Sorten. Im positiven Gegenteil sogar fast, in diesem hier ist noch Tee enthalten und nicht nur Chemieplörre. Da wir zu keinem Ergebnis kamen, kontaktierte ich unsere Großhandlung.

Lange Rede, kurzer Sinn: Der Artikel war falsch gepflegt, auch dieses monströse Gesöff darf ohne eine Altersbeschränkung abgegeben werden.

Andere Länder, andere Läden – 004

Tiefkühlspinat, mit und ohne Blubb oder bevorzugt (von uns privat) auch als Blattspinat, kennt vermutlich jeder. Wie alle Gemüse gibt es auch Spinat in Konservengläsern, doch ich muss zugeben, dass ich ein derartiges Produkt in meiner gesamten Laufbahn im LEH noch nicht einmal in den Händen gehalten habe. Weder in dem Betrieb, in dem ich einst gelernt habe, noch auf den Stationen danach – und auch nicht in den vergangenen knapp 26 Jahren hier im eigenen Laden. Spinat in Gläsern? Ein sagenumwobener Mythos, über den man höchsten hinter vorgehaltener Hand spricht.

Und in Frankreich? Gleich zwei Sorten der Carrefour-Eigenmarke nebeneinander im Regal. Einmal mit Rahm und einmal ohne. Leider kann ich die Frage nach der Auswahl an Tiefkühlspinat in dem Geschäft nicht beantworten …